Planer bei bekannten Gewerken sinnvoll?

Diskutiere Planer bei bekannten Gewerken sinnvoll? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo, generell wird empfohlen, notwendige Arbeiten von einem Architekten planen und ausschreiben zu lassen sowie die Arbeiten zu überwachen....

  1. Gwenny

    Gwenny

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    Hallo,

    generell wird empfohlen, notwendige Arbeiten von einem Architekten planen und ausschreiben zu lassen sowie die Arbeiten zu überwachen.
    Würdet ihr dieses Vorgehen auch empfehlen, wenn mit dem entsprechenden Gewerk schon beim Hausbau zusammengearbeitet wurde und man zufrieden war?

    Im konkreten Fall geht es um die nachträgliche Abdichtung von Hauseinführungen in den Keller und anschließender Aussenabdichtung dieser Kellerwand (2x3m) im erdberührten Teil.
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Ich würde das auch vom Arbeitsumfang abhängig machen.

    Wenn ich für Nacharbeiten/Änderungen an einer Heizungsanlage einen HB beauftrage, dann unterstelle ich, dass eine Fachfirma in der Lage ist so etwas auch fachgerecht auszuführen. Übertragen auf Deinen Fall, die Abdichtungsarbeiten mit eher kleinem Arbeitsaufwand würde ich ausführen lassen, ohne dass ich ein halbes Dutzend Planer im Vorfeld beauftrage. Ich würde unterstellen, dass die Firma diese Arbeiten fachgerecht ausführen kann, ohne dass man denen jeden Handgriff im Vorfeld schon vorschreibt.
    Kennt man dann noch die Firma aus der Vergangenheit, und kann deren Arbeit etwas einschätzen, dann wäre das für mich ein weiterer Grund hier einen Vertrauensvorschuß zu geben.

    Meine persönliche Meinung, wenn es so weit ist, dass ich beispielsweise einem Zimmermann einen Planer, Statiker und Bauüberwacher zur Seite stellen muss, nur damit er einen Nagel "richtig" in einen Sparren schlagen kann, dann stimmt etwas nicht. Dann kann ich mir den Zimmermann gleich sparen und den Nagel selbst einschlagen, es sind ja genügend Leute da die aufpassen, dass ich es richtig mache. Das gilt analog auch für andere Gewerke.

    Vollkasko gibt es zwar nicht, aber manchmal sollte man auch ein bisschen Vertrauen haben.
     
  4. bauelk

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    Tja du musst halt wissen wie er arbeitet. wenn Du zufrieden warst und die arbeiten auch fachgerecht ausgeführt wurden..... spricht nichts dagegen.

    Wenn ich aber sehe das mein Mr. Röhrich sicherlich fachgerecht gearbeitet hat aber nicht mit dem Ergebnis gerechnet hat und alles nach DIN und Norm und was weiss ich ist, war ich zwar zufrieden (schnell/ordentlich/freundlich) und es war fachgerecht (DIN Norm gerecht) aber es funktionert eben nicht. Die Scheisse quillt bei mir halt doch aus der Duschrinne... (und nicht nur bei mir ich hab zwei weitere Fälle im Netz und einen im Kollegenkreis gefunden wo ähnliches von anderen Mr. Röhrich gebaut wurde.

    DANN fragt ich mich ob es nicht doch besser ist einen Planer hinzuzuziehen.
     
  5. #4 Manfred Abt, 27. Januar 2015
    Manfred Abt

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    für die konkret beschriebene Situation braucht man bei eindeutigen Randbedingungen keinen Planer im Vorfeld.

    zur Qualitätssicherung kann es Sinn machen:
    • externen Sachverstand vor Ausführung zu fragen, ob er bei Not am Mann zur Beratung bereit wäre
    • dies auch der Firma anzubieten, etwa so: wenn etwas unklar ist können wir auch auf Herrn xxx zurückgreifen, der über das Ganze zum Schluss auch noch mal drübersehen soll
    • und dann eben nach Ausführung nochmal drübersehen lassen.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    aber bevor alles wieder zugeschüttet wurde. ;)
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Diese Überlegung ist sicherlich richtig, man darf aber auch von Planern keine Wunder erwarten. Es wird gerne mal das Bild von der "heilen Bauwelt" gemalt, also Planer beauftragen und alles wird gut. Ist das wirklich die Lösung? Sorry wenn ich hier den Bremser spielen muss, aber vielleicht sollten wir einfach mal einen Blick in die Praxis werfen.

    Da kommt der Kunde mit einem Großauftrag für den Einbau einer Duschrinne oder sagenhaften 6m2 Kellerwand die abzudichten sind inkl. einer Hauseinführung die nachträglich abgedichtet werden muss. Welcher "Planer" wird so einen Auftrag annehmen? Und selbst wenn sich einer findet der ihn annehmen sollte, welcher Kunde kann/will den Planungsaufwand bezahlen? Das ist doch auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

    Abgesehen davon kann der Planer auch nur nach den "Normen" schauen, Verarbeitungsrichtlinien sichten, evtl. auch noch eine Art Arbeitsanweisung zusammenstellen. Alles andere bedarf jahrelanger Erfahrung und man muss auch mal über den Tellerrand schauen können. Und das alles wegen einer Duschrinne oder 6m2 kellerwand? Das wird unbezahlbar.
    Aber selbst wenn man bereit wäre, die Kosten wegen der Planung zu verdoppeln, auch der Planer kann im Vorfeld nicht die komplette Hausinstallation verifizieren, und später den ganzen Tag dabei stehen während die Arbeiten ausgeführt werden. d.h. Trotz Planer bleibt ein Risiko, dass es in die Hose geht. Beim Beispiel mit der Duschrinne gehe ich davon aus, dass das Problem auch mit Planer aufgetreten wäre, denn man kann als Planer nicht alles vorhersehen.

    Fakt ist, Planung ist wichtig, aber sie kostet auch Geld. Ob man dieses Geld für solche Kleinaufträge investieren möchte, das ist fraglich. Spätestens wenn Zahlen auf den Tisch kommen, hat sich das Thema wohl schnell erledigt.
     
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  9. Kalle88

    Kalle88

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    Der Planer ersetzt nicht den fähigen und vertrauensvollen Handwerker! Ich denke jeder Meister seines Gewerkes ist in der Lage einzelne Teilarbeiten entsprechend sicher und fachgerecht auszuführen. Wer das nur mit planerischer Hilfe kann, sollte den Brief lieber wieder abgeben.

    Jeder Baulaie kann für sich die entsprechenden Fachregeln und DIN-Normen besorgen, mit etwas Verständnis beim Lesen kann also auch der Laie sich einen Überblick verschaffen. Der Laie kann darauf achten, dass Angebote vollständig und schlüssig klingen. Rhetorisch ist es sicher auch möglich die Kompetenz zu erfühlen.

    Das ein Unternehmer das gerne sieht ihm ein Kindermädchen an die Seite zu stellen? Wer es richtig macht, muss nichts fürchten - dennoch ist da eine gewisse Bevormundung der Fachkompetenz vorhanden. Man darf eben auch nicht zu vernachlässigen das Planung am Schreibtisch entsteht. Nicht jeder technische Planung ist real umsetzbar oder vom Umfang derart kompliziert, dass man sich manchmal an den Kopf fassen will. Nicht jeder Planer hat handwerklichen Background und die wenigsten behalten sich das Praktische auch nach Jahre langer Schreibtischarbeit -das trifft im übrigen auf Meister genau so zu.
     
  10. H.PF

    H.PF

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    Solang nur 1 Gewerk betroffen ist ist das auch ohne Planer hinzubekommen. Wenn aber 2 - x Gewerke zusammen treffen wird die Schnittstellenplanung interessant. Wenn die Gewerke die Planung miteinander abstimmen können und eine Sprache sprechen gehts wenn aber z.B. die Fensterbauer einfach das Fenster auf der Terrasse einbauen und dann der Dachdecker erst gerufen wird zum Eindichten aber die Vorleistung so ist, das man es nicht hinbekommen kann wird es spannend...
    Oft genug gehabt, der Dachdecker darf das dann ausbaden...
    Wenn vorher mal geplant würde wüsste der Fensterbauer z.B. das die Fenster z.B. 5 cm höher sein müssten. Weil der Dachdecker seine Planung kontrolliert und mit ihm das Problem geklärt hat...
    Sind es 4 oder 5 Gewerke, die koordiniert werden müssen ist der Otto-Normal-Bauherr damit völlig überfordert... Da sollte man dann schon mal eher einen Planer einschalten der als Dirigent die Solisten zu einem Chor vereint
     
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