Pfettendach dämmen

Diskutiere Pfettendach dämmen im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo! Mein Neubau hat ein Pfettendach. Die Kehlbalken sind zwischen den Mittelpfetten eingebaut. Ich möchte zwischen den Sparren bis zur...

  1. Sorix

    Sorix

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    Hallo!
    Mein Neubau hat ein Pfettendach. Die Kehlbalken sind zwischen den Mittelpfetten eingebaut. Ich möchte zwischen den Sparren bis zur Firstpfette mit 200mm Mineralwolle dämmen. Zwischen den Kehlbalken mit 140mm.
    Die Dämmstoffdicken ergeben sich aus den Sparren- bzw. Kehlbalkenstärken.

    Ich habe vor die Dampfsperre folgendermaßen auszuführen (siehe Bild).
    Wie ist eure Meinung dazu?

    Gruß[​IMG]
     
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  3. Gast036816

    Gast036816 Gast

    was sagt dein planer dazu?
     
  4. Sorix

    Sorix

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    Mein Planer sagt ich brauch den Spitzboden eigentlich nicht dämmen. Ich habe aber Bedenken wegen den Kehlbalken, die sind nur 140mm. Für eine 200 Dämmung müßte ich die Kehlbalken 60mm aufdoppeln.
    Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, nur geht mir dann die eh schon niedrige Kopffreiheit verloren.
    Ich muß dabei sagen das der Spitzboden nur als Abstellraum genutzt wird.
     
  5. Ralle1

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    Moin,

    meistens ist doch doch andersherum bei den Sparren, die Stärke der Sparren richtet sich nach der Dämmung gem.EnEV.
     
  6. Sorix

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    Das ist sicher richtig, aber die Sparren und Kehlbalken sind nun mal so verbaut. Ich versuche jetzt die bestmögliche Dämmung hinzubekommen.
    Ich denke ich hab jetzt zwei Möglichkeiten entweder 200mm Dämmung zwischen den sparren bis zur firstpfette + 140mm Dämmung zwischen den Kehlbalken (womit ich bei meiner eigentlichen Frage wäre ob die Dampfsperre so ausgeführt werden sollte).
    Oder ich dämme nur zwischen den Kehlbalken und muß diese auf 200mm aufdoppeln.
     
  7. saarplaner

    saarplaner

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    Was steht denn in deinem ENEV-Nachweis drin bezgl. Dämmstärken und WLG?

    Wie ist denn der Gesamtaufbau deines Daches?

    Das klingt nicht besonders professionell geplant...
     
  8. maveric00

    maveric00

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    Hallo,

    wenn der Spitzboden nur als Abstellraum genutzt wird, aber in die thermische Hülle aufgenommen wird (also Dämmung und Dampfbremse entsprechend angeordnet sind), braucht die Kehlbalkenlage meiner Laienmeinung nach weder gedämmt noch abgedichtet zu werden.

    Anders sähe es aus, wenn der Spitzboden Wohnraum wäre - die "Dämmung" der Kehlbalkenlage würde in diesem Fall den Schallschutz erheblich verbessern. Die Dampfbremse wäre aber auch weiterhin überflüssig und würde nur als Rieselschutz dienen (und dafür könnte auch eine einfache Folie ohne aufwändiges Abkleben verwendet werden). Grund: Die Dampfbremse soll das direkte Einströmen von feuchter Luft in die Dämmung verhindern sowie das Diffundieren von Wasserdampf verzögern/reduzieren. Damit wird erreicht, dass der absolute Wassergehalt der Luft innerhalb der Dämmung so gering ist, dass beim Abkühlen kein flüssiges Wasser auskondensiert. Da die Temperatur der Kehlbalkendecke an der Oberseite identisch mit der Temperatur der Unterseite ist (Spitzboden ist Wohnraum), findet keine Abkühlung statt und damit auch kein Auskondensieren.

    Wenn Du nun allerdings wie in Deinem Fall den Spitzboden nicht beheizt, und trotzdem Dämmung in die Kehlbalkenlage einbringst, muss diese auch mit einer Dampfbremse luftdicht verschlossen werden, da sich im Spitzboden die Temperatur entsprechend dem Verhältnis der Dämmstärken einstellt. Und diese könnte (bei entsprechenden Aussentemperaturen) schon niedrig genug sein, dass die Luftfeuchtigkeit in der Kehlbalkendämmung auskondensiert. In diesem Fall müssen allerdings auch alle Durchdringungen (elektrische Leitungen, Lüftungsrohre oder Sanitärleitungen genauso wie die Bodentreppe) luftdicht ausgeführt werden, da sich hier sonst Schimmel bilden kann (sieht man hier immer 'mal wieder speziell an der Bodentreppe). Da mir dies zu aufwändig wäre, würde ich in dem Fall Variante 1 (weder Dämmung noch Dampfbremse) bevorzugen.

    Ansonsten hoffe ich 'mal, dass keiner der anwesenden Architekten etwas handfestes gegen Deine Skizze hat, da mein Architekt die Sparrendämmung so geplant hat und es auch so umgesetzt wurde (im Kehlbalken nur Schallschutz mit Rieselschutz - "Spitzboden" ist Wohnraum).

    Schöne Grüße,
    Martin
     
  9. KM TGA

    KM TGA

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    Der Spitzboden ist ja weniger als 1 m hoch. Also würde ich die Dämmung bis unter den Kehlbalken ziehen. Ebenso die Luftdichtheitsebene.

    Kannst du nicht die Dämmung nach oben hin erhöhen?
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    s.a.

    für die beste (und einfachste) lösung ist es eh zu spät.
     
  11. Sorix

    Sorix

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    Hallo Maveric
    Danke für deine ausführliche Antwort.
    Welche Art von Schallschutz hast du bei dir eingebaut? Und welchen Bodenbelag hast du im Spitzboden?

    @mls: Was meinst du mit dem Bild und der "einfachsten Lösung"
     
  12. mls

    mls Bauexpertenforum

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    oben wurde schon einiges sinvolles geschrieben, in dieser rubrik, ganz oben angepinnt,
    kannst du auch (nach)lesen.
    besser wäre gewesen, vorher zu lesen.
    ich weiss, die zeit hat niemand. fähige planer hat auch niemand...

    jetzt kannst du bestenfalls den dachraum vom wohnraum luftdicht trennen.
    das aber richtig - eine problemstelle zeigt mein eintrag.
     
  13. Sorix

    Sorix

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    OK, die Planung hätte besser sein können. Da habt ihr sicher Recht. (Vieleicht könnten wir das jetzt abhaken)
    Mein Ziel ist jetzt eine umlaufende min. 200mm Dämmung hinzubekommen.
    1. Variante: 200mm Dämmung bis zum First. Kehlbalken mit oder ohne Dämmung - Dampfsperre?
    2. Variante: 200mm Dämmung bis zu den Kehlbalken. Kehlbalken auf 200mm aufdoppeln.
    Z.b. Aufbau Kehldecke von der Raumseite: Rigips, Lattung mit 24mm Untersparrendämmung, Dampfsperre, Kehlbalken mit 140mm Dämmung, 50mm Konterlattung mit 50mm Dämmung, OSB Platten.
     
  14. mls

    mls Bauexpertenforum

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    s. #8

    GESCHLOSSENE luftdichte ebene - auch rund um die pfette; kein osb;
    zur ausführung der usb am first fragst du deinen "fachmann" .. !?


    ich bin eher der wir-dämmen-alles-richtig-typ: also dachvolldämmung bis zum first.
    hier nicht! dafür müssten einige weichenstellungen rechtzeitig und richtig erfolgt sein.
    diese randbedingungen kann man, auch bei globalbetrachtungen, nicht ausklammern.
     
  15. maveric00

    maveric00

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    Hallo,

    "Schallschutz" ist bei mir eine 200 mm Mineralwolle (obwohl 160 mm vermutlich etwas besser gewesen wäre, um noch etwas Luft zwischen Dämmung und OSB-Platte zu haben zwecks Impedanztrennung). "Bodenbelag" ist OSB, darauf 3 cm Systemplatte für Fußbodenheizung und 6 cm Estrich. Darauf dann Fliesen bzw. Laminat - ist wie gesagt ein Wohnraum. Nach unten hin eine 12.5er Gipskartonplatte an Metallunterkonstruktion. Schalltechnisch am kritischten ist dabei die Pfette bzw. der Schallweg an der Aussenseite der Pfette entlang. Aber zumindest bei uns ist die Schallübertragung durch die Türen und das Treppenhaus größer als durch den Boden.

    Die optimale Lösung für die Dampfbremse bei durchgehender Dämmung sieht vor, dass man vor Montage der Sparren die Dampfbremsfolie auf die Pfette legt und so einen durchgehenden Anschluss hat. Da hier die Kehlbalkenlage die luftdichte Ebene darstellt (und diese auch nicht an die Sparren angeschlossen ist), sollte ein guter Anschluss immer noch möglich sein, wenn man wie von mls gezeigt die Dampfbremsen miteinander verbindet (vermeidet das Diffundieren durch die Pfette).

    Bei mir war's der Klassiker: Kehlbalken an den Pfetten befestigt und natürlich keine Folie aufgelegt - führt zu extremer Klebearbeit, da die Dampfbremse an jeden einzelnen Kehlbalken angeschlossen werden musste. Da ich allerdings eine Klimamembran verwendet habe, die einen Sd-Wert zwischen 0,3 und 5 aufweist, mache ich mir um die Diffusion durch das Holz nur wenige Gedanken. Einziger Schwachpunkt sind eventuell auftretende Risse im Holz, die zu Undichtigkeiten führen könnten - diese habe ich allerdings noch nicht beobachtet, und das Holz sollte seine Ausgleichsfeuchte erreicht haben.

    Schöne Grüße,
    Martin
     
  16. woefe123

    woefe123

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    Gibts schon neue Möglichkeiten?

    Habe leider auch das Problem bei der Pfette.
    20140114_175008_resized.jpg

    Die Kehlbalken und Sparren haben teilweise einen Spalt, wo man problemlos eine Dampfbremse durchziehen kann. Nur bleibt das Problem oben bei der Pfette. Der Sparren ist auch ein bisschen in der Pfette eingebettet.

    Wie wäre das jetzt noch am besten zu lösen?
     
  17. #16 gunther1948, 15. Januar 2014
    gunther1948

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    hallo
    hab da irgendwo mal geschrieben, dass das mit den dichten ebenen eigentlich schon anfängt bevor der zimmermann einen sparren drauflegt
    sonst siehe mls.

    gruss aus de pfalz
     
  18. Friedl1953

    Friedl1953

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    Ich vermute, Du hast ein anderes Problem! Dein Pfettendachstuhl ist anders konstruiert.
    Ich meine eine Brettschalung auf dem Bild zu sehen. Liegt darauf evtl. auch wieder eine Bitumenbahn????
     
  19. woefe123

    woefe123

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    was meinst du?

    Nein es handelt sich um Holzfaserplatten. Darüber befindet sich die Lattung mit den Dachziegeln.
     
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  21. Kalle88

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  22. woefe123

    woefe123

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    Inwiefern vermehrtes und intesives begutachten des Spitzbodens?
     
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