Pelletsbrenner in Ölkessel/Schornsteinfeger

Diskutiere Pelletsbrenner in Ölkessel/Schornsteinfeger im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich tendiere aus Kostengründen meine bestehende Ölheizung beizubehalten und nur den Ölbrenner gegen einen Pelletsbrenner auszutauschen....

  1. STB2703

    STB2703

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    Hallo,

    ich tendiere aus Kostengründen meine bestehende Ölheizung beizubehalten und nur den Ölbrenner gegen einen Pelletsbrenner auszutauschen. Meine Heizung, eine Mannesmann Maprotherm ist erst 10 Jahre alt und top in Schuß.
    Der Pelletsbrenner sol ein Viking Bio werden, denn der hat genau wie der Ölbrenner eine waagerecht ausgestoßene Flamme, die der Flamme des Ölbrenners gleicht.

    Ich habe heute mal unseren Schornsteinfeger angerufen, da der ja sein ok geben muss. Leider war das Gespräch vollkommen unbefriedigend. Er hat sich gewunden wie ein Wurm. Ich weis nun gar nicht wie ich das angehen soll.

    Der Brenner hat eine deutsche Zulassung.

    Die Heizung ist natürlich nicht für Holz zugelassen, kann das Probleme geben oder hat das den Schornsteinfeger nicht zu interessieren?

    Muss ich den Brennstoffwechsel meiner Gebäudeversicherung mitteilen? Bekommt man überhaupt grünes Licht wenn der Kessel eine artfremde Befeuerung erhält?

    Ich möchte ungern einen Brenner hier liegen haben den ich dann nicht genehmigt bekomme. Laut Verkäufer ist der Brenner schon mehrere tausend mal in Ölkessel eingebaut worden. Aber was bedeutet das für meine Einzelgenehmigung. Brauche ich etwa ein teures Einzelgutachten?

    Wenn sich jemand auskennt wäre es toll mir ein paar Tips zukommen zu lassen.

    Gruß,
    Stephan
     
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  3. Breker

    Breker

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    Versuchen Sie lieber Ihre bestehende Ölheizung zu optimieren. Alternativ wenn möglich vielleicht eine Holz-/Pelletheizung parallel betreiben.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Das kann ich mir sehr gut vorstellen.
    Sein Problem, Du hast dann einen Brenner mit Zulassung und einen Ölkessel mit Zulassung, aber beide zusammen haben KEINE Zulassung!

    Er kann zwar abschätzen ob Dein Schornstein geeignet wäre, aber er kann nicht vorhersagen ob dieser Brenner an Deinem Kessel korrekt funktioniert.
    Beispiel: Ob die Größe der Brennkammer passt

    Worst case liefert Deine Heizung dann Messwerte die nicht mehr akzeptabel sind, und dann muß er als Schorni einschreiten.

    Vielleicht verstehst Du jetzt sein Problem und warum er sich um eine "verbindliche" Aussage windet.

    Für so einen Umbau mit einem Pelletbrenner trägst Du die Verantwortung und das Risiko. Ich würde alternativ über einen Billig-Pelletkessel nachdenken, das wird unter´m Strich vielleicht günstiger. Den Pelletbrenner gibt´s ja auch nicht umsonst.

    Gruß
    Ralf
     
  5. STB2703

    STB2703

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    Kann ich nachvollziehen.
    Der Holzpelletbrenner kostet mit 1,5m Schnecke 2500 Euro. Dafür hat man dann ein sehr gutes Gerät ohne großen Einbauaufwand. Lediglich die Öffnung in der Kesseltüre muss angepasst werden.
    Alternativ könnte ich auch einen kompletten Kessel mit Pelletbrenner in Polen kaufen. Der hat eine deutsche Zulassung aber keinen Wasserboiler. Der verteuert die Sache wieder sehr. Ich überlege dazu einen Solarkollektor in Verbindung mit einem Boiler und Elektropatrone als Unterstützung zu montieren. Das wird aber sehr viel Aufwand da alle Rohrleitungen im Heizungsraum umgestrickt werden müssen. Es bleibt eine schwierige Entscheidung, da das Geld sehr knapp ist.

    Danke für die Hinweise.

    Gruß,
    Stephan
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Bist Du sicher, daß die Brennkammer passt? Wenn Du Pech hast, dann rußt Dir der Brenner sofort den Kessel zu. Dann kannst Du täglich schrubben und Dein Schorni kriegt einen Herzinfarkt.

    Sparen ist ja OK, aber sparen an der falschen Stelle kann schnell zur Geldvernichtungsmaschine werden.

    Nicht vergessen, irgendwie müssen die Pellets auch in den Brenner kommen. Du möchtest doch nicht täglich mit Sackware nachfüllen.

    Die Idee mit Solar als Ergänzung finde ich nicht so übel. Aber was soll die E-Heizpatrone? Das ist so ziemlich die teuerste Art um Wärme zu erzeugen.

    Gruß
    Ralf
     
  7. samyber

    samyber

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    Wenn du die Anlage vom zuständigen Schorni abgenommen haben möchtest, dann benötigst du einen Funktionsnachweis für die angeschlossene Feuerstätte mit dem dazugehörigen Schornstein.

    Das heißt du benötigst eine Schornsteinquerschnittsberechnung nach DIN EN 13384.
    Dafür benötigst du vom Kesselhersteller den Wertetrippel:

    - Abgasmassenstrom
    - Abgastemperatur
    - CO2 -Gehalt

    Nur wie bekommst du vom Kesselhersteller den Wertetrippel für den Brennstoff
    Pellet, wenn der Kessel nicht für Pellet zugelassen ist?
    Einfach mal bei dem Pelletbrennerhersteller nachfragen, die verkaufen doch ihr Produkt, dann können die bestimmt mit dem Wertetrippel weiterhelfen!


    Im Zweifel muß eine Einzelzulassung beantragt werden!
    Die Innung freut sich über Anfragen!!

    Nochwas, der Schornstein muß für eine Pelletanlage
    - feuchteunempfindlich sein und
    - rußbrandbeständig
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Wie möchte der Brennerhersteller Angaben zur Abgastemperatur mit dem Kessel xx machen? :confused:

    Gruß
    Ralf
     
  9. Perwin

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    Öl hat hohen Heitzwert

    Hallo!!
    Man bedenke das Öl einen hohen Heizwert hat und ist es wirklich ratsam die teuren Pellets zu verbrennen? Eine gut abgestimmte Ölfeuerung mit einem neuen Blaubrenner ist auf jeden Fall eine neue Hochrechnung wert. Es gibt die verschiedensten Typen die in den letzten Jahren einen großen Sprung in Technik und Abgasnorm gemacht haben. Zweimal jährlich eine vernünftige Wartung mit Düsen wechsel (Hohlkegeldüse) F und man hat Ruhe Alles gute sendet Perwin vom Rhein
     
  10. R.B.

    R.B.

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    häh ? :wow

    Bei 1,- € pro Liter Heizöl und 180,- € pro Tonne Pellet fällt die Rechnung wohl leicht. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  11. samyber

    samyber

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    Wird er wohl nicht können!!
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Ich glaube schon, daß man den Pelletbrenner in Betrieb nehmen kann, aber der kritische Punkt dürfte wohl die Brennkammer bleiben. Wenn die nicht passt, dann wird´s nur Ärger geben.

    Ruß, je nach Kessel auch zu niedrige Abgastemperatur, usw. Da gibt es viele Fallstricke.

    Gruß
    Ralf
     
  13. samyber

    samyber

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    Wir reden nicht davon ob es eventuell funktionieren kann, oder auch nicht!

    Es geht doch darum, wer dafür haftbar gemacht wird, wenn Schäden, aus welchem Grund auch immer; entstehen!!

    Auch wir Schornis haben uns an die Vorgaben zu halten die uns der Gesetzgeber und die Hersteller vorgeben.

    Schließlich steht irgend wo meine Unterschrift unter einem Abnahmeprotokoll und warum sollte ich dann meinen Kopf für irgend welche Versicherungen herhalten?
     
  14. STB2703

    STB2703

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    die Problematik des Brennstoffwechsels in einem Ölkessel ist mir klar geworden. Ein neuer Ölbrenner kommt aber nicht in Frage, ich investiere keinen Cent mehr in Öl. Den Brennervertreiber habe ich angeschrieben aber noch keine Antwort erhalten.
    Der Brennraum meines Kessels ist groß genug wenn ich die Angaben im Datenblatt des Pelletsbrenners zu Grunde lege. Ob das aber verrußt und die Wärme dann zum Schornstein rausgeht kann nur ein Versuch zeigen und das ist mir zu viel Geld.
    Ich grübel noch ein bißchen weiter. Es gibt ja relativ günstige Komplettanlagen für Pellets, vielleicht ist das die bessere Lösung.

    Gruß,
    Stephan
     
  15. Julius

    Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Warum möchtest Du denn überhaupt etwas ändern?

    Eine Umstellung des Brennstoffs zum jetzigen Zweitpunkt würde zumindest mittelfristig nur Mehrkosten bewirken!

    Daher die Frage:
    Was soll bewirkt werden?
     
  16. STB2703

    STB2703

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    Natürlich wegen der gestiegenen Ölpreise. Meinen 6000 Liter Öltank habe ich bis jetzt immer voll gemacht und kam knapp 2 Jahre damit aus. Mein Verbrauch lag bei 3000-3300 Litern pro Jahr für ein Zweifamilienhaus. Mit Pellets erhoffe ich mir für die nächsten Jahre eine Halbierung der Brennstoffkosten.
    Öl kann ich mir nicht mehr erlauben, bin seit 8 Jahre Frührentner weil ich MS habe. Die Rentenerhöhung von 1,1% habe ich schon in die Milch meiner Kinder gesteckt,:) so bleibt für Öl nichts mehr. Jahrelang hats gereicht, aber seit diesem Jahr beende ich jeden Monat mit Minus auf dem Konto und das wo wir schon sparen. Deswegen muss jetzt die Ölheizung weg. Ich habe noch 2800 Liter Öl, die ich gewinnbringend verkaufen kann, Abnehmer sind bereits vorhanden. Davon kann ich die Tankstilllegung finanzieren und es bleibt noch etwas übrig.
    Danach habe ich 7 Tonnen Pellets pro Jahr veranschlagt, ca. 1400 Euro. 3000 Liter Heizöl kosten ziemlich genau das Doppelte und es wird mehr. Ist eine ziemlich einfache Rechnung.
    Dazu kommt die demnächst fällige Tüv Prüfung des Öltanks (alle 5 Jahre), die auch über 200 Euro verschlingt.

    Gruß,
    Stephan
     
  17. MartinB

    MartinB

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    IN DEUTSCHLAND IST ALLES GESETZLICH VORGESCHRIEBEN:
    FÜR DEINEN EIGENBAU BEKOMMST DU KEINE ZULASSUNG VON DEN BEIDEN HERSTELLERN:
    UND DAMIT KEINE FACHUNTERNEHMER-ERKLÄRUNG ZUR HEIZUNGSANLAGENVERORDNUNG:
    Auf die BESTEHT aber dein SCHORNSTEINFEGER, der nimmt das nur dann AB!http://www.bauexpertenforum.de/images/smilies/motz.gif
    :motz
     
  18. #17 Achim Kaiser, 11. Juli 2008
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    So verlockend auch vieles auf den 1. Blick aussieht ....
    von *den* Lösungen halte ich absolut nichts.

    1. Kostet das deine Kohle
    2. Zulassung *mindestens* problematisch
    3. Funktion *mindestens* genauso fraglich
    4. Kombination die technisch nicht aufeinander abgestimmt ist.

    Pelletsverbrennung ist was ganz anderes als ne Ölflamme.

    ...und im schlechtesten Fall hast du einige 1000 Euro versenkt, kein Öl mehr, ne stillgelegte Öllageranlage und ein Mistding an der Backe das nicht funktioniert .... und stehst ziemlich alleine da.

    Dann kostets nochmal richtig Kohle um wieder nen *warmen Arsch* über den Winter sicher zu stellen.

    Wenn die Kohle knapp ist, sollte man *nur* in *sichere* Dinge investieren.
    *Risiko* gehen führt meistens dazu dass du Kohle verbrennen musst die du im Grunde (nach eigenen Angaben) nicht hast.... ob das Sinn der Sache ist ?

    Da gibts sicher bessere und lohnendere Wege zu investieren.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Lies Dir meine Beiträge bitte noch einmal durch.

    Das können wir wohl alle verstehen. So ziemlich jeder beobachtet die Ölpreisentwicklung mit Sorge.
    Aber bitte denke an meinen Beitrag:

    Im schlimmsten Fall mutiert dieses Projekt zu einer Geldvernichtungsmaschine, und gerade das kannst Du Dir nicht erlauben.
    Du brauchst eine zuverlässige Heizung die möglichst wenig Aufwand für den Betrieb erfordert und zudem noch kostengünstig ist.

    Also gehen wir noch einmal zurück auf LOS und beginnen von vorne.

    Du schreibst, Ölverbrauch 3.000-3.500 Liter.
    Jetzt würde mich noch interessieren:
    - Was wird damit beheizt (beheizte Fläche, Zustand des Gebäudes)?
    - Radiatoren oder FBH?
    - Was für eine Ölheizung ist vorhanden (bitte Details)
    - Womit wird Warmwasser aufbereitet?
    - Wie hoch ist der WW Bedarf (Anzahl der Personen)

    Vielleicht kommen wir auf diesem Weg weiter.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. STB2703

    STB2703

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    - 180 m² Wohnfläche, 110 im EG + 70 im OG Haus ist aus Kalksandstein mit Verblendung, Bj.1979/80
    - 3 fach Verglasung
    - Heizkörper, Flachheizkörper und ein großer Rippenheizkörper im Wohnraum
    - Ölheizung, Mannesmann Maprotherm MSK (17kw) mit Weishaupt Ölbrenner WL 10
    - Warmwasser auch über die Heizung, Boiler liegt mit in der Heizung (110 Liter)
    - 4 Personen in der EG Wohnung, 1 Person im OG

    Gruß,
    Stephan
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Sorry, ich hatte Deine Antwort gestern überlesen.

    Also fangen wir mal an.
    Du liegst bei grob 160-200kWh/qm. Die benötigte Heizleistung bewegt sich irgendwo um 10-12kW. Den Ölkessel kenne ich nicht im Detail, ich hatte bisher nur ein einziges Mal mit einem Mannesmann zu tun, und der war schon etwas älter. Der Brenner auf Deinem Kessel läuft am unteren Anschlag (gibt´s ein Messprotokoll vom Schorni?), ansonsten ein solider Brenner. Zur WW Aufbereitung haben wir einen 110l Speicher, der für 5 Personen etwas knapp dimensioniert ist.
    Mit welchen Temperaturen (Kessel, HK Vorlauf, WW) arbeitet die Heizung?

    Der sinnvollste Weg wäre die Heizlast zu reduzieren. Aber dieser Weg kostet Geld, evtl. zuviel Geld. Ein Schwachpunkt ist wohl die Fassade, aber lassen wir die mal aus Kostengründen außen vor.

    Ich würde mich zuerst einmal auf die Suche nach den Verlusten machen. Wie sieht es mit der Dachdämmug aus? Fensteranschlüsse? Stellen an denen der Wind durch die Hütte pfeift?

    Optimal wäre jetzt eine Heizlastermittlung. Sind die Daten erst einmal eingegeben, dann kann man einfach mit den Parametern spielen und deren Auswirkung beobachten. Zudem sind die Ergebnisse sehr hilfreich bei der Überprüfung der Heizkörperdimensionierung.

    Dann würde ich überprüfen, ob und in wieweit man die Temperaturen für Deine Heizung reduzieren kann. Auch hier einmal nachschauen, wo noch Verluste schlummern (Rohrdämmung, Speicherdämmung, Kesselreinigung, Brennereinstellung, Stillstandsverluste usw.). Auch die Betriebsweise des Kessels überprüfen (Takten, Nachtabsenkung).
    Natürlich müssen auch die Heizkörper auf den Prüfstand (gibt´s einen hydraulischen Abgleich, wenn nicht, kann man diesen noch nachholen?).

    Auch die WW Aufbereitung sollte man nicht vergessen. Wie sieht´s aus mit Zirkulation? Der kleine Speicher ist für einen effizienten Betrieb auch nicht hilfreich (vermutlich hohe Temperatur, oft nachladen)

    Hier ein paar Seiten zum Schmökern.

    http://www.bosy-online.de/Optimierung_von_Heizungsanlagen.htm

    Dort findest Du unter Fachaufsätze auch Infos zur Heizlastermittlung, oder unter Downloads ein paar Excel files zum "spielen".

    So. Bisher haben wir noch keine Euro versenkt, aber ganz ohne Geld geht´s nicht.

    Zu den vielen o.g. Maßnahmen würde ich mal über Solarthermie nachdenken. Bei 5 Personen ist für genügend Abnehmer gesorgt, und während der Sommerzeit könnte dann die Ölheizung AUS bleiben. Bei der bisherigen Anlagenkonstellation sehe ich noch keine Möglichkeit wie man mit wenig Aufwand und sinnvoll eine Heizungsunterstützung realisieren könnte. Näheres weiß man wenn die Systemtemperaturen bekannt sind.

    Diese Solaroption würde ich an Deiner Stelle mal rechnen (lassen). Dabei Fördermöglichkeiten nicht vergessen.

    So. Jetzt zur Heizungsanlage.
    Ich würde zuerst einmal schauen, wie hoch der Ölverbrauch ist wenn alle der o.g. Maßnahmen greifen. Ein Austausch kostet immer richtig Geld, und evtl. bist Du mit den obigen Maßnahmen schon in einem Bereich der nicht mehr so weh tut. Dafür halten sich die Investitionskosten in Grenzen. ;)

    Sollte doch ein Austausch sinnvoll sein, dann würde ich mal nach einem günstigen Pelletkessel schauen. Bitte nicht vergessen, daß ein Kessel allein nur die halbe Miete ist. Wie sieht´s mit Pelletlager aus? Muß der Schornstein saniert werden? Da gibt´s noch einige Punkte die den Straßenpreis für einen Kessel deutlich übersteigen. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, daß es hier eine sinnvolle Lösung gibt die man mit < 10T€ abhaken kann, egal wie billig der Kessel ist.

    Holzvergaser o.ä. lasse ich mal außen vor, da hier noch mehr Aufwand für den betrieb notwendig ist. Zudem hat nicht jeder einen eigenen Wald.

    Evtl. könnte man noch über eine Wärmepumpe nachdenken. Ich befürchte jedoch, daß die Heizflächen dafür ungeeignet sind.

    So. Ich denke, daß ich Dir damit ein paar Punkte geliefert habe über die Du nachdenken kannst. Aber bitte immer daran denken, daß wir nicht sehen können wie´s bei Dir vor Ort aussieht.

    Gruß
    Ralf
     
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