Neubau - Abdichtung nach DIN18195 weggelassen...

Diskutiere Neubau - Abdichtung nach DIN18195 weggelassen... im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, bin neu hier und habe gleich mal eine Frage... Ich habe jetzt schon jede Menge über Abdichtungen der Bodenplatte gelesen und bin nun...

  1. #1 EinmalBauherr, 4. August 2009
    EinmalBauherr

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    Hallo, bin neu hier und habe gleich mal eine Frage...

    Ich habe jetzt schon jede Menge über Abdichtungen der Bodenplatte gelesen und bin nun leicht nervös. Hoffentlich ist jetzt das Kind nicht schon im Brunnen gelandet;-)

    Der Aufbau bei mir sieht folgendermaßen aus:
    Erdreich wurde planiert,
    etwas Beton darüber,
    etwa 2x6 cm Styrodur darüber, steht 1 m über das Haus hinaus.
    Es wurde dann eine Schalung mit Dielen gemacht, etwa 12 cm größer als die geplanten Außenwände.
    Da wurde dann Styrodur reingestellt so dass die Innenmaße der Bodenplatte mit den Rohbaumaßen passen und die 30cm starke Bodenplatte an den Stirnseiten gedämmt ist.
    Dann wurde betoniert. Nach Trocknung wurde mit dem Mauern begonnen. Ich kann mich erinnern, dass der Bauunternehmer noch einen Streifen Teerpappe oder sowas unter die erste Reihe Steine gelegt hat.

    Nun lese ich was von Horizontalsperren, Vertikalsperren, dass die Pappe noch wo angeschlossen werden muss, usw..
    Der Architekt sagt, man braucht in meinem Fall keine Abdichtung nach DIN, weil das Haus auf 12 cm Styrodur steht un weil es kein drückendes Wasser gibt.

    Das ganze Haus ist barrierefrei, es ist also Oberkante Fertigfußboden bündig mit Oberkante Pflaster.

    Mir ist nicht ganz klar, ob es der Bodenplatte etwas ausmacht, wenn sie feucht wird, weil ja nirgends eine Dichtung ist. Einzig die Kehle zwischen dem Styrodur unter der Bodenplatte(ist ja 1 m größer) und dem Styrodur an den Stirnseiten wurde notdürftig mit schwarzer Schmiere zugepappt.

    Zur zeit ist das Pflaster wegen dem Verputzer offen und der Kies und Split ausgebuddelt. Ich hätte nun die Chance, etwas nachbessern zu lassen, falls die Ausführung ohne Dichtung so nicht in Ordnung wäre.

    Deshalb meine Bitte, ob sich mal jemand kurz äußern könnte, ob das so in Ordnung ist.

    Vielen, vielen Dank im Voraus!
    Euer EinmalBauherr
     
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  3. S.Oertel

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    Tach auch,

    Wessen Architekt? Deiner, oder der der Baufirma/GU/GÜ?

    Nein - das ist so nicht in Ordnung (jedenfalls nach Deiner Schilderung).

    Der Bodenplatte schadet das nichts, wenn sie nass wird, aber wenn das Geländeniveau aof höhe Fertigfußboden ist, muss ja auch das Mauerwerk abgedichtet werden und das nach DIN bis 30cm über GOK.

    Neben anderen "Kleinigkeiten" sehe ich das Hauptproblem bei der einbetonierten stirnseitigen Dämmung der Bodenplatte, da sich hier kaum sinnvoll eine Sperre anschließen läßt.

    Rat: Eigenen Sachverstand einkaufen (Planer/Architekt/Gutachter). Sowas geht unter Umständen auch ein paar Jahre gut (bis die Gewährleistung abgelaufen ist) und dann wirds evtl. richtig aufwendig/teuer!

    Gruss
    Sven
     
  4. #3 EinmalBauherr, 5. August 2009
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    Mein Architekt sagt das....

    Hallo,
    die Bodenplatte hat eine Baukernaktivierung, d.h. sie wird immer auf 20-23 Grad gehalten, deshalb sei wohl keine Abdichtung notwendig, sagt mein eigener Architekt:confused:

    Wenn ich das richtig verstanden habe, muss wohl eine Abdichtung zwischen die Stirnseite der Bodenplatte mit Mauerwerk und das Styrodur mit Perimeterdämmung. Habe mal eine Ecke geöffnet:
    [​IMG]
    Na dann haben die noch was zu tun.....

    Was meint ihr dazu?
    Danke EinmalBauherr
     
  5. Robby

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    HAt mit der Temperatur nix zu tuen. Sonderbauteil welches nur mit Zustimmung des AG erstellt werden darf. Ist groß und breit in bau.de diskutiert worden. Aufklärung über das Sonderbauteil gabs nicht?
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 5. August 2009
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  7. #6 EinmalBauherr, 5. August 2009
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    Hallo,

    Aufklärung?? Kann ich mich nicht erinnern...
    Die Baufirma war vorhin mal zufällig da, er meinte, dass eine Abdichtung mit Flexyl oder so was von außen auf die Syrodurplatten stirnseitig, und um die Kehle herum auf das Styrodur auf dem Boden reicht. Die Feuchtigkeit wird wohl nicht die 30cm der Bodenplatte hochkriechen.

    Was soll ich tun? Akzeptieren?

    mfg, der mal wieder leicht verzweifelte EinmalBauherr:(
     
  8. Robby

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    Mal den Link lesen und verstehen wollen den RAlf eingestellt hat+
     
  9. #8 EinmalBauherr, 5. August 2009
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    hm, ganz kapiert hab ich wohl nicht, um was es in dem Link geht, ich denke aber, es geht da um das Weglassen der Frostschürze.

    Mir geht es in meinem Fall um das Weglassen der Abdichtung zwischen Mauer/Bodenplatte und Styrodur. Kann da was passieren, wenn stattdessen auf dem Styrodur abgedichtet wird, oder muss ich tätig werden?

    Vielen Dank für die Antworten!
     
  10. S.Oertel

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    Tach nochmal,

    hast Du den ganzen Beitrag gelesen, oder nur die erste Seite?

    Die Frage der Abdichtung wurde doch ausführlich diskutiert.
    Mal kurz (stark vereinfacht) zusammengefasst:
    - Die "pro-Fraktion" argumentiert, daß das System hundertfach Schadenfrei funktioniert
    - Die "kontra-Fraktion" moniert die Verstöße gegen DIN und aRdT

    Also ganz klar: Sonderbauteil - der Bauherr ist umfassend auszuklären und muss die abweichende Bauweise nachweisbar "absegnen".

    Aber: Selbst die "pro-Fraktion" sagt klar und deutlich, daß bstimmte Rahmenbedingungen (Unterbau, Drainage, Lage über Gelände) einzuhalten sind. "Wo kein Wasser hinkommt, braucht man auch nicht abdichten".

    Nach Deiner Ausssage:
    scheinen diese Rahmenbedinungen nicht eingehalten.

    Gruss
    Sven
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 5. August 2009
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    Naja - sowas kann man auch barreriefrei und tropsdem hoch genug planen.
    Aber es verlangt das Anstrengen des Grips + Fachwissen vom Planer, sowas hinzukriegen.

    Wenn man wirklich bis OK FFB anschüttet, ist die Abdichtung der Fläche wiederum das kleinere Problem. Da gehts dann eher um den Wandfuss, der hier ja schon nicht mehr sauber eindichtbar ist
     
  12. #11 EinmalBauherr, 5. August 2009
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    Sven, hast Recht, hatte nur die erste Seite gelesen und nicht gemerkt, dass die Diskussion weitergeht:sleeping, tut mir leid. Danke für die Zusammenfassung.

    Wenn diese Rahmenbedingungen gefordert sind, wird das bei mir wohl problematisch werden, da diese ja nicht eingehalten sind.

    Ich glaub, das in den Brunnen gefallene Kind ist nun im Brunnen ersoffen, weil -wie Ralf sagt- der Wandfuß nicht mehr sauber eindichtbar ist.

    Was soll ich nun machen? Schriftlich festhalten, dass ich die fehlende Abdichtung gemerkt hab? Oder die Burschen einfach weiterwerkeln lassen, in ein paar Jahren dann im Falle des Falles wieder anrücken lassen? Wie lange ist Gewährleistung? Hab nach VOB mit erweiterter Frist gebaut, also eigentlich 5 Jahre. Bei versteckten Mängeln verlängert sich die ja glaube bis auf 30 Jahre. Ist aber ja kein versteckter Mangel mehr, hab es ja gemerkt...

    Danke nochmals für die Hilfe!
     
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  14. Robby

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    es gibt keine versteckten Mängel, nur verdeckte. Ein Mangel ist ja kein Osterei. Die Frist läuft in der Regel nur noch 10 Jahre.

    Die Frist beginnt zu laufen mit bekanntwerden also seit vorgestern :D
     
  15. S.Oertel

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    Ich versuchs mal ganz vorsichtig..

    ..wie die Paarung bei den Igeln. :p

    "Forderung" und "Rahmenbedingungen" sind persönliche "Definitionen" der Ausführenden. Es gibt keinerlei verbindliche Festlegungen/Standards dazu, also weder DIN, noch WU-Rili sagen dazu was und die Fachleute sind sich auch nicht einig.

    Ich habe keine Ahnung, ob sowas überhaupt dauerhaft funktionieren kann und werd auch den Teufel tun, dazu eine Meinung zu äussern, aber wenn schon die selbstgemachten "Definitionen" der Ausführenden nicht eingehalten werden, würden bei mir alle Alarmglocken schellen.

    Also zurück: Sonderbauteil ist vom AG freizuzeichnen - wenn nicht geschehen: MANGEL
    Planung prüfen: Ist/Soll-Vergleich. Was war geplant, was ist geschuldet, was wurde wirklich ausgeführt.

    Das ist ein Job für einen versierten Gutachter - nachfolgend evtl. mit Fachanwalt für Baurecht.

    Draußen stehen zu Tausenden schlecht oder gar nicht abgedichtete Hütten nach konventioneller Bauart rum, wo nix passiert, weil die Umstände (Baugrund, Ausrichtung, Lage über Gelände, Dachüberstand usw..) verhindern, daß überhaupt Wasser an die kritischen Stellen kommt - also: Schadenfrei trotz mangelhafter Ausführung.

    Dagegen stehen etliche Fälle, wo nach ein paar Jahren teure Sanierungen anstehen, weil die Umstände eben nicht so günstig waren und hier heißt es dann schonmal, Estrich und Dämmung überall raus, rundrum alles einreißen/aufbuddeln...

    Gruss
    Sven
     
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