Pelletheizung ohne Pufferspeicher optimieren

Diskutiere Pelletheizung ohne Pufferspeicher optimieren im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Bauexperten, ich habe folgendes Problem: Ich habe ein Haus "geerbt", in dem eine Froeling P2 von 2006 ohne Pufferspeicher verbaut ist....

  1. #1 DocBrown, 19.12.2017
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    Hallo Bauexperten,
    ich habe folgendes Problem:

    Ich habe ein Haus "geerbt", in dem eine Froeling P2 von 2006 ohne Pufferspeicher verbaut ist.
    Taugt nichts, weiß ich, ist aber nicht zu ändern. Die Pelletanlage fliegt irgendwann raus,
    und es kommt ein moderne Gastherme rein.
    Bis dahin muss ich aber mit dem System leben. Ich hatte bereits Reparaturen wegen defekten Zündgebläse usw,
    da Niedrigenergiehaus und dauerndes Zünden (alle 60 min) bei Dauerbetrieb.

    Was kann ich tun, um das System noch einige Jahre möglichst schonend zu betreiben?
    (d.h. die Anzahl der Zündvorgänge zu reduzieren)

    Meine Idee war, die Energieübertragung aus dem Kessel in die Heizkörper (Fußbodenheizung) zu maximieren.
    Das klappt aber nur begrenzt über die Vorlauftemperatur, da sonst die Fußbodenheizung Schaden nimmt.

    Derzeit läuft die Umwälzpumpe nur in kurzen Intervallen (40 s, dann 90 s Pause).
    Was ist die Ursache dafür, kann ich hier ggf. etwas optimieren?

    Grüße, und schonmal danke für eure Hilfe,

    Winfried
     
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  3. #2 chillig80, 19.12.2017
    chillig80

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    Du bist evtl. mit der Erhöhung der VL-Temp. auf dem Holzweg. Damit zwingst Du die Ankage dazu voll zu heizen. Die P2 hat ja eine Wärmeleistung von 4,2-14,9 kW. Du musst tendenziel eher versuchen ihr einen geringeren Heizwärmebedarf „vorzuspiegeln“ damit sie nach unten hin abregelt (ohne abzustellen). Also sie dazu bringen wenig Wärme zu erzeugen und diese dann permanent abführen.
     
  4. #3 Ctrinker2, 20.12.2017
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    DocBrown,
    * kannst Du die Hysterese erhöhen?! Das würde definitiv was bringen.
    * die Heizkurve gehört einfach "nur" optimal, also so gernig wie möglich (nötig) eingestellt. Jede Übertemperatur gaukelt der Regelung nämlich eine höhere Wärmeanforderung vor als wirklich benötigt. also bitte nachstellen.
    * auch gehen könnte, bewusst regelmäßig Absenkzeiten zu programmieren, beim "Hochfahren" benötigt der Kessel dann einige Zeit.
    * die FBH-Pumpe hat eine Abschaltung bei einer vorgegeb. max. Temperatur, z.B. 45 oder 50 oder 55°C 55°C ist der Wert, der normal eingestellt ist. Kann man kontrollieren --> Anlegethermostat hinter FBH-Heizkreis.
    MFG
    TRINKER
     
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  5. #4 DocBrown, 20.12.2017
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    Hallo, und danke für die Antworten.
    Der Kessel läuft bereits nur 2 x 6 Stunden, in den jeweils ersten zwei Stunden gibt es nur den Startzyklus.
    und keine weitere Zündung. Dafür dauert das Vorwärmen erheblich länger als das normale Zünden.

    Die am Brenner einstellbaren Werte sind:
    Brennerlaufzeit (s.o.)
    Kesseltemperatur (derzeit 70 Grad, niedriger geht nicht)
    Heizkurve Vorlauftemperatur (die habe ich nach obiger Empfehlung bereits von 55 auf 45 Grad temperaturunabhängig reduziert).
    Heizzeitraum (= Pumpenlaufzeit? derzeit 24h)

    Was ich nicht verstehe: Wieso schaltet sich die Pumpe bei Erreichen der eingestellten Vorlauftemperatur ab?
    Es wäre doch sinnvoller, kühleres Wasser aus dem Rücklauf beizumischen, aber weiterhin warmes Wasser
    in die Heizanlage zu pumpen.

    Wie die Brennerleistung bei fest eingestellter Kesseltemperatur moduliert werden kann,
    ist mir auch nicht ganz klar. Ich bin zwar Ingenieur, aber leider von einem völlig anderen Fach.
    Gibt es irgendwo Links, wo man die Zusammenhänge, speziell bei Pelletkesseln, nachlesen kann?
    Beiträge über Heizkurve, thermischen Abgleich etc. habe ich schon gefunden, die haben mich aber
    nicht wirklich weitergebracht.

    Grüße,
    Winfried
     
  6. #5 Leser112, 20.12.2017
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    Einen geeigneten Pufferspeicher einbauen.
     
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  7. #6 Ctrinker2, 20.12.2017
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    Winfried, freut mich dass es schon besser geworden ist.
    Hallo Winfried,
    Ich beziehe mich nun immer auf meinen obigen Beitrag #3, Fragen von Winfried habe ich mit [1, 2,...] nummeriert.
    Zu Frage 1 habe im letzten Punkt meines Beitrages #3 geantwortet. Es ist wahrscheinlich zusammen mit der FBH-Pumpe ein Anlegethermostat installiert, der bei Übertemperatur diese Pumpe einfach abschaltet. Es handelt sich aber nur um eine Sicherheitsabschaltung, um zu verhindern dass zu warmes Heizwasser (normalerweise 55°C) in die FBH gelangt. Bitte kontrolliere einach, ob dieses Thermostat (ist ca. 50cm direkt NACH der Pumpe installiert) und stelle gegebenenfalls auf 55°C hoch. Dann schaltet die Pumpe nicht ständig ab.
    Es kann abet auch sein, dass der Mischerantrieb rechts/links falsch geschaltet ist und daher immer aufmacht, wenn er eigentlich schließen sollte. In diesem Fall die Klemmen im Mischermotor vertauschen (kann ein Elektriker machen, bei Fachkenngnissen auch selber).

    Zu [2]:
    Die errechnete VL-Temperatur sagt der Regelung, wieviel Pellets er nachschieben soll (pro Minute). So wird die Leistung des Kessels geregelt, trotz konstanter Kessel Temperatur.

    Zu [3]: Nachlesen z. B. in der Bedienungsanleitung oder Wikipedia oder google.

    Bei meinem Beitrag #3 war mein erster Punkt eine Erhöhung der Hysterese der Kesseltemperatur. Das lässt eine bewusstes Über- und Unterschwingen der eingestellten Kesseltemperatur zu. Vielleicht kann man das auch nicht einstellen beim "Fröling P3" kann man in der Bedienungsanleitung erfahren.

    Pkt4 bei neueren Pelletskesseln wifd nicht mehr mit einem Fön angeheizt, sondern mit einer beheizten Elektrode. Der Kundendienst von Fröling kann sagen, ob man auf Elektrode umsteigen kann, das würde den Anheiz-Strom des Föns erheblich verringern ;)
    LG
     
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  8. #7 DocBrown, 20.12.2017
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    Danke für den Tipp, aber ich werde lieber eine Gastherme einbauen lassen.
    Auch wenn ich dabei auf die überwältigenden Vorteile einer Pelletsheizung verzichten muss:
    - abartige Stromkosten und regelmäßige teure Reparaturen
    - 10 m2 Pelletslager, das an Kellerraum fehlt
    - gerne mal ausfallender Brenner, da sich wieder irgendwo Pellets verklemmt haben
    - nie sicher sein, wie lange der Pelletsvorrat noch hält, und ob man im Erntsfall noch rechtzeitig eine Lieferung bekommt.
    - wenn dann die Lieferung kommt, hoffen, dass der 20t LKW in die enge Gasse kommt.
    - andauernd mit Asche verdreckter Heizraum
    - usw. usf.
    Hätte ich das Haus bauen lassen, wäre so ein Teil nie installiert worden.
     
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  9. #8 simon84, 20.12.2017
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    Musste schon bisschen schmunzeln :) Ganz unrecht hast du da ja nicht !

    Den Pelletsstaub/-schmutz und das Asche ausleeren hast du noch vergessen.

    PS. Und die abartigen Betriebsgeräusche
     
  10. #9 chillig80, 20.12.2017
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    Sie sind ja ein gemeiner Pelletsläugner! :mega_lol:
     
  11. #10 DocBrown, 20.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 20.12.2017
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    So, ich habe erstmal den Service-Login der Fröling gefunden (Kode "-7").
    Jetzt lassen sich eine ganze Menge mehr Werte auslesen, das hat mich weitergebracht.
    Ebenso wie dein Post, Trinker:

    Das war vermutlich der wichtigste Tipp. Ich habe unter dem Service-Login eine Einstellung
    "maximale Vorlauftemperatur" gefunden. Die stand auf 50 Grad. Jetzt steht sie auf 55 Grad.
    Bin gespannt, wie der nächste Heizzyklus aussieht. Auf jeden Fall schonmal besten Dank!

    Durch die umfangreichen angezeigten Werte im Service Mode habe ich das jetzt auch verstanden.
    Unter 70 Grad Kesseltemperatur schaltet sich der Brenner ein. Ein weiterer Wert, 85 Grad, schaltet
    den Brenner ab, wenn diese Temperatur erreicht wird. Zwischen diesen Werten fährt der Brenner
    seine Leistung von 100 % auf 25 % der Nennleistung zurück (Kesselstellgröße).
    Die VL Temperatur scheint hier nicht einzufließen.

    Mit etwas Glück ist mein Problem bereits gelöst. Danke nochmal für die Tipps!
     
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  13. #11 Leser112, 21.12.2017
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    Das hätte ich vermutlich auch empfohlen, sofern die Frage nicht nach einer Übergangslösung gestanden hätte.
    Die kann ich nicht unbedingt erkennen. Bei Neuanlagen rate ich daher meist von Pelletsheizungen ab.
    Allerdings existieren im Bestand Anlagen, wo sich der Anlagenbetreiber durchaus überlegen muß, welchen Weg er, aus wirtschaftlicher Sicht, gehen kann.
    Wer über hinreichend Budget verfügt, wird sich vermutlich zu einem Systemwechsel entscheiden.
    Andere müssen jedoch aus dem Vorhandenen das für sie Beste machen.
     
  14. #12 Ctrinker2, 22.12.2017
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    Aus wirtschaftlicher Sicht möchte ich sagen, dass jede "krampfhaft vorgezogene Investition" unwirtschaftlich ist. Oder - um es mit anderen Worten zu sagen: drei Autos a 7 Jahre sind wahrscheinlich teurer, als zwei Autos a 10,5 Jahre Nutzungsdauer.

    Freut mich, dass es schon besser geht.
    Mfg Trinker
     
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