Neubau mit GKP - welche Grundierung?

Diskutiere Neubau mit GKP - welche Grundierung? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Guten Tag allerseits! Wir haben einen Neubau (Fertighaus Holzständerbauweise, GKP auf Spanplatten bzw. Lattung) mit GKP an Wänden und Decke....

  1. BigM

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    Guten Tag allerseits!

    Wir haben einen Neubau (Fertighaus Holzständerbauweise, GKP auf Spanplatten bzw. Lattung) mit GKP an Wänden und Decke. Diese sollen meistens mit Tapeten und an anderer Stelle mit Rollputz versehen werden. Verspachtelung erfolgt in Eigenleistung und ist soweit auch kein Problem. Die diversen Gespräche mit ausführenden Handwerkern im Trockenbau sowie Fachberatern im BauSTOFFmarkt (extra betont, da Baumarkt halt was andres ist...) ergaben etwas Verwirrung bezüglich der aufzubringenden Grundierung. Die Sinnhaftigkeit ist zweifelsfrei, nur das Material ist unklar. Handwerker sagen: Geh in den Farbenhandel, hol dir nen Eimer ST.. Innenfarbe Weiß und verdünn die bissl mit Wasser = Grundierung - So machen wir es in allen Häusern wenn wir tapezieren wollen.
    Fachverkäufer sagen durch die Bank: Kauf dich teuer Kn../Rig.. - Grundierung und gut ist.

    Zweifel 1: Handwerker muß Tapete nie wieder lösen, oder hat zu Hause keine Regierung, die nach 10 Jahren nen Geschmackswechsel durchsetzt (was bei meiner Regierung sehr warscheinlich ist:biggthumpup:).
    Zweifel 2: Verkäufer will- ja was wohl- mir das Geld aus der Tasche ziehen.

    Zur Klarstellung: ich will den Handwerkern nicht ihre Qualifikation absprechen, noch gönn ich dem Verkäufer nicht seinen Umsatz. Ich kanns mir schlichtweg nicht leisten, billig zu arbeiten.

    Für sachdienliche Hinweise gibts schon mal vorab ein herzliches Dankeschön!

    Christian
     
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  3. #2 schwarzmeier, 13. Februar 2009
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    GK-Grundierung

    :)Eine Grundierung mit verdünnter Innenfarbe ist schlicht gesagt nicht fachgerecht .
    Gk-Platten sollte man mit Tiefgrund LF oder mit einem Grundierkonzentrat 1:4 verdünnt vorbehandeln dass aber keine speckigen beschichtungshemmenden Glanzstellen bleiben . Der Verbrauch liegt bei ca 0,1 l/QM und kann keine Preisfrage sein.:winken
     
  4. BigM

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    Vielen Dank!

    Hab ich mir fast gedacht. Das mit nicht Fachgerecht. Es ging mir nicht primär ums sparen. Aber wenn man vermutet, das mit günstigen Material das selbe Ergebniss erziehlt werden kann, wie mit teureren, dann muß mann die versammelte Fachschaft fragen.:konfusius
    Na, da werd ich mal zum Baustoffhändler fahren.
     
  5. #4 schwarzmeier, 13. Februar 2009
    schwarzmeier

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    :think
    :thinkIch würde zum Maermeister oder zum Farbenfachhandel gehen , die haben den geeigneten Qualitätswerkstoff und können entsprechend beraten .
    :winken
     
  6. Gast943916

    Gast943916 Gast

    dein Wort in Gottes Gehörgang....
    ich schon, bei solch Hirnrissigen Aussagen..
    nö, die haben recht......


    Gipser
     
  7. kaysche

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    Mensch, Tiefengrund ist doch nun wirklich nicht so teuer. Muss ja nicht von Kn... oder Ri.... sein. Beim Malerbedarf kostet das ca. 15€ für 5l, jedenfalls wenn Dir ein vernünftiges Mittelklasseprodukt genügt. Auf jeden Fall ist das Verdünnen von Farbe als Grundierung völliger Blödsinn. Würde ich vielleicht, ja ok, in der Garage machen :bounce:

    Frohes Schaffen!
     
  8. capslock

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    Tiefgrund kann man bestimmt auch super mit 'ner Wagner HVLP - Pistole auftragen (z.B. W850, kein Airless-Mist)?
     
  9. #8 Isolierglas, 13. Februar 2009
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    GAAANZ schlechter Vorschlag. Sowas wird gerollt, mit der Tapezierbürste aufgetragen, oder sonstwie... Aber bitte: Nicht spritzen!!!
     
  10. #9 schwarzmeier, 13. Februar 2009
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    :respektSchlimmeres kann man als Laie einem Laien nicht raten. Wie soll man wasserviskosive Werkstoffe wohl mit der Rolle oder gar mit der TAPEZIERBÜRSTE an die wand oder gar an die Decke bringen . Da müsste man sich ja mit dem Regenschirm darunterstellen um nicht nass zu werden . Probiers doch einfach mal mit einer guten Decken-o.Streichbürste wie es die Maler i.d.R.machen , das kann doch so falsch nicht sein .:winken
     
  11. BigM

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    Verkäufer, die haben Recht. In Bezug auf Grundierung ist notwendig ja. Aber das es günstiger Varianten als eben Kn.. / Rig.. gibt haben die natürlich nicht erwähnt.
    Von daher ist mein Anfangsverdacht "Geld aus der Tasche ziehen" schon richtig. Klar sind das keine gravierenden Preisunterschiede, so dass mir die Tausender rausfliegen, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.
    Ich kauf gerne und mit Ziel Markenware, aber das Preis/Leistungsverhältniss muß schon passen.

    Zum Verspachteln: Mir ist klar, dass ein Trockenbaumeister da skeptisch ist. Aber ich für MEINEN Teil hab festgestellt: So wild ist das gar nicht. Auf jeden Fall nicht die große Wissenschaft, die man mir Anfangs glauben machen wollte. Zwei linke Hände sollte man aber nicht haben...

    Vielen Dank nochmal für die Tipps und Rückmeldungen!!
     
  12. dquadrat

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    ich halte dispersionsfarbe als grundierung bei nachfolgender tapezierung die mal wieder runter sollte als die geeigneteste variante. wenn auch nicht fachgerecht.
     
  13. Baumal

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    @dquadrat.
    laß das nicht Rudolf 1966 hören.
    der flippt aus.... :D
     
  14. Peeder

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  15. #14 schwarzmeier, 16. Februar 2009
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    :yikesDa ist für mich nicht nachvollziehbar und wenn Du das wirklich so siehst ist diese These einfach erklärungsbedürftig .
    Dass Du deinen Vorschlag als nicht fachgerecht siehst unterschreibe ich .:winken
     
  16. dquadrat

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    erklärungsbedürftig ist für mich, warum man das nicht machen können sollte.

    aber ich versuchs mal.

    1. schon x-mal erlebt, daß raufaser oder andere papiertapeten von "ordnungsgemäß" grundierten gk-flächen nicht wirklich gut zu entfernen waren. der untergrund wurde in diesen fällen anscheinend nicht genügend abgesperrt.

    2. wie du schon schriebst, wenn zu gut grundiert wurde (speckige oberfläche) kann es zu haftungsproblemen kommen.

    3. eine dispersionsfarbe hat m.E. keine der zwei vorgenannten nachteile. sie sperrt die gk-oberfläche ordnungsgemäß ab und ist trotzdem in jedem fall genügend saugfähig um eine ordnungsgemäße tapezierung zu gewährleisten

    ich vergaß zu erwähnen, daß es alte verschimmelte farbe sein muß :D
     
  17. Baumal

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    ich empfehle allen bauherren, die selber tapezieren
    wollen, mit verdünnter dispersionsfarbe zu grundieren...

    einem fachbetrieb will ich das natürlich nicht abverlangen.. :winken
     
  18. BigM

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    Ui ui ui

    net böse sein aber:

    frag 5 Experten, und du hast 10 Meinungen :mega_lol:
    Einigen wir uns darauf: Ich grundiere mit Tiefengrund LF dort, wo ich Rollputz aufbringen werde, der braucht doch ein gleichmäßiges Saugverhalten der Wand.
    Und dort wo tapeziert wird (beispielsweise Kinderzimmer ist da ja ein Klassiker : erst Blümchen/Bärchen/Rosa Schmetterlinge und dann mit 14 Schwarz mit Dunkelroten Blutbahnen...) nehm ich ne billige Dispersionsfarbe.
    Damit hab ich doch die verschiedenen Ansprüche der letztendlichen Wandbeläge abgedeckt. Und will ich später wirklich dort tapezieren, wo Rollputz drauf ist, drück ich der Regierung die Spachtel in die Hand. Dann erledigt sich die Sache sowieso..:biggthumpup:

    Sooo, und morgen gehen wir Fliesen gucken. Denn: Ich bin der Schrecken jedes Handwerkers, denn ich will soviel wie möglich selber machen....:yikes

    Handwerkliche Grüße

    Christian
     
  19. #18 schwarzmeier, 16. Februar 2009
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    :thinkIch versuch es auch mal zu erklären wieso eine GK-Grundierung mit Dispersionsfarbe nicht den a.R.d.T. entspricht :
    Eine GK-Oberfläche weist durch gipsbasierte Spachtelstellen ein erhöhtes Saugvermögen auf.
    An diesen Stellen wird dem Beschichtungsmaterial das Medium Wasser entzogen mit einer gleichzeitigen Bindemittelabwanderung in den Untergrund .
    Ddurch fehlt der Beschichtung der erforderliche Bindemittelanteil der entsprechenden Nassabriebklasse der ja nun im Spachtel verweilt .
    Durch diese erhöhte Saugfähigkeit des Untergrundes wird die Applikationsdicke an der Oberfläche der Spchtelschicht mit dem vermindertem Bindemittelanteil in der Adhäsion erheblich geschwächt , während an der Oberfläche der Schicht die normale Bindemittelkonzentration der Beschichtung eine höhere Oberflächenspannung erzeugt .
    Fazit:
    Drch die geschwächte Adhäsion an der Schwelle zwischen Spachteloberfläche und der dickeren Farbschicht mit erhöhter Oberflächenspannung (Kohäsionspannung)wird früher oder später sich die Beschichtung von der Spachtelschicht lösen .
    Die Kohäsion nimmt je weitere Beschichtung zu während die Adhäsion nicht zunimmt .
    Wenn also die Oberflächenspannung laufend auf die schwächere Anhaftungskraft der FEHLBESCHICHTUNG einwirkt ist das Ergebnis die Ablösung der FEHLBESCHICHTUNG und ist als baufehlerhaft einzuordnen .
    Deshalb ist eine Grundierung der GK-Platten mit Dispersionsfarbe(erst recht mit mindergebunderer BILLIGFARBE) nicht fachgerecht und nicht den a.R.d.T. entsprechend und sollte von Fachleuten nicht noch probagiert werden .
    Ab3er jeder kann es ja machen wie er meint solange ER die Gewärleistung dafür trägt .:winken
     
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  21. dquadrat

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    ich trag diese gerne.

    zumal zu klären wäre, inwieweit eine wasserlösliche grundierung das saugverhalten der fugen soweit egalisieren kann, daß keine BM in die gipshaltige fuge abwandern ohne
    theorie und praxis...
     
  22. #20 schwarzmeier, 17. Februar 2009
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    :)dquatrat : Ich verstehe Dich nicht ! Wieso Du laufend die A.a.R.d.T. ignorierst , jedoch selbst eingestehst ,dass Deine Empfehlung nicht fachgerecht ist---Du aber weiterhin darauf beharrst .
    Das Argument dass jegliche Theorie Mist sei und nur die ""PRAXIS""zählt kann so wirklich nicht stehenbleiben . Das würde ja bedeuten , wer in der Praxis den :Baumurks am besten verschleiert verkauft ist der MUHAMMAD ALI im Handwerk .
    Da braucht man sich über solche Sensationsreportagen dieser Baumurks-Soaps und deren Resonanz auch nicht zu wundern !:shades
     
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