Neue Heizanlage + Solar im Altbau mit Mietswohnungen

Diskutiere Neue Heizanlage + Solar im Altbau mit Mietswohnungen im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Forum! Vorgestern war die Energieberaterin zur Erstberatung im Haus und hat ihr Beratungsprotokoll erläutert. Bei unserem Haus handelt...

  1. #1 BloodyBeginner, 16.07.2017
    BloodyBeginner

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    Hallo Forum!

    Vorgestern war die Energieberaterin zur Erstberatung im Haus und hat ihr Beratungsprotokoll erläutert.

    Bei unserem Haus handelt es sich um einen Altbau aus 1917 mit Anbau aus den 60ern. Die besonders erhaltenswerte Bausubstanz wurde uns von der Gemeinde bestätigt.
    Insgesamt 280 qm Wohnfläche und 4 Parteien. Wir werden im EG wohnen.

    Die Energetische Sanierung soll größtenteils mit KFW Mitteln finanziert werden.

    Von folgenden Energetischen Maßnahmen wurde ausgegangen:

    - Erneuerung Heizanlage (WW und Heizung), da momentan WW elektrisch und Holzeinzelöfen
    - Innendämmung mit Holzfaser + Wandheizung
    - neue Denkmal-Fenster (U-Wert 1.0)
    - Neue Dacheindeckung (notwendig) samt Auf- und Zwischensparrendämmung
    - Dämmung des Bodens zum Erdreich (derzeit nur Sand- Schlackeschüttung ohne Feuchtesperre)

    Die Heizlast wurde mit 21 kw beziffert.

    Die Beraterin schlug den Einbau einer Zentralheizung mit Solarthermie vor. Die Wärme soll über Wohnungsstationen (mit WW Zähler für Mietswohnungen) vom Heizkreislauf entommen werden.
    Eine Gasbrennwertanlage mit 22 kw wurde vorgeschlagen. Die Solaranlage soll eine Kollektorfläche von 28qm haben.

    Alternativ zur Gasbrennwertanlage wurde auch ein Pelletskessel vorgeschlagen. Hier fehlt es jedoch am Lagerplatz und dieser müsste am Grundstück neu errichtet werden.

    Aufgrund der erheblichen Investition von 23.000 Euro für die Solaranalge überlegen wir uns nun, ob wir dafür nicht lieber die nächsten Jahre Pellets kaufen und quasi nur den Pelletskessel ohne Solarthermie anschaffen.
    Allein eine Gasbrennwertanlage klappt nicht, da die "Energiebilanz" aufgrund fehlender erneuerbarer Energieen dann kein KFW Effizienzhaus Denkmal zulässt.

    Wie sind eure Meinungen / Erfahrungen dahingehend?
     
  2. #2 Andybaut, 16.07.2017
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    zum energetischen kann ich nichts sagen,
    aber eine Innendämmung mit Holzfaser und Wandheizung?

    Steht das Objekt unter Denkmalschutz?
    Eine Innendämmung ist perse schon komplex und nicht ungefährlich und dann noch mit
    Holzfaserplatten. Euch ist bewusst, dass auch die Innenwände teilweise gedämmt werden müssen um
    hier keine Kondensatprobleme an diesen Wänden zu bekommen?
    Hat den neuen Aufbau mal jemand bauphysikalisch nachgwiesen oder ist da eine
    Energieberaterin einfach ein wenig auf dem Ökotrip?
     
  3. #3 Leser112, 17.07.2017
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    Warum?
    Hier ist die exakte Normheizlast nach DIN 12831 erforderlich, völlig egal welcher Wärmeerzeuger gewählt wird.
    Zudem werden die exakten Raumheizlasten für die Dimensionierung der Heizflächen sowie der Hydraulik benötigt, andernfalls reines Rätselraten.
    Wandheizflächen haben Vor- und Nachteile.
    Wer das Eine will, muß das Andere mögen;-)
    Die Vermutung, dass hier Geschenke verteilt werden ist etwas naiv. Die KfW garantiert nicht für Wirtschaftlichkeit geplanter Maßnahmen.
     
  4. #4 BauSVKarl, 17.07.2017
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    Hallo,

    stell doch mal die Kosten gegenüber und kalkulier mit der oben genannten Heizlast (auch wenn ich da meinem Vorredner zustimmen muss: diese Zahl ist höchstens ein Anhaltswert).
    Ansonsten ist nichts gegen eine Pelletheizung einzuwenden. Der Preis für Pellets wird auch in den nächsten Jahren stabil bleiben (Förderungen usw.).

    Liebe Grüße
     
  5. #5 petra345, 17.07.2017
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    Auf einer Baumesse hatte auch ein Solarthermieverkäufer seinen Stand.

    Er konnte mir nicht widerlegen, daß seine Anlage mit der "kostenlosen" Wärme, sich erst nach 60 Jahren "rentierte". D. h. nach 60 Jahren hat sie so viel Energie und damit Gaskosten erspart, daß die Anlagekosten bezahlt sind. Wartung, Verzinsung und ähnliches war dabei nicht berücksichtigt.

    Also besser als mit Solarthermie kann man das Geld fast nicht verbrennen.
     
  6. #6 simon84, 17.07.2017
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    Ob sich PV "lohnt" muss man schon rechnen.
    Aber Solarthermieanlagen sind wirtschaftlich gesehen nur dafür gut irgendwelche KfW Haus Standards auf dem Papier zu erreichen oder den Provisionsgeldbeutel des Verkäufers zu füllen.
     
  7. #7 Leser112, 17.07.2017
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    PVA rechnet sich oftmals in Kombination mit einer WP (monovalent)
    Nicht immer, aber ist meist leider so. STA ist, außer im Gewerbe sowie wenigen Ausnahmen, selten wirtschaftlich. Zum Schönrechen auf dem Papier aber bestens geeignet ;-)
     
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