Potenzialausgleich an Bade- und Duschwannen

Diskutiere Potenzialausgleich an Bade- und Duschwannen im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Laut DIN VDE 0100-701 ist das Einbeziehen von leitfähigen Bade- oder Duschwannen (also z.B. aus Stahl) nicht mehr erforderlich. Gibt es gemäß...

  1. Tommi

    Tommi

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    Laut DIN VDE 0100-701 ist das Einbeziehen von leitfähigen Bade- oder Duschwannen (also z.B. aus Stahl) nicht mehr erforderlich.

    Gibt es gemäß Expertenmeinung irgendwelche Vorteile, wenn man diese Wannen trotzdem an den Potenzialausgleich anschließt.

    Sorry, ich nix Physikus...


    Gruß

    Tommi
     
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  3. #2 Jürgen V., 15. April 2004
    Jürgen V.

    Jürgen V.

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    Der

    Vorteil liegt bei deinem Elecktriker. :respekt


    Er kann mehr Kabel verkaufen :D
     
  4. Gast_Max

    Gast_Max Gast

    Hallo!

    Jetzt muß ich aber noch mal nachfragen:

    Was ist der der Sinn, daß jetzt keine Erdung mehr nötig sein soll?

    Ich habe und würde diese Leiter immer erden.
    Der FI funktioniert wie eine Waage, was an Strom rein fliest muß auch wieder raus kommen. Wenn nun so ein großes Eisenteil unter Strom gesetzt wird und nicht geerdet ist, wohin soll der Strom dann abfließen, damit der FI auslöst?

    Ich habe mit den Wasserleitungen eine 4mm² Kabel als Erdung verlegt. Das ist kein besonderes Kabel, sondern war mal irgendwo über. Damit habe ich dann in der Küche eine Erdungsschiene gesetzt (für die Spüle später), die die Duschwanne angeschlossen und eine Vorbereitung für die Badewanne gesetzt.
    Soviel meine Meinung als vorsichtiger Heiwerk-Schwachstrom-Elektriker.

    Es wäre schön, wenn sich die Elektriker oder Herr Ebel zu diesem Thema mal äußern würden. Ich lerne gerne dazu.

    Gruß
    Max
     
  5. manni

    manni

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  6. #5 Jürgen V., 16. April 2004
    Jürgen V.

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    Mit Ausgabe Februar 2002 wurde neu veröffentlicht:

    DIN VDE 0100 Errichten von Niederspannungsanlagen – Anforderungen für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art
    Teil 701: Räume mit Badewanne oder Dusche

    Der Verzicht auf das Einbeziehen metallener Wannen (Bade- und Duschwannen) in den zusätzlichen Potenzialausgleich erfolgte deshalb, weil sie nach der Begriffsbestimmung nicht als fremde leitfähige Bauteile betrachtet werden. Somit kann durch die metallenen Wannen kein Potenzial in den Raum eingeführt werden, so dass eine Gefährdung nahezu ausgeschlossen werden kann.

    Früher war es nur bei Acrylwannen nicht vorgeschrieben,einen Potenzialausgleich vorzusehen.
    Heute gilt dies auch für die im Neubau aufgestellten oder bei einer Renovierung hinzugefügten Bade-oder Duschwannen.Diese werden nicht mehr als fremde leitfähige Teile angesehen,wie es noch bei metallischen Rohrleitungen der Fall ist.
    Beim Einbau von nicht leitfähigen Rohrwerkstoffen wird kein Potenzialausgleich gefordert.Hier besteht der Vorteil,dass sich über dieses Rohrsystem kaum ein elektrisches Potenzial verbreiten und dem Nutzer gefährlich werden kann.
    Ebenso wird das Einbeziehen von kunststoffummantelten Rohren (z. B. Verbundrohre) in den zusätzlichen Potenzialausgleich nicht gefordert.

    Im Sanierungsfall muss der zusätzliche Potentialausgleich an leitfähigen Stahl- oder Gusswannen wieder hergestellt werden, es sei denn, die elektrische Anlage wird ebenfalls saniert und den neuen Vorschriften angepasst.
     
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