Parkettboden - Verlegeweise (schwimmend oder geklebt) nicht im Vertrag festgelegt

Diskutiere Parkettboden - Verlegeweise (schwimmend oder geklebt) nicht im Vertrag festgelegt im Bauvertrag Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, wir bauen mit einem GU. Im Bauvertrag haben wir einen Eichenparkettboden für 70/qm incl. MwSt. und Einbau (Anlieferung, Sockelleisten,...

  1. Amberg

    Amberg

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    Hallo,
    wir bauen mit einem GU.
    Im Bauvertrag haben wir einen Eichenparkettboden für 70/qm incl. MwSt. und Einbau (Anlieferung, Sockelleisten, usw..) festgelegt.
    Es gibt keine Vorgaben, ob er schwimmend oder verklebt verlegt wird (Fußbodenheizung --> verklebt wohl besser).

    Das Eichenparkett hatten wir sogar schon gemustert.

    Nun ist dieser Parkettboden nicht mehr erhältlich.
    Der GU hat uns zu einem Bodenleger geschickt zum Bemustern. Dieser empfahl Verkleben. Nun kostet der qm aber 108€ !!
    Den Rest sollen wir drauf zahlen, weil wir ja nun verklebt haben wollen. Dabei ist das Hauptproblem ja, dass der Boden nicht mehr zu bekommen ist.

    Was ist, wenn wir die Verlegeweise offen lassen und auf unsere 70€/qm bestehen?

    VG und Bitte um Hilfe
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Du hast nur Anspruch auf das was vereinbart war. Wenn sich nun das Material ändert, und die Ursache nicht bei Dir liegt, dann geht das sehr wahrscheinlich auf das Risiko des AN.

    Eine Verklebung war nicht vereinbart und ist somit auch nicht geschuldet. Möchtest Du nun eine Verklebung, dann ist der Mehraufwand von Dir zu bezahlen. Nachdem der Vertrag schon unterschrieben ist, ist es schwer hier zu verhandeln. Er könnte Euch auch 100,- €/m2 nur für die Verklebung anbieten, Ihr müsst dieses Angebot ja nicht annehmen.

    Bestehst Du auf den 70,- €/m2 dann wird die Firma den Boden so verlegen wie es ihr in den Kram passt, bzw. für sie am einfachsten ist. Eine besondere Verlegung war ja nicht vereinbart.

    Welche Möglichkeiten Du sonst noch hast, das müsste man anhand des Auftrags / Vertrags prüfen. Das wäre ein Fall für einen Fachanwalt. Der müsste dann auch die AGB prüfen usw. usw. Dabei kommt es darauf an, was Ihr nachweisbar vereinbart habt. So manche augenscheinlich logische Schlußfolgerung hält einer genaueren Überprüfung nicht stand. Deswegen ist es auch nicht möglich zu sagen, ob der neue Bodenbelag im Rahmen des ursprünglichen Preises zu liefern ist. Das mit der Verlegung ist in meinen Augen eindeutig. Nicht vereinbart, dann auch kein Anspruch. Wenn doch gewünscht, dann Aufpreis.
     
  4. Thomas B

    Thomas B

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    Dann nehmt halt schw. verlegt, wie wohl vereinbart (kalkuliert?) war, wenn sich diese Mehrkosten in Höhe von EUR 38/ m2 auf das Verkleben beziehen..
     
  5. Markul

    Markul

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    38 qm nur fürs kleben? Mag ich nicht glauben...
     
  6. Thomas B

    Thomas B

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    Ich schon!!!

    Nennt sich Gewinnmaximierung!

    Absolut nicht ungewöhnlich.
     
  7. bento

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    Dann weißt du wenigstens schon mal, in welcher Preisklasse sich das Ersatzparkett bewegen darf, ohne dass gleich Mehrkosten anfallen. Ich würde mich aber trotzdem vorher noch beim Hersteller informieren, ob das ausgesuchte Eichenparkett tatsächlich nicht mehr erhältlich ist.

    Wenn keine Verlegeart vereinbart wurde, dürfte es dem GU wohl freistehen, sofern er nicht gegen die anerkannten Regeln der Technik verstößt.
     
  8. Lexmaul

    Lexmaul

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    Lass Dir doch Angebote von örtlichen Firmen machen und nimm das Gewerk dann raus - wenn das geht.
     
  9. R.B.

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    VIel Spaß bei Vertragskündigung. Das kann ein teurer Spaß werden.
     
  10. Lexmaul

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    Deshalb schrieb ich ja "wenn es geht"...
     
  11. Amberg

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    Der GU hat nichts dagegen, wenn ich selber eine Firma aussuche. Ich denke, er hat selber Angst, dass ich nun auf die schwimmende Lösung mit 70€/qm bestehe, die er evtl. nicht mehr leisten kann.
    Materialpreis 45€/qm netto, Rest verlegen beim Verkleben (incl. Estrich abschleifen, Sockelleisten,...).
    Ich habe auch mal bei anderen Firmen angefragt, ob die etwas günstiger sind.
    Muss doch unter 100€ Brutto gehen bei diesem Materialpreis.

    VG
     
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  13. Lexmaul

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    Na siehste, dann warte doch einfach ab - ist doch ne Lösung in Sicht.

    Muss man ja nicht sofort schwarz malen...
     
  14. Amberg

    Amberg

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    Der GU hat nichts dagegen, wenn ich selber eine Firma aussuche. Ich denke, er hat selber Angst, dass ich nun auf die schwimmende Lösung mit 70€/qm bestehe, die er evtl. nicht mehr leisten kann.
    Materialpreis 45€/qm netto, Rest verlegen beim Verkleben (incl. Estrich abschleifen, Sockelleisten,...).
    Ich habe auch mal bei anderen Firmen angefragt, ob die etwas günstiger sind.
    Muss doch unter 100€ Brutto gehen bei diesem Materialpreis.

    VG
     
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