Pflicht zur dämmung des Daches

Diskutiere Pflicht zur dämmung des Daches im Baugesuch, Baugenehmigung Forum im Bereich Rund um den Bau; Liebes Forum, ich habe ein Reihenhaus, welches im DG eine Dachterrasse hat. Ich möchte nun an der Stelle der Dachterrasse eine Dachgaube...

  1. #1 IkarusDelpaso, 11.01.2021
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    Liebes Forum,

    ich habe ein Reihenhaus, welches im DG eine Dachterrasse hat.
    Ich möchte nun an der Stelle der Dachterrasse eine Dachgaube einbauen, quasi die bestehende Terrasse überdachen und zu Wohnraum umwidmen. Es handelt sich um ein genehmigungsfreies Vorhaben, welches allerdings bei der Gemeinde angezeigt werden muss.

    Ich habe nun im Zuge der ganzen EnEv, bzw GEG Gesetze eine Frage:

    Muss ich zwingend im Zuge dieser Baumaßnahme das Bestandsdach dämmen? Derzeit liegen dort 3cm Mineralwolle drin, aus den 70ern. Die erreichen nicht den Mindestwärmeschutz. Da ich das Haus erst nach 2002 erworben habe, gehöre ich auch nicht zu der Gruppe die dies nicht tun müssen...
    Ob ich das besteehnde Dach nun zu mehr als 10% änder ist denke ich auch eher Auslegungssache...

    Ich werde das Dach sicherlich dämmen, da es auch aus bauphysikalischer Sicht Sinn macht. Ich würde das nur gerne etwas später realisieren, einfach auch um die Kostensituation etwas zu entspannen...Möglicherweise erde ich das Dach in den nächstn 5 Jahren ohnehin neu eindecken...

    Lieben Dank!
     
  2. #2 simon84, 11.01.2021
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    Welche Auslegungen schweben dir denn so vor?

    Ich würde auf jeden Fall die neu zu überdachende Terrasse entsprechend der Norm dämmen, das musst du ja sowieso.
    Wie machst du das dann mit den Anschluessen an das bestehende Dach ?
     
  3. Alex88

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    nein, eher eine Berechnung....
    und dann die Dämmung und Dampfbremse von außen?
     
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  4. #4 IkarusDelpaso, 11.01.2021
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    'Auslegungssache' war vllt ein bisschen voreilig formuliert...
    Wenn ich die Dachterrasse überdache, zählt diese Fläche dann als eine Änderung am Dach? Streng genommen ändere ich ja nich das Dach als Bauteil, sondern die Dachterrasse. Bisher meint der Zimmermann, mit dem ich darüber geredet habe, dass man das Dach konstruktiv erhalten könnte, und man nur eine Reihe Ziegel abnehmen müsste um den Anschluss herzustellen...

    Wenn ich das Dach in einigen Jahren neu eindecke, würde ich es vermutlich von außen machen. Dann also Aufsparrendämmung.
    Wenn ich das Bestandsdach aber nun im Zuge der Baumaßnahme mitdämmen müsste, würde ich eher eine Zwischensparrendämmung vorziehen. Falls das von den dimensionen nicht reicht, evtl noch 4 cm Untersparrendämmung. Die Ziegel sind zwar shcon 40 Jahre alt, sehen aber noch gut aus und sind trocken...

    Die Gaube wird gedämmt, das ist klar.
    Bei 3cm Dämmung die derzeit drin sind, mach ich mir über die Anschlüsse (Bestandsdämmung/Gaube) eigentlich keine Sorgen. Spannender wird es dann, wenn ich das Dach angehe....Ob Zwischensparrendämmung oder Aufsparrendämmung müsste ich dann entscheiden, damit dies entsprechend vorbereitet weerden könnte.

    aber wie gesagt, im moment geht es mir erstmal nur um den gesetzlichen Rahmen...
     
  5. BaUT

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    Du musst das Dach derzeit nicht neu dämmen, da du ja an dem bestehenden Dach gar nichts änderst greift auch nicht die 10%-Regel. Bei der neu hergestellten Gaube greift natürlich die Bauteil-Regel (ehemals Anlage 3 der EnEV).
    Wenn du später das Dach anfast musst du dann auch die Bauteilregel einhalten.
     
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  6. #6 simon84, 11.01.2021
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    Und der neidische Nachbar sagt dann, mein Nachbar hat sein 100qm Dach um 20qm verlängert und die EnEV nicht eingehalten.

    Und dann argumentierst du, nein, mein Dach ist ja kein Dach, das ist ja ein separates Bauteil "die Dachterasse", ich habe dadrüber ja nur eine Überdachung gemacht.

    Wie ? Ja ich hab halt das bestehende Dach verlängert, eine Gaube eingebaut mit den gleichen Ziegeln eingedeckt und von unten gedämmt ......

    Aha..... Das lass mal vor Gericht ausstreiten :)

    Da würde ich mir echt überlegen ob nicht vielleicht ein Bauantrag sinnvoller ist. Dann hast du zumindest eine gewisse Sicherheit, dass es jemand auf genehmigungsfähigkeit geprüft hat.
     
  7. #7 IkarusDelpaso, 11.01.2021
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    Danke für die Hinweise.
    Da bei mir ein B-Plan vorliegt, brauche ich ohnehin einen Architekten, der die Befreiung bei der Gemeinde beantragt.
    Von daher wird dieses Vorhaben ohnehin von der Gemeinde geprüft. Außerdem haben die meisten Nachbarn von mir shcon Gauben...

    @simon84
    Das Bestandsdach von unten zu dämmen, dürfte doch kein Problem darstellen...oder sehe ich das falsch? Es muss halt die Enev einhalten, da brauche ich shcon n paar cm.
     
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  8. #8 simon84, 11.01.2021
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    Nein Problem ist das keins ! Ich meine nur ich sehe hier schon ein Risiko dass jemand eben diese 10% Regel zu deinem Nachteil interpretiert, auch wenn @BaUT das hier entspannt sieht
     
  9. #9 Sanierer82, 11.01.2021
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    Gefühlt müsste es doch einiges einfacher / günstiger sein, alles auf einmal zu machen statt zwei mal das Gerüst aufzubauen, die Dämmung in einem Guss anzubringen, etc.? Selbst mit Finanzierung könnte das evtl. günstiger sein als die zwei Baustellen in ca. 5 Jahren Abstand.
     
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  10. #10 simon84, 12.01.2021
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    Ich würde auch eher 5 Jahre warten für die Gaube und dann alles auf einmal machen als umgekehrt
     
  11. #11 K a t j a, 13.01.2021
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    Sehr hier gar kein Problem. Wenn Du das eine anfängst und das andere schon mit planst, ist sowieso alles tuttipaletti. Die Arbeiten am Bestandsdach ziehen sich dann eben etwas hin. Niemand wird Dir vorwerfen, dass Du nicht innerhalb von 5 Jahren fertig wurdest. Ist ja kein Flughafen, Dein Haus. :shades
     
  12. #12 simon84, 13.01.2021
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    Ich sehe da schon ein Problem, zumindest eine Herausforderung, nämlich an dem Punkt Anschluss/Übergang zum Bestandsdach.
     
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