Planungsfehler Abgasführung Gasheizung?

Diskutiere Planungsfehler Abgasführung Gasheizung? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! So ganz knapp vor Weihnachten muss ich Euch heute nochmal mit einem Problem behelligen, was sich heute auf der Baustelle ergeben hat....

  1. Goldbeere

    Goldbeere

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    Hallo!

    So ganz knapp vor Weihnachten muss ich Euch heute nochmal mit einem Problem behelligen, was sich heute auf
    der Baustelle ergeben hat. Ich versuche mich kurz zu fassen... ;)

    Rahmenbedingungen: Planung & Bauleitung durch eigenen Architekten, Bau in Einzelvergabe.

    Heizung: Gastherme hängend an der Wand im HWR, direkt darüber ist unser Schlafzimmer. Da wir keine Ahnung
    von der Materie haben, ist uns hierbei gar kein Problem aufgefallen. Unser neuer Nachbar (auch Heizungsinstallateur)
    fragte uns dann beim Richtfest, wo die Abgasführung lang gehen soll, wenn direkt darüber unser Bett steht. Berechtigte
    Frage, wir direkt zum Architekten. ;) Er sagt: alles kein Problem, Abgas wird aus der Außenwand (Gartenseite) geführt.
    Ich war kurz skeptisch, da ich nicht wollte, dass ein Rohr aus der Wand einfach so raussteht. Sollte aber laut Architektem
    fast bündig sein. Dann war für uns alles klar.

    Das Thema kam erst wieder auf den Tisch, als der Installateur eingewiesen wurde. Er hat aber direkt gesagt, dass
    ein bündiger Abschluss an der Wand auf keinen Fall geht und das Rohr auf jeden Fall außen übersteht. Da hat dann
    auch der Architekt zum ersten Mal davon gesprochen, von "bündig" war keine Rede mehr. Da konnten wir nichts
    mehr machen... vielleicht waren wir auch überfordert... (so langsam zollt der Baustress Tribut...)

    Heute dann die Hiobsbotschaft: der Schornsteinfeger hat die Abnahme der Gasheizung wegen unsachgemäßer Abgasführung abgelehnt! :mauer
    Es ist wohl nicht erlaubt, bei einer Außenwand-Führung im Umkreis von 1,50 m eine Fensteröffnung zu haben. Bei uns ist direkt daneben die
    Terrassentür in/aus dem HWR. Und das Abgasrohr darf nicht unter einem Dachüberstand liegen. Tut es aber auch...
    Ehrlich gesagt, haben wir uns ziemlich aufgeregt. Unser Architekt hat 40 Jahre Berufserfahrung. Keine Ahnung, wie ihm das
    passieren konnte. Er hat auch vorher mit dem Schornsteinfeger gesprochen, die Ausführung sind sie aber nicht durchgegangen...
    Wie dieser Fehler zustande kam? Die Frage haben wir ihm auch gestellt. Seine einzige Reaktion: Wir müssen jetzt erst
    einmal eine Lösung finden. Hä?!?! Das wäre doch gar nicht nötig, wenn bei der Planung aufgepasst worden wäre! Er hat
    das einfach so abgetan... als wäre das ja alles kein Problem! Leider nicht das erste Problem mit dem Architekten, obwohl
    die Planung an sich bisher immer gelobt wurde.

    Meine Frage nun: die Alternativen zur Richtigstellung der Abgasführung sind nun mit Mehrkosten/Mehraufwand verbunden.
    Entweder zusätzliche Bohrung durch Decke und Durchgang durch Dachboden und passender Dachpfanne. Oder an der Außenwand hoch,
    Bohrung durch Dachüberstand und Durchgang durch passende Dachpfanne. Sind das jetzt diese "Sowieso-Kosten", von denen man
    immer wieder hört? Der Architekt meinte schon: Wenn wir von Anfang an nicht durch die Außenwand gegangen wären, hätte der
    Durchbruch nach oben auch ausgeführt werden müssen. Aber kann er sich jetzt tatsächlich so rausreden???
    Für uns (als Laien) liegt hier ganz klar ein Planungsfehler und evtl. ein Fehler in der Bauleitung/Bauüberwachung vor...

    Danke für Eure Hilfe!!

    Und vorab an alle schon mal ein schönes & besinnliches Weihnachtsfest!!!

    Goldbeere
     
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  3. Goldbeere

    Goldbeere

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    Über 1.500 Zugriffe und noch kein Tipp für uns? Haben wir einfach Pech gehabt?
    Oder ist es in der falschen Kategorie gelandet?

    Viele Grüße! :winken

    Goldbeere
     
  4. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Abgasführung über Dach hätte auch bei rechtzeitiger Planung Geld gekostet.

    Mehrkosten wären z.B. nachträgliche Kernbohrung statt Deckenaussparung gleich beim Betonieren anlegen. Dachdurchgangspfanne hätte es z.B. sowieso gebraucht.

    Mehrkosten halten sich also in ganz engem Rahmen.
     
  5. #4 Nutzer des BEFs, 26. Dezember 2011
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    Außerdem sind natürlich Mehrkosten, die auf dem Planungsfehler zurückzuführen sind, auch der Auf- und Abbau (incl. sachgemäßen Verschließen) der ersten Konstruktion und die Kosten eines 2. Schornsteigerfegerbesuches.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 26. Dezember 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Bevor hier wieder so schlau schwätzende Mathematiker sich breit machen, mal ein wenig die Bremse treten:

    1) Die Planung von Haustechnik, hier Heizung samt Abgasführung, ist keine originäre Aufgabe des Hochbauarchitekten.
    Bevor dem jetzt also mit Mehrkosten gedroht wird, sollte man/frau das drohende Honorar für die Haustechnikleistungen gegenrechnen!

    2) Muss es ja wohl einen Heizungsbauer gegeben haben, der den LAS so verlegt hat, wie ihn der Schorni jetzt beanstandet.
    Der hätte ja nun wohl Bedenken anmelden müssen, was er offenbar nicht gemacht hat! Warum nicht?
    3 Möglichkeiten
    a) zu dämlich
    b) keine entsprechende Ausblidung
    c) er war der Meinung, es wäre so i.O.

    Daher die Frage - was sagt der zu dem Schornigemotze?

    Denn 3) Schornis sind die letzten Halbgötter. Was nicht heisst, sie seien mit göttlicher Weisheit gesegnet, sondern nur mit göttlicher Macht!
    Manche mißbrauchen diese mächtig gewaltig!

    An sonsten finde ich den Satz des Kollegen, erstmal eine Lösung finden zu wollen, sehr gut.
    Was hilft es in der Sache, ein halbes Jahr über Schuldige und Ursachen zu debattieren.
    Das ist typisch Deutsch. Erstmal muss eine Schuld haben, dann muss der vor den Kadi und dann sehen wir mal weiter.
    Die Asisaten sind da viel weiter. Erst wird das Problem gelöst und dann wird geklärt, warum es entstehen konnte!
    SO kommt man weiter im Leben!
     
  7. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Na ja, wie TE schreibt, hat in diesem Fall sehr wohl der Architekt "geplant", denn er hat ja die Aussage getroffen "führen wir durch die Außenwand".

    Wenn er sich also die Planung anhängt, dann kann er sich später nicht darauf berufen "hätte ja eigentlich Sonderfachmann planen müssen".

    Der Heizungsbauer hätte zwar ggf. Bedenken anmelden müssen, das hätte aber den nun entstehenden Aufwand für die Abgasführung über Dach nicht gemindert. Lediglich der Rückbau des durch die Außenwand verlegten Abgasrohrs wäre vermieden worden.

    Der Schorni missbraucht da übrigens nichts, denn nach FeuVO NRW darf die Mündung solcher Abgasrohre nur dann durch die Außenwand geführt werden, wenn Ableitung über Dach einen "unzumutbaren Aufwand darstellt und durch Verlegung durch Außenwand keine Belästigung entsteht". Aufwand ist sicher zumutbar/Belästigung ist dann zu erwarten, wenn oberhalb der Abgasöffung Fenster angeordnet sind.

    Insgesamt aber nach wie vor:

    Die Mehrkosten gegenüber sofort korrekter Ausführung halten sich in ganz engen Grenzen.
     
  8. bernix

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    Soweit, so gut.....Und dann?....was passiert mit dem/n Schadensverursacher/n?
     
  9. Goldbeere

    Goldbeere

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    Hallo!
    Vielen Dank für die Antworten! Ich versuche mal so gut wie es geht, darauf einzugehen.

    Das sich die Mehrkosten in Grenzen halten ist uns bewusst. Es ist nur sehr ärgerlich, dass jetzt Kosten auftreten,
    die gar nicht geplant waren. Aber das kommt häufiger vor. ;)

    Das die Planung der Haustechnik nicht durch unseren Architekten durchgeführt werden konnte (mangels Erfahrung?),
    war uns nicht bewusst. Er hat auch dieses Thema von Anfang an mit betreut.

    Der Heizungsbauer hatte tatsächlich Bedenken angemeldet, unser Architekt meinte aber mehr als einmal "das klappt
    schon - alles kein Problem"! Ich hatte ja schon geschrieben, dass unser Architekt über 40 Jahre Berufserfahrung hat.
    Wie soll ich das beschreiben?! Man glaubt und vertraut ihm da auch einfach. Er hat einem auch immer das Gefühl
    gegeben, das alles im Lot ist. Wir haben immer gedacht, bei so viel Erfahrung wird er schon wissen was er tut.
    Der Heizungsbauer hatte zum Architekten auch nochmal gesagt, dass er davon ausgegangen ist, dass die Heizung
    mit dem Schornsteinfeger abgesprochen ist. Man mache wohl vorher einen Ortstermin oder so. Auch der
    Schornsteinfeger war diesbezüglich sehr verwundert. Aber jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen.

    @Ralf Dühlmeyer: es geht uns nicht vorrangig darum, einen Schuldigen zu finden! Nur: wenn ich auf der Arbeit Fehler
    mache und/oder was vergesse/nicht bedenke, dann muss ich das auch zugeben. Einfach mal sagen "Mist, hab ich
    nicht dran gedacht. Sorry." oder irgendwie so was. Das kommt unserem Architekten aber nicht über die Lippen.
    Und wie gesagt, das mit der Abgasführung war nicht die erste Sache.
    Anderes Beispiel: im Leistungsverzeichnis für den Trockenbau, nach dem die Angebote eingeholt wurden, fehlen
    3 Abkofferungen, die von Anfang an geplant wurden und jetzt auch ausgeführt werden. Natürlich kosten die
    jetzt nicht die Hölle mehr, aber ist das immer nötig? Uns ist das jetzt aufgefallen und wir haben nachgefragt, wieso
    das nicht berücksichtigt wurde. Da kommt tatsächlich KEINE Antwort. Meinem Freund ist das schon aufgefallen: wenn
    es darum geht, mal einen Fehler auch nur in kleinster Form einzugestehen, sagt unser Architekt KEIN WORT mehr!

    Und was ist die Konsequenz aus dem Fehler der Abgasführung?! Eigentlich sollte morgen der Gaszähler eingebaut
    und die Heizung in Betrieb genommen werden. Jetzt ist noch nicht mal ganz sicher, wie die Abgasführung gemacht
    wird - das sollen WIR jetzt entscheiden. Also muss das erst nachgeholt werden, dann kommt der Schorni und gibt
    sein okay, dann kommt erst der Gaszähler. Eine Verzögerung von ungefähr 1-2 Wochen, die uns jetzt beim Innen-
    ausbau (Fliesen/Wände) fehlen. Den Stress haben wir jetzt, denn die Wohnung ist zu Ende Februar gekündigt.
    Dem Architekten kann's egal sein!

    Ich wünsche allen noch einen schönen 2. Weihnachtstag!!

    Viele Grüße!
    Goldbeere :winken
     
  10. Goldbeere

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    Stimmt, das wird sicher nicht allzu viel sein.
    Wir hoffen nur, dass die unnötige Wandöffnung jetzt wieder fachgerecht verschlossen werden kann. Die Rohbauer haben
    beim Klinker eine sehr tolle Arbeit geleistet - alles optisch super gerade und sauber. Wirklich klasse!! Es wäre sehr blöd,
    wenn man jetzt an der Stelle einen "Fehler" sehen könnte. Und wenn die Wand nicht mehr ganz "dicht" wäre. ;)

    Goldbeere
     
  11. ThomasMD

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    Der begeht Harakiri.

    Nein im Ernst, Ralf hat Recht.

    Ich kann nur für die Japaner sprechen, weil ich die sehr gut kenne. Wird aber wohl in China, Korea, Thailand nicht viel anders sein.

    Da wird im Vorfeld bis zum Erbrechen über Vetragsdetails verhandelt und wenn er dann unterschrieben ist, wird er schön eingerahmt und verschwindet in einer Schublade aus der er nie wieder hervorgeholt wird.
    Von diesem Augenblick arbeiten beide Seiten nur noch auf ein Ziel, den erfolgreichen Abschluss des Projektes hin. Nachträge oder Schadensersatzforderungen wegen Peanuts wären undenkbar.

    War für mich eine große Umstellung, mich in dieses deutsche Korinthenkackergeflecht wieder hineinzuversetzen...

    Für den konkreten Fall hier würde das bedeuten, dass sich Baufirma und -herr zusammensetzen und eine Aufteilung machen, über die Sowisokosten und die Extrakosten, der Architekt entschuldigt sich tausend mal, es wird ein Sake getrunken und dann geht es weiter, um den Rückstand durch das Palaver aufzuholen.
     
  12. bernix

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    Die Frage war, was passiert mit dem Schadensverursacher....im Nachfeld,

    Sepukkko (Harakiri) war gestern....heute nimmt man den Zug:biggthumpup:
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 27. Dezember 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich hab nicht gesagt, dass er sich da rausreden kann!

    Aber - wenn er die Haustechnik bisher "für lau" mit abgearbeitet hat, dann könnten Regressforderungen ihn daran erinnern, dass er dafür noch kein Honorar berechnet hat.
    Das würde aber deutlich höher ausfallen als die für den Architekten ungünstigst denkbare Schadenhöhe!
     
  14. SvenW

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    Sorry Rolf, aber wieso ist der Archi aus der Haftung?

    Das zu einer Therme ein Abgasrohr gehört sollte sich rumgesprochen haben. Und das so ein Rohr außen am Haus nicht gerade eine Zierde ist auch. Wenn er sowas plant muß er das den Bauherren mitteilen und sie fragen was sie gerne hätte. Genau damit an solche Details gedacht wird, forderst du doch immer einen Archi. Die konkrete Ausführung des Schornsteins ist sicher nicht seine Sache, aber ob nun Schornstein im Haus oder Rohr draußen an der Wand gehört IMHO zu einer vernünftigen Planung dazu. Das Rohr draußen war auch sicher nicht auf der Ansicht des Hauses die er dem Bauherren vorgelegt hat.

    Und zu den Mehrkosten: die sind sicher nicht so extrem hoch, aber wieso sollte der Bauherr für den Reißer des Archi zahlen? Wenn der Archi sich über die Bedenken des Installateurs hinwegsetzt ist das sein Problem und die Mehrkosten gehen auf sein Konto. Du als Archi sagst ja auch nicht wenn ein Gewerk Mist gebaut hat: "sind ja nur ein paar hundert Euro für die Beseitigung, die kann der Bauherr eben noch extra springen lassen" sondern erklärst dem Unternehmer, daß er den Murks auf eigene Kosten beseitigen kann.

    Die Mehrkosten sind sicher nicht gewaltig, aber wenn jetzt doch ein interner Schornstein kommt, dann war das Außenrohr für lau + die zusätzlich Arbeit fürs Loch dicht machen (Isolierung + Klinkern). Da kommt schon ein nettes Sümmchen zusammen
     
  15. Thomas B

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    Hat Ralf doch gar nicht geschrieben!

    Nur: Haustechnik (Heiz./ San./Elektro), ist nicht die orginäre Aufgabe des Architekten. Dies macht "eigentlich" ein Haustechnikprojektant, der dafür auch ein Honorar kassiert.

    Hier mangelt es auch nicht an Erfahrung des Architekten, es übersteigt schlichtweg seine Kompetenz. Ganz genauso wie ein Archietkt nicht die statischen Berechnungen macht. Dafür gibt's den Tragwerksplaner.

    Nun wickelt dies i.d.R. der A. beim EFH mit ab. Macht er hier einen Fehler, so hat er dafür natürlich auch zu haften!

    Aber: Hier wäre darüber nachzudenken wie groß der tatsächliche Schaden ist und wie hoch wohl das Honorar des Fachplaners ausgefallen wäre, das man sich gespart hat und auf das der A. natürlich -da er diese Leistung wohl übernommen hat- nun einen Anspruch hätte.

    Es kann also am Ende sein, daß er (der A.) den Schaden (die Mehrkosten) sehr wohl zu übernehmen hat und er dann aber im Gegenzug eine Honorar für übernommenen Planungsleistungen (Haustechnik) stellt, das die Mehrkosten bei weitem in Schatten stellt.

    Darüber sollte man man sinnieren...

    Thomas
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 29. Dezember 2011
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Ähhh - falls Du mich meinst, dann muss ich sagen: Leseverständnis!!!

    Wo bitte habe ich gesagt, dass der Architekt aus der Haftung raus ist. Bitte zitier das mal!

    Ich habe nur gesagt (und das jetzt zum dritten Mal), dass es Sinn machen könnte, eine wirtschaftliche Abwägung zwischen dem Schaden in der Höhe und der möglichen Honorarhöhe für Haustechnikplanung, welche die Schadenhöhe übertreffen könnte, vorzunehmen.
    Denn wenn der Kollege für die HT-Planung haften soll, wird er spätestens bei Einschaltung seiner Versicherung darauf stossen, dass ihm ein solches zusteht.

    Beispiel:
    Schaden 3.500 €
    Honorar HT 4.000 €
    Der TE würde 500 € "Verlust" machen!

    Man sollte immer ergebnisoffen und nicht mit vorgefassten Meinugen (der D will eh immer die Archis reinwaschen) lesen!
     
  17. Baumal

    Baumal

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    verstehe ich nicht.

    über was haben sie dann gesprochen?
    übers wetter?
     
  18. bernix

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    .... er hat also i.d.R keine Kompetenz, machts aber trotzdem?

    ...unglücklich ausgedrückt?

    ...bei solchen Beispielen kann auf diese Idee kommen....

    Wir sprechen hier nicht über die Haustechnik, sondern die Schnittstelle Haustechnik-Haus.

    Hier sollte/muss ein Architekt die Kompetenz haben...und die die ich kenne haben die auch....
     
  19. #18 Maxtor, 29. Dezember 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Dezember 2011
    Maxtor

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    Musst dich leider daran gewöhnen, dass der Architekt nie Schuld oder etwas vergessen hat. (Siehe Antworten der Archis hier).
    Es wird immer eine Lösung geben (auch wenn die euch nicht gefällt)...oder anders besprochen war.
    So einfach ist das.
    :mauer:mauer:mauer:mauer

    So und jetzt gibt´s sicher wieder tolle Antworten...viel Spaß:winken
     
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  21. Thomas B

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    Nö...ist so!

    "Normalerweise" läßt man die Bemessungen (Heizleistung/ Rohrdurchmesser, benötigte Längen,...) vom Heizungsbauer mit planen. Besser natürlich vom Projektanten,....das Geld will aber keiner ausgeben!

    Insofern berschränkt sich die "Kompetenz" sicher auf Erfahrung, sicher aber nicht auf fachlich belastbarer Kompetenz. Verhandeln/ diskuiteieren auf Augenhöhe mit einem Fachmann iss nicht!

    Sicher sollte man solche Dinge wie Abgasführung dennoch auf die Reihe kriegen! Keine Frage! Im Zweifelsfall muß man sich da eben informietren oder -wie hier- mit Schorni absprechen, wenn man es nicht weiß.

    Thomas
     
  22. Thomas B

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    Toller Kommentar!!!

    Lies mal oder lerne es!

    Die Haftung wurde nie in Frage gestellt, die Konsequenzen daraus gilt es zu bedenken! Diese könnten am Ende für den BH teurer sein, als eine -wie vom A. vorgeschlagene- Lösungssuche.
     
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