Neue Heizung / ggf. in Verbindung mit WW

Diskutiere Neue Heizung / ggf. in Verbindung mit WW im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich benötige mal wieder das Know How von Profis. Nehmen wir an einer von Ihnen hätte ein 60-70er Jahre altes Bimssteinhaus...

  1. Apollo1511

    Apollo1511

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    Hallo zusammen,

    ich benötige mal wieder das Know How von Profis.

    Nehmen wir an einer von Ihnen hätte ein 60-70er Jahre altes Bimssteinhaus gekauft (Ohne zusätzliche Dämmung) ohne Energiepass und Verbrauchsinformationen.
    Dieses Haus hat zwei Wohnetagen und mit jeweils 75qm. Der Keller und der Dachboden sind nicht isoliert.
    Dieses Haus hatte eine alte Ölheizung im Keller und einen Kamin Kacheloffen im Erdgeschoss. Die Ölheizung wird jetzt entfernt und es wird eine Gas Leitung ins Haus gelegt.

    Aktuell sind zur WW Aufbereitung jeweils ein Elektro Boiler je Etage verbaut.

    Da wir die Rohre für Heizung und WW sollen alle erneuert werden, daher würden wir gerne das maximale aus der Heizung und WW aufbereitung rausholen.

    Jetzt ist die Idee das Haus in zwei Wohneinheiten zu benutzen (jeweils 2 Erwachsene mit einem Kind). Jetzt würde ich gerne wissen wie der Experte das am besten durchführen würde, wenn geld erst mal nebensächlich ist (aber keine Solarthermie gewünscht ist).

    Was würde der Experte bei den oben stehenden (groben) Informationen verbauen? Heizung und WW von einander getrennt (sprich weiter Boiler + Gas Heizung), oder würdet ihr eine Heizungsunterstüzung in Form eines Wasser/Kaminoffen instalieren mit Pufferspeicher?

    Ziel ist es das Bestmögliche raus zu holen, auch wenn die Anschaffungskosten erst mal höher sind. Dennoch ist das Ziel auf Dauer Strom und GAS zu sparen.

    Welches System / Kombination würdet ihr wählen (ggf. noch Informationen zur Hardware die Verbaut werden sollte-Empfehlungen).

    Vielen Dank vorab für eure Unterstützung.
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Da würde ich mir im Vorfeld schon mal ein paar Gedanken machen, wie später abgerechnet werden soll. Auch wenn heute noch alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist, das kann sich schnell ändern. Eine verlässliche Abrechnungsgrundlage kann dabei helfen, zukünftigen Ärger zu vermeiden.

    Unter diesem Gesichtspunkt ist die Trennung mit den beiden E-Boilern natürlich im Vorteil. Ein weiterer Vorteil ist, dass solche Lösungen als DLE auch geringere Stillstandsverluste aufweisen. Ob man in den Wohnungen einen DLE betreiben kann, das muss der Eli klären. Nachteilig ist, dass die WW-Erzeugung direkt mit el. Strom relativ teuer ist. Bei sagen wir mal 6-7kWh täglich für eine typische Familie, sind das bei 25Ct./kWh zwischen 1,50 € und 1,75 € täglich, nur für WW.
    Je nach verfügbarem Platz könnte man auch über eine BW-WP je Etage nachdenken. Die gibt es mit Speichern zwischen ca. 100 Liter und 300 Liter zu kaufen, was für einen normalem Haushalt ausreichend ist. Vorher prüfen welche BW-WP zu den Zapfstellen bzw. Nutzervehalten passt. Dadurch lassen sich die Verbrauchskosten auf ca. 50 Ct. pro Tag reduzieren. Es wird trotzdem einige Jahre dauern bis sich die Investition amortisieren kann.

    Bei einer WW Erzeugung mit der gemeinsamen Gastherme sind die Investitionskosten geringer, aber man wird halt mit der o.g. Abrechnungsproblematik konfrontiert. Alles ist irgendwie lösbar, aber auch das bedeutet Aufwand und Kosten. Unter´m Strich könnte somit die Trennung der beiden Etagen die Nase vorn haben.

    Für die Heizung empfiehlt sich eine getrennte Ablesemöglichkeit (WMZ). Ein wasserführender Kaminofen kann schnell zu einem Streit führen, denn wer schürt den Ofen? Wie wird dieser Anteil mit der anderen Partei verrechnet? Was ist mit dem Anteil der direkt der Wohnung mit dem Aufstellraum zugute kommt?
    Hier wäre ein einfacher Ofen je Etage, also ohne Wasserführung, im Vorteil. Die Wärme kommt fast ausschließlich der Etage zugute in der der Ofen steht.

    Man könnte also wie folgt "planen":

    a.) Gastherme versorgt über je einen WMZ die Heizflächen in den einzelnen Etagen
    b.) WW getrennt, entweder DLE oder BW-WP, KW über eigenen Etagenzähler
    c.) Für den Wohlfühlfaktor einen 08/15 Ofen in jeder Etage. Nutzung ist jedem freigestellt

    Somit sind die Verbrauchskosten bestmöglich getrennt und es gibt nur wenig Streitpotenzial.
     
  4. #3 Achim Kaiser, 19. Oktober 2014
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Dann mal viel Spaß ....
    Ich halte zwar den Fokus auf *Energiesparen* für löblich aber man sollte es sich gut überlegen getrennte, dezentrale Systeme - hier z.B. die WW-Bereitung - zu zentralisieren um sie dann zur notwendigen Abrechnung wieder mit im Unterhalt teuren Messmittel trennen zu müssen.

    Aktuell wurde diesbezüglich im Rahmen des Regulierungswahns eine Meldepflicht zwangsverordnet :

    Zum 1. Januar 2015 tritt das neue Mess- und Eichgesetz in Kraft. Für die Immobilienwirtschaft ergeben sich hieraus einige Änderungen. Vermieter sollten besonders auf die in § 32 Mess EG geregelte Anzeigenpflicht achten: Werden ab 1. Januar 2015 neue Messgeräte, z.B Kaltwasser-, Warmwasser- oder Wärmezähler eingebaut oder in Betrieb genommen, dann muss die zuständigen Behörde, normalerweise das Eichamt, informiert werden. Bei einer Zuwiederhandlung droht ein Bußgeld von bis zu 20.000 Euro.

    So langsam wirds echt pervers !

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Nicht "wird", sondern es ist schon so weit.

    Ich habe heute Morgen ein paar neuen Normen bzw. deren Vorabversionen durchgearbeitet. Um das alles umzusetzen darf ich Anschaffungen tätigen die für ein neues EFH reichen würden.:mauer

    und das nur, damit später im Bericht ein neues Kapitel steht, bzw. in einem vorhandenen Kapitel ein paar andere Zahlen erscheinen. Nährwert für die Kunden ? NULL !
    Schön für den Hersteller zu wissen, dass seine Maschine auch in der ISS mitfliegen dürfte, aber ob ihn das wirklich interessiert? Der Regulierungswahn nimmt kein Ende. Und deswegen fahre ich jetzt heim und hoffe auf ein ganzes Dutzend Stückchen Kuchen.
     
  6. Apollo1511

    Apollo1511

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    Hallo und vielen Dank für die Tips.

    Das mit der Regulierung / und Meldepflicht ist mir neu.

    Würde es auch zum tragen kommen wenn ich das Haus als Mehrgenerationenhaus nutze? Sprich ich eine wohnung und eine der Bruder? Dennoch würde ich diese untervermieten?

    Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die zweite Familie im Haus (neben meiner) auch aus der Verwandschaft bestehen.
    Ich stelle mir eigentlich es wie folgt vor (nur habe ich keine Ahnung ob das Möglich ist):

    Ich habe aktuel eine Waschmaschine + Geschierspühler welche einen WW Anschluss haben. Damit spar ich das ein oder andere Watt. Gerne würde ich diese Geräte mit einbinden. Wäre die Variante A ( Gastherme versorgt über je einen WMZ die Heizflächen in den einzelnen Etagen) damit irgendwie auch machbar.

    Sprich eine Gastherme die einen Speicher laden tut (mit meiner Kamin Heizunguntersützung). Dieser Speicher versorgtdie Heizungen beider Etagen. Dennoch müsste es irgendwie Messbar sein wer mehr "Heizkraft" verbaucht (Meine Unterstützung durch den Kamin ausen vor). Dieser Speicher hätte den Charm das ich im Keller meine Waschmaschine mit an den Speicher hängen kann und mir noch einen WWL in meine Etage legen könnte, so das auch mein Geschierspühler auf den Speicher zugreifen könnte.

    Das Warmwasser je Etage könnte man dann weiter über den E Bolier laufen lassen (Wobei sicherlich dennoch das Heizen des WW über die Gastherme günsitger ist als über strom).

    Irgenwie hätte ich aber gerne die Materlösung. Sprich Heizung und Warmwasser (Trinkwasser) in beiden Etagen durch ein System.Wenn möglich natürlich noch mit nidrigen Betriebskosten. Daher dachte ich mir das wir uns eine Moderne Gastherme kaufen, welche einen rießen Spoiler speist, welche Im Sommer für Warmwasser da ist (da braucht man ja keine 90 grad) und im Winter für Warmwasser+Heizung (mit Unterstützung). Wenn wir dann noch irgendwie den Verbauch je Etage ermitteln könnten (da das Gas ja geld kostet), wäre es Klasse.

    Da beißt sich der hund in Schwanz, das Thema Heizung und WW hat es echt in sich. Daher wäre die Frage wie es ein Profi machen würden (auch wenn er allein im Haus wäre und Geld für Anschaffung keine Rolle spielt).
     
  7. Julius

    Julius

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    Was ist eine "Materlösung"?

    Vorab:
    Wenn das Haus nicht mehr als zwei Wohnungen hat UND mindestens eine davon vom Eigentümer selbst bewohnt wird, gelten wesentlich weniger strenge Anforderungen.
    Allerdings würde ich schon im Interesse des Hausfriedens trotzdem NICHT auf eine Ausstattung zur korrekten Verbrauchserfassung verzichten! Auch und gerade bei Belegung mit Familienangehörigen, denen Du nicht sowieso all diese Kosten bezahlst.
    Man könnte dann aber z.B. die Eichfristen (in Maßen) nicht so eng sehen...

    Ob eine zentrale Anlage hier sinnvoll ist oder nicht, müßte ermittelt werden.

    Allerdings sehr ich schon Deinen grundlegenden Ansatz kritisch:
    Warum vorderhand die Heizanlage ersetzen/ändern/ergänzen?
    Stattdessen wäre das Geld für eine ordentliche Dämmung der Gebäudehülle erst einmal besser angelegt!
    Die oberste Geschoßdecke muß wahrscheinlich sowieso nachgedämmt werden, bei der Kellerdecke wäre es äußerst sinnvoll.
    Und auch die Fassade dürfte weit mehr Einsparpotential bringen als der Kesseltausch.

    Wasserführender Ofen ist meist Geldvernichtung pur.

    WaMa und SpüMa mit Warmwasser zu betreiben, ist nur dann sinnvoll, wenn dessen Bereitung billiger ist als die Aufheizung in der Maschine.
    Meist ist das nur bei Solaranlagen der Fall.
     
  8. mastehr

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    Das sind die idealen Vorraussetzungen für solare Brauchwassererwärmung. Was spricht denn dagegen?
     
  9. mastehr

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    Beim Geschirrspüler habe ich wirklich meine Zweifel. Damit das Sparen wirklich funktioniert, muss eine Zirkulation vorhanden sein, die permanent läuft. Sonst ist das Wasser schon wieder kalt, bevor es in den Spüler kommt. Hinzu kommt, dass für die Trocknung und zum Lösen bestimmter Schmutzanhaftungen kaltes Wasser benötigt wird.
     
  10. Apollo1511

    Apollo1511

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    Hallo zusammen, meine natürlich die "Master-Lösung" :-)

    Natürlich habt ihr mit der Dämmung usw. recht. Das Dach wird defintiv gedämmt, auch die Kellerdecke werde ich dämmen, eine Außendämmung möchte ich nicht. Darüber habe ich zuviele Horro Geschichten gehört und gesehen. Im Laufe des Tages habe ich mich noch ein wenig durchgelesen, vielleicht habe ich eine Interessant Lösung gefunden.

    Gastherme mit Puffer und Kamin zur Unterstützung im Winter, im Sommer könnte man das Wasser ohne GAS durch eine Zentrale Erwärmung (sprich moderener Durchlauferhitzer) auf die gewünschte Temeratur bringen. Der Durchlauferhitzer müsste also immer nur in den Betrieb um das Wasser auf die "Rest- Temperatur" aufzuheizen. Wäre dann sowas wie eine Dezentrale / Zentrale Kombination. Der Wasserführende offen ist natürlich eine Geldverbrennanlage, aber für das Holz zahle ich nichts, das ist einfach ein wenig Luxus (Kaminfeuer unbezahlbar!) womit ich aber auch die Heizung unterstützen will.

    Wäre es möglich ein Gastherme an einen Komibspeicher (Gerne auch mit Trinkwasseraufereitung) anzuschließen, welche im Winter unterstütz wird (Kamin) für WW und die Heizung zu verwenden. Wenn im Sommre diese ganze Kombination aber nur für den Transport des Wassers (ohne Erhitzung durch Gastherme) an die Zentralen Durchaluferhitzer betrieben wird? Die Solartherme kommt aus mehrern Gründen nicht in Fage (Teuer, Lage ehr schlecht).
     
  11. ThomasMD

    ThomasMD

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    Welches Übersetzungsprogramm benutzt Du für Ausländisch->Deutsch?
    Mach mal ein Update. Deine Texte sind unlesbar.
     
  12. mastehr

    mastehr

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    Ich denke, Geld spielt keine Rolle. Wenn schon ein Pufferspeicher vorhanden ist, braucht man noch ein paar Kollektoren und Steuerung mit Pumpe. Das ist für wenige Tausend Euro zu haben und erfüllt sogar die Forderung, die Gas-Heizung im Sommer abzuschalten.

    So steil sind die Hügel um Kassel eigentlich nicht, dass die Lage für Solarthermie schlecht sein kann. Es sei denn, das Haus steht direkt unter der Autobahnbrücke.

    Wenn Du das größte Bauteil, die Außendwände, nicht dämmst, bläst Du jede Menge Energie sinnlos raus, so dass man sich gar keine Gedanken um eine großartige Optimierung zu machen braucht. Ich hoffe aber, dass Dich die EnEV dazu zwingen wird, hier zu investieren.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Verwandtschaft schützt nicht davor, dass es Streit geben kann. Ganz im Gegenteil, da ist das Konflitpotenzial noch deutlich höher, man kennt sich ja schließlich. Ich verstehe mich mit meinem Bruder ganz gut, trotzdem möchte ich nicht mit ihm in einem Haus leben.

    Ich kann Dir daher nur empfehlen, achte auf eine Trennung, auch wenn Du die Vorteile nie nutzen musst.

    Machbar ist fast alles. Das WW für WaMa und Geschirrspüler hat nichts mit den Heizflächen zu tun.

    d.h. Du würdest die Energie aus Deinem Kaminofen kostenfrei allen Beteiligten zur Verfügung stellen?

    Ob das WW über Gas wirklich günstiger ist, das kann man pauschal nicht sagen. Es gibt Situationen, da ist der DLE aufgrund seiner fast nicht vorhandenen Stillstandsverluste im Vorteil. Ein Haushalt mit geringem WW Bedarf kann mit einem DLE besser fahren. Ich habe aber nicht umsonst auch noch die Variante mit BW-WP in den Ring geworfen.

    Welchen Vorteil versprichst Du Dir davon?

    Du kannst natürlich auch Heizung und WW für 2 Wohnungen aus der Gastherme versorgen. Schwierig wird hierbei nur die "gerechte" Verteilung der Verluste in der Anlage, und der Energie die durch den ofen in´s Wasser übetragen wird. Für beide "Probleme" gibt es Lösungen, ob diese wirklich gerecht sind, darüber kann man streiten. Du hast jedoch schon signalisiert, dass Du den Ofen gratis schüren und die Energie nicht verrechnen möchtest. Ist Deine Entscheidung 8siehe Diskussion um Konfliktpotenzial).

    Es gibt immer viele Wege nach Rom. Ich hatte oben eine Variante vorgeschlagen die ich mir vorstellen könnte. Es gibe aber selbstverständlich noch andere Lösungen.
     
  14. Apollo1511

    Apollo1511

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    Hallo R.B.,

    vielen Dank für deine Anwort.Ein Wahnsinn auf was man alles achten muss. Nehmen wir an ich würde das Haus alleine bewohnen (auch noch eine Alternative, obwohl die fläche für einen drei personen Haushalt sehr groß wären). Würdest du weiterhin die Variante mit dem BW-WP anstreben?

    Zweite Frage, würdest du die WP einer Solarthermie vorziehen? Ich bin mir nicht sicher ob es besser wäre beides WW und Heizung von einander zu trennen, also sprich zwei einzelne Speicher für jede Aufgabe oder doch lieber einen sogenannte Kombi-Speicher?

    Herr R.B. wenn Sie in mein Haus einziehen würden (allein) , und hätten die Wahl ein System "umsonst" zu bekommen, welches würden Sie nehmen?
    (Toll wäre dennoch wenn ich meien ofen bekomme und einbinden könnte).
     
  15. R.B.

    R.B.

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    War oben nicht von 2 x 75m2 = 150m2 die Rede? So viel ist das nun auch wieder nicht.

    Wenn ich alles selbst bewohne, dann brauche ich auch nicht trennen, dann würde ich alles der Gastherme überlassen. Man könnte überlegen, ob man speziell für den Sommer eine andere Lösung findet, denn da arbeiten die Gasthermen ziemlich ineffizient. Müsste man einmal durchrechnen.

    Kombispeicher kann bei Wärmeerzeugern die hohe Temperaturen liefern können, durchaus sinnvoll sein. Bei anderen Konzepten würde man auf getrennte Speicher gehen. Falls nur eine Gastherme vorgesehen ist, kann man auch auf einen Pufferspeicher verzichten und nur einen WW-Speicher einsetzen.

    BW-WP oder Solarthermis, das ist eine gute Frage. Die BW-WP hat den Vorteil, dass sie zu jeder Zeit WW produzieren kann, egal ob Tag oder Nacht, Sommer oder Winter. Dafür braucht sie aber el. Strom, und der kostet Geld. Solarthermie hingegen liefert die Erträge nahezu kostenfrei (Pumpenstrom mal außen vor), dafür halt nur wenn die Sonne scheint. Man kann die Energie auch nicht beliebig speichern, denn selbst mit sehr großen Speichern sitzt man nach ein paar Tagen auf dem Trockenen (Sonderkonzepte wie Saisonspeicher betrachten wir jetzt mal nicht).
    Wenn ich das Haus alleine mit meiner Familie beziehen würde, würde ich wohl in Richtung Solarthermie tendieren, aber vor einer Entscheidung würde ich erst einmal rechnen, mögliche Erträge abschätzen, usw.

    Der Ofen ist ja nicht das Problem. Es war halt nur die Frage, ob ein wasserführender Ofen sinnvoll ist, wenn man 2 Nutzungseinheiten (Wohnungen) hat. Deswegen meine Überlegen, auf einen einfachen Ofen, ohne Wasserführung zu setzen. Dann käme meine "Arbeit" auch ausschließlich meinen Räumen zugute.

    Wie ich vorgehen würde? Stark vereinfacht ausgedrückt, ich würde zuerst einmal schauen mit welcher Heizlast ich es zu tun habe, denn davon hängt ja die notwendig Heizleistung ab. Dann würde ich klären, mit welchen Heizflächen meine Anlage arbeitet, denn die bestimmen das Temperaturniveau auf dem ich arbeiten muss. Heizkörper erfordern höhere Heizwassertemperaturen als Gebläsekonvektoren oder Flächenheizungen.

    Wenn diese Fragen geklärt sind, würde ich die Varianten Sole-WP, Pelletkessel, Gastherme rechnen und vergleichen. Dabei auch noch so Dinge wie die WW-Erzeugung und Nutzung betrachten. Danach kommen dann die nice-to-have features, wie Solarthermie, ein Holzofen oder was man sonst noch so möchte.

    Anhand Deiner bisherigen Infos vermute ich, dass ein Konzept mit Sole-WP nicht funktionieren wird (funktionieren würde es schon, nur halt nicht sinnvoll). Also wird die Entscheidung wohl zwischen Pelletkessel, evtl. kombiniert mit einem Holzkessel, und einer Gastherme fallen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Gastherme mit geringeren Investitionskosten aufwarten kann, dagegen können Pellets und Holz mit geringeren Verbrauchskosten punkten. Diese Lösungen wiederum erfordern aber mehr Platz, denn Pellets und Holz muss man in ausreichender Menge lagern können, bei Gas ist das nicht notwendig. Pellets und Holz erfordern auch mehr Arbeitsaufwand für die Reinigung, darüber sollte man sich im Klaren sein.

    So entsteht Stück für Stück ein Konzept, das ich dann schrittweise verfeinern würde. Bei Pellets und Holz würde ich definitiv noch auf Solarthermie für den Sommer setzen, denn dann bleiben die Kessel aus. Eine Gastherme ist da unkritischer, die kann auch im Sommer immer mal für 1h laufen um WW zu erzeugen, ohne dass dies den Wartungs-/Reinigungsaufwand drastisch erhöhen würde.

    Das wären mal so ein paar Überlegunggen die ich anstellen würde.
     
  16. Apollo1511

    Apollo1511

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    Hallo Herr R.B.

    das hört sich gut an, ich werde mir Ihre Tips und Erfahung zu herzen nehmen. Ich habe mir einen Spezialisten (Heizungsbauer) eingeladen, um eine Ortbegehung durchzuführen. Ich hoffe das er in Sachen benötige Heizleistung ein wenig licht ins Dunkele bringen kann. Sobald ich seinen Vorschlag weiss, gebe ich diesen hier Preis, dann stellt sich natürlich die Frage der besten Hardware (Störungsfrei, Erfahrung). Vielen Dank vorab !
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Nach meiner Erfahrung gilt, "die beste hardware" gibt es nicht.

    Die verschiedenen renommierten Hersteller entwickeln und fertigen auf vergleichbarem Niveau. Oftmals verwenden sie auch identische Teile, oder haben zumindest die gleichen Zulieferer. Ich würde daher mein Augenmerk auch auf die Bedienbarkeit richten, denn eine Regelung mit der ich nicht klar komme, ist für mich nichts wert. Wenn ich im Jahr 2014 eine Regelung nur bedienen kann, indem ich in irgendwelche versteckten Register irgendwelche kryptische Zahlen eintragen muss, dann macht das mir zumindest keinen Spaß.
    Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Heizungsbauer der die Anlage installieren soll. Es empfiehlt sich, wenn man sich dessen "Hausmarke" genauer anschaut, denn da verfügt er üblicherweise über die meiste Erfahrung, hat schnelleren Zugriff auf Ersatzteile, und der Service ist einfach besser.

    Man kann natürlich auch spekulieren und auf Exoten setzen, doch dann sollte man sich auch der Nachteile bewusst sein. Diese Exoten müssen nicht zwangsläufig schlecht sein, ganz im Gegenteil, so mancher "Neuling" muss sich erst noch beweisen und kann es sich gar nicht leisten, irgendwelchen Müll abzuliefern.
     
  18. Apollo1511

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    Ja das stimmt schon. ich werde mal sehen was er mir empfehlen tut. Oft ist es ja so das man mit seiner Eigenen Meinung in ein Gesrpäch geht und mit einer anderen raus kommt.

    Ich hätte gerne halt irgendwie einen Einfuss auf die laufeneden Kosten. Das wären einmal die Heizung und einmal das WW / Trinkwasser.

    Vielleicht wäre auch ein anderes ansatzpunkt der richtige, keine Therme dafür eine PV welche die BW-WP mit speist? Dann wären BW und Heizung getrennt (welche ich vielleicht dann nur mit meinem Kamin /ggf. ohne Anbindung) unterstütze.

    Mal gucken. Erst mal danke für dein Information!
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Ein Konzept mit PV kann man auch umsetzen, da müsste man dann aber etwas anders ansetzen. Bei dem geringen Energiebedarf der BW-WP stellt sich die Frage, wohin mit den ganzen PV Erträgen im Sommer? Einspeisen lohnt nicht, selbst verwerten kann man nur wenn während der Ertragszeiten jemand zuhause ist, und el. Strom benötigt wird. Das Speichervolumen des WW Speichers einer BW-WP ist halt begrenzt. Da kriegt man je nach WW Bedarf vielleicht 1-2kWh el. täglich unter, wenn überhaupt.
    An sich bräuchte man dann noch einen Speicher in Form von Akkus, in den man die täglichen Erträge einlagern kann, damit Sie Abends wenn sie benötigt werden zur Verfügung stehen. Dummerweise sind solche Speicher relativ teuer, und sie halten nicht ewig (bestenfalls 7-10 Jahre wenn alles gut läuft).
     
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  21. Apollo1511

    Apollo1511

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    Ja das Thema Akkus hat sich auch schon aufgetan, das lohnt sich aber für uns noch nicht.
    Ich denke das es vielleicht doch nicht verkehrt ist WW und Heizung zu trennen. Eigntlich wäre es Klasse wenn man es im Sommer und Winter trennen könnte.

    Sprich im Sommer das WW entweder über E-Boiler ,DLE oder BW-WP (da meine PV dann Strom erwitschaftet) und im Winter über die Gastherme welche einen Puffer lädt welchen ich zusätzlich durch meinen Kamin unterstütze (da im Winter keine Solartherme oder PV viel bringt?)

    Irgendwie hör sich das doch nach einer Kombi-Lösung an???
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Warum dann nicht ganz auf Gas verzichten, wie ich oben schon einmal geschrieben habe? Pellets, Holz oder Kombi in den Keller stellen, dann kannst Du das Holz auch mit einem erträglichen Wirkungsgrad verbrennen und theoretisch auch mal im Sommer mit Holz den WW Speicher auf Temperatur bringen. Wenn Du das Holz so billig kriegst, dann würde ich das Thema Gastherme sowieso abhaken.
    Mit einem Ofen hast Du immer das Problem, dass der zum Aufstellraum passen muss, während der Übergangszeit den Raum schnell überhitzen kann, und dann doch nur ein paar kWh im Puffer landen. Dann brauchst Du nur ordentlich Platz auf dem Grundstück, damit Du für 2 Jahre Holz lagern kannst. Der AUfwand ist natürlich auch nicht zun unterschätzen.

    Wird die Kiste wasserführend ausgelegt, dann kostet Dich der Spaß deutlich mehr, und wenn Du mal WW brauchst musst Du immer den Raum aufheizen, oder das WW halt doch anderweitig produzieren.
     
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