Position Fenster bei Außenwanddämmung

Diskutiere Position Fenster bei Außenwanddämmung im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich bin gerade in einer kleinen Diskussion mit meinem Planer (bzw. seinem Energieberater) und sammle weitere Meinungen/Argumente. Bei...

  1. #1 trockener Bauer, 17.01.2022
    trockener Bauer

    trockener Bauer

    Dabei seit:
    06.09.2019
    Beiträge:
    495
    Zustimmungen:
    262
    Ort:
    Sachsen
    Hallo,
    ich bin gerade in einer kleinen Diskussion mit meinem Planer (bzw. seinem Energieberater) und sammle weitere Meinungen/Argumente.

    Bei meinem privaten Projekt gibt es im Altbau 1.OG aus energetischer Sicht recht schlechte Außenwände: 30cm Beton-Hohlblocksteine (aus DDR-Zeiten). Die Fenster jedoch sind erst wenige Jahre alt, doppelt verglast und noch neuwertig.
    Angenommen ich muss/will hier etwas tun und die Werte des GEG erreichen:
    Habe es mal im U-Wert-Rechner eingegeben. Es bräuchte etwa 14cm EPS außen.

    1) Müssten die Fenster weiter nach außen gesetzt werden? Der Planer meinte, davon noch nie etwas gehört zu haben. Ich meine es gab doch da mal einen Rechner vom IFT, oder? Nicht, dass ich das ich das bevorzugen würde (Fenster ausbauen und neu einbauen birgt auch die Gefahr, dass einiges kaputt geht), aber es soll ja auch korrekt gemacht werden.
    2) Wenn die Fenster an der Position bleiben könnten, müsste etwas Dämmung doch auch in die Laibung ums Eck montiert werden, oder?
    3) Ist das optisch dann überhaupt noch ansehnlich, wenn man zum Fenster hinausschaut und die äußeren Laibungen etwa 25cm breit sind?
    4) Was haltet ihr davon, innen WDF-80 vorzumauern? Ich bin egtl. kein Freund der Innendämmungen. Der Berater meinte aber, man könne es mit einer Außendämmung kombinieren. Dann müsste außen nicht so viel drauf.
     
  2. BaUT

    BaUT

    Dabei seit:
    30.10.2019
    Beiträge:
    4.155
    Zustimmungen:
    2.583
    Beruf:
    Bauingenieur
    Ort:
    Berlin
    Halte ich für Mist.
    Ja würde man so machen.
    Ja - ist ein Problem - dass die Fenster dann wie Schießscharten aussehen
    Müssen nicht - aber es wäre die technisch beste Lösung die Fenster möglichst weit nach außen zu setzen im Mauerwerk und dann die Außendämmung bis auf den Blendrahmen zu führen. Äußere Leibung weniger tief und Wärmebrücken minimiert!
     
    trockener Bauer gefällt das.
  3. #3 klappradl, 17.01.2022
    klappradl

    klappradl

    Dabei seit:
    10.02.2021
    Beiträge:
    967
    Zustimmungen:
    410
    Beruf:
    Dipl. Dingens
    Ort:
    Altbiersektor
    Energetisch wäre es sogar sinvoll, die Fenster vor die Mauer und in die neue Dämmung zu setzen. Macht man das nicht, dann wie 2.
     
  4. #4 trockener Bauer, 17.01.2022
    trockener Bauer

    trockener Bauer

    Dabei seit:
    06.09.2019
    Beiträge:
    495
    Zustimmungen:
    262
    Ort:
    Sachsen
    Danke für die ersten Meinungen.
    Macht die Entscheidung natürlich nicht einfacher. Stichwort Wirtschaftlichkeit.
    Kosten Fassadendämmung, Dachüberstände Traufe und Ortgang verlängern, Fenster versetzen, Fassade verputzen/verblenden.
    Geheizt wird übrigens jetzt (und auch in Zukunft, solange noch erlaubt) nahezu autark mit Holzvergaser (Material aus dem eigenen Wald) und 9 Solarpanels.

    Ich frage mich, wie der Energieberater da eine Vergleichsrechnung für die Wirtschaftlichkeit aufstellen will.
     
  5. BaUT

    BaUT

    Dabei seit:
    30.10.2019
    Beiträge:
    4.155
    Zustimmungen:
    2.583
    Beruf:
    Bauingenieur
    Ort:
    Berlin
    Du MUSST nur GEG einhalten.
    Oder WILLST du auch noch kfw-konform sanieren um Fördermittel in Anspruch zu nehmen?
     
  6. #6 trockener Bauer, 17.01.2022
    trockener Bauer

    trockener Bauer

    Dabei seit:
    06.09.2019
    Beiträge:
    495
    Zustimmungen:
    262
    Ort:
    Sachsen
    Nein, kfw ist nicht geplant.

    Klar, ich versuche nur etwas vorzudenken. Daher auch die Gespräche mit Planer und Energiemensch.
    Die Fassadensanierung steht aktuell zeitlich nicht im Vordergrund. Zunächst sollte innen einiges saniert werden, sodass ich einziehen kann.
    Wäre eben nur schade, wenn dann innen alles fertig ist und man dann 2 Jahre später beim Thema Fassade feststellt, dass man die Fenster nochmal versetzen muss.
     
  7. #7 trockener Bauer, 18.01.2022
    trockener Bauer

    trockener Bauer

    Dabei seit:
    06.09.2019
    Beiträge:
    495
    Zustimmungen:
    262
    Ort:
    Sachsen
    Bin gestern mal im Ort 2 Häuser angefahren, wo ich wusste, dass WDVS drauf kam. Die haben die Fenster auch an der alten Position gelassen. Sieht schon etwas ungewohnt aus, aber auch nicht so extrem schlimm wie ich dachte.

    Habe auch nochmal mit dem U-Wert-Rechner gespielt. Eine Kombination aus WDF80-Innendämmung und EPS außen wäre auch eine Option. Dann muss außen nur 8cm drauf. Tauwasser fällt keines im Bauteil an. Die Fensterposition wäre also etwa mittig. Allerdings hätte man extrem Mehraufwand, weil man 2 Baustellen aufmacht.

    Weiß zufällig jemand, wo die Unterschiede beim Ubakus zwischen den beiden Hohlblocksteinen im Anhang liegt? Also abgesehen vom Lambda. Bin mir nicht sicher, ob ich das richtige ausgewählt haben. Ich habe gestern mal so einen Stein ausgemessen und gewogen und komme auf 850kg/m³.
     

    Anhänge:

  8. #8 SIL, 19.01.2022
    Zuletzt bearbeitet: 19.01.2022
    SIL

    SIL

    Dabei seit:
    06.05.2018
    Beiträge:
    7.137
    Zustimmungen:
    2.352
    Beruf:
    M. Sc. Dipl. Ingenieur
    Ort:
    6210
    Im Kammeraufbau/im Zuschlag und beim Schallschutz wird bei so 1 dB liegen in der Praxis liegen.
    Das wissen wir auch nicht, musst mal das Baujahr angeben und die Region, dann kann man eventuell etwas eingrenzen.

    TGL 33491 /23066 etc oder schaust mal Weimar Bauakademie.
     
    trockener Bauer gefällt das.
  9. #9 trockener Bauer, 19.01.2022
    trockener Bauer

    trockener Bauer

    Dabei seit:
    06.09.2019
    Beiträge:
    495
    Zustimmungen:
    262
    Ort:
    Sachsen
    Das ist interessant. TGL 23066 hatte ich schon gesehen. Die 33491 habe ich mir eben auch mal noch angesehen, kannte ich noch nicht.

    Grundsätzlich kommen die Abmaße und das Gewicht durchaus mit der in der Norm angegebenen Dichte hin. Allerdings hat mein Stein 4 Luftkammern (angeordnet im Quadrat). Das findet man so nicht in den Normen.
    Was bei mir verbaut wurde: 370x240x240mm, mit 4 Luftkammern, 850kg/m³; Bauantrag war 1975 (das war so ziemlich das einzige Dokument, was im Stadtarchiv zu finden war. leider steht nichts technisches drin.); Haus steht im Erzgebirgskreis.

    Zeitlich müsste es die TGL23066 sein. Aber damit weiß ich immer noch nicht, welchen der beiden ich im Ubakus auswählen müsste.
    Wahrscheinlich bekommt man reale Werte auch nur durch eine echte Messung der Bestandswand heraus. Wenn man das denn unbedingt will...
     
  10. SIL

    SIL

    Dabei seit:
    06.05.2018
    Beiträge:
    7.137
    Zustimmungen:
    2.352
    Beruf:
    M. Sc. Dipl. Ingenieur
    Ort:
    6210
    Der 365er mit 23 kg pro Stein und 50% Luftkammer?dann liegst zwischen beiden Werten.
     
  11. #11 trockener Bauer, 19.01.2022
    trockener Bauer

    trockener Bauer

    Dabei seit:
    06.09.2019
    Beiträge:
    495
    Zustimmungen:
    262
    Ort:
    Sachsen
    Vermutlich ist es der 365x240x238. Allerdings habe ich ihn real gewogen und kam auf 18,2kg pro Stein.
     
  12. #12 SIL, 19.01.2022
    Zuletzt bearbeitet: 19.01.2022
    SIL

    SIL

    Dabei seit:
    06.05.2018
    Beiträge:
    7.137
    Zustimmungen:
    2.352
    Beruf:
    M. Sc. Dipl. Ingenieur
    Ort:
    6210
    Ja das variiert etwas nach Herstellung und Zuschläge du hast vermutlich einen aus der DK Reihe mit 4 Kammern da geht es von 0,36 - 0,60 je nach Zuschlag DK 691.31:666.972/973 ich würde den schlechteren Wert ansetzen, aus Ubakus..
    Du hast nicht einen 'schweren' aber auch keinen 'leichten' HBL faktisch wirst du zwischen 0,4 -0,5 liegen, aber so aus der Ferne kann ich dir da nicht viel mehr sagen.
     
  13. #13 trockener Bauer, 19.01.2022
    trockener Bauer

    trockener Bauer

    Dabei seit:
    06.09.2019
    Beiträge:
    495
    Zustimmungen:
    262
    Ort:
    Sachsen
    Danke dir für den angenehmen Austausch. Auch wenn es nicht meine Zeit war, glaube ich auch dass in der DDR zwar in der Theorie vieles sehr genau genommen wurde, aber in der Praxis war es dann doch auch nicht immer so deutlich ;)

    Ja, ich hatte für meine Berechnung den schlechteren Wert, aber mit 800kg/m³ angesetzt. Da kommt man inkl. Putz auf einen U-Wert von glatt 1,0.
    Übrigens war da vorher Fachwerk. Die haben das Dach auf Stützen gestellt und die Hohlblöcke hochgemauert.
     
  14. SIL

    SIL

    Dabei seit:
    06.05.2018
    Beiträge:
    7.137
    Zustimmungen:
    2.352
    Beruf:
    M. Sc. Dipl. Ingenieur
    Ort:
    6210
    Das würde ich erstmal nicht so sagen, das Problem ist der Begriff Hohlblockstein - beginnend mit Bims -Blähton- mit Ziegelzuschlag - mit Schlacke..bis hin zum fast 'reinen Betonstein', das hat natürlich gravierende Auswirkungen auf die Spezifikationen des Steines.

    Erfahrungsgemäß sind in den Baujahren und bei 800-900kg/m³ als U-Wert ca 1,2 bei 24er AW gängig in deiner Region, eventuell etwas besser wenn dieser aus Zwickau wäre - die Erfurter oder aus Halle waren generell etwas "schlechter" wobei wir hier von Differenz von 0,1 sprechen und es gab natürlich auch noch Importe ....du könntest wenn einen über hast einen Schnitt mit der Flex und das Foto posten..
     
    trockener Bauer gefällt das.
  15. #15 trockener Bauer, 21.01.2022
    trockener Bauer

    trockener Bauer

    Dabei seit:
    06.09.2019
    Beiträge:
    495
    Zustimmungen:
    262
    Ort:
    Sachsen
    Kleines Update und "Kommando zurück".
    Ich habe heute festgestellt, dass im Großteil der Fläche viel Größere Steine verbaut wurden. Etwa 50cm lang. Damit kann es egtl. nur der 490er aus der TGL23066 sein. Die Wände sind 35cm stark mit Putz. Wird also wohl der 490x300x238 sein.
    Den Stein den ich gewogen hatte, war scheinbar ein anderer. Leider liegen solche großen Blöcke nirgends mehr rum; war scheinbar nichts übrig.

    Auch egal. Planer war gestern vor Ort. Hatte insgesamt ein gutes Gefühl.
    Fenster können so bleiben. Evtl. Laibungsplatten innen ran, der Platz wäre da. Außen perspektivisch Vorhangfassade mit Wolle.
    Er macht mir ein Angebot für LP 2,3 (4...wohl nicht notwendig). LP5 dann stundenbasiert für einzelne Dinge, da ich hier auch selbst einiges übernehmen kann.
     
Thema:

Position Fenster bei Außenwanddämmung

Die Seite wird geladen...

Position Fenster bei Außenwanddämmung - Ähnliche Themen

  1. Richtige Position der neuen Fenster inkl. Dämmung

    Richtige Position der neuen Fenster inkl. Dämmung: Hallo zusammen, wir hatten gestern ein Gespräch mit unserem Energieberater der uns schonmal etwas aufgeklärt hat. Dennoch schwirren am nächsten...
  2. Ideale Position Fenster in der Laibung

    Ideale Position Fenster in der Laibung: Guten Abend, wir möchten unser Haus aus KS + WDVS (16cm) bauen. Der Architekt hat die Fenster so eingeplant, dass die Rollladenschiene bündig mit...
  3. Position Fenster bei Mauerwerk/WDVS

    Position Fenster bei Mauerwerk/WDVS: Hallo zusammen, ich frage mich gerade ob meine Fenster korrekt eingebaut wurden. Dazu erstmal der Wandaufbau: Das Aussenmauerwerk besteht...
  4. Position Heizkörper bodentiefe Fenster

    Position Heizkörper bodentiefe Fenster: Hallo ihr Lieben, mir schwirrt eine Frage durch den Kopf. Ich hab mir gerade eine Wohnung gekauf, die noch im Bau ist. Das Wohnzimmer...
  5. Position der Fenster in der Lichte

    Position der Fenster in der Lichte: Hallo erstmal, ich bin der Björn und neu hier. Ich les schon ne Zeit lang in eurem Forum und hab jetzt meine erste Frage. Meine Freundin und...