Neubau kostet wie Albausanierung + Kaufpreis - war das schon immer so?

Diskutiere Neubau kostet wie Albausanierung + Kaufpreis - war das schon immer so? im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Von älteren Leuten, die Baulaien sind hört man immer wieder den Ratschlag an die junge Generation, sich ein älteres Haus zu kaufen und zu...

  1. #1 7aufeinen, 19. Juli 2012
    7aufeinen

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    Von älteren Leuten, die Baulaien sind hört man immer wieder den Ratschlag an die junge Generation, sich ein älteres Haus zu kaufen und zu restaurieren , weil das angeblich erschwinglicher sei als ein Neubau. Ich bin nun auch kein Baufachmensch aber zumindest hier im Forum habe ich gelesen, dass der Kaufpreis einer vergleichbar großen Altimmobilie plus Renovierungskosten nur sehr selten unter dem Neubaupreis liegt.

    Die Frage mag komisch klingen, aber mich würde mal interessieren, ob das einfach eine modische Erscheinung ist, oder ob das schon zu Zeiten so war, als unsere Vorfahren gebaut haben. Irgendwo muss ja dieser hartnäckig verbreitete falsche Rat hergekommen sein. Der Vergleich hinkt, aber es gab vor einigen Jahrzehnten auch mal Zeiten wo es sich rentiert hat, ein technisches Gerät reparieren zu lassen statt ein neues zu kaufen, aber auch das ist ja heute nicht mehr so. Sind die Renovierungskosten nur so hoch, weil Renovierungen heute so viel aufwändiger sind, weil man einen anderen Energiesparstandard am Gebäude erreichen muss? Oder waren die Renovierungskosten im Verhältnis immer schon so hoch und die Leute sitzen da einem Irrglauben auf?
     
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  3. #2 ReihenhausMax, 19. Juli 2012
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    Wenn man einen Altbau auf das Niveau eines Neubaus bringt, macht es sicherlich keinen großen
    Unterschied mehr zu einem Neubau. Vorteil ist halt, daß man die Arbeiten ggf. strecken und
    mehr selber machen kann, als wenn man in einer engen Zeitplanung diverser Gewerke beim
    Neubau steckt. Wir sind in unserer Zeile z.B. die ersten die die Fassade gedämmt haben, einige haben die Fenster/Haustür getauscht, andere Häuser sind auch da noch auf Stand Ende der 60er.
    Früher waren die Altimmobilien denke ich einfach jünger (z.B. Häuser aus den 50ern) und war
    weniger zu tun, daher vielleicht der Eindruck der alten Herrn. Und es rechnet halt wohl kaum
    einer nach, was er über die Jahre so alles in seine Hütte investiert hat - ich will es so genau
    auch nicht wissen :irre
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Das hängt wohl damit zusammen was für Ansprüche man stellt. Wenn ich einen "Altbau" so saniere, dass ich ihn bewohnen kann, dann wird das deutlich günstiger als wenn ich ihn auf Neubauniveau bringen möchte (oder muss).

    Gruß
    Ralf
     
  5. Baufuchs

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    Es sei denn, der Verkäufer ist einer der älteren Leute, die da glauben, sie hätten eine echte Antiquität zu verkaufen für die sie horrende Preise fordern könnten.:28:

    Die letztens durchgeführte Sanierung (auf Neubaustandard) eines sog. "Zechenhauses" (DHH) hat inkl. 30m² Anbau ca. 230.000.- gekostet.

    Aufgrund der exorbitant hohen Grundstückspreise in der Region war es trotzdem eine sinnvolle Entscheidung pro Althaus.
     
  6. floauso

    floauso

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    Entweder man hat eine Firma / Architekten, der alles plant, durchzieht und man hat zuvor einen genauen Preis mit dem man kalkulieren kann oder aber man macht viel in Eigenleistung ggf. mit Handwerkern im Freundeskreis oder man sollte neu bauen.

    Aber das Ganze ist nur schwer zu berechnen. Manchmal hat man ja bei Altbauten auch noch Nebengebäude, Hofeinfahrten, Garten... Da kann auch bei einem Neubau noch ne Menge dazukommen.
     
  7. kappradl

    kappradl Gast

    Ein Altbau hat auch vielfach den Vorteil, dass er da steht, wo ein Neubau gar nicht hinkönnte. Da zahlt man dann die Lage gleich mit. Aber wenn man aus einem Altbau etwas neues machen will, lohnt das finanziell eigentlich kaum.
    Ich habe einen Altbau, und dem sieht man das auch an. Hat auch einen gewissen Charme ;)
     
  8. Schwarz

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    naja, es gibt auch altbauten, die kosten mehr als ein neubau ;) und müssten trotzdem saniert werden.

    Entweder hat der Altbau einen überaus sinnigen Preis, dann kann man es machen. Oder es ist ein Liebhaberstück und man hat die Kohle oder oder oder

    Alles andere wurde auch schon gesagt.
     
  9. #8 ciclosport, 19. Juli 2012
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    Irgendwie gibts ja auch kaum noch Neubauten mit vernünftigem Grundstück... diese 220qm Handtücher sind doch kein Garten!!!
     
  10. bernix

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    "Der hartnäckig verbreitete falsche Rat" kann sowohl richtig als auch falsch sein....

    Das Ganze ist abhängig von der Menge der Eigenleistungen und dem Standard, sowie dem Zustand des Altobjektes...

    Früher war weniger Wissen notwendig und mehr Zeit vorhanden....das hat die Sache sehr vereinfacht.
     
  11. floauso

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    Stichwort Lage: auch ein altes Haus kann man abreißen lassen und dann neu bauen. Der Abriss kostet nicht so viel. Und bei wirklich maroden Objekten bekommt man manchmal noch etwas drauf, dass man das Haus mit abnimmt... (ist aber eher selten der Fall)
     
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  13. grubash

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    Hi,
    kommt immer etwas auf die eigenen Ansprüche an. Früher war man vll. nicht so anspruchsvoll. Schlechter Putz, verzogene Türen und weitere Schönheitsfehler wurden dem Wohnen im eigenen Haus untergeordnet. Heute möchte man halt Neubauqualität.

    Wenn man mit 300m2 Grunstück in einer Neubausiedlung leben kann sollte ein Neubau günstiger/stressfreier und vor allem schneller von statten gehen. Nachteil ist halt, dass man das Geld komplett vorstrecken muss. Bringt dann natürlich höhere Kreditraten und Zinskosten, welche als Pflichtbetrag im Monat auf der Uhr stehen. Bei vielen Leuten sind halt 200k Kreditsumme einfach nicht finanzierbar.

    Da macht es ggf. Sinn ein Gebrauchthaus zu kaufen, halbwegs bewohnbar zu machen und dann nach und nach zu sanieren. Kreditrate entspricht dann so in der Regel der Miete und die Baumaßnahmen werden nach Geldbeutel nachgezogen. Ein paar Monate ohne Job bedeuten hier dann nicht gleich Stress mit der Bank. Zumal gewisse Bauformen (Keller, 2 Vollgeschosse, bewohnbarer Dachboden) ja heutzutage doch oft dem Rotstift und den Bebauungsvorschriften zum Opfer fallen.

    Für vielen Familien mit geringerem Einkommen steht halt die Option "Leben im Plattenghetto" oder Gebrauchthaus mit Sanierung und viel Eigenleistung. Aus Verantwortung zu seinen Kindern sollte man schon auf ein vernünftiges Umfeld achten. Natürlich kann man Wochenende/Feierabend auch anders verbringen aber für viele geht halt Handwerker und Freizeitpark nicht. Mit einem guten Planer/Baubetreuer an der Seite muss Eigenleistung auch nicht in Heimwerkerpfusch ausarten. Wobei hier gewisse Bausendungen ja viele zumindest diskussionswürdige Vorlagen bieten.

    Ciao Christian
     
  14. RHM2012

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    Na ja, in unseren Gefilden zahlt man für diese Handtücher weit über 100.000€! Wer nicht das nötige Kleingeld hat, der nimmt auch gerne ein Handtuch. Wer´s hat der darf Sie auch über ein Bettlaken freuen. Wie sagt man so schön: "Die Lage, die Lage und nochmals die Lage"
     
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