Pelletofen oder Spli-Klima für Altbau?

Diskutiere Pelletofen oder Spli-Klima für Altbau? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo wehrte Experten, mein Haus Baujahr 1970 hat noch mit vielen Schwächen in Hinsicht auf Energieverluste zu kämpfen. Aus Budgetgründen...

  1. #1 otto2011, 04.09.2012
    otto2011

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    Hallo wehrte Experten,

    mein Haus Baujahr 1970 hat noch mit vielen Schwächen in Hinsicht auf Energieverluste zu kämpfen.
    Aus Budgetgründen werde ich diese aber nicht sofort angehen können.

    Meine Überlegung, wenn ich mir die Unterhaltskosten für meine Viessmann Ölheizung (BJ 1994) angucke und an den nächsten Winter denke, sind folgende:

    Wäre es sinnvoll im Wohnzimmer einen Ofen aufzustellen und dadurch die Ölheizung zu entlasten und Geld zu sparen?
    Würde sich das lohnen?

    Das Wohnzimmer hat immerhin auch fast 50 / 160 m² die beheizt werden wollen.

    Könnte sich ein Pelettofen lohnen? Wäre ein Heizungsunterstützung generell sinnvoll?
    Mit welchem Kosten ist ungefähr zu rechnen und wer ist der richtige Ansprechpartner für das Vorhaben? Energieberater, Heizungsbauer, anderer Fachmann?

    Man liest auch häufiger, dass gute Split-Klima-Anlagen günstig heizen können. Wäre das eventuell auch eine Überlegung und günstiger als Öl?

    Ich weiß, dass es hier keine kostenlose Beratung gibt.
    Mir geht es auch eher darum zu hören, ob sich so etwas überhaupt lohnen könnte und welcher Fachmann der richtige Ansprechpartner für mich wäre.
    Eine Kostenschätzung wäre gut um herauszufinden, ob ich das dieses Jahr überhaupt noch angehen kann.

    Ist die Investition eventuell eine Maßnahme für einen günstigen KFW-Kredit?

    Danke für jede Einschätzung!
     
  2. mian

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    Hallo Otto,

    ohne das jetzt im Detail durchgerechnet zu haben, vermute ich es wird sich nicht lohnen einen Pelletofen als "Heizungsunterstützung" anzuschaffen.

    Wie sieht denn das Heizungssystem bei dir aus? Heizkörper oder Fußbodenheizung? Wie läuft die WW-Erzeugung? Wie hoch ist die Heizlast?

    Ich würde mir zur Optimierung deiner bestehenden Heizungsanlage einen Heizungsfachmann deines Vertrauens suchen und erstmal aus der vorhandenen Anlage das Optimum rausholen (Brennereinstellung, hydraulischer Abgleich, etc.). Kosten-Nutzen-Verhältnis sehe ich hier am größten.

    Wenn du größere Investitionen tätigen musst/willst, rate ich dir mit einem Energieberater geeignete Maßnahmen zur Verringerung des Heizwärmebedarfs anzugehen.

    Gruß
    Michael
     
  3. R.B.

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    Eine Split-Klima wäre hier der falsche Weg. Sie könnte zwar während der Übergangszeit die Heizkosten etwas reduzieren, aber damit ist nicht sichergestellt, dass sich die Sache auch wirtschaftlich rechnet.

    Frage:

    - Wie hoch ist der Ölverbrauch?
    - Was meinst Du mit 50/160m2? Hat das WZ 50m2 und das Haus insgesamt 160m2?

    Wenn Du Fördermittel nutzen möchtest, dann sollte das komplette Heizsystem umgestellt werden. Informiere Dich mal über die Förderbedingungen des BaFa.

    Bei einem Pelletofen sollte man zudem bedenken, dass dieser nicht geräuschlos arbeitet. Ob ein wasserführender Ofen in Deinem Fall sinnvoll ist, da müsste man einmal mit den Zahlen jonglieren.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #4 otto2011, 04.09.2012
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    Hallo,

    wir haben im ganzen Haus Heizkörper. WW wird auch mit der Ölheizung erzeugt (alles in einem "Kasten"). Im Sommer stelle ich dann um auf nur WW.

    Ölverbrauch sind leider nur Schätzwerte, weil mir eine Zähler fehlt. Mit den Daten die ich habe und der Tatsache, dass wir erst ein Jahr im Haus wohnen:
    Geschätzt 3.000 (+) Liter Heizöl Super.

    Ja, das Wohnzimmer hat fast 50 von insgesamt 160 m² Wohnfläche.
    Ein Kaminzug wäre auch noch vorhanden, wobei ich nicht abschätzen kann, ob der tauglich ist. Müsste ich mal den Schornsteinfeger fragen.

    Die Heizlast kenne ich leider nicht.

    Aber müssten sich Pellets im Vergleich zu Öl nicht auf jeden Fall lohnen, mal ganz naiv gefragt?
    Momentan kann ich bei Öl immerhin von 0,95 EUR pro Liter ausgehen. Letztes Jahr habe ich sogor > 1,00 EUR bezahlt.

    Aber es muss sich natürlich wirklich lohnen und nicht nur schön aussehen.
     
  5. R.B.

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    Aus dem Ölverbrauch könnte man die Heizlast mit 10-12kW abschätzen. Darauf entfallen auf das Wohnzimmer vielleicht 1/3, also irgendwas um 3-4kW. Für genauere Zahlen müsste man rechnen.

    Das Einsparpotenzial durch einen Pelletofen ist schwer abzuschätzen. Hier spielt die Nutzung eine maßgebliche Rolle. Meine Glaskugel meint, dass Du mit einem Ofen vielleicht 25% des Jahresbedarfs abdecken kannst, bei einem wasserführenden Ofen und intensiver Nutzung, vielleicht auch > 50%. Die kWh mit den Pellets kostet Dich, unter Berücksichtigung der Anlagenverluste, vielleicht 6-6,5Ct.. Gegenüber Öl kannst Du also sagen wir mal 2,5Ct./kWh auf jeden Fall einsparen, evtl. auch 3Ct./kWh. Wir reden also von 200,- bis gut 400,- € p.a., ganz grob gerechnet.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #6 otto2011, 05.09.2012
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    Okay, das wäre nicht schlecht aber auch nicht die Welt.

    Ich vermute mal, dass ein Pelletofen mit Heizungsunterstützung inkl. Montage locker 5.000 EUR und mehr kosten wird?
    Also mindestens 12 Jahre bis man in den grünen Bereich kommen könnte. Es sei denn, Heizöl steigt jedes Jahr deutlich mehr als Pellets.
    Trotzdem werden es einige Jahre sein.

    Ralf, warum glaubst du ist die Klimaanlage der falsche Weg?
    Weil sie zu sehr von der Temperatur abhängig ist?
     
  7. R.B.

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    Die Abhängigkeit von der AT ist ein Punkt, aber auch die Heizlast gibt mir zu denken. Eine Split-Klima arbeitet ja mit Innenteilen in denen die Energie direkt auf die Luft übertragen wird. Luft ist aber ein schlechter Wärmeträger, d.h. um eine entsprechende Leistung und Energiemengen übertragen zu können, benötigt man große Luftmengen (oder hohe Temperaturen, was wieder andere Probleme nach sich zieht).

    Luft hat eine spez. Wärmekap. von etwa 0,34Wh/m3K. Jetzt unterstellen wir mal, dass Du in diesem großen Raum eine Heizlast von 4kW hast. Da kannst Du mal locker 1000m3 Luft pro Stunde umwälzen um diese Heizlast abzudecken. Das reicht zwar noch nicht für einen Tornado im Wohnzimmer, aber sicherlich für ein Segelboot. ;)

    Gruß
    Ralf
     
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