Nasser Anhydritestrich

Diskutiere Nasser Anhydritestrich im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Folgende Situation stellt sich: Auf einer abgeklebten Bodenplatte ist ein normaler Fussbodenaufbau, mit Dämmung und Estrich. Der Estrich ist ein...

  1. Spe-vo

    Spe-vo

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    Folgende Situation stellt sich:

    Auf einer abgeklebten Bodenplatte ist ein normaler Fussbodenaufbau, mit Dämmung und Estrich. Der Estrich ist ein Anhydrit – Estrich.

    Vor ungefähr einer Woche merkte ich dass in einer Ecke der Putz im Bodenbereich feucht wird. Zuerst dachte ich, dass es der Kamin wäre der dort in der Ecke steht. Regenwasser?

    Einige Tage später merkte ich, dass die anliegende Wand ab Höhe des Waschbeckens, welches sich auf der anderen Seite befindet, nass wird. Die Wand ist aus Poroton gemauert, deshalb, so vermute ich, der Verzögerungseffekt. Undichte Installation der Armatur!

    Mittlerweile muss sich das Wasser, verursacht durch eine undichte Kunststoffzuleitung, auf der gesamten Bodenplatte verteilt haben, da überall nasse Wandstellen auftauchen.

    Meine Frage: Was soll ich machen, damit der Estrich von der Feuchtigkeit nicht angegriffen wird? Die Leitung wird natürlich gedichtet. Mir geht es um den Estrich. Wie bekomme ich das wieder trocken?

    Vielen Dank schon mal für die Hilfe!
     
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  3. bauworsch

    bauworsch Gast

    Ich nehme mal an, dass der Estrich schon ein paar Tage drinliegt und nicht im Wasser "schwimmt".
    Das Wasser dürfte sich auf der Abdichtung in der Dämmung gesammelt haben und zieht über den Putz in den Randbereichen nach oben. Estrich anbohren, Heißluft einblasen und Trockner aufstellen sollte aus meiner Sicht funktionieren.

    Hol Dir jemanden vom Fach, wie z.B. von www.munters.de

    Die ermitteln genau und erstellen Dir ein Trocknungskonzept. Und wenn es ein Leitungswasserschaden ist, dann sollte auch die Bauwesenversicherung, sofern vorhanden, dafür aufkommen. Munters stimmt das mit der Versicherung direkt ab und rechnet auch mit denen ab. Kein Aufwand für Dich.
     
  4. Spe-vo

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    Danke Robert Worsch, für die schnelle Hilfe.

    Wird jetzt wohl darauf hinauslaufen (Dank deines Tipps und dann mein drängen).
    Gerade wurde festgestellt, dass das Wasser ca 3 – 4 cm unter dem Estrich auf der gesamten Betonplatte unter dem Estrich steht. Zum Glück wurde damals zusätzlich an den Außenwänden die Bitumenbahn 10 cm innen hochgeklebt.

    Das Loch wurde soeben auch gefunden. Anschluss vom Rohr an die Armatur. Resultat mittlerweile: gesamter Fliesenspiegel demoliert. Riesen Loch in der Wand… :mauer

    Und ich hab mich gewundert warum wir immer noch soviel Feuchtigkeit im Haus haben!

    Man baut doch eben nicht nur einmal.:o
     
  5. #4 T9-Liebhaber, 1. November 2006
    T9-Liebhaber

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    Handle vor allem schnell, da der Anhydrit-Estrich bekanntlich Wasser nicht so gern hat.
     
  6. Spe-vo

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    ja, morgen früh schon kommen die Experten, die von der Sanitärfirma beauftragt wurden.

    Telefonisch wurde mir mitgeteilt, dass eine Trocknung der Dämmung unter dem Estrich vorgenommen werden soll.

    Habe in den anderen Threads schon gelesen, dass das die richtige Methode ist.

    Mein Fall ist ja auch wohl kein Einzelfall, mit dem Unterschied, dass bei mir tatsächlich Wasser fast bis zur Unterkante Estrich steht. Auf einer Fläche von 60-70 m².

    dadurch das während der Rohbauphase eine Art Wanne innen ausgebildet worden ist, habe ich erst spät das Wasser bemerkt.

    Soviel Wasser stand noch nicht mal während der Bauphase auf der Betonplatte, konnte da nämlich abfließen. :D

    Ich kenn jetzt auch den Grund, dass ich trotz mehrmaligem Stoßlüften am Tag, immer noch einen Relative Luftfeuchte von 75 % hatte. und mein Wasserverbrauch...Seit fast zwei Monaten.... :fleen

    Veilleicht kann mir noch jemand einen Tipp geben, wie ich kontrolliere ob tatsächlich alles trocken ist? Habe überlegt den Estrichbauer kommen zu lassen, damit er nochmalige Feuchtemessungen vornimmt?!
     
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  8. #6 T9-Liebhaber, 1. November 2006
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    Ich weis ja nicht welche Firma kommt; aber die muss für die Trocknung eine Gewährleistung übernehmen in der Regel 2 Jahre (MBS zum Beispiel 6 Jahre).
    Du solltest überprüfen ob bei der Trocknung ausreichend Messpunkte erstellt werden (pro Raum je nach Grösse 3-6 Stück) und diese beim Abbau auch kontrolliert werden. Selbst nachprüfen ist schwierig, da du ja die nötigen Messgeräte nicht hast.
    Achte darauf das die Trocknung im Vakuumverfahren mit Wasserabscheidern aufgebaut wird. Vakuum, damit der Anhydritestrich nicht beschädigt wird (mag kein Druck, es können Risse entstehen) und Abscheider um das stehende Wasser in der Dämmung abzupumpen. Beim Vakuumverfahren könntest du in den Ansaugöffnungen mit dem Finger prüfen ob noch Feuchtigkeit spürbar ist, wenns sich trocken anfühlt ist wenigestens die Hauptfeuchte raus. Ein Messgerät ersetzt das aber nicht, da die Feuchtigkeit und die dazugehörige Temperatur der Luft entscheidend ist, die durch die Dämmschicht flutet.
    Zur Messung des Estrichs muss der Bodenleger (wahrscheinlich eh du, oder :lock ) eine CM-Messung vornehmen. Für die trockene Dämmschicht ist alleine die Trocknungsfirma verantwortlich.
     
  9. Spe-vo

    Spe-vo

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    Danke für die Tipps, die kamen genau zur richtigen Zeit.

    Der Techniker der Trocknungsfirma ist jetzt da. Ist ne kl. Firma mit sechs Angestellten.

    Er wollte mit Druck arbeiten. Nachdem ich ihm dann gesagt habe, dass es doch ratsam sei mit Vakuum zu arbeiten, sagte er, hätte er sich auch schon gedacht.

    hat keine Wasserabscheider dabei und kein Vakuumgerät.

    Muss mit Cheffe telefonieren, und wird die Sache umbauen.

    Die Messstellen baut er auch auf.

    Danke noch mal, wäre sonst schief gegangen... wahrscheinlich.

    :winken
     
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