Neubaugebiet - einheitliche Gestaltung?

Diskutiere Neubaugebiet - einheitliche Gestaltung? im Baugesuch, Baugenehmigung Forum im Bereich Rund um den Bau; Massiv Haus [img] Fertighaus [img] Ich kann da kaum Unterschiede zwischen Massenware und Architektenplanung von XXX unterscheiden. Du etwa?

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  1. #201 popolini, 07.06.2012
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    Massiv Haus
    [​IMG]

    Fertighaus
    [​IMG]

    Ich kann da kaum Unterschiede zwischen Massenware und Architektenplanung von XXX unterscheiden. Du etwa?
     
  2. #202 popolini, 07.06.2012
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    Und hier die nicht ganz so überladende Variante:

    Massiv Haus
    [​IMG]

    Fertighaus
    [​IMG]

    Auch kaum Unterschiede, wobei mir hier das Fertighaus persönlich besser gefällt. Es kommt eben nicht darauf an mit welcher Technik ein Haus gebaut wird.
     
  3. #203 Thomas B, 07.06.2012
    Thomas B

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    ...und was wurde nun bei Euch gemacht.....?
     
  4. #204 ReihenhausMax, 07.06.2012
    ReihenhausMax

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    Die ersten beiden Häuser sind mir einfach schlicht zu überladen. Die ganzen geschnörkelten
    Bretter sind einfach nicht echt. So verschwenderisch macht man das halt nur, wenn es billig
    mit der CNC-Fräse gemacht werden kann ...

    Hier sind zwei Beispiele, wie man sowas weiterführen kann, auch ohne Sprossen und ein IHMO schöner Text dazu; die Betreiber der Webseite sind denke ich über jeden Zweifel erhaben ;-) :

    http://www.heimat-bayern.de/index.php/zeige/index/id/54

    Übertragen auf Musik:
    Die Biermösl Blosn steht in der Tradition bayrischer Volksmusik, gerade weil sie nicht bei
    Reproduktion stehen bleibt, das volksdümmliche Gesudel aus dem Radio & MDR nicht!
     
  5. #205 popolini, 07.06.2012
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    Max ich bin mit den Biermösl aufgewachsen weil die meist mit Polt auftreten.

    Das geht als gelungen durch. Ich finde es scheuslich.
    [​IMG]

    Zu Deiner Bretter Argumentation. Schalungen werden meist aus Splintholz gemacht weil es noch bezahlbar ist.
    Früher wurde ausschließlich Stammholz verwendet. Die Bauern schlugen ihre Bäume selbst und brachten sie zum Sägewerk. Auch das war teuer aber heute kaum bezahlbar. Und es ist kaum verwerflich die Schalung aus Splintholz zu machen oder willst Du sagen nur wer den 3 fachen Preis bezahlen kann baut traditionell und die anderen sind Volkstümler?
     
  6. #206 ReihenhausMax, 07.06.2012
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    Was ich beim Holz meine: die Bretter oben beim Balkon und vor allem das Wetterschutzbrett (hab
    den richtigen Begriff nicht drauf) am Giebel sind in einer Weise verziert, wie man das früher nicht
    gemacht hat, weil man da von Hand ewig bei gewesen wäre. Einfach in Glatt wie bei Deinen zweiten
    Beispielen wirkt einfach gradliniger und IHMO besser, ganz egal, welche Holzqualität das jetzt ist.
     
  7. #207 Thomas Traut, 07.06.2012
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    Da hast Du mich aber völlig falsch verstanden. Volkstümelei hin oder her, unabhängig von der Bauweise zeigen Deine Bilder in #201 regionaltypische Häuser, die man wahrscheinlich (bis auf Ausrutscher) nur in Bayern und Österreich so findet. Die Häuser in #202 sind dagegen eher massenkompatibel und so oder so ähnlich überall zu finden.

    Das Haus #205 finde ich auch scheußlich. Vielleicht funktioniert die Grundrisse wenigstens.

    In der Deutschen Bauzeitschrift gab es vor Jahren auf der vorletzen Seite eine sehr amüsante Rubrik, wo Fotos von für nicht gelungen befundene Häuser gezeigt wurden. Ich muss sagen - die haben sich teilweise nicht von den im gleichen Heft hochgelobten Entwürfen unterschieden. Vielleicht war das der Grund, dass nach ein paare Ausgaben diese Rubrik wieder verschwunden war.
     
  8. #208 Pruefhammer, 07.06.2012
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    warum das "Volkstümelei" ist:
    weil etwas Altes (schlecht) kopiert wird.
    Wie hier schon mehrfach angesprochen wurde hatte gerade ein Baustil auch meist einen technischen Hintergrund wie am Beispiel der Sprossenfenster gezeigt, dazu kommt dann die
    regionale Verfügbarkeit von Baustoffen, so ergab sich ein bestimmter regionaler Baustil.
    Diese Zeiten und Zwänge sind längt vorbei, die Notwendigkeiten heute andere, was soll da die äußere Kopie eines historischen Vorbilds, die dazu aus Machbarkeits und Kostengründen noch beliebig aufgepeppt oder abgespeckt wird?
    Dann lass doch die Garage weg und mach stattdessen einen Kuhstall, das wäre im historischen Kontext wohl sinnvoller. Oder hatten die damals schon Satempfang? Wohl kaum, also runter mit der Satschüssel!
    Einen Wintergarten gabs wohl damals auch nicht- weg damit! Genau wie mit den Halostrahlern unterm Balkon.
    Was ist damit sagen will: wenn man auf Tradition setzt muss man auch historisch korrekt bleiben, sich das herauszusuchen, was sich ohne Aufgabe liebgewonnener Angewohnheiten umsetzen lässt macht aus dem historischen Bezug einen müden Aufguss, Volkstümelei eben.
     
  9. mls

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    :bierchen:

    ach was .. noch eins :bierchen:

    die frage aller fragen: asche oder feuer?
     
  10. #210 Thomas Traut, 07.06.2012
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    OT: Wer Lust auf Volksmusik ohne Volkstümelei hat, dem lege ich das hier wärmstens ans Herz: https://tff-rudolstadt.de/

    Ist auch gar nicht so weit von Bayern weg (jedenfalls, wenn Franken mitzählt)...
     
  11. #211 popolini, 07.06.2012
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    Wieder so ein Schmarrn der nicht stimmt.

    [​IMG]

    gut 200 Jahre alt.
     
  12. #212 popolini, 07.06.2012
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    Das Problem ist das hier völlig das Interesse fehlt, bzw. das Wissen. Regionale Bauweise ist eben mehr als Flachdach oder Betongotik
     
  13. sonicer

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    Das Problem ist das ich bei dir nicht weiß, ob die Bereitschaft fehlt das eigene Wissen mal zu hinterfragen oder ob du einfach nur herumtrollst.
     
  14. #214 Pruefhammer, 07.06.2012
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    wenn Dir so ein altes Haus doch gut gefällt (das im übrigen entgegen den anderen gezeigten Häuser authentisch wirkt) so gut gefällt, dann kauf doch einen solchen Altbau.
    Aber du willst einen Neubau, erstellt im Jahr 2012, der aussieht wie ein Haus aus dem Jahr 1812.
    Das ganze ist ja wohl auch keine Baulücke sondern ein Neubaugebiet, so gesehen kann der Kontrast zur vorhandenen Bebauung auch gar nicht so groß auffallen. Da ist es mit unverständlich wie man da so einen Stilbruch hinstellen kann, eine nachgeäffte Kopie eines schönen Originals. Es gibt auch Leute mit viel Geld, die sich den Petersdom nachbauen lassen. In Las Vegas gibt es schon Vendig und die Pyramiden, wir müssen uns doch nicht darüber unterhalten, dass das mit dem echten Vendig aber auch gar nichts zu tun hat. Was soll sowas also? Glaubt man mit dem Nachbau historischer Bauten ein Stück der Imposanz, Größe und Macht, die solche Bauwerke ausstrahlen mitnehmen zu können? Man macht sich eher lächerlich damit.
     
  15. mseppo

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    Ich habe den Eindruck, dass der Threadstarter nicht nur mit einem etwas seltsamen Anliegen hier gestartet ist, sondern im Laufe des Threads auch noch (bewusst?) missverstanden wird.

    Zum eigentlichen Thema: Relevant für die konkrete Umsetzung sind die Vorgaben die durch Gesetze, Bebauungsplan und ähnliche Regelungen gemacht werden. Trifft sich die zukünftige Nachbarschaft, um mehr Details festzulegen, ist das nur nicht verbindlich, sondern auch eine gute Grundlage für Streit. Da es keinerlei Verbindlichkeit besitzt, lässt man so was auch von vornherein bleiben (ich hätte mich niemals daran beteiligt).
    Mir gefällt das Haus des einen Nachbarn auch überhaupt nicht, aber das muss ich ihm weder auf die Nase binden noch mich darüber aufregen. Es ist ganz einfach seine Sache, sein Geld und er muss in der Bude leben, nicht ich. Und ändern kann man daran auch nichts mehr, also ist die Aufregung darum vollkommen nutzlos.

    Ansonsten gebe ich auch den Architekten hier zu bedenken, dass es zwar verstänlich ist, dass sich jeder ein tolles Denkmal setzen und besonders unverwechselbar sein will, aber dass das meist weder im Sinne des Bauherrn (mit seinen "spießigen Ideen"), noch im Sinne eines halbwegs stimmigen Gesamtbilds ist.

    Und zum Thema Veränderung: Die Veränderung der Architektur im Laufe der Zeit kann man in fast jeder Stadt sehen. Das sehe ich als Bereicherung. Wenn ich aber heute durch neue Einfamilienhausgebiete gehe, dann rollen sich mir oft die Fußnägel. Man hat den Eindruck, dass jeder 3. furchtbar individuell sein will und doch nur seinen schlechten Geschmack demonstriert.
     
  16. Baumal

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    wer etwas tiefer in die materie einsteigen möchte,
    denn b-pläne sind nichts anderes, als ein oftmals
    verkrüppelter versuch von städtebau, sollte sich
    mit schriften von "Camillo Sitte" auseinandersetzen.

    und

    "Die Geschichte der Stadt"
    Autor: Leonardo Benevolvo,
    ist pflichtlektüre für städtebauer 1. semester...
     
  17. #217 popolini, 10.06.2012
    popolini

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    So ein Durcheinander wie hier, wollten wir vermeiden.
    [​IMG]
    Jeder residiert in seiner individuellen Burg. Am Ende siehts aus wie in einem Drogeriemarkt alles bunt und knallig. Und jeder friedet seinen Besitz mit Maschendraht und Thuja ein.
     
  18. #218 ManfredH, 10.06.2012
    ManfredH

    ManfredH Gast

    :wow

    Sag mal, hast du gerade an Autos gedacht, als du Benevolo geschrieben hast? *g*
     
  19. #219 Gast036816, 10.06.2012
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    @ popolini - wenn die bilder von #201 und #202 der viel gepriesene einheitliche stil sein soll, dann ist es nichts besonderes. es ist eine anbiederung an einen heimeligen stil. das bild #205 ist weder ein reisser noch ein ausreisser, sieht eher nach einer gewollten, aber verunglückten neugestaltung eines hauses aus den sechzigern aus.

    etwas besonderes ist der hoch gejubelte einheitsstil nicht, weshalb sich der ganze aufwand gelohnt hätte.
     
  20. Baumal

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    ... ich möchte dort nicht wohnen. kopfschüttel.

    kann man dort irgendwo brötchen kaufen,
    mal eben so, fußläufig?

    ein neubaughetto, total verfehlte städtebauliche
    planung, welche mehr und mehr aus dem ruder läuft!

    mensch frißt landschaft auf und nachbar mault uber
    die dachneigung oder fassadenfarbe des nächsten.
     
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