Nutzung Stromkabel Nebengelass für Photovoltaikanlage

Diskutiere Nutzung Stromkabel Nebengelass für Photovoltaikanlage im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich habe folgende Frage. Wir möchten auf unserem Nebengelass eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Der Strom soll von dort aus,...

  1. paulus

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    Hallo,

    ich habe folgende Frage.
    Wir möchten auf unserem Nebengelass eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Der Strom soll von dort aus, nach dem Wechselrichter, ins Hauptgebäude geleitet werden. Wohnhaus und Nebengelass haben eine Entfernung von ca. 30m zueinander. Für die Stromversorgung des Nebengbäudes, haben wir ein 5x10qmm Erdkabel verlegen lassen. Könnte man dieses Kabel auch gleich für den den Strom vom PV-Wechselrichter zum Zähler oder Akku im Hauptgebäude nutzen oder müsste ich da noch ein Extrakabel verlegen?

    Gruß Paulus
     
  2. #2 Sciro80, 29.10.2020
    Sciro80

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    Na ja, AC hat einen höreren Verlsut als DC, daher wirst du mit deinen 10mm2 einen ordentlichen Leistungsverlust bis zum 2-Richtubgszähler haben. Darüber hinaus kommt es auch auf die verbauten Kwp Leistung an. Kleinstanlage bis 9,9Kwp wirst wohl darüber bekommen. Alles andere geht erst bei 16mm2 los.
     
  3. Cybso

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    @Sciro80 Seit wann hat Wechselstrom (AC) einen höheren Verlust als Gleichstrom (DC)?!

    Sollte gehen, hängt aber natürlich auch davon ab, wieviel PV-Leistung installiert wurde und was im Nebengebäude sonst noch so an der Leitung dran hängt. Der Elektriker wird das Kabel dann vermutlich als Zuleitung zu einer Unterverteilung im Nebengebäude verwenden und den Wechselrichter und die bisherigen Verbraucher dort getrennt absichern.
     
  4. #4 Sciro80, 29.10.2020
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    Die Verluste bei DC sind doch wesentlich erträglicher bei einer Spannung von 600-1000V als das Standard AC. Daher sollte man bei PV den WR so nah es geht am 2-R Z platzieren. Hochspannungsleitungen werden doch auch bei DC betrieben.

    Alternativ kann man auch die PV mit 6mm2 Cu anfahren und bis zum Übergabepkt. ziehen, den WR gleich neben dem Hausanschluß setzen und fertig.
     
  5. Cybso

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    Stimmt, hast recht, sorry. Wobei sich der Spannungsabfall bei 10mm² und 30m auch in Grenzen halten dürfte, je nach Leistung. Bei 10kW komme ich auf etwa 2% (was aber auch immerhin 200W sind). Letztendlich hängt es also davon ab, ob die Leitung noch zur Versorgung anderer Verbraucher im Nebengebäude benötigt wird und wieviel Leistung eingespeist werden soll.
     
  6. #6 Fred Astair, 29.10.2020
    Zuletzt bearbeitet: 29.10.2020
    Fred Astair

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    Irgendwie geht bei Dir alles durcheinander.
    Erstens betreibt kein Privater eine PV mit 600-1000V.
    Der TE schreibt, dass er nach dem WR ins Hausnetz einspeisen will, also mit Wechselspannung. Ob er dafür das Verbindungskabel vom Neben- zum Hauptgebäude nutzen kann, hängt von der Leistung der PV und vielen anderen Faktoren ab, die nur ein Elektriker vor Ort ermitteln kann.
    Warum der WR neben dem Zähler sitzen soll, erklärst Du uns sicher noch?
    Und Letztens werden große Strecken mit Wechsel- oder besser Drehstrom betrieben, weil es einfacher ist, pulsierende Ströme auf Hoch- oder Höchstspannung zu transformieren. Nach dem ohmschen Gesetzt sinkt nämlich die Stromstärke mit steigender Spannung und die Energie kann deshalb mit kleineren Querschnitten und geringen Verlusten übertragen werden.
    In Wirklichkeit sind bei der Gegenüberstellung von Gleich- und Wechselstrom die Verluste bei Ersterem sogar geringer. Deshalb wird bereits mit 750 kV-Höchstspannungs-Gleichstrom-Freileitungen experimentiert.

    Nachtrag: Die Zulässigkeit einer Gemischtnutzung von PV und Eigenverbrauch über eine gemeinsame Leitung vermag ich nicht zu beurteilen. Aber für die Belastung kommt keine Addition der beiden Ströme in Betracht, sondern nur der jeweils zur Zeit Höchste. Kommt hohe PV-Erzeugung und hoher Eigenverbrauch im Nebengebäude zeitgleich vor, reduziert sich sogar die Leitungsbelastung des Verbindungskabels bis hin zu null Ampere.
     
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  7. #7 Sciro80, 29.10.2020
    Zuletzt bearbeitet: 29.10.2020
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    Kein Ding, oder aber man zieht eine 2. Versorung für den WR ein. Mind. 16mm2, ab 50Kwp min. 32mm2 dann passt es auch wieder.

    Ach mit welchen Stringspannung soll denn deiner Meinung nach betrieben werden? Ziel ist immer eine möglichst optimale Spannung pro String pro MPP auf den WR zugeschnitten zu erreichen. SMA WR, hier 10000tl als bsp. läuft ab von 260-800V, max 1000V ( bspw. bei Verschattung). Ein String da mit 350V zu betreiben läuft wie ein Sack Nüsse.
     
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  8. #8 Fred Astair, 29.10.2020
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    Wir reden über die Leiterspannung NACH dem WR. Also von 240/400 V Wechselspannung!
     
  9. Cybso

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    Und ihr redet völlig aneinander vorbei :bierchen: Weil @Sciro80's Vorschlag war, die Gleichspannung der Zellen über ein neues Kabel bis zum Zähler zu transportieren und erst dort in den WR einzuspeisen. Aber ohne die Situation vor Ort zu kennen, kann keiner von uns sagen, welche Variante sinnvoller ist. Vielleicht ist beim Zähler ja auch schlicht kein Platz mehr für einen Wechselrichter vorhanden. Prinzipiell und rein technisch ist es möglich, das vorhandene Kabel zu nutzen, aber ob es auch zulässig und sinnvoll ist, muss ein Elektriker anhand der Situation vor Ort und der geplanten Installation entscheiden.
     
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  10. #10 Fred Astair, 29.10.2020
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    Warum sollte denn sinnvoll sein, die GS bis neben den Zähler zu transportieren?
     
  11. Domski

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    @Fred Astair
    Geringerer Verlust auf hoher DC-Spannung als bei 400V Drehstrom. Kann aber auch nur mit Kenntnis der VOr-Ort-Anlage entschieden werden. Wir kennen ja noch nichtmal die geplante Anlagengröße.

    Ansonsten ist alles gesagt :)
     
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  12. #12 chillig80, 29.10.2020
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    Eure Fachdiskussion ist ja sehr interessant, aber ich habe noch immer nicht verstanden wie man die Scheune mit Netzstrom versorgt über das gleiche Kabel den PV-Strom ins Netz einspeist? Der Stärkere gewinnt? Rechts vor Links? Zeitschaltuhr mit Dämmerungssensor?
     
  13. #13 jodler2014, 29.10.2020
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    Ganz grob :
    Ertrag der PV höher als der Eigenverbrauch ..:shades
    Das Display auf dem Zähler wechselt dann immer zwischen 1.8.0 und 2.8.0
    Und die Ersparnis kommt dann mit der Jahresabrechnung ..
    Dann darf die Frau , Mann , Divers nur noch die Spülmaschine und den Backofen einschalten wenn die Sonne scheint .
     
  14. #14 chillig80, 29.10.2020
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    Und der Zäühler macht auch, dass da gleichzeitig AC in die eine und DC in die andere Richtung fließt? Was zeigt der da an? Godmode?
     
  15. #15 jodler2014, 29.10.2020
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    Aus DC wird AC ..
    Umgekehrt AC /DC
    Zusammen und ohne Bindestrich die beste Hard-Rockband aller Zeiten ..
    Led Zeppelin nicht zu vergessen ..
    LED !!!:winken
     
  16. Domski

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    Brachial, das Hard-Rock-Cable ist erfunden!

    @chillig80 WR hängen natürlich in der Scheune, das Kabel macht ausschlieslich AC, 3 phasig.
     
  17. paulus

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    Danke für die rege Diskussion. Wir haben vor 30qm verlegen zu lassen. Der Wechselrichter soll logischerweise im Nebengelass positioniert werden. Im Nebegelass werden max. Licht, ein Heizstrahler mit 3000W und ein 2000W Werkzeug gleichzeitig betrieben.
     
  18. #18 Cybso, 30.10.2020
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    Also um den Dreh 5-6kWp? Dann sollte es rein theoretisch passen, wenn die vorhandene Leitung als Zuleitung zu einer Unterverteilung dient und die anderen Verbraucher dort getrennt abgesichert werden, denn wie @Fred Astair korrekt anmerkte, addieren sich hier der eingespeiste und der entnommene Strom ja nicht(*). Ob es auch zulässig ist, oder ob es noch andere Faktoren gibt, die dagegen sprechen, sollte aber dein Elektriker beurteilen, den musst du ja eh mit ins Boot holen.

    (*) Zudem hatte ich in #5 nicht berücksichtigt, dass die Leistung vom Wechselrichter auf 3 Phasen á 10mm² aufgeteilt wird, damit dürfte der reale Verlust deutlich niedriger sein.
     
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