Nebenkosten für das Haus kalkulieren

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  1. 2012bauen

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    Hallo!

    Wir planen gerade unseren Hausbau und ich habe eine Frage bezüglich der zukünftigen Nebenkosten des Hauses.
    Es gibt ja einen Richtwert, der "sagt", dass man mit ca. 1,50 bis 2,00 Euro pro Quadratmeter rechnen muss.
    Das wären bei uns dann bei 160qm 240 bis 320 Euro!
    Aber nun meine Frage:
    Was zählt zu diesen Nebenkosten?
    Strom, Gas, Wasser, Müll, Schornsteinfeger, Grundsteuer sollten ja dazu gehören, aber was ist z.B. mit der Gebäude- und Hausratversicherung? Gehört die mit in diesen Richtwert, oder kalkuliere ich das extra? Was ist bei dem Richtwert schon eingerechnet und was nicht?

    Habe im Moment 400 Euro für Nebenkosten und eine kleine Rücklage eingeplant...
     
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  3. nachttrac

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    kommt drauf an: Heizsystem, Abwasser/Wassergebühren, Brennstoffverbrauch etc etc....
    Bei den Versicherungen gibt es einen ganzen Zoo von sinnvollen und sinnlosen Policen, Der online-Rechner des Anbieters gibt über deren Kosten bestimmt Aufschluss. Man kann die zu erwartenden Nebenkosten leicht erfragen oder extrapolieren mit der jetzigen Situation. Sind z.B. zwei Teenies im Haus steigt der Wasser und Stromverbrauch sofort um 300% an :wow. Und nach xy Jahren gibts auch die ersten Reparaturen
     
  4. Maik86

    Maik86

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    Hallo!

    Das kommt natürlich auch darauf an, wieviel Personen Ihr seid, denn danach richten sich auch viele Kosten z.B. Wasserverbrauch, Größe und Anzahl der Mülltonnen.

    Meine Frau und ich haben ein 120qm Haus und zahlen auf den Monat gerechnet etwa 180 Euro. Darin enthalten sind Grundbesitzabgaben, Abfall, Wasser, Abwasser, Strom, Heizung (Luftwärmepume, also auch Strom), Hausrat- und Wohngebäudeversicherung. Mehr fällt mir spontan nicht ein.
     
  5. Rosmarin

    Rosmarin

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    Das kann Dir wohl nur der sagen, der Dir diesen Richtwert genannt hat.

    Im wesentlichen wirst Du diese Kosten ja bisher auch schon tragen, die Höhe kannst Du den Rechnungen der Versorger oder der Miet-Nebenkostenabrechnung entnehmen. Tendenziell werden die meisten Kosten beim Umzug ins neue Heim nach oben gehen, weil Du dann mehr Fläche bewirtschaftest und einiges alleine tragen musst, das Du Dir evtl. bisher mit anderen geteilt hast (eigene Mülltonnen, eigener Kamin, eigene Haustechnik, ...), je nachdem wie Du derzeit wohnst. Einzig Gas könnte runtergehen, weil Du evtl. in ein neues, gut gedämmtes Haus ziehen wirst.

    Dir ist auch klar, dass diese Nebenkosten nichts mit den Bau-, Grunderwerbs- und Finanzierungs-Nebenkosten zu tun haben, die in Deiner Finanzplanung zusätzlich berücksichtigt sind.
     
  6. #5 ReihenhausMax, 13. September 2012
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    Ich hab unsere Kosten noch nicht in der Form umgerechnet (wollte auch mal sehn, ob wir die Gebäudeversicherung wechseln sollten ...), würde aber versuchen, die Kosten mal einzeln vorab zu erkunden. Wasser sollte sich ja nicht so ändern (wenn der Garten nicht aus der Leitung bewässert werden muß, Regendusche oder neuer hochwertiger Sparduschkopf, ggf. sparsamere Toilettenspülung), Strom wird tendentiell mehr (mehr Räume mit Licht, ggf. KWL, Heizung), Müll kann man nachschaun. Schornsteinfeger kommt bei uns nur alle drei Jahre, kaum größerer Posten. Dafür die Wartung der Therme etwa 200 Euro im Jahr, Hälfte vom Gas ...
     
  7. 2012bauen

    2012bauen

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    Ja, das ist mir klar! Mir geht´s nur um die Nebenkosten, die in Zukunft für das Haus anfallen werden. Wir wohnen zur Zeit zur Miete und da merkt man ja viele Nebenkosten gar nicht, die in Zukunft anfallen (wie z.B. Müll, Wartung der Heizung etc.), denn die sind in unserer Miete schon drin! (Wir bekommen keine Nebenkostenabrechnung von unserem Vermieter! Strom, Gas und Wasser zahlen wir selber, der Rest ist in der Miete mit drin!)
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Versuche doch mal alternativ DEINE zu erwartenden Nebenkosten zu rechnen. Die von Dir genannten Positionen lassen sich doch relativ gut abschätzen, oder sogar genau ermitteln. Da können regional enorme Unterschiede drin sein, Bsp.: Wasser Ver- und entsorgung, aber auch Grundsteuer. Einige Positionen könntest Du auch aus Deinen bisherigen Kosten ermitteln, evtl. mit einem Zuschlag versehen, und schon hast Du bessere Zahlen als jede Pauschale liefern kann.

    Gruß
    Ralf
     
  9. #8 MisterVegas2002, 13. September 2012
    MisterVegas2002

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    Hi,

    ich habe mir mal folgende Liste erstellt:

    Direkte Hausnebenkosten:
    Strom
    Wasser
    Heizung
    Hausratversicherung
    Wohngebäudeversicherung
    Hausbesitzerhaftpflicht
    Müllgebühren
    Abwassergebühren
    Rücklagen für Reparaturen (empfohlen ca. 6-8€ pro m² jährlich)
    Grundbesitzabgaben

    Sonstige Nebenkosten:
    Rechtsschutzversicherung
    Haftpflichtversicherung
    KFZ-Versicherung
    priv. Krankenversicherung oder Krankenzusatzversicherung
    Zigaretten
    Benzin
    Telefon
    Handys
    GEZ
    Lebensmittel usw.
    Sparen für Urlaub, Auto usw.
     
  10. Rosmarin

    Rosmarin

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    Dich möcht' ich auch als Mieter haben, da hab' ich wenig Arbeit! Die muss Dir doch der Vermieter allein deshalb schon aufschlüsseln und bestätigen, damit Du z.B. auf die Miete umgelegte Handwerkerkosten (Wartung usw...) oder Versicherungsbeiträge bei der Steuer absetzen kannst. Oder hast Du etwa über die Jahre Geld verschenkt?

    Aber die hier geposteten Listen finde ich schon ganz gut, die Beträge kann man alle im Netz nachschauen.
     
  11. MartyMcFly99

    MartyMcFly99

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    Für unseren Neubau wollen die Stadtwerke für Gas, Strom, Wasser einen Abschlag von 270 Euro pro Monat. Mein Einwand, dass wir zur Zeit in einem 100 Jahre alten Altbau nicht mal 250 Euro haben, lies er nicht gelten, das wären Durchschnittswerte.

    Ich kalkuliere insgesamt die Nebenkosten für unseren Neubau auf ca. 350 Euro für 4 Personen und 156qm.

    Gruss
    Marty
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Das Rechnen mit Abschlägen ist natürlich ein Thema für sich, denn hiermit werden nicht unbedingt die realen Kosten als Grundlage herangezogen. ABER man muss diese vorfinanzieren wenn der Versorger nicht mitspielt.

    Sein Argument "das wären Durchschnittswerte" könnte man hinterfragen, doch dazu müsste man reale Daten vorlegen, die man beim Einzug natürlich noch nicht hat. Also bleibt nicht viel anderes übrig als das erste Jahr durchzustehen, und dann die Abschläge anhand des realen "Verbrauchs" zu korrigieren.

    Aber so abwegig sind die 270,- € nicht. Je nach Gebäude und Nutzerverhalten gehen pro Jahr problemlos zwischen 700,- € und 1.000,- € für die Gasversorgung drauf (10-15MWh). Wasser kann bei 4 Personen auch schnell bei 100m3 p.a. liegen, was Kosten von 800-1.000,- € verursacht, Niederschlagswassergebühr kommt evtl. noch hinzu. Die Stromkosten können auch problemlos die 4.000kWh übersteigen, und schon ist man wieder 1.000, - € los. Es ist also gar kein Problem für Wasser, Strom, Heizung einen Betrag von 250,- €/Monat auszugeben.

    Ein gutes Beispiel wie man bei einer Finanzierung die auf Kante genäht ist, ganz schnell in´s Schwitzen kommt. Da gehen mal ruckzuck ein paar Euro mehr pro Monat über die Ladentheke als erwartet. Deswegen lohnt es sich wenn man vorher mal darüber nachdenkt und rechnet.

    Gruß
    Ralf
     
  13. BJ67

    BJ67

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    Ich schaue mal meinen schlauen Ordner durch und zwölftele ;-) 4 Personen auf ca. 115 m² + div. Nebengelass

    Abfallgebühren 26,80
    Trinkwasser 26,83
    Elektro 98,00
    Abwasser 41,71
    Haftpflichtvers. 5,85
    Wohngebäudevers. 20,42
    Heizöl 100,00
    Steuern 14,08
    Schornsteinfeg. 6,00

    Summe 339,69/115 = 2,95 / m²
     
  14. 2012bauen

    2012bauen

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    Wir sind zu dritt und ich denke, dass die einkalkulierten 400 Euro dann wohl reichen sollten. Wobei unsere Finanzierung auch nicht scheitern würde, wenn es ein paar Euro mehr werden!

    Hatte halt oft diese Pauschale gelesen und mich gefragt, was dazu zählt...

    Danke für die Antworten! :bounce:
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Dann habt Ihr gut geplant.

    Diese ganzen Pauschalen sind in meinen Augen schlichtweg dämlich. Man sucht halt nach einer einfachen "Formel" und wundert sich später wenn´s nicht stimmt.

    Die Lebenshaltungskosten sind regional stark unterschiedlich, und jede Familie lebt etwas anders, und selten nach Norm. Deswegen lohnt es sich wenn man selbst rechnet.

    Nur mal 2 Beispiele. Bei uns ist Wasser/Abwasser sehr günstig, meine Schwiegermutter zahlt deutlich mehr pro m3. Andererseits ist bei uns die Grundsteuer relativ hoch, bei meiner Schwiegermutter ist Grundsteuer gar kein Thema. Unter gleichen Bedingungen, wie Anzahl der Personen, Größe des Gebäudes, liegen aber bei uns die Kosten etwa 100,- € /Monat niedriger.

    Ich könnte jetzt eine Menge solcher Beispiele anführen, aber das hilft Dir nicht weiter. Deswegen bevorzuge ich, was ich jedem zukünftigen Hausbesitzer empfehle, Kosten mal über einen längeren Zeitraum zu notieren. Wenn ich erst einmal ein Gefühl für meine Lebenshaltungskosten habe, dann kann ich die auch relativ einfach auf andere Regionen übertragen.
    Wir benötigen beispielsweise ca. 100m3 Wasser pro Jahr, darüber habe ich Aufzeichnungen seit 20 Jahren und kann denen auch entnehmen, wie sich die Kosten mit Anzahl der Personen verändert haben. Ich kann also einfach umrechnen, egal ob das Wasser mit Abwasser jetzt 5,- €/m3 oder 10, -€/m3 kostet.

    Gruß
    Ralf
     
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    Als Nebenkosten rechnet man 2 bis 2,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
     
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