Neues Flachdach Wasser läuft nicht ab

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  1. Pyrate

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    Nächstes Kapitel mit unserem neuen Flachdach. Die Oberlage ist jetzt drauf und es hat die Tage ordentlich geregnet. Nun steht das Wasser an einigen Stellen. Leider sind es meiner Meinung nach nicht nur Pfützen.

    Kurz zum Aufbau: Betondecke, Dampfbremse, Dämmung, Gefälledämmung (2%), BauderTEC KSA, Oberlage beschildert (PYE-PV 200 S5 EN).

    Die Bilder zeigen es eigentlich am besten. An einer Seite hat sich ein mehrere Quadratmeter großer See gebildet. Ich habe mal den Zollstock (auf 1m ausgeklappt) daneben gelegt, damit man es sich besser vorstellen kann. Tiefste Stelle der "Pfütze" 27mm. Richtung Ablauf wird die tiefe geringer, daher gehe ich von einem Gefälle weg vom Ablauf aus. Hinzu kommt, dass vor dem betroffenen Ablauf auch noch ein Hubbel ist, der das Ablaufen erschwert.

    Ich weiß, dass bei der geringen Neigung von 2% schon einmal Pfützen auf einem Flachdach möglich sind. Aber ist das jetzt noch im Rahmen? Was soll ich tun?

    Danke für eure Hilfe, drehe hier mittlerweile am Rad...

    IMG_8057.JPG IMG_8059.JPG IMG_8060.JPG IMG_8061.JPG
     
  2. #2 Fred Astair, 06.06.2020
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    Bleibt das Dach so oder kommt da noch eine Begrünung drauf? Sieht ja schrecklich aus.
    Keine Ahnung, wie man eine so große waagerechte Fläche pfützenfrei bekommen soll.
     
  3. Pyrate

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    Es soll so bleiben, also eine Begrünung ist nicht geplant. Würde das denn etwas ändern?
     
  4. #4 Fabian Weber, 06.06.2020
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    Gibt es da kein geplantes Gefälle?
     
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  5. #5 BaUT, 06.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 06.06.2020
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    Gab es überhaupt eine Planung?
    - Gefälleplanung (Gefälledämmung)
    - Werkplanung der Abläufe
    - Berechnung für Anzahl und Querschnitt der mindestens erforderlichen Abläufe

    Führt das Gefälle lt. Plan denn überhaupt zu den Abläufen? Sieht nicht so aus, als ob das zusammen passen würde und dass die Attikaabläufe nicht am Tiefstpunkt des Gefälles liegen.
    Sollen die Dachränder so bleiben?
     
  6. Pyrate

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    Die Dachränder (bzw. die Attika) sind noch nicht fertig. Die Fläche schon. Es ging jetzt wohl darum vor dem Regen auf der BauderTEC KSA (liegt auf der Gefälledämmung) die Oberlage aufzubringen. Man hat diese an der Attika hochgeführt, allerdings auf der Attika ist man noch nicht viel weiter gekommen, als diese mit der Oberlage zu belegen.

    Gefälledämmung ist mit 2% geplant. Ausführung hat augenscheinlich im betroffenen Bereich weniger gut funktioniert. Zu den restlichen Punkten "Werkplanung der Abläufe" (Was ist das?) und Berechnung für Anzahl und Querschnitt der mindestens erforderlichen Abläufe kann ich nichts sagen. In wessen Aufgabenbereich fällt das (Architekt oder Dachdecker)?
     
  7. #7 Fabian Weber, 06.06.2020
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    Schick eine Mangelanzeige raus, bei Gefälle darf da überhaupt kein Wasser stehen.
     
  8. #8 Fabian Weber, 06.06.2020
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    Die haben wohl Ihrer eigenen Notabdichtung nicht getraut :)
     
  9. Pyrate

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    @Fabian Weber
    Danke für deine Hilfe. Also liege ich richtig mit meinen laienhaften Bedenken, dass das so nicht in Ordnung ist. Wie viel Pfütze wäre denn akzeptabel oder dürfen sich gar keine Pfützen bilden?

    PS: die KSA ist wohl nicht als Notabdichtung zugelassen, daher mussten die vor dem Regen die Oberlage aufbringen.
     
  10. SIL

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    Quatsch.
    Bei der geringen Gefälle Neigung kann schon mal was stehen oder sich Pfützen bilden, alldings sieht das bei die eher nach einer 'Delle' aus, du solltest mal eine Überprüfung des Gefälles vornehmen und schauen wie lange das dort steht/verweilt.
     
    Tarunio und Fred Astair gefällt das.
  11. Pyrate

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    Ja, das sich vereinzelt Pfützen bilden hätte ich auch nicht als Problem angesehen. Aber die Ausmaße hier gehen doch deutlich über akzeptable Pfützen hinaus, oder?

    Wie soll ich das Gefälle weiter prüfen? Der See demonstriert ja, dass das Gefälle leider weggeht vom Ablauf. Ich kann natürlich noch ne Wasserwaage hinzuziehen, meinst du das?

    Was bringt die Verweildauer zur Mangel-Einschätzung? Ist doch komplett Wetterabhängig? Aber bei 27mm tiefe wird's schon ne Zeit stehen, auch bei Sonnenschein direkt nach dem Regen. Im Herbst/Winter trocknet es dann gar nicht mehr ab...
     
  12. BaUT

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    Gefälleplanung muss der Architekt/Bauleiter machen paasend zu den Abläufe. Gleiches gilt für die Dimensionierung (Berechnung) der Anzahl und Größe der Abläufe. Wenn Ihr keinen Planer habt, müsen diese Planungen vom Dachdecker erbracht werden, wenn er die ganze Planung mit macht.
     
  13. #13 Fred Astair, 06.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 06.06.2020
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    Ja, Du siehst die Pfützen nicht mehr, Mückentümpel gäbe es auch nicht, das Dach wäre nicht mehr so hässlich, Insekten hätten eine Heimat und das Regenwasser würde nicht sofort ungenutzt abfließen sondern würde das Dach eine Rententionsfläche bilden.
     
  14. SIL

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    Nein, so nicht da musst schon mal richtig messen minimum Laser...
    Wie der Fred schon sagte - begrünen oder bekiesen, ist allerdings auch wieder eine stat. Frage, du hast 2 Lagen Polymerbitumenbahn selbst wenn da bissel steht gehen die nicht gleich kaputt. Das ist eher eine Langzeitwirkung... aber so lassen kannst es nicht, nun kennen wir deinen Auftrag nicht - aber die Erwartung dass dort nie etwas 'stehen bleibt' ist falsch, da passt deine Neigung gar nicht d. h. ab 5 rein technisch 6,5 Neigung darf nichts mehr verbleiben.
     
  15. Pyrate

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    Also Auftrag umfasst Dampfbremse, Dämmung, Gefälledämmung (2%), BauderTEC KSA, Oberlage beschildert (PYE-PV 200 S5 EN). Die Gefälledämmung ist auch nicht ganz günstig. Ich habe ja auch kein Problem mit Pfützen. Aber nach dem ersten Regen ist es ja ne riesen Lache, die da steht. Ich wiederhole nochmal: mind. 15qm und 27mm tief. Das übersteigt doch auch eine normale Erwartung, das Pfützen okay sind...

    Außerdem ist die Aussage, dass ich es so nicht lassen kann und es negative Langzeitkonsequenzen hat, ja eigentlich so zu verstehen, dass die Seenbildung nicht korrekt ist. Es sollte nämlich weder Kies noch eine Begrünung drauf. Ich verstehe auch noch nicht, wie diese beiden Dinge helfen sollen, außer die Pfütze aus dem Blick zu nehmen. Ob es statisch überhaupt noch geht, weiß ich nicht.
     
  16. #16 Fabian Weber, 06.06.2020
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    Bleibt also die Mangelbeseitigung.
     
  17. #17 Andreas Teich, 06.06.2020
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    Zumindest auf den Bildern ist keine Höhenbegrenzung am oberen Dachrand sichtbar, sodass dein Dachdecker auch ein größeres Gefälle hätte erzeugen können-
    oder gibts Türen oder andere Höheneinschränkungen?
    Falls nicht liegt die Pfützenbildung voll im Verantwortungs- und Einflußbereich des Dachdeckers.
    Ohnehin hätte er zuerst das Gefälle überprüfen und ggf Bedenken anmelden müssen.
     
  18. Pyrate

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    @Andreas Teich es gibt keine Höhenbeschränkungen oder irgendetwas anderes, was eine korrekte Ausführung gestört hätte. Ist das Hauptdach, es gibt kein Stockwerk darüber oder sowas - entsprechend keine Türen oder ähnliches...

    Das steht für mich zweifelsfrei fest. Die Fragen sind jetzt:
    1. Liegt ein Mangel vor?
    2. Was kann ich verlangen?
    3. Gibt es noch Lösungen zum nachbesser anstatt neu-machen?
     
  19. #19 Fred Astair, 06.06.2020
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    Beides hilft, die Lebensdauer der Bedachung zu verlängern, ist doch die Dichtbahn nicht den ständigen Nass/Trocken-Wechseln, UV-Strahlen, Temperaturen bis über 70°C und plötzlicher Abkühlung ausgesetzt.
    Die letzteren Faktoren lassen nämlich Dächer altern, nicht eine Pfütze und sei sie noch so groß.
    Du bist bereit, kleine Pfützen zu akzeptieren. Wo liegt Deine Grenze? Worin siehst Du den Gefährdungsunterschied zwischen mehreren kleinen und einer großen Pfütze?
    Jetzt sag nicht, die Wassermenge, die bei einem Leck auf Deinen Schreibtisch läuft: Das momentane Wasser einer Pfütze ist ein Klacks gegen das nachlaufende Wasser eines Regengusses.
     
  20. Pyrate

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    Also das ist wohl eher falsch. Du kannst es leicht ergoogeln. Wasserstau auf dem Flachdach führt zu Algenbildung, Temperaturunterschieden zwischen der Pfütze, Pfützenrändern und noch mehreren weiteren Faktoren, die die Alterung und den Verschleiß des Daches beschleunigen.
    Und natürlich ist eine größere Wasseranstauung im Falle einer Leckage an der betroffenen Stelle deutlich nachteilig. Mach mal ein kleines Löchlein in deinen Regenschirm und lauf durch den Regen. Solange du den Schirm richtig rum hälst, kommt Wasser Tröpfchenweise durch. Nach dem Regen hört es allerdings schnell wieder auf. Drehst du den Schirm aber um, dann bildet sich ein kleiner Pool und die durch das Loch dringende Wassermenge wird deutlich größer, während und noch Stunden nach dem Regen.

    Genau darum geht es ja. Pfützen, die sich beim Flachdach konstruktiv bedingt unvermeidbar bilden, sind in Ordnung. Dazu würde ich alles zählen, was sich nicht über mehrere Bahnen zieht, nicht besonders tief ist und rasch abtrocknet. Was sich auf unserem Dach aktuell zeigt, ist wohl eine ganz andere Liga. Aber in einem Punkt hast du recht, das ist wohl nicht klar definiert. Ansonsten hätte ich diesen Thread ja auch nicht geöffnet.
     
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Neues Flachdach Wasser läuft nicht ab

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