Nagelbinder Deckenbeplankung

Diskutiere Nagelbinder Deckenbeplankung im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, unser Bungalow hat ein Satteldach aus Nagelbindern. Im Zuge der Sanierung soll die Geschossdecke neu beplankt werden. Vorweg, das Dach...

  1. #1 SSSleep, 25.01.2019
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    Hallo,

    unser Bungalow hat ein Satteldach aus Nagelbindern. Im Zuge der Sanierung soll die Geschossdecke neu beplankt werden. Vorweg, das Dach wird inkl. Aufsparrendämmung in 2-3 Monaten neu eingedeckt. Der Dachboden gehört dann zum warmen Bereich. Eine Dampfdichtigkeit der Geschossdecke brauche ich dann ja nicht mehr.

    Nun hat uns ein Handwerker als Deckenaufbau zum Geschoss die Kombination OSB-Lattung-Gipskarton empfohlen. Die OSB Platte soll vor allem etwas den Raumschall zwischen den Räumen mildern und schlimmeres verhindern, falls man auf dem Dachboden doch einmal daneben tritt.

    Alternativ wäre ja auch Lattung-OSB-Gipskarton möglich.

    Welcher Lösung würdet ihr den Vorzug geben? Ich sehe für mich folgende Vorteile:

    Nagelbinder-OSB-Lattung-Gipskarton:

    Für mich wäre der Vorteil, ich könnte jetzt zeitnah mit OSB die Decke abtrennen und schon einmal eine erste Dichtigkeit herstellen. Die Lattung inkl. Rigips würde ich später anbringen wenn das Dach neu gedeckt ist. Dann könnte ich mit der Lattung eventuelle Laständerungen durch das neue Dach ausgleichen.

    Nagelbinder-Ausgleichslattung-OSB-Gipskarton:

    Das Schrauben des Gipskarton direkt auf die OSB-Platten verleiht sicher mehr Stabilität wenn man mal eine Lampe oder etwas anderes aufhängen muss. Dass ich hier die Stöße vor dem Spachteln vom Holz "isolieren" muss weiß ich.

    Ich freue mich auf die Meinungen der Profis.

    VG
     
  2. Skogen

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  3. #3 simon84, 25.01.2019
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    Wie ist denn der Gesamtaufbau mit exakten Materialstärken inkl. dem Boden im Dach ?

    Was passiert bei der Aufsparrendämmung mit Giebelwänden und Drempel?
     
  4. #4 SSSleep, 25.01.2019
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    Ich hätte erwartet, dass es keine weitere Dampfbremse mehr benötigt, da der Dachboden ja warm ist und bei der Dachsanierung eine Dampfsperre an der warmen Seite der Sparrendämmung angebracht wird.

    Der Sparrenabstand beträgt 65cm

    Ja mit der Dichtigkeit der OSB Platten meinte ich eher die Dichtigkeit gegen den herabrieselnder Dreck der der letzten 60 Jahre, zu schnell entweichender Wärme meiner Bauheizung jetzt während der Bauphase und evtl. wenn die Dacharbeiten beginnen. Nicht die Dampfdichtigkeit.

    Die Statik gibt die alte LAst am Untergurt (Heraklit, Dämmung, Putz) mit 40 kg/m² an.

    An Giebel und Drempel kommt WDVS. Es gibt keinen konkreten Bodenaufbau, nur einen Laufsteg in der Mitte des Daches. Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte die OSB Platten von unten an die Untergurte machen, so wie die alte Decke befestigt war.
     
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    Rein von der Bauphysik her holst Du Dir mit der OSB erst mal ne Dampfbremse rein. Um dann kurz danach auf die nächste Dampfbremse/sperre zu treffen.

    Da seh ich hier in kürzester Frist den nächsten Strang, "Hilfe mein Dachstuhl gammelt" Zumal das Abkleben, gerade bei Binderdächern, ist ne Strafarbeit. Dann die Giebel noch in WDVS. Das reicht sagte der Staatsanwalt.
     
  6. #6 simon84, 25.01.2019
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    Genau, lieber Dampfbremse raumseitig realisieren,
    zum Thema Schallschutz gibt es viel zu planen, aber du kannst dich ja im ersten Schritt auch mal an den div. Unterdecken Systemvarianten für Holzbalkendecken von Knauf orientieren (als Beispiel)

    Relevante Dokumente wären bei Knauf D15 und SS03 (Viele viele Seiten kostenlos verfügbar zum Studieren und Lesen)
     
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    Simon, was haben wir hier: einen Bungalow (üblicherweise eine flache Dachneigung) und ne Decke über EG. Die Aussage war ja, zwischen den Räumen verbessert sich das, wenn der Untergurt mit OSB beplankt wird. Mumpitz, eher das Gegenteil.

    Ich stelle schon mal die Sinnhaftigkeit dieser sauteuren Aufdachdämmung in Frage. Letztendlich kann man das aber nur beurteilen, wenn man mehr Details kennt.

    Ich liebe es, alle Fakten demjenigen aus der Nase zu ziehen...
     
  8. #8 simon84, 25.01.2019
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    Das sehe ich ebenfalls so.

    Man sollte sich eher man ankucken wie Akustikdecken funktionieren und ggf. wie Schalldämmung bei Holzbalkendecken funktioniert (sinngemäß ist das hier ja sehr ähnlich, auch wenn oben drüber kein Geschoss ist)

    OSB ist halt beliebt weil einfach zu verarbeiten, verzeiht Fehler (man kann überall irgendwie festschrauben usw.)

    Und ZWISCHEN den Räumen gibt es noch ganz andere Schallwege. Wände, Türen etc.
     
  9. #9 SSSleep, 25.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 25.01.2019
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    hmm, jetzt geht aber alles durcheinander.

     
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    Du wolltest wissen was wir denken. Und ich sage was ich denke. Punkt.

    Also: Dachneigung?
    Wie sieht der geplante luftdichte Bauteilanschluß von Dachstuhl zur Konstruktion (Wand) aus?
    Wie sieht der geplante Übergang Wand/Dachstuhl/Giebel aus? Stichwort: Wärmebrücke.

    Wenn Du da nicht ein schlüssiges Konzept hast, ist die Wahrscheinlichkeit mit diesem gebastel auf die Fresse zu fliegen unheimlich groß.

    Und vielleicht mal ein klitzekleines Fodddo vom Dachstuhl, das wäre nicht zum aushalten...
     
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  11. #11 simon84, 25.01.2019
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    Dampfbremse raumseitig. Kein OSB und wenn Schallschutz wichtig ist, dann z.B. an Aufbauten beschrieben in Knauf D15 orientieren.
    Schallschutz Infos zu Unterdecken gibt es im Knauf Dokument SS03 weiter unten.
    Bei Schallschutz allgemein erstmal überlegen welche Wege der Schall nimmt. Kann die Decke sein, kann aber auch nicht die Decke sein.

    Und Dachboden als Installation ist ja echt gut und kein Thema.
    Wenn Lüftungsanlage kommt, dann wieder über den Schall nachdenken ;)

    Wenn du dir Aufbauten klassischer Holzbalkendecken anschaust, dann wirst du sehen, dass dort meistens eine Dämmung verbaut ist.

    Daher stellt sich auch die Frage ob es wirklich sinnvoll ist, den Dachraum passiv, ungesteuert mitzuheizen, wenn du wegen Schallschutzwünschen ggf. sowieso eine Dämmung in der Holzbalkendecke brauchst, die einen Großteil der Wärmedämmung schon miterledigen könnte.

    Dach heizen (direkt oder indirekt) finde ich immer dann sinnvoll wenn man es auch als Wohnraum nutzt.

    Macht schon einen Unterschied, je nachdem wie du heizt. Wenn du z.B. bestimmte Räume im Haus gar nicht heizt oder generell mit Absenkungen oder Abschaltungen arbeitest, dann macht sich das indirekte Aufheizen vom Luftraum im Dach schon bemerkbar.
     
  12. #12 SSSleep, 25.01.2019
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    -https://picload.org/view/dciiwpgi/dach1.jpg.html
    -https://picload.org/view/dciiwpgp/dach2.jpg.html
     
  13. Skogen

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    Bin ich der Einzige, der keine Bilder sieht? Aus der Beschreibung oben, werde ich auch nicht schlau...
     
  14. #14 simon84, 26.01.2019
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    Weiss auch nicht warum immer dieser externe mit Werbung zugeballerte Dreck benutzt wird obwohl die Funktion hier nur einen Klick braucht.

    dach1.jpg dach2.jpg
     
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  15. Skogen

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    Danke Simon. Der link da oben, der lies sich bei mir gar nicht anklicken.

    Zum Dach: ich stelle die Sinnhaftigkeit absolut in Frage. Für diese 1,5 m, oder was das sind, willst diese Aufsparrendämmung (die im übrigen ja auch nach ENEV sein muß) Dir antun? So, und da hinten in den Ecken, wo schon jemand mit Mousse au PU rumgesaut hat, da darfste dann die luftdichte Ebene herstellen. Fach für Fach. Viel Spaß dabei.

    Ich bleib bei meiner Meinung: Irrsinn.
     
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  16. #16 Fabian Weber, 27.01.2019
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    Ich würde lieber die Decke dämmen und von unten eine Dampbremse anbringen. Auf das OSB würde ich verzichten.

    Das wäre bauphysikalisch und schalltechnisch am saubersten und auch viel einfacher umzusetzen.

    Eventuell später auf dem Dschboden stehende Geräte würde ich dann eher gedämmt einhauten.
     
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  17. #17 SSSleep, 27.01.2019
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    ...also ich fasse zusammen ihr würdet alle drei keine Aufsparrendämmung machen. Die Argumente hierfür sind:

    ja
    Begründung?..haben wir immer so gemacht, machen wir auch weiter so?
    Eine technisch oder bauphysikalische fundierte Begründung kann ich noch nicht erkennen! Mich interessiert hier bitte keine Bewertung des finanziellen Aspektes oder des Aufwandes. Was ich mir leisten kann und will entscheide ich am Ende selber.

    Solange bauphsyikalisch keine begründbaren Nachteile entstehen möchte ich an der Aufsparrendämmung festhalten. Alleine schon, weil ich dann nicht bei jedem Deckensport, Haken oder Rauchmelder den ich künftig in der Geschossdecke versenken werde in der Dämmung herumwühlen, oder mir Gedanken über die Verletzung der Dampfsperre machen, muss. Ganz zu schweigen vom abdichten der Leerrohre, die dann auf dem Dachboden im kalten Bereich beginnen und in der Unterputzdose in den warmen Räumen enden.

    Abgesehen davon, zielte meine Frage ja sowieso auf den technisch korrekten Aufbau der Geschossdecke ab. Die Frage sehe ich immer noch nicht beantwortet, außer vielleicht dass auf OSB verzichtet werden sollte.
     
  18. Skogen

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    Du liest selektiv, weil Du Dir was ausgedacht hast und Deinen Kopf durchsetzen willst. Damit ist jede Diskussion zwecklos. Auf die bauphysikalischen Aspekte wurste hingewiesen, auf die Probleme bei der Ausführung auch.

    Viel Spaß.
     
  19. #19 Fabian Weber, 27.01.2019
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    Normalerweise ist ja zwischen der GK-Platte und der Dampfbremse der Installationsraum der sich durch die Lattungen bildet, da muss nix rumgewühlt werden.

    Dein Aufbau von unten nach Oben:

    GK dann OSB dann Lattung dann Binder ist vollkommen ok.

    Alles was wir sagen wollen, ist dass dieser Aufbau vollkommen übertrieben ist, ebenso die Aufsparrendämmung.

    Einen Punkt hast Du aber, das ist die im warmen stehende Technik bei Deiner Version, wie gesagt, die hätte ich dann einfach eingepackt.

    Mein Aufbau von Unten nach oben wäre:

    Gk dann Konterlattung dann Lattung dann Dampfbremse dann Dämmung zwischen den Bindern. Am Dach würde ich dann nur was machen wenn es überhaupt kaputt ist.
     
  20. #20 simon84, 27.01.2019
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    Wenn du die Aufdachdämmung machst brauchst du trotzdem eine deckendämmung wegen schallschutz Anforderung bzw wunsch.

    Nur Osb reicht nicht.

    Zu der Schwierigkeit der Anschlüsse Giebel und Drempel würde auch schon geschrieben ! Ich hatte ja auch vorsichtig nachgefragt bzw hingewiesen.

    Eigentlich hast du mit der aufsparrendämmung die doppelte Arbeit für einen Raum den du sinnvoll eh nicht nutzen kannst.

    Entscheiden tust natürlich nur du !
     
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