Neu-Verkabelung Telefonanlage + DSL

Diskutiere Neu-Verkabelung Telefonanlage + DSL im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, da bei uns eine Komplettrenovierung ansteht, will ich in diesem Zug auch gleich die gesamte Telefonanlage in unserem Haus neu...

  1. #1 schlitzklopper, 26.05.2009
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    Hallo zusammen,
    da bei uns eine Komplettrenovierung ansteht, will ich in diesem Zug auch gleich die gesamte Telefonanlage in unserem Haus neu verkabeln.
    Als Telefonanschluß ist ein ISDN-Anschluß incl. DSL geplant.
    Nun stellen sich mir die folgenden Fragen:
    a) welchen Kabeltyp verwende ich für die DSL-Anbindung ? (Hausanschluß im Keller zum Büro)
    b) welchen Kabeltyp verwende ich für die Telefonanbindung im Haus ? (Hausanschluß im Keller bis in die einzelnen Zimmer)
    c) sollte ich die Kabel in Verlegerohre legen oder direkt unter Putz ?

    Zu a+b): Ich habe gehört, das cat7-Kabel sehr "steif" zu verlegen sind und zudem noch recht teuer. Hat jemand damit Erfahrungen gesammelt ?
    Oder reicht ein cat6 oder cat5/5e-Kabel auch aus ?

    Vielen Dank, bin für jede Hilfe sehr dankbar
    Der Schlitzklopper
     
  2. Jonny

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    a) ab Splitter bis Modem/Router? y(st)y 2x2x0,6 ,
    b) ISDN/analog? y(st)y 2x2x0,6 oder 4x2x0,6
    c) im Rohr, sowas tauscht man manchmal aus.

    oder gleich cat-leitung, da reicht aber Cat5.
    Cat 7 brauch ich nur für's netzwerk selber und dann auch nur unbedingt wenn's Richtung Gbit-Ethernet geht.
    Ist auch nicht 'steifer' als ein NYM 3x1,5.

    Grüsse
    Jonny
     
  3. #3 Hendrik42, 26.05.2009
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    Überall Cat5 legen. Das kann man auch für Analog Telefon, DSL, ISDN usw. verwenden. Geschwindigkeiten bis Gigabit Ethernet kein Problem. Wenn nicht zu viel teurer vielleicht auch Cat7. Aber nicht unter Cat5.

    Ich habe noch parallel Cat5 und ISDN verlegen lassen und ärgere mich jetzt ein bischen, dass ich da nicht nachgedacht habe.
     
  4. #4 schlitzklopper, 26.05.2009
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    Vielen Dank für die schnellen Antworten!!!

    Nachtrag:
    Der Splitter vom ISDN soll in den Keller und daneben werde ich
    eine kleine TK-Anlage hängen. Einige Leitungen in die Zimmer des Hauses
    werden digital, sprich mit ISDN-Endgeräten bestückt, andere nur analog hinter der TK-Anlage mit einfachen Telefonen.
    Da ich da etwas flexibel bleiben will, wollte ich vernünftige Leitungen verlegen,
    über die ich, je nachdem wie sie im Keller angeschlossen sind, eine digitale oder auch analoge Verbindung betreiben kann. Ich will mir nur nicht störungsanfällige Leitungen verbauen die mich später dann einschränken.
    Ein Cat5-Kabel sollte doch Dank seiner Abschirmung für reine Telefonie eine mehr als ausreichende Übertragungsqualität erzielen, oder ?

    Viele Dank und viele Grüße :28:
     
  5. #5 fmw6502, 26.05.2009
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    wir haben bei der Planung unseres Neubaus vor ähnlichen Fragen gestanden und versucht in die Glaskugel zu schauen. Dort sieht es so aus, daß mittelfristig immer mehr Dienste (Telephonie, Sat, TV, Audio, Türkamera...) mit IP-basierte Systeme realisiert werden.
    Daher haben wir konsequent auf CAT-Verkabelung mit einer Patch-Zentrale gesetzt. Dort wird heute noch ISDN/analog Telephon auf ein paar Leitung gepatcht, aber in ein paar Jahren gibt werden die dann auch wohl darüber IP-Telephone laufen...
    Ausnahmsweise gibt es noch ein paar wenige Koax-Leitungen für Sat für die nächste Zeit.
    Da gutes CAT-7 Kabel kleiner 60 ct/m (brutto) kostet, sind wir gleich auf diese Qualität gegangen. Die Kabel haben wir dann in Wellrohre (z.B. 4 CAT-7 in 25mm ohne viele Kurven) mit den üblichen Hilfsmittel selber reingezogen. Man darf die Kabel nur nicht knicken, das nehmen sie einem übel... Sonst war es leichter, verglichen mit NYM, da sie dünner sind.

    Gruß
    Frank Martin
     
  6. #6 fmw6502, 26.05.2009
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    Ja ist schon ein wenig mehr als ausreichend :biggthumpup:
    BTW: das Verfahren konsequent auf CAT-Verkabelung zu setzen und darauf verschiedene Übertragungsverfahren (Ethernet, ISDN, analog Telephon...) zu patchen, ist in vielen Büros schon seit Jahren üblich, d.h. erprobt und zuverlässig.

    Gruß
    Frank Martin
     
  7. #7 S.Oertel, 27.05.2009
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    N'abend,

    Nö! CAT5 ist für Gigabit nicht ausreichend (5e wird gebraucht). Wird vermutlich trotzdem funktionieren bei den EFH-typischen Leitungslängen....
    ...warum nicht CAT7 reinschmeißen? Gegenüber den Verlegekosten ist der m-Mehrpreis unbedeutend.

    Gruss
    Sven
     
  8. #8 norinofu, 27.05.2009
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    ... also ich hab überall CAT7 Duplex PIMF verlegt. Der Meter lag bei 1,20 EUR.
    Allerdings war der zusätzliche Metallschirm um die Adernpaare schon etwas lästig. Patchpanel im Keller 30 EUR. Nebendran hängt NTBBA, TK Anlage und Router. Kabel vom Telekom Hausanschluss bis zum Panel ebenfalls CAT7 (der Telekomiker hat sich gefreut, da er nur zweimal was anklemmen musste).
    CAT5e hätte übrigens ca. 0,50 EUR / Meter gekostet.

    norinofu
     
  9. #9 schlitzklopper, 28.05.2009
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    Anschlußdosen

    Hallo nochmal zusammen,
    vielen Dank nochmal für die hilfreichen Kommentare.
    Mir stellt sich gerade noch eine Frage:
    Wie stark ist der Signalverlust z.B. im Wohnzimmer wenn ich als Abschluß eine SAT-Anschlußdose setze? Alternativ könnte ich die Kabel ja entsprechend länger lassen, einen Stecker dranmachen und dann direkt in den Receiver gehen.
    Hat jemand dazu schon irgendwelche Erfahrungen gesammelt ?
    Ich meine, abgeschnitten ist das Kabel später schnell... ;)
    Viele Grüße
    der Schlitzklopper
     
  10. FK1982

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    Was die Anschlußdosen für eine Dämpfung haben steht in ihren Datenblättern. Ich schätz mal so um die 3 dB.
    Das ist aber wirklich zu vernachlässigen, vor allem bei digitalen Anlagen. Da müsstest schon sehr wenig Pegelreserve haben.
    Ein Vorteil von Antennendosen ist auch die Frequenztrennung. D.h. du kannst nicht nur SAT-Signale sondern auch reine Antennsignale z.B. für Radio über eine Leitung laufen lassen.

    Flo
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Ja nach Dose und abhängig davon wie sauber das Koaxkabel angeschlossen wurde, bewegt sich die Durchgangsdämpfung typ. im Bereich 0,5-2dB bei 2GHz.

    Genauere Daten finden sich üblicherweise im Datenblatt zu den Dosen. Dort finden sich auch zusätzliche Infos über Anschluß- und Rückflußdämpfung( Indikator für die Anpassung).

    Bei den in einem EFH typ. Kabellängen spielt die Durchgangsdämpdung der Sat-Dose keine Rolle. Sollte der Signalpegel bereits so gering sein, daß die 1-2dB eine Rolle spielen, dann würde ich vorher über eine Signalverstärkung nachdenken.

    Gruß
    Ralf
     
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