Neubau: Qualm aus Schornstein bei Lüftungsanlage

Diskutiere Neubau: Qualm aus Schornstein bei Lüftungsanlage im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, in unserem Neubau wurde ein Schiedel System Schornstein (Mantelstein, Dämmung, Innenrohr aus Ton) für feste Brennstoffe...

  1. Stephan1

    Stephan1

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    Hallo zusammen,

    in unserem Neubau wurde ein Schiedel System Schornstein (Mantelstein, Dämmung, Innenrohr aus Ton) für feste Brennstoffe aufgebaut. Dieser Schornstein besitzt im unteren Bereich ein Lüftungsgitter, dieses soll der Hinterlüftung der Dämmung dienen, falls aufgrund "feuchter" Betriebsweise einmal Feuchtigkeit aus dem Innenrohr in die Dämmung gelangen sollte. Lt. Berechnung des Schorni ist teilweiser dieser feuchte Betrieb zu erwarten.

    Der Bau ist ausgestattet mit einer Lüftungsanlage mit zentraler Ab- und dezentraler Zuluft. Somit permanenter Unterdruck in der Bude.

    Als Ofen wurde RLU-zertifizierter Olsberg Kieyo durch einen Fachbetrieb installiert.

    Trotz deutlichem Hinweis meinerseits wurde dieser nicht ausreichend gasdicht angeschlossen, d.h. es tritt wird vor allem in der Anbrennphase (wenn Zug des Schornsteins noch gering) jede Menge Rauchgas aus, d.h. das Wohnzimmer ist blau verqualmt und alle Fenster müssen auf. Das ist vor allem am Übergang Ofen-Rauchrohr, Verbindungen Rauchrohr der Fall. Hier scheint die ABdichtung der Übergänge nicht ausreichend zu sein, das ist m.E. ein klarer Mangel und der Ofenbauer muss nachbessern.

    Nun tritt aber auch, und zwar der grösste Anteil, Rausgas aus dem Lüftungsgitter des Schornsteins aus. Was ja nur bedeuten kann, dass irgendwo Raus in den Bereich zwischen Mantelstein und Innenrohr gelangen kann und dann durch den Unterdruck am Lüftungsgutter austritt. Meine Vermutung ist, dass am Übergang Rauchrohr/Wandfutter zum Verbindungsstutzen zum Innenohr des Schornsteins nicht angedichtet wurde und hier das Rausgas seinen Weg findet. Was meint Ihr dazu?

    Andere (theoretische) Möglichkeiten wären:
    a) Undichtheiten des Innenrohr, d.h. Rausgas tritt aus dem Innenrohr in den Dämmbereich aus
    b) Rauchgas wird am Schornsteinkopf wieder angesaugt
    Ich halte diese beiden Varianten für weniger wahrscheinlich?

    Wo vermutet Ihr die Ursache? Ich muss ja nun reklamieren, entweder beim Erbauer des Schornsteins oder beim Ofenbauer, der auch angeschlossen hat.

    Viele Grüsse und schon mal Danke!
    Stephan
     
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  3. pumpe

    pumpe Gast

    Aus der Ferne kann man dazu nichts EINDEUTIGES sagen, ohne die Anlage(n) zu kennen/sehen. Aussagen HIER werden Vermutungen bleiben.....die Dir aber nichts nützen bzw. weiterhelfen.

    Ich würde das Problem UMGEHEND dem Erbauer mitteilen. Am besten dann, wenn das Wohnzimmer schön verqualmt ist. Nee.....ohne Scheiss.

    Gruss Andreas
     
  4. Stephan1

    Stephan1

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    Na ja, ich halte die Wahrscheinlichkeit für grösser, dass die Ursache im mangelhaften Anschluss des Ofens liegt als dass das Innenrohr "undicht" ist. Wen meinst Du denn mit Erbauer, den des Ofens oder des Schornsteins?

    Grüsse
    Stephan
     
  5. crax

    crax

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    Hallo zusammen,

    @ Stephan1:

    Das Problem ist Deine Abluftanlage. Der entstehende Unterdruck ist größer als der Schornsteinzug von 10..15 Pa.
    Erstaunlich, dass Du vom Schorni eine Genehmigung zum Betrieb erhalten hast.

    a) und b) theoretisch möglich aber nicht wahrscheinlich.

    Ich habe auch einen feuchteunempfindlichen Schornstein mit Lüftungsgitter und Kondensatablauf für meinen RLU Grundofen, allerdings anderer Hersteller.
    Im Raum eine Küchenabluft (Senke) für Gasherd und zum Druckausgleich aktiv geregelte Zuluftöffnungen (Quelle), so dass am Ofen und Verbindungsrohr, bei mir mit Klappe, kein Unterdruck entstehen kann.

    mfg crax
     
  6. glasklar

    glasklar

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    hallo stephan

    ofen nicht mehr in betrieb nehmen lebensgefahr:Baumurks




    gruss willi
     
  7. Stephan1

    Stephan1

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    @Crax: Warum soll das denn nicht genehmigt werden? Die geplante Ausführung beinhaltet doch einen RLU-zertifizierten Ofen, der Zuluft- und abgastechnisch gasdicht an einen ebenfalls gasdichten Schornstein angeschlossen wird. Meines Wissens eine gängige Variante beim gemeinsamen Betrieb eines Ofens mit einer Lüftungsanlage. Nur dass alle Komponenten halt dich bzw. dicht miteinander verbunden sein müssen.

    So zumindestens das Ergebnis meiner Abstimmung mit dem Schorni vor Errichtung der Anlage.

    Grüsse
    Stephan
     
  8. SvenW

    SvenW

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    Ich würde erst mal mit dem Erbauer des Schornsteins und dem Ofenbauer reden. Wenn sich die Herren uneinsichtig zeigen kann man den Schornsteinfeger informieren, der wird dann ein paar entsprechende Worte dazu sagen. Das ist schließlich seine ureigenste Aufgabe noch vor der Kontrolle der Brenner.
     
  9. #8 pauline10, 30. März 2009
    pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Einen gasdichten Anschluß der Rauchrohre erreicht man mit sog Kesselkitt.

    Die Frage ist, wie der Einfluß der Lüftungsanlage hier ist.
    Ich würde die mal abstellen, wenn wieder gefeuert wird.

    Dann kann man weitersehen

    pauline
     
  10. SvenW

    SvenW

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    Und wenn sie doch undicht ist liegen alle mit CO-Vergiftung flach.

    Hier gibt es Probleme, also sollte man sie mit den beteiligten Gewerken besprechen. Termin so legen das beide Parteien da sind, so kann nicht einer die Schuld auf den anderen schieben und umgekehrt.
     
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  12. Pascal82

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    hallo,

    kann mich meinen vorrednern nur anschließen kaminbauer und ofenbauer zusammen einladen, dann sollen sie das klären, wenns nix wird den schorni anrufen..........

    das poblem dürfte aber nur in den ersten 5 minuten vorhanden sein, oder???
    wenn der kamin temparatur hatt sollte er alle rauchgase abziehen.

    genau sagen kann man natürlich mit den wenigen infos nix,

    wurde der anschluß nachträglich vom ofenbauer in das rohr gebort oder hat das rohr ein extra anschlussstück???
    ist das anschlussstück bzw. wandfutter (wenn nachträglich) entsprechend eingemörtelt worden????

    ich vermute das irgendwo in diesem bereich das rauchgas zwischen rohr und mantelstein austreten kann, da der kamin aufgrund niedriger temp. noch keinen bzw. zu wenig zug hat um die rauchgase abzuziehen. diese undichtigkeit ( sollte es tatsächlich daran liegen) sollte in jedem falle abgestellt werden

    viele grüße
    pascal
     
  13. Stephan1

    Stephan1

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    Ich noch mal. Das Problem besteht weiter hin. Der Ofenanschluss wurde bereits komplett neu gemacht, d.h. neu mit Ofenkitt eingemörtet. Es tritt immer noch Abgas aus dem Lüftungsgitter aus. Allerdings je nach Witterung (Luftdruckverhältnisse) unterschiedlich.

    Was tun?
    - ich wollte mich jetzt um eine Kamerabefahrung kümmern, um Undichtheiten/ Beschädigung abzuklärem
    - weiterhin habe ich mit dem Schornsteinhersteller telefoniert, der sagte mir ohne dass ich das Problem gross schildern musste, dass der Schornsteintyp nicht der richtige wäre, dass durch den Unterdruck das Abgas an der Mündung wieder angesaugt wird und durch das Lüftungsgitter wieder eintritt. Das würde auch die Witterungsabhängigkeit (Inversionswetterlage) erklären? Was meint Ihr dazu? Wenn das so wäre, müsste man ja nun irgendwie den Schornstein "umbauen", also feuchtigkeitsdicht machen und das Lüftungsgitter wieder zumachen...?!?

    Bin gespannt auf Eure Meinung!

    Grüsse
    Stephan
     
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