Notlösung für weggepresste Grundstücksmauer

Diskutiere Notlösung für weggepresste Grundstücksmauer im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo! Auf den Bildern zu sehen ist eine vor etwa 30 Jahren mit Beton-Hohlkörper Steinen erbaute Mauer, die unser Grundstück zur...

  1. BodoKa

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    Hallo!

    Auf den Bildern zu sehen ist eine vor etwa 30 Jahren mit Beton-Hohlkörper Steinen erbaute Mauer, die unser Grundstück zur danebenliegenden Wiese (Gemeindeeigentum) abgrenzt. Sie ist beidseitig verputzt und etwa 25 dick.

    Die Mauer ist etwa 160cm hoch und steht auf einen Betonfundament unbekannter Tiefe. Auf der Hofseite ist etwa 120cm Erde aufgeschüttet. Eine nennenswerte Entwässerung findet wahrscheinlich nicht statt, eine Isolierung gegen Näße auch nicht.

    Zeit und Wetter haben die Mauer nach aussen wegkippen lassen. An der am stärksten betroffenen Stelle um etwa 10-15cm. Man sieht auch, dass der Hofbelag teilweise abgesunken ist.

    Die Mauer wurde eher als ganzes nach aussen gedrückt. Das einzelne Steine sich verschoben haben ist kaum der Fall

    Hinweis: Im untersten Bild die Stelle mit dem starken Knick bei dem Busch ist kein Bruch nach aussen, sondern da steigt das Grundstück und die Mauer an. Der Knick ist nur optischer Natur.

    Das ganze Ding hätte man damals wohl besser betoniert oder gleich mit L-Steinen gebaut. Aber ich muss halt aus dem etwas machen, was vorhanden ist.

    Mein Ziel ist, das Leben der Mauer mit geringem Kapital zu verlängern und weiteres Umbrechen zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Dann hofseitig neu verputzen und die Oberfläche des Hofs wieder eben machen. Das damit weiter Feuchtigkeit eindringt, es wieder Flecken auf der Mauer gibt und der Putz nicht ewig halten wird, ist mir klar. Aber eine Vollsanierung mit großen Erdarbeiten scheint mir zu teuer.

    Ich sehe zwei Lösungsansätze:

    1. Stützen von Seiten der Wiese her bauen. Wie viele bräuchte man da und in welchen Ausmaßen?
    Steht natürlich auch unter dem Vorbehalt, dass die Gemeinde mitspielt. Glaube ich eher nicht.

    2. Oben einen ordentlichen Betonanker betonieren.
    Davor würde ich die abdeckenden Steine (siehe mittleres Bild/Nahaufnahme) und den Mörtel darunter entfernen und direkt auf dem Mauerwerk betonieren. Vielleicht 20cm? Das der Zaun dann im Beton steht ist klar - stört mich aber nicht.

    Was meint Ihr?


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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 8. Dezember 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Wir meinen, das sei ein Frage, die nur mit einer statischen Berechnung beantwortet werden kann, auch wenn ich meine Zweifel habe, dass es Lösungen gibt, bei denen der Erhalt des Bestands wirtschaftlich wäre!
     
  4. BodoKa

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    Dabei spielt wahrscheinlich der Zustand der Mauer eine wesentliche Rolle. Gibt es Verfahren um die Tragfähigkeit einer 30 Jahre alten Mauer zu messen?
     
  5. Dingo

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    Richtig sanieren oder gar nicht.

    Das weitere Kippen der Mauer könnte man durch messen zu einer definierten Bezugsgröße doch dokumentieren (Meßreihe, cm/Woche). Daraus dann Handlungsbedarf abschätzen.
    Wenns nicht stört und Geld für Komplettsanierung eh nicht verfügbar ist, würd ich die Finger davon lassen.

    Ein Heimwerkerprojekt ist dies eh nicht!
    Ohne Fachfirma und Statikus läuft da nix.
     
  6. bemi

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    Eine Sanierung wird bestimmt teurer wie neue L - Steine
    Bei L - Steinen braucht man auch keinen Statikus.
    Gala Bauer fragen.
    bemi
     
  7. Dingo

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    Bei 1,60 m und einseitige Anfüllung auf 1,20m? :yikes
    Für Galabau ist das wohl nix mehr (wwi natürlich ausgenommen :winken)
     
  8. bemi

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    L-Steine gibt es glaube ich bis 3 m Höhe, dementsprechend auch der Fuß
    bemi
     
  9. #8 Alfons Fischer, 8. Dezember 2011
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    ich befürchte, dass an einer Wand, die schon versagt hat (siehe Bilder), man nicht mehr viel messen braucht...
    Wenn die Wand tatsächlich so ausgeführt ist, wie beschrieben, wurde offensichtlich alles falsch gemacht.
    Bei jedem Frost wird sich das dahinter liegende Erdreich "ausdehnen" und die Wand noch ein Stückchen weiter in Richtung gemeindeeigene Wiese drücken. Bis schließlich Euer Auto auch dort liegt...

    Und man wird wohl niemanden finden, der sagt: "das hält noch drei oder fünf Jahre..."

    wenn das ein öffentliches Bauwerk wäre, würde schon lange der Hof darüber gesperrt sein, befürchte ich...
     
  10. BodoKa

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    L-Steine würde ich nehmen, wenn ich die Mauer neu bauen tääte. Aber jetzt nachträglich? Da müsste ich sicher 30 Kubikmeter Erde abtragen und auf dem Gemeindegrunstück zwischenlagern. Da bin ich ja wochenlang mit einem kleinen Bagger zugange.
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 8. Dezember 2011
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    is halt so
     
  12. RMartin

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    Sehe da auch keine andere wirtschaftliche Lösung als es rückzubauen und ordentlich neu zu machen.

    Von einer Seite her abstützen erscheint mehr als albern.

    Betonbalken auf der Wandkrone herstellen reicht nicht aus. Müssten ja dann auch vertikale Fixpunkte geschaffen werden wo die Kräfte abgeleitet werden.
     
  13. BodoKa

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    Würde bei Google Maps gut aussehen :-)


    Habe ich befürchtet. Wäre der Beton selbst nicht steif genug wenn man am Anfang und Ende einen Fixpunkt hätte?
     
  14. #13 Alfons Fischer, 8. Dezember 2011
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    Tipp: größeren Bagger nehmen. Der erledigt auch gleich den Abbruch mit und braucht dafür wahrscheinlich nichtmal ne halbe Stunde... ;)
     
  15. #14 Thomas Traut, 8. Dezember 2011
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    Da gibt's min. 2 Probleme:
    1. Wie kommt die Last von der Mauer in den Betonbalken?
    2. Wohin trägt der Balken seine Last ab?

    Machbar wird es schon irgendwie sein, allerdings wohl zum Preis von der 3-fachen Länge L-Steine.
     
  16. Julius

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    Da augenscheinlich keine sonderliche Gefährdung besteht, würde ich in Ruhe abwarten, bis die Mauer umfällt oder die Gemeinde Dich zu Maßnahmen nötigt.
     
  17. BodoKa

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    Hast Du wohl recht. Einfach einen Anker drauf hält wahrscheinlich die Mauer etwas mehr zusammen, hindert aber nicht das Kippen der gesamten Mauer.
    Schade.
     
  18. BodoKa

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    Ich dachte mir: Je früher ich Maßnahmen ergreife, umso mehr ist noch zu retten. Aber es ist wohl einfach zu spät.

    Dann werde ich wenigstens mal die Mulden im Hof beseitigen.

    Danke an alle!
     
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  20. #18 wasweissich, 8. Dezember 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wenn der bagger gross genug ist , kann man auch 5m L-steine/mauerscheiben/winkelsteine versetzen ..... :D

    ausbaggern , mauerbruch abfahren , rest zwischenlagern (der gemeinde bescheid sagen ,hinterher wieder ordentlich aufräumen ) .... ein paar tage erledigt ....
     
  21. BodoKa

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    5m breit?

    Ich habe mal gegoogelt. Bei 180cm Höhe hat man typischerweise einen Fuß von 100cm und liegt preislich bei etwa 250 Euro der Meter. Eventuell noch ein neuer Zaun drauf...

    Ei da warte ich doch mal, was die Zeit so bringt.
     
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Notlösung für weggepresste Grundstücksmauer

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