Neue Fassade: Kombination aus Putz und Holz

Diskutiere Neue Fassade: Kombination aus Putz und Holz im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, meine Fassade bekommt demnächst einen neuen Look: Im unteren Drittel Rhombusleisten, im oberen Bereich Kratzputz. Ich bin mir...

  1. #1 ostrunk, 17.05.2024
    ostrunk

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    Hallo zusammen,

    meine Fassade bekommt demnächst einen neuen Look: Im unteren Drittel Rhombusleisten, im oberen Bereich Kratzputz.

    Ich bin mir allerdings noch unschlüssig, wie der Übergang von Holz auf Putz aussehen soll. Der Maler hätte gerne einen Überstand des Putzes von drei bis vier Zentimetern, damit es eine ausreichende Tropfkante gibt.

    Optisch am gefälligsten wäre meiner Meinung nach, wenn das Holz weiter vorspringt als der Putz. Vorteil: Ich müsste keine Dämmplatten unter dem Putz aufbringen lassen, um Tiefe/Dicke zu gewinnen. Das würde mir einige tausend Euro sparen. Nachteil (laut Maler): Schlagregen, der auf die Holz-Abschlussleiste prasselt, sorgt für Moos und Algen auf der Putzfassade direkt darüber.

    Die dritte Variante wäre ein bündiger Abschluss, da würde aber ja der Regen mangels Tropfkante ungehindert vom Putz aufs Holz laufen (und das womöglich schneller verwittern lassen?). Wobei: Wo ist da der Unterschied zu Regen, der direkt aufs Holz gelangt und dann runterläuft?

    Welche Variante wäre technisch zu bevorzugen, damit die Fassade möglichst lange gut aussieht? Der Maler möchte den Putz am liebsten zuerst aufbringen. Ich würde lieber erst die Holzfassade erstellen lassen und dann schauen, wie dick der Putz sein muss und entsprechend aufs Holz aufsetzen.

    Ich würde mich über den ein oder anderen Tipp freuen. Zur Not lassen sich Moos und Algen ja auch wieder entfernen, aber wenn es vermeidbar ist, greife ich gerne direkt zur saubersten Lösung.
     
  2. #2 stopfender, 17.05.2024
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    Mir erscheint die Empfehlung deines Malers schlüssig.
     
  3. Netzer

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  4. #4 Ettlingen, 17.05.2024
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    Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich die Entscheidung erstmal um einige Wochen vertagen. Weshalb? Aus deinen Schilderungen entsteht bei mir der Eindruck, dass deine Entscheidung noch nicht ausgereift ist. Auch hast du dich noch nicht genug mit dem Thema befasst. Anders kann ich mir deine Vorstellung, die Holzfassade der darüber liegenden Putzfassade vorspringen zu lassen, nicht erklären.
    Meine Denkanstöße:
    - Offenbar ist eine Dämmung nicht geplant u. dient nur dazu den Putz vorspringen zu lassen. Wenn ich eine Fassade optisch überarbeiten würde, dann wäre für mich klar, dass dies mit einer Dämmung einhergeht
    - sowohl aus architektonischen Gründen (wobei das natürlich Geschmackssache ist), als auch aus Gründen des konstruktiven Holzschutzes, würde ich die Rhombussschalung oben u. die Putzfassade unten anordnen
    - Stichwort "Fassade soll lange schön bleiben"; ich würde die Holzfassade mit Vergrauungslasur streichen
    Habe ebenfalls vor, unsere Fassade zu renovieren. Mache mir dazu bereits seit Monaten Gedanken und ob du es glaubst oder nicht, mir kommen jeden Tag neue Ideen und Erkenntnisse.
    Ich gebe mir selbst für dieses Projekt erst dann grünes Licht, wenn ich von der geplanten Ausführung überzeugt bin. Solange ich Zweifel habe, denke ich lieber noch ein wenig nach. Dafür ist ein solches Projekt zu teuer und muss zu lange halten.
    Was die Reihenfolge anbelangt: Von oben nach unten. Erst Holzfassade unten und im Anschluss oben die Putzfassade, ist keine gute Idee.
     
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  5. #5 DerSchreiner, 18.05.2024
    Zuletzt bearbeitet: 18.05.2024
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    meistens ist es genau andersrum im oberen Teil der Fassade eine Holzkonstruktion und unten der Putz !Somit kannst du einen kontrollierten Wasserablaug gewährleisten..was auch stark Empfehlenswerter ist.. und auch Optisch besser.. von Oben könntest das die Rombusleisten Vorspringen lassen und unter dem Rombusleisten ein Lochblech zum Hinterlüften anbringen..


    Falls du es weiterhin so machst wie du meinst, und dann im Unteren Bereich die Holzfassade vorspringt ,am besten und du brauchst dann für den Übergang eine Zinkblechabdeckung oder ähnliches, also einen guten Übergang wo Wasser ablaufen kann

    Und der Schlagregen ist nur mit Moos verbunden bzw nur dreckig wenn der Schlagregen den Dreck vom Boden mit an die Fassade knallt oder ähnliches, vom Kärchern wirst wieso nicht davon kommen
     
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    Das ist sehr schade und wenig klug, daß Du beide Threads nichtbebilderst.
    Wie soll man Dir da gescheit raten können, und auf welcher Basis hat man Dir überhaupt Maßnahmen anbieten können ?
     
  7. #7 ostrunk, 03.06.2024
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    Danke für eure Rückmeldungen und sorry für meine späte Antwort - beim nächsten Mal stelle ich so eine Frage nicht unmittelbar vor meinem Urlaub :)

    Dämmung ist aus verschiedensten Gründen keine Option, ebenso der Tausch von Rhombusleisten und Putz. Ich bin auch kein Fan von vergrautem Holz, daher öle ich lieber alle zwei Jahre nach. Könntest du mir kurz erläutern, wieso du erst Holz, dann Putz für eine schlechte Idee hälst?

    Da es sich um technische Fragen handelt, war ich der Meinung, ein Bild sei unnötig. Ich hänge hier aber gerne eins dran. Daraus wird auch ersichtlich, wieso ich das Holz ins untere Drittel packen will.

    Stand jetzt tendiere ich dazu, den Putz möglichst dünn auftragen und das Holz entsprechend vorspringen zu lassen. Zur Not reinige ich beim Ölen des Holzes gleich die Fassade darüber, falls nötig.
     

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  8. #8 Andreas Teich, 03.06.2024
    Zuletzt bearbeitet: 03.06.2024
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    Ggf anrufen sofern sich’s im Rahmen hält…
    IMG_0303.jpeg Arbeiten, die Schmutz verursachen logischerweise zuerst vornehmen- also die Putzarbeiten, da dies jede Menge Abdecksrbriten einspart.
    Die jeweiligen Stärken können vorher geplant werden- egal was zuerst kommt.
    Wenn das Holz schon überstehen soll oben ggf eine farbige Alu-Abdeckung oder Kupferblech anbringen- kein Holz- mit entsprechender Schräge, sodass es kein Spritzwasser gibt.

    Oben Holz unten Stein/Putz wäre logischer und entspräche der seit Jahrhunderten üblichen Bauausführung.

    Wenn der Holzton erhalten bleiben soll ist das leichter in der Nähe des Dachüberstsnds und nicht unten.
    Nur Ölen hilft nicht gegen Vergrauung- entweder Pigmente oder UV-Blocker verwenden. Bei gutem Lack müßte nicht jährlich nachbehandelt werden.

    Unsere Rhombus-Fassade habe ich nicht behandelt, da viel zu viel Arbeit.
    Das bestehende verputzte Mauerwerk hatte ich mit 240mm Stegträgern und Zellulose-Dämmung, 60 mm Holzfaserdämmplatten, 30mm Konterlattung und 24 mm Rhombusbrettern verkleidet.

    Die Ostfassade mit großem Dachüberstand hat sich auch ohne Behandlung kaum verfärbt- der Rest ist grau oder schwärzlich geworden, was die Haltbarkeit nicht reduziert- vermutlich hält das Holz ohnehin länger als ich…

    Mit TrockenEisstrahlen läßt sich die auch nach 10 Jahren wieder optisch in den Originalzustand versetzen.

    Du müßtest die Fassade ohnehin vermutlich dämmen, bei derartigem Arbeitsumfang.
     
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    Dank des Bildes wird nun immerhin (erstmalig !) klar, daß mit dem "unteren Drittel" das "gesamte Erdgeschoß" gemeint ist;
    und mit "meine Fassade" diejenige Deiner Doppelhaushälfte.
    Plane das in jedem Fall sehr detailliert, hier wimmelt es ja nur so von kniffligen Anschlußdetails !
    In welchem Desaster hätte das münden können, Deine vermeintlich einfache Frage bereits unbebildert zu beantworten :-(
     
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  10. #10 Ettlingen, 03.06.2024
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    Weshalb oben Holz: Da es wegen Dachüberstand besser vor der Witterung geschützt ist.
    Eine unverwüstliche und unterhaltsfreihe Klinkerfassade würde ich niemals gegen die von dir angedachte Fassade tauschen. Hast du dir schon Alternativen angesehen? Prefa, Rockpanel? Und das Ganze noch ohne Dämmung.
    Bitte nicht als Kritik verstehen - sind nur Denkanstöße.
    Wenn du an deiner Idee festhalten möchtest, dann wie oben beschrieben, oberhalb Rhombus ein Blech an das man anputzt mit Anputzprofil und integriertem Gewebe. In einem anderen Tread wurde hierzu eine schöne Lösung gezeigt.
     
  11. #11 ostrunk, 04.06.2024
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    Wie du auf dem Bild von mir sehen kannst, ist Holz oben durch den Wintergarten-Anbau optisch leider keine Option (zumindest für mich). Die Alternativen kenne ich, allerdings möchte ich etwas "Natürliches" an der Fassade haben, daher echtes Holz.

    Auf Dämmung verzichte ich auch bewusst - das hat einmal optische Gründe (Reihenhaus), aber auch praktische (die "Achillesferse" ist der Wintergarten-Anbau. Wenn ich an die Wände dort drinnen Dämmung packe, kann ich den gleich ganz abreißen, weil ich mich dann nicht mehr darin bewegen kann) und zuletzt natürlich auch finanzielle.

    Genauso wie von dir beschrieben hat der Maler übrigens auch angeboten: Integriertes Gewebe und Anputzprofil.
     
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Neue Fassade: Kombination aus Putz und Holz

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