OSB doppellagig verlegen?

Diskutiere OSB doppellagig verlegen? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich möchte einen schwimmenden Fußbodenaufbau mit OSB-Platten und darunter liegender Dämm-Matte (Mineralffaser oder Holzfaser auf gedielter...

  1. HorstF

    HorstF

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    Hallo,
    ich möchte einen schwimmenden Fußbodenaufbau mit OSB-Platten und darunter liegender Dämm-Matte (Mineralffaser oder Holzfaser auf gedielter Holzbalkendecke).
    Die Frage bezieht sich auf die Verlegung der OSB-Platten: wie schon im Forum an mehreren Stellen bemerkt wurde, soll sich nach Jahren in Kork- oder anderen elastischen glatten Belägen die Stoßstellen der OSB-Platten abzeichnen. Nun frage ich mich, ob es denn statt einer 22mm Plattenlage (miteinander an den Fugen verklebt) nicht besser wäre, lieber 2 Lagen je 12mm dicker OSB-Platten im versetzten Verbund zu verlegen. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Verbund generell (fugen-)stabiler als 1 Lage sein müßte, wenn man die 2 Lagen untereinander flächig verklebt und verschraubt. Oder handelt man sich auf Dauer damit andere Probleme wie Knarzen/Quietschen ein?
    Danke und viele Grüße
    Horst
     
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  3. aldente

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    Oh, mein Part, ich hatte das ja mit dem Fugenabzeichnen geschrieben. Gehen wir mal davon aus, das eine Lage Osb die Fugen abzeichnen lässt, auch wenn ich geschrieben habe, das ich bezüglich OSB noch keine Langzeiterfahrung habe. So kann man ohne Erfahrung nicht zwingend davon ausgehen, das bei einer zweilagigen versetzten Verlegung (der Ansatz ist einwandfrei, und sicher deutlich besser denn einlagig) die Markierung der Fugen unterbleibt.

    Warum? Die markanten Fugen mögen verschieden Ursachen oder deren Zusammenspiel haben. Sollten sich Fugen durch quellen der Stösse ergeben, wird eine 2-lagige Verlegung das ggF reduzieren, aber verhindern wie auch reduzieren ist reine Spekulation.

    Sollte sich die Markierung durch Schüsseln der Platten gründen, dann ist eine 2-Lagige Beplankung sicher förderlich, aber solange es kein mir bekanntes Gutachten in dieser Richtung giebt, bleibt mir nur die Empfehlung, die Platten vor der Verlegung mit Kork/Pvc zu Kippen, zu diesem Stichpunkt bitte Forumsuche unter Galsfaserspachtel/Niveliermasse, o.ä benutzen.
     
  4. HorstF

    HorstF

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    Hallo und Danke erst mal!
    bzgl Fugenabzeichnung bin ich mir sicher, mit der doppellagigen Verlegung zumindest nichts falsch zu machen. Aber was mir wirklich Sorgen macht ist die Vorahnung, dass sogar miteinander verklebte und verschraubte OSB-Platten bei entsprechender Trittbeanspruchung sich voneinander lösen werden und gegeneinander arbeiten werden könnten. Mit der Folge von entsprechender Geräuschbildung beim Drüberlaufen.
    Hat jemand speziell in diesem Punkt hier Erfahrung?
    Danke und Grüße
    Horst
     
  5. Julius

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    Ja. Hab schon derart zweilagig gearbeitet. Sowohl fest mit dem Untergrund verschraubt als auch schwimmend. Beide Male vollflächig verklebt und zusätzlich verschraubt.
    Alles noch im Lot. Da löst sich nix! Wie auch?
    Bei Überlastung ner guten Verklebung würde eher die Platte an einer anderen Stelle außeinanderreißen...

    Was ich aber schon mehrfach erlebt hab, ist das Ablösen der vielgepriesenen Spachtelmassen (durch Fachbetrieb verarbeitet) von Holzoberflächen mit den Jahren.
    Dann lieber nen sich vielleicht später mal leicht abzeichnenden Stoß (Schönheitsfehler) als einen Totalschaden (zerbröselnde Spachtelmasse)...
     
  6. HorstF

    HorstF

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    Hallo Julius,
    kannst du noch einen Tipp geben, welche OSB-Oberfläche du genommen hast (geschliffen ?) und welchen Kleber? Vollflächig verleimt ?
    Da ich nicht zu viel Höhe verlieren will, würde ich 2x 12mm nehmen. Ausreichend?
    Danke und Gruß
    Horst
     
  7. aldente

    aldente

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    Also, bezüglich des Kelbers/Leim, kann ich ausschliesslich PUR-Leim empfehlen. Der ist bei OSB der einzige, der wirklich eine Nut/Federverbindung sicher verleimt (Erfahrung). Bei der Flächigen Verklebung würde ich mir weniger Sorgen machen, das geht sicher auch mit Weissleim; noch einfacher, aber ohne Erfahrung würde ich das nicht machen (bestimmtes Handling) geht das mit PUR-Schaum (haben wir auch Langzeiterfahrung mit).
     
  8. NormHolz

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    Hallo

    Wenn man(n) mal nach der DIN geht so muss ein Boden 3mm oben abgespachtelt werden. Denn ein nicht verwindungssteifer Bodenbelag ( 4mm Kork, Linoleum oder PCV Rollenware ) wird früher oder später seinen untergrund zeigen (Fugenabzeichnung).
    Verkleben wird wohl nur mit einer Dauerelastischen Klebermasse gehen. ( EC1 Hybrid oder T54 ) Denn Weißleime sind Kristalline Kleber und härten komplett durch.

    Beim Verschrauben bitte auf Schrauben mit durchgängigem Gewinde achten da sich das Holz bei Spanplatten schrauben oben an den abgesetzten Schaft setzt und es da oft zum knarren kommt. In 70% der Fälle kommt das geräusch von abgesetzten Gewinden oder wie früher dem Nagel. Die Diele verliert Feuchtigkeit und schrumpft, Schaft ist frei und durch die begehung hört man das reiben. Fehlerhafter Weise sagt man dann immer mein Holzboden knarrt.

    Viel Spaß an der Arbeit :28:
     
  9. NormHolz

    NormHolz

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    hab noch was vergessen.

    Habe in unserer Muster-Ausstellung auf das flächige Spachteln verzichtet und die Fugen nur verharzt ( musste schnell gehen ) Man sieht es fast immer. 2 schichtiger Kork zeichnet nix ab. 1 schichtiger und PCV sieht man das Fugenbild.
     
  10. aldente

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    Ich weiss auch nicht, warum in jedem dieser Beiträge (Kork, PVC, etc.pp) das Rad neu erfunden werden muss....:irre
     
  11. HorstF

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    Danke für die Tipps! Das hilft schon mal gut weiter.
    Was ich noch gern wüßte: Bin ich mit 2x12mm OSB auf der sicheren Seite? Ich möchte gern so wenig als möglich Höhe unter den vorhandenen Türen verlieren. Beim einlagigen Verlegen reicht wohl auch meist 22mm, so dass die nun 24mm passen müßten!?
    Grüße aus Krefeld
    Horst
     
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  13. #11 Stromfresser, 15. Januar 2009
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    Wie jetzt? Mein Zimmermann meint, nicht mit durchgehenden Gewinde schrauben, weil die Platten nur mit glattem Schaft richtig angezogen werden?
     
  14. HorstF

    HorstF

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    Ich stelle nochmal die letzte Fage in den Raum:
    Ist 2x12mm OSB ok? Dick genug? Ist die Oberfläche bei doppellagiger Verlegung egal (geschliffen oder nicht) ?
    Danke!
     
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