Neubau ohne Keller - wenn die Bodenplatte mit der Frostschürze....

Diskutiere Neubau ohne Keller - wenn die Bodenplatte mit der Frostschürze.... im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Moin zusammen... kurze Einleitung/Vorstellung:shades: nach einem verkorksten Bauträgerbau voller Mängel :mauer Ende der 90er haben wir in...

  1. #1 OstseeHaus, 30.05.2017
    OstseeHaus

    OstseeHaus Gast

    Moin zusammen...

    kurze Einleitung/Vorstellung:shades:

    nach einem verkorksten Bauträgerbau voller Mängel :mauer Ende der 90er haben wir in den letzten Jahren erfolglos versucht ein schönes altes Haus mit erhaltungswürdiger Substanz zum guten Preis an der See zu finden. Nun, was soll ich sagen...Fehlanzeige. Alles nass und Schrott für teuer Geld. :wow

    Also wollen wir uns nun ein Grundstück kaufen und "auf alt getrimmt" aber nach neuen Standards bauen. Aus unseren Erfahrungen und Wünschen ergeben sich da natürlich optisch aber auch funktional bestimmte Anforderungen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob man alles so wird realisieren können.

    Aufgrund der schlechten Erfahrung werde ich mich dieses mal peu a peu vor jedem Bauteil schlau machen.:think Nie wieder wollen wir uns auf tatsächliche oder selbsternannte Experten verlassen, die direkt am Bau beteiligt sind. Erst recht nicht, wenn man unter Zeitdruck ist und am Ende der Pfusch eingebaut und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

    Da hilft nur eins: rechtzeitig (heißt: Jahre vorher) jedes Bauteil verstehen und durchgehen, selber vorplanen und erst wenn man alles halbwegs begriffen hat mit dem (Vor)Entwurf zum Architekten.
    Daher werde ich wohl in der nächsten Zeit leider einige Fragen stellen müssen.

    Mein Ziel ist ein einwandfreier Bau, der günstigstenfalls durch geschickte Planung und Eigenleistung sogar noch Sparpotential bietet.



    Fangen wir heute mit den ersten Fragen zum Thema Bodenplatte an:

    Wir wollen ohne Keller bauen. Also braucht es für die Bodenplatte eine Frostschutzschürze. Gleichzeitig würde ich gerne schon bei der Bodenplatte die erste Eigenleistung erbringen, denn zu oft habe ich gesehen, dass schon dort der Pfusch beginnt (kein verknüppern der Bewehrung, Fugenbleche bei WW-Kellern nicht verschweisst, keine Sauberkeitsschicht, keine Folie, betonieren bei Minusgraden oder im Hochsommer ohne Abdeckung usw. usw.)

    Meine laienhafte Vorstellung zum Thema Bodenplatte ist: wenn das Planum vom Erdbauer bereitet und die Sauberkeitsschicht eingebracht und das Schnurgerüst eingemessen ist kann es ja keine so große Kunst sein die Dämmung (in diesem Fall Jackodur Atlas) nebst Folie einzubringen, die Bewehrung nach Statik einzulegen und dann den Beton vom Betonwerk abzurufen. Das Glätten stelle ich mir da noch als die Größte Herausforderung vor. Insbesondere ist das nach meiner Beobachtung keine allzu harte Knochenarbeit und man "schafft" ordentlich was bei relativ wenig Arbeitseinsatz.

    Mein Plan ist eigentlich auf das Jackodur ATLAS System zurückzugreifen. Schaut sich für mich einfach als ne saubere und einfach zu verarbeitende Geschichte an. Vorausgesetzt der Vermesser hat alles richtig eingemessen, kann das ja keine so große Kunst sein, oder?

    Aber wie sieht das mit der Frostschürze unter der Bodenplatte bei so einem System aus? Bzw. wie sieht das überhaupt bei der Kombination Bodenplatte/Frostschürze aus? Alles in einem Arbeitsgang? Oder erst die Frostschürze und dann die Bodenplatte? Frostschürze bewehrt oder ohne?

    Apropos Bewehrung in der Bodenplatte: nur verknüppert oder besser verschweissen?

    Dämmstoffdicken unter der Bodenplatte zum erreichen der neuen EnEV?
    Welches Material für Sauberkeitsschicht? FSS 0/32 oder Schaumglasschotter, oder???


    Vielen lieben Dank für die geduldigen Antworten schon mal im Voraus!
     
  2. Yilmaz

    Yilmaz

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    Das fängt ja schon gut an! Sie haben von nix Ahnung!

    Lassen Sie Fachleute dran...! Klar es gibt idioten die sich über mehrere Jahrzehnte als Profis bezeichnen und für teueres geld pfusch verkaufen
     
  3. #3 msfox30, 30.05.2017
    msfox30

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    Also ich weiß ja nicht, wie lange du vor hast zu bauen. Aber so baust du ewig. Bekannte von uns haben ihr Haus auch in Eigenregie gebaut. Nach 12 Jahren waren sie einzugsbereit.
    Aus meiner aktuell eigenen Erfahrung beim Hausbau kann ich sagen:
    - man hat bei Bauarbeitern immer das Gefühl sie bauen zum ersten Mal ein Haus.
    - wir haben auch lange vorher geplant, aber nicht die Zeit selbst zu bauen
    - daher haben wir von Anfang an einen Bausachverständigen hinzugezogen. Wenn er was sagt, hat es eine andere Aussagekraft, als wenn ich als Leihe auf der Baustelle was sage.

    Achja: Frostschürzte ist bei einer Bodenplatte nicht zwingend erforderlich.
     
  4. #4 OstseeHaus, 30.05.2017
    OstseeHaus

    OstseeHaus Gast

    Das waren noch Zeiten mit MB und Josef...

    Bis jetzt ist noch jedes von mir erstellte Gewerk besser geworden als die Arbeit von sog. Fachleuten.

    Zum Teil musste ich den Gutachtern die Fehler erst erklären bevor sie gesehen wurden.

    Soviel also zum Thema: keine Ahnung.
     
  5. #5 driver55, 31.05.2017
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    Aber davon eine ganze Menge!:mega_lol:
     
  6. #6 1958kos, 01.06.2017
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    Viel Spaß bei der Bodenplatte. Ich traue mir ja auch einiges zu, und habe auch einiges selber gemacht. Aber an die Bodenplatte würde ich in 100 Jahren nicht gehen, da man da keine 3 Stunden mal Zeit hat um zu überlegen wie es weiter geht. Wenn der Beton drin ist ist er drin ab da läuft die Uhr, und dann wird auch bei Fachleuten teilweise hektisch.
    Hoffe du hast einen guten Presslufthammer :mauer
     
  7. #7 Andybaut, 01.06.2017
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    Lass die Finger davon, ganz ehrlich.
    Such dir eine Baufirma und lass dich von denen Einweisen und als Hilfskraft beschäftigen und einigt euch über die Rückvergütung.

    Ich habe so das dumpfe Gefühl, dass dir die Funktion einer Frostschürze als solches nicht mal klar ist.
     
  8. #8 Onkel Dagobert, 01.06.2017
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    Ich bin da voll bei Andybaut.

    Du fragst nach Dämmstoffdicken, nach Material für die Sauberkeitsschicht, Bewehrung verschweissen oder verknüppen, usw.
    Deine Handwerkskünste in allen Ehren, aber hier fehlt es massiv an Fachwissen und Erfahrung um dass in Eigenregie machen zu können, ganz abgesehen von der Zeit die das in Anspruch nimmt. Und alleine wird man sowas auch nicht hinbekommen und soviele Helferstunden die du bräuchtest um das ganze realisieren zu können wirst du niemals im Verwandten- oder Bekantenkreis auftreiben können.
    Helfer zum Dachdecken, n bisschen Malern, Garten oder Umzug -> OK, aber dann hört die Hilfsbereitschaft und zur Verfügung stehende Zeit meist auf.

    Investiere lieber in einen guten Planer / Architekten, der auch die Bauüberwachung übernimmt und Ernst nimmt. Das kostet natürlich, ist aber auch sein Geld wert.
    Wenn dann noch Zeit ist kannst du dich ja bei den entsprechenden Firmen als Helfer mit Rückvergütung verdingen.
     
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