Neues Haus: Feilnasen vom Schließblech als Biegenasen...?

Diskutiere Neues Haus: Feilnasen vom Schließblech als Biegenasen...? im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, bei unseren zehn neuen Türen haben die Handwerker einfach die Schließbleche verbogen anstatt die Feilnasen zu feilen. Ich habe davon keine...

  1. #1 William1, 27.09.2023
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    Hallo, bei unseren zehn neuen Türen haben die Handwerker einfach die Schließbleche verbogen anstatt die Feilnasen zu feilen. Ich habe davon keine Ahnung, aber "Feilnase" klingt jetzt nicht so als sollte man das biegen. Sieht ja auch komisch aus... Ich nehme an, das ist ein Grund zur Beanstandung?
    Danke für euren Rat!!
    William

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  2. #2 Gast 85175, 27.09.2023
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    Um zu feilen braucht man ne Feile. Das stellt manche "Fachbetriebe" vor unlösbare Herausforderungen...

    Wenn die das bei zehn Türen derat dämlich verbogen haben, dann ist das mE eher Vandalismus. Sag ihm das sei "kaputt" und er soll bitte auf seine Kosten neue Schließbleche bringen und zwar bevor er die Schlußrechnung schreibt... Mach ihm den Vorschlag, dass Du ihnen eine Feile kaufst und die dann bei der Rechnung in Abzug bringst. Vielleicht hilft das ja...

    Wieso man da überhaupt viel machen musste wäre eine Spezialfrage für die Schreiner hier, ich kenne das jedenfalls nicht, wenn die Tür sauber eingebaut und eingestellt ist, dann braucht man wohl nicht "feilen". Ich habe jedenfalls keine aktive Erinnerung daran, mal einen mit einer Feile am Schließblech erwischt zu haben...
     
  3. #3 William1, 27.09.2023
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    Danke für deine Meinung ... ich merke gerade, bei vielen Türen haben die gefeilt und danach nochmal gebogen. Da meines Wissens nach Zarge und Tür vom gleichen Hersteller/Typ sind, haben die dann eine zu dicke Dichtung verwendet...? Z.T. gehen die Türen trotz Biegefeilnase nur mit größerem Druck zu.
     
  4. #4 Gast 85175, 27.09.2023
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    Gast 85175 Gast

    Liegen die Türen im geschlossenen Zustand umlaufend sauber an den Dichtungen an? Und wie sieht das aus, kurz bevor die ganz geschlossen sind, muss man da "schräg" eingebaute Türen mit Gewalt in Position zwängen um sie zu zu bekommen?
     
  5. #5 William1, 28.09.2023
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    Ja, die liegen sauber an, alles sieht OK aus, nichts verzogen. Aus meiner Sicht könnten nur die Dichtungen zu dick sein. Und da könnte es ja sein, dass die dicker gewählt wurden, weil die sich mit der Zeit plastisch verformen. Man hätte also für die Zukunft gegengesteuert. Andererseits bringt das aber nichts, weil man dann ja irgendwann das Schließblech tauschen müsste.
     
  6. #6 das ICH, 02.10.2023
    das ICH

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    Weil es durch die Toleranzen in den einzelnen Elementen zu Spannungen kommen kann (Zarge 1 mm konkav, Türblatt 1 mm konvex und schon muss die Nase wäch!). Zum anderen soll es vorkommen, dass die Bandunterteile in der Zarge etwas zu tief eingesteckt wurden. Das hat zur Folge, dass das Türblatt schon Druck bekommt, wenn noch 5° bis zum Einrasten in die Falle fehlen. Um diesen Druck zu minimieren werden ebenfalls die Nasen abgefeilt.

    Das halte ich für nahezu ausgeschlossen, da die dickeren Dichtungen mehr Geld kosten (macht kein Hersteller freiwillig). Wenn du akustisch wirksame Dichtungen haben willst, dann wird es noch teurer.
    Ich kann mir vorstellen, dass die Bandunterteile zu weit in die Zarge geschoben wurden. Schau mal ab wann die Dichtung von dem Türblatt belastet wird. Ist das Türblatt auf beiden Seiten der senkrechten immer schön parallel zur Zarge?
    (Ich benutze auch den Begriff Dichtung, obwohl bei den normalen Zargen ohne Anforderungen ausschließlich Dämpfungsprofiele verbaut werden - Sonderdichtungen werden bei Bedarf zur Selbstmontage lose beigelegt)
     
  7. #7 Gast 85175, 02.10.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast

    Da gibt’s doch Inbus-Schraube? Was verstehe ich da gerade falsch?

    Man ist zu faul um die Bänder nachzustellen, aber am Schließblech feilen geht? Oder steh ich jetzt gerade wirklich auf dem Schlauch?
     
  8. #8 das ICH, 02.10.2023
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    Ich kann die beiden Stifte 5 mm aus der Zarge gucken lassen, ich kann die aber auch bis an die Rolle einschieben oder 12 mm weit rausziehen - und wenn mir dann eine Position gefällt, dann ziehe ich die Inbusschraube im Rahmenfalz (oft auch unter der Dichtung) an.
    Das ein Nachjustieren der Bandunterteile wesentlich weniger aufwand macht als das Nachfeilen wissen alle die sich darüber im klaren sind, dass 1 mm mehr Luft zur Zarge schon die Lösung sein kann - alle anderen nehmen halt die Feile^^

    Aber - es muss hier ja nicht das Problem sein ;)
     
  9. SvenvH

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    Das mit den Dichtungen könnte tatsächlich ein Problem sein. Dazu einmal etwas zu meinem Fall:
    Ich bin einer der gerne alles selber macht, allerdings hab ich mir bei unseren Türen den Luxus gegönnt diese einbauen zu lassen. Insgesamt kamen die vier mal, weil die nur gepfuscht haben. Am Ende mussten zwei Zargen neu bestellt werden weil die hinüber waren. Diese beiden Zargen hatten dann plötzlich andere Dichtungen, sodass diese wie bei dir nur mit sehr viel Druck zu schließen waren. Die hatten aber zum Glück noch die kaputten Zargen sodass diese schnell ausgetauscht werden konnten.
     
  10. #10 Gast 85175, 02.10.2023
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    Ich hab jetzt im ganzen Haus gekuckt und bei mir gibt’s keine „Feilnasen“… Das haben bestimmt die Chinesen erfunden, das passt besser zu den Einsteckschlössern mit Plastikdingelchens (ihr wisst schon, das spitz zulaufende Verschlussdingelchen). Oder der Altmaier war’s! Meinem Automechaniker würde ich sowas auch zutrauen, der feilt da auch ganz ohne Nase…
     
  11. #11 ichweisnix, 03.10.2023
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    Das Plastikdingelchens nennt man Falle. Der Vorteil von Kunststoff ist das wenn die Türen zufallen weniger Lärm dabei rüberkommt. Weist schon, Metall auf Metall ist lauter als Kunststoff auf Metall.
     
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