Potentialausgleich bei Dusche über Sicherung laufen lassen?

Diskutiere Potentialausgleich bei Dusche über Sicherung laufen lassen? im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Ähm dein PA geht in den HAK seltsam.... Nicht seltsam ,wenn das rote durch grün/ gelb und auch noch 16 Quadrat mm Kupfer wäre ,dann hätte man...

  1. #21 Hanilein, 16.11.2019
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    Nicht seltsam ,wenn das rote durch grün/ gelb und auch noch 16 Quadrat mm Kupfer wäre ,dann hätte man sogar soweit wahrscheinlich die Norm erfüllt.
    Möglicherweise führt dieses Kabel sogar zu einer Potentialausgleichschiene.Einfach mal verfolgen.
     
  2. #22 kheymann, 16.11.2019
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    Ich werde den Mieter fragen, der den Keller wohl auch mitgemietet hat. Ich selbst komme in das Sondereigentum nicht hinein. Aber danke für den Hinweis!
     
  3. #23 kheymann, 16.11.2019
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    In einem Dokument heißt es:

    "Bei Reparaturen oder Auswechslungen von metallischen Trinkwasser - Hausanschlussleitungen (Stahl, Blei, Kupfer, Guss) können Gefährdungen für Leib und Leben durch Stromschläge auftreten, sofern die Wasserleitung noch zu Erdungszwecken verwendet wird. In diesem Fall ist es erforderlich, Ihre elektrische Anlage von einem zugelassenen Elektroinstallateur dringend überprüfen zu lassen. Die Verwendung der Wasserleitungen als Erder, Erdungsleiter oder Schutzleiter ist seit dem 01.10.1990 (VDE 0190) verboten. Eine Trennung der elektrischen Erdungsanlage vom Wasserrohrnetz ist somit geboten."

    Also prinzipiell liege ich wohl richtig, dass die Möglichkeit besteht, dass die alten Bleileitungen früher zu Erdungszwecken verwendet wurden. Auch, wenn die Trennung als Erder des Stromnetzes vermutlich bereits erfolgt ist, könnte theoretisch die Leitung noch als Erder für den Potentialausgleich dienen von z.B. den aktuellen Heizungs- und Wasserrohren, wenn diese nicht separat über eine Potentialausgleichsschiene geführt werden (welche da sein kann oder halt nicht; muss da halt nachschauen).
     
  4. #24 kheymann, 16.11.2019
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    Ich habe nun genügend Infos bekommen (ich bedanke mich bei allen), um den Hausverwalter kontaktieren zu können und es zumindestens so zu formulieren, dass die Bedenken sichtbar geworden sein sollten. Ich gebe es damit an die Hausverwaltung ab; da gehört es nun hin und wenn es nichts ist, dann ist es halt nichts. Ist nun nicht mehr meins.
     
  5. #25 Dipol, 16.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 16.11.2019
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    Das ist missverständlich formuliert.

    Die Nutzung häuslicher Sanitär- und Heizungsverteilnetze für PA und Erdungszwecke war nach längst abgelösten DIN VDE 0190 nur noch bedingt zulässig und die Verwendung der Hauswasserzuleitung als Erder nach Ablauf der Übergangsfrist definitiv untersagt. Normkonforme Erdungen und PA sind nicht nur für Dachantennen gefordert, sie waren nach früheren Normen auch für BK-Anschlüsse gefordert.

    Da seit Ablauf der Übergangsfrist in jedem Gebäude ein vollständiger Schutzpotenzialausgleich, früher Hauptpotenzialausgleich genannt, vorgeschrieben ist, müssen noch nicht auf Kunststoffrohre umgestellte Hauswasserzuleitungen nach dem Einbau normkonformer Erder weiterhin in den PA eingebunden bleiben. Gasleitungen müssen galvanisch getrennt werden, Wasserleitungen NICHT.

    Mit einem normkonformen Schutz-/Hauptpotenzialausgleich aller Haussysteme durfte ein Zusätzlicher Schutzpotenzialausgleich an der Wanne entfallen. Da auf den Bildern keine HES eines Schutzpotenzialausgleichs zu erkennen ist, muss nach meinem Normenverständnis bis zum Einbau/Nachweis durch eine EFK ein Zusätzlicher Schutzpotenzialausgleich nach altem Normenstand erhalten bleiben.
     
  6. #26 kheymann, 16.11.2019
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    Ich muss nachfragen, was HES ist?

    Mit altem Normenstand im letzten Absatz/letzter Satz ist dann doch die Verwendung der Hauswasserzuleitung als Erder gemeint, trotz der definitiven Untersagung? Also ist damit gemeint, dass man es lassen "muss" bis die EFK kommt um dann endlich eine normkonforme Erdung herzustellen, die ja zwangsläufig gefordert ist (für den Fall, dass keine normkonforme Erdung da sein sollte)?
     
  7. Dipol

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    Im Zuge von internationalen Harmonisierungen wurde schon längst aus dem Hauptpotenzialausgleich der Schutzpotenzialausgleich und aus der Potentialausgleichsschiene (PAS) die Haupterdungsschiene (HES).

    Da nicht alle Gebäude eine Erdung haben, gibt es nunmehr HES mit und ohne Hauserdung. :confused:
    Mach es nicht komplizierter als es ist.
    • Erdung und Potenzialausgleich sind integraler Bestandteil der Elektroanlage und deren Installation ist nach NAV § 13 konzessionerten EFK vorbehalten.
    • In Gebäuden in denen eine notwendige Erdung entgegen historischen DIN VDE 0190 noch immer über eine metallische Hauswasserleitung erfolgt, muss ein normkonformer Erder nachgerüstet werden.
    • Nach der Erdungsnachrüstung bleibt eine metallische Hauswasserleitung über die Hauptwasseruhr bzw. deren Bügel in den nachgerüsteten Schutzpotenzialausgleich einbezogen, eine galvanische Trennung wie bei Gasleitungen ist NICHT gefordert.
     
    kheymann gefällt das.
  8. #28 kheymann, 17.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 17.11.2019
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    Ok, danke.

    Es besteht nämlich rein theoretisch(!) die Möglichkeit, dass von 9 Einheiten im Haus mein Bad das letzte ist, welches modernisierend instandgesetzt wird.
    Oder anders gesagt bestand ganz kurz die Möglichkeit und der leiseste Verdacht bei mir, dass bei mir evtl. die letzten Bleirohre aus der Wand entfernt werden (was mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Fall ist), welche durch das Haus führten (als ehemalige, nun seit längerer Zeit stillgelegte Hauptwasserleitung, welche durch die Räumlichkeiten der hiesigen Toilettenräume gehen).

    Auf der anderen Seite sollte ja (im Besten Falle?) ein Potentialausgleich in allen Badezimmern der 9 Einheiten vorliegen und zusätzlich mindestens und zwingend eine im Keller (welche an der HES angebunden ist). Es sollte also überall ein Ausgleich zwischen Heizungs- und Wasserrohren vorliegen (Gas ja nicht, wie von Dipol ausdrücklich beschrieben).

    Es sollte ja auch verpflichtend und zwingend notwendig irgendwo eine HES sein.

    Kurzum gesagt brauche ich mir keine Gedanken zu machen und sage den Sanitärleuten am Mittwoch, dass sie den Potentialausgleich zu dem Hauptwasserstrang und den Heizungsrohren im Bad/Toilette legen sollen/können/dürfen. Alles andere scheint vermutlich nur eine leise Paranoia von mir zu sein. Im Zweifel bin ich da dann auch raus (als einzelner Eigentümer), wenn mal was passiert und die Versicherung anrückt. An Gemeinschaftseigentum kann ich eh nicht ran und was machen lassen (ist sicherlich auch gut so).

    Es besteht sonst noch die Möglichkeit, dass ich denen sage, dass sie zusätzlich noch einen Abgleich zu dem alten Bleirohr machen, deren Reste sich in meinem Sondereigentum zum Übergang Gemeinschaftseigentum befinden (also in der Bodenplatte). Das wäre eine Strippe mehr, ist aber vermutlich Paranoia.

    Wie gesagt, der Hausverwalter hat die Nachricht bekommen mir mitzuteilen, wo die HES sich befindet. Dann brauche ich hier auch nicht so theoretisch rumzueiern...das hilft eh keinem wirklich.

    Also, ich bedanke mich erneut für die hilfreichen Antworten und die Geduld mit mir.
     
  9. #29 Fred Astair, 17.11.2019
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    Wenn Du das machst, wäre ich gern dabei, um die verständnislosen Augen der Santäter zu sehen.
     
  10. #30 kheymann, 17.11.2019
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    Weil vermutlich es die EFK macht?
     
  11. #31 simon84, 17.11.2019
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    Schau mal im Zählerraum
     
  12. #32 kheymann, 17.11.2019
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    Die HAK und die Zähler sind allesamt im Flur. Der Potentialausgleich für den HAK geht in ein Sondereigentum. Da komme ich nicht ohne Fragen rein ohne einzubrechen.
     
  13. #33 simon84, 17.11.2019
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    Ja da wird es vermutlich dann drin sein.
     
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