nicht mittige Fundamentbelastung

Diskutiere nicht mittige Fundamentbelastung im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Ich habe vor einiger Zeit einen Pleitebau gekauft und vollendet. Ursprünglich war dieser als zweischaliges Mauerwerk geplant. Die Baufirma , von...

  1. #1 Gruenefeld, 15. Juni 2007
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    Ich habe vor einiger Zeit einen Pleitebau gekauft und vollendet. Ursprünglich war dieser als zweischaliges Mauerwerk geplant. Die Baufirma , von der ich den Bau abgekauft habe, hatte ihn dann aber aus Kostengründen einschalig ausgeführt. Jetzt hat mich jemand darauf aufmerksam gemacht, dass durch den geänderten Wandaufbau das Fundament unzulässig bealastet sein könnte. Ich habe das mal nachrechnen lassen und der Statiker hat mir bestätigt, dass die vorhandene Außermitte rein rechnerisch unzulässig ist. War sich aber nicht sicher, ob noch was passiert. Der Bau steht ja nun schon 5 Jahre ohne Risse. Vielleicht zum besseren Verständnis der Aufbau: 45 cm breites und 90 cm tiefes Streifenfundament, darüber durchgängige Fundamentplatte. Die 17,5 cm KS-Wand schließt genau mit der Innenkannte des Fundamentes ab. Also nach der Wand kommen noch mal 27,5 cm Streifenfundament und Fundamentplatte die über die Wand hinausragen. Die Fundamentplatte ist 25 cm dick. Ich habe mir damals nicht so viel Gedanken über den Überstand gemacht, jedenfalls nicht aus statischer Sicht, bin jetzt aber doch etwas verunsichert. Sollte ich da konstruktiv noch was machen und wenn ja was ? Bitte nur fundierte Antworten !!!!!
     
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  3. JDB

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    Das ist grundsätzlich kein Problem.

    Logisch - bei Fundamentfragen ! :D
     
  4. #3 Carden. Mark, 15. Juni 2007
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    @war gut JDB :D

    Was bewegt Sie dazu einen Statiker zu befragen und dann nicht bei diesem weiter zu fragen wie er das ganze in letzter Konsequenz bewertet.

    Eine außermittige Belastung (wenn auch nicht in der vorliegenden Form) hätte es eh gegeben.
    Denn das tragende Innenmauerwerk bringt mehr Lasten runter als die Verblendung.
     
  5. PeMu

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    Wie soll jemand

    bei den Informationen eine fundierte Antwort geben? Die Tragwerksplanung ist und bleibt eine Sache der Fakten.

    Und was soll da "konstruktiv gemacht werden? Betonblöcke draufstellen?
     
  6. #5 Gruenefeld, 18. Juni 2007
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    Musste mich erst mal belesen.
    Das mit der Außermittigkeit, bei vollständigem Wandaufbau stimmt. Die Lasten die vom tragenden Teil der Wand aufgenommen werden betragen 41 kN/m die Last die von der Klinkerschale eingeleitet worden wären nur ca. 4 KN/m. Die Außermitte wäre wahrscheinlich nicht wesentlich geringer mit Vorsatzmauerwerk (verklinkert) ausgefallen. Auch die konstruktive Lösung scheint mir nicht unüblich, dass beide Mauerschalen auf dem selben Fundament stehen. Folgende Fragen stellen sich mir jetzt: Ist eine außermittige Belastung des Fundamentes beim zweischaligen Wandaufbau normal? Die berechnete Außermitte für mein Fundament betrug 11,2 cm, zulässig sind aber nur 7,5 cm. Muss ich mir nun Gedanken machen oder kann ich sorgenfrei weiterleben? Der Grund, warum ich diese Fragen im Internet stelle und nicht meinem Statiker ist folgender: Er war sich nicht sicher ob, trotz rechnerisch nachgewiesener Fehlbelastung ein Kippen des Fundamentes überhaupt möglich ist, bei diesen geringen Lasten. Deswegen gab er mir den Tipp, mal diese Frage im Bauforum zu stellen. Er tendiert zu der Aussage, dass kein Grund zur Besorgnis besteht. War aber, entsprechend seines geringen Erfahrungsschatzes in Bezug auf Schadensbilder bei außermittig belasteten Fundamenten nicht sicher. Deswegen haben wir auch noch keine weitergehenden Überlegungen in Bezug auf erforderliche Nachbesserungsarbeiten angestellt. Übrigens, danke für die Beiträge.
     
  7. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Da fehlen nun weitere Fakten:
    __ bewehrtes Streifenfundament,
    __ Anschlußbewehrung an Bodenplatte,
    __ irgendwie nur Beton in den Boden gekippt
    __ sinnvolle Angaben nach örtlichen Gegebenheiten:
    _______________________________________________
    __ Der Tragwerksplaner oder nur Statiker geht in sich, kramt sein Wissen hervor, bildet sich fort ... und findet alle relevanten Tragmechanismen.
    Wir tappen im Dustern, da wir nix an Zeichnung un so haben.
     
  8. #7 Gruenefeld, 20. Juni 2007
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    zeichnerische Darstellung

    Ein Bild erklärt ja oft mehr als tausend Worte.
    Bei dem Boden in dem das Streifenfundament gegründet wurde handelt es sich um Sandboden. Anschlussbewehrung ist nicht vorhanden.
     
  9. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Und

    wie sieht es in der Bodenplatte aus?

    __ Röntgenblick
    __ wilde Vermutungen anstellen
    __ Ausschnitt aus Bewehrungsplan
    __ wieso gehört Bewehrung in ein bew(a)ehrtes Bauteil
    __ Nun habt euch nicht so und sacht alles wird gut, möglichst schriftlich.

    Übrigens was macht denn der Statiker?
    Wer bekommt die Blumen äh den Cash für die Beratung, Nachrechnung und so?

    Wink mit dem Zaunpfahl: Wir brauchen noch 100 Euro für die Grillkasse.:cool:
     
  10. #9 pauline10, 21. Juni 2007
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Fundament

    Hallo,

    wenn schon so etwas geplant und auch ausgeführt wurde könnte es ja auch sein, daß die Skizze falsch ist.

    Da waren doch offenbar "Artisten" am Werk. Warum soll dann die Zeichnung stimmen.

    Wenn es jetzt 5 Jahre sich nicht bewegt hat, Schwamm drüber und weiterschlafen.

    Gruß

    Pauline
     
  11. #10 Carden. Mark, 21. Juni 2007
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Ist die Hausfrau etwa im Nebenberuf TWPìn?

    Falls meine Frau mit lesen sollte,
    das ist keine Verunglimpfung von Hausfrauen....ehrlich:Roll
     
  12. PeMu

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    @pauline10: eine robuste Bauherrennatur hat was für sich.

    Nur Gruenefeld als Fragesteller wills wissen und muss nu dadurch.
     
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  14. #12 Gruenefeld, 23. Juni 2007
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    Zurück zum Thema

    In der Bodenplatte sind oben u. unten je eine Q 221 Matte (nach Statik) eingebaut. Die Berechnung über die Kippgefährdung wurde aber bereits durch meinen Statiker durchgeführt. Was mich aber interessiert und worauf ich bisher keine Antwort bekommen habe ist: Ist ein zweischaliger Wandaufbau immer mit einer außermittigen Belastung verbunden und bewegen sich die Lasten und die Außermitte, wie sie bei meinem Haus auftreten, im üblichen Rahmen? Die ganze nachrechnerei ist nach meiner Auffassung eh nur spekulativ. Da ich in die Fundamentplatte nicht mehr reinsehen kann.
    Über zweckdienliche Hinweise würde ich mich echt freuen.
     
  15. PeMu

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    Gibt es was für die Grillkasse?

    Man kann es hinrechnen über die Bodenplatte und evtl. die Wand. Ein bischen Rissbildung und die Dinge sortieren sich.
    Dein Statiker hat eine sehr eingeschränkte Sicht der Dinge sag ich mal.

    Die ausmittige Lage bestimmt die Gesamtkonstruktion und die kann so oder so sein, d.h. 2-schalig geht auch mit mittiger Fundamentbelastung und 1-schalig geht auch ausmittig.
     
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nicht mittige Fundamentbelastung

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