Nicht geschützte Kellerwand mit Hohlkehle nachträglich mit Bitum beschichten

Diskutiere Nicht geschützte Kellerwand mit Hohlkehle nachträglich mit Bitum beschichten im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe ein Einfamilienhaus (BJ 2001, von mir im Jahr 2006 vom damaligen Eigentümer abgekauft) und habe seit Jahren feuchte Kellerwände,...

  1. Andy70

    Andy70

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    Hallo,

    ich habe ein Einfamilienhaus (BJ 2001, von mir im Jahr 2006 vom damaligen Eigentümer abgekauft) und habe seit Jahren feuchte Kellerwände, immer schlimmer werdend, mittlerweile mit Schimmelbefall an den Wänden. Zu feucht sind anscheinend nur die Wände, die nach außen zum Garten "zeigen". Das zeigte die Messung eines Baubiologen. Die anderen Wände des Kellers sind umbaut mit Garage, Terrasse und Haustreppe usw. Aber auch einige dieser Wände sind leicht feucht, besonders im Fußbereich, aber nicht extrem.

    Ich habe heute an der Außenwand mal einen kleinen Bereich aufgegraben bis zur Bodenplatte und gesehen, dass die Bitumbeschichtung nur im oberen Bereich (ca. 30-35 cm) vorhanden ist. Darunter, bis zur Bodenplatte ist alles ungeschützt (!). Man sieht praktisch die blanken Mauersteine, die nur verputzt wurden. Kein Wunder, dass die Wände in den 16 Jahren durchfeuchtet sind (Raum-Feuchtigkeit oft 83%).
    Immerhin ist eine Hohlkehle vorhanden. Wir graben nun am Wochenende alles auf (mit Bagger) und ein Bekannter will mir das später mit Bitumdickschicht (4-5 mm) und Noppenbahnen dicht machen.

    Ich hätte dazu mal 3 Fragen:

    1) Wie lange sollten die Wände von außen ablüften, nachdem das Erdreich drum herum entfernt wurde, bis man mit Bitum beschichtet? Wird in der Zwischenzeit natürlich mit Plane gegen Regen geschützt. Reichen 3-4 Wochen? Von drinnen läuft seit heute bereits ein Luftentfeuchter (Leistung: 20 Liter/24 Stunden).
    2) Muss die vorhandene Hohlkehle nun entfernt und neu angelegt werden oder kann man die vorhandene nutzen und einfach mit Bitum beschichten? Ich bin nicht wirklich vom Fach und bin unsicher, ob die Hohlkehle nach 16 Jahre nassem Erdreich unter Umständen gelitten hat und porös geworden ist. Oder reicht dort eine Bitumschicht aus, wenn sie fest ist und offensichtlich "gut" aussieht? An der einen Stelle, wo wir gebuddelt haben, sieht sie aus der Ferne gut aus. Genaueres wissen wir erst am Wochenende, wenn der komplette Bereich ausgeschachtet ist. Mir geht es aber erstmal generell darum, ob das zwingend sein muss, weil sie so viele Jahre ungeschützt war oder ob das nicht unbedingt sein muss. Ein befreundeter Maurer (über 2 Ecken) sagte mir, dass das an sich kein Problem sei. Säubern, Bitum drüber und gut ist. Stimmt das so?
    3) Der Baubiologe und eine Sanierungsfirma sagten mir, dass die 2 Wände, die von außen nicht bebaut sind, die Übeltäter sind. Die anderen Wände hätten sich wohl im Laufe der Jahre mit dem Wasser, was dort eintritt, vollgesogen. Deswegen sind diese auch leicht feucht. Mit einem Luftentfeuchter würde ich die Räume nach und nach trocken bekommen. Der Entfeuchter läuft seit heute bereits.Kann das gut sein, dass sich die Feuchtigkeit der beiden betreffenden Wände über die ganzen Jahren bis durch den halben Keller gezogen hat? Die Luftfeuchtigkeit in allen anderen Kellerräumen ist auch viel hoch (jenseits der 75% und teilweise sogar über 80%).

    Danke schon mal für eure Tipps.

    Viele Grüße
    Andy
     
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  3. #2 Manufact, 03.10.2017
    Manufact

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    1) Wie lange sollten die Wände von außen ablüften:
    Solange bis diese trocken sind:
    Alten Putz entfernen
    Billiges kapazitives Feuchtigkeitsmessgerät kaufen (mit Kugelkopf),
    Vergleichsmessung durchführen:
    Trockenes Mauerwerk im Innenbereich des Kellers messen: X-Digits
    Dann nasses Mauerwerk messen: Y-Digits,
    Das nasse Mauerwerk muss theoretisch so weit trocknen, bis es X Digits hat.
    -> oder:
    einen hydrophoben Sperrputz mit mindestens 15 mm auftragen - der ist dann je nach Wetter in 2 bis 10 Tagen trocken.

    2) Muss die vorhandene Hohlkehle nun entfernt und neu angelegt .
    Müssen muss gar nichts.
    Wichtig ist, speziell den auf der BP aufliegenden Bereich auf Harrisse zu kontrollieren.
    Die SENKRECHTE der BP muss solange angeschiffen werden, bis die Körner sichtbar sind (Entfernung Zementleim)

    3) Den Umfang des vertikalen Feuchtigkeitstransport kann man grob mit dem kapazitiven Messgerät feststellen.

    Diese Aktion jetzt durchzuführen :
    Hut ab! Das ist sehr ambitioniert und mutig,
    Wir machen bei Temperaturen unter 15°C nichts mehr....
     
  4. rococo

    rococo

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    und?
    erzähl doch mal
     
  5. am1003

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    Das muss ich im nächsten Jahr auch noch machen.
     
  6. #5 petra345, 14.12.2017
    petra345

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    Lose aufgeschichtete Hohlblocksteine, die im Frühjahr beregnet wurden und dann monatelang in der Sommersonne standen, waren immer noch sichtlich feucht, als der Stapel abgetragen wurde.
    Ansonsten gilt die Vorstellung, daß Mauerwerk ein Jahr zum trocknen brauchen.

    Also diese aufgegrabene Kellerwand wird in vertretbaren Zeiträumen nicht vollständig trocken werden.
    Es ist für die Beschichtung ausreichend, wenn die Oberfläche trocken ist.
    Wie bereits gesagt, muß der senkrechte Teil der Bodenplatte angeschliffen und mit der Dickbeschichtung (zweimal) überzogen werden. Dann ist ein Riß in der Hohlkehle, wenn er vorhanden sein sollte, bedeutungslos.
     
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