Problem Überstrom bei FI-Schutzschalter

Diskutiere Problem Überstrom bei FI-Schutzschalter im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Ist es richtig, dass ein FI-Schutzschalter nur auf Fehlerströme, jedoch nicht auf Überströme anspricht? Wenn z.B. nach einem FI-Schutzschalter...

  1. #1 Altbau1928, 21. Juli 2014
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    Ist es richtig, dass ein FI-Schutzschalter nur auf Fehlerströme, jedoch nicht auf Überströme anspricht?
    Wenn z.B. nach einem FI-Schutzschalter 40A/30mA sechs LS mit 16 A auf der Schiene je Phase hängen, wäre ein max. Strom von 96 A möglich.
    Da die 16 mm² Zuleitung mit max. 81 A belastbar ist, müsste dann die Sicherung im Hausanschlußkasten anspringen, was aber sehr unschön ist.
    Was besagt die Angabe 40 A auf dem FI-Schutzschalter?
     
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  3. #2 Nordpassat, 21. Juli 2014
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    Die 40A stehen für den Nennstrom oder besser die Strombelastbarkeit des RCD.
    In einem normalen EFH ist es schon eher selten, das alle LS-Schalter voll belastet werden. Normalerweise sind Vorsicherungen verbaut, z.B. SLS-Schalter im Vorzählerbereich? Bei älteren Anlagen auch mit NH-Sicherungen.
    Wenn wir Zähleranlagen bauen, sichern wir die FI's immer mit einem Neozed-Element vor!
     
  4. R.B.

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    Richtig. Bei Einsatz eines RCD muss man immer die komplette Anlage im Auge behalten, und es muss sichergestellt werden, dass der max. Nennstrom nicht überschritten wird. Das kann geschehen durch eine entsprechende
    Vorsicherung (üblicher Vorgehensweise) oder auch durch entsprechende Wahl der nachfolgenden Kreise bzw. deren LS.
     
  5. #4 Altbau1928, 21. Juli 2014
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    Beim neuen Wärmepumpen-Stromkreis (separater Zähler für HT/NT) hat der Elektriker vor dem Zähler einen SLS 63 A verbaut. Beim normalen Hausstrom wurde nichts verändert, da sehe ich keine Vorsicherung (oder sie ist verdeckt).
    Ist es richtig, dass die Neozed träger als ein LS sind? Welche kleinste Neozed Vorsicherung kann vor LS mit 16 A geschaltet werden, damit bei
    a) Kurzschluss
    b) Überlast einer Leitung
    die Selektivität gegeben ist (d.h. nicht zugleich LS und Neozed ansprechen)
     
  6. #5 Nordpassat, 21. Juli 2014
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    Wie groß ist denn die WP? Standardmäßig setzen wir immer 40A SLS und im HAK 63A. Im normalen EFH sollten 35A Neozed immer reichen!
     
  7. karo1170

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    Und dein Elektriker sieht auch keine Vorsicherung?

    Das haengt von der Characteristik der Sicherung bzw. des LS ab.

    Das haengt von der Characteristik der Sicherung bzw. des LS ab. DIe kann (bei LSS) durchaus herstellerbezogene Unterschiede aufweisen.

    Ein Tipp: Du solltest die Energieverteilung als Gesamtheit betrachten.
     
  8. #7 Altbau1928, 21. Juli 2014
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    Die WP ist eine Stiebel Eltron WPL 25 (Modell ohne Warmwasser). Der Kompressor ist mit 3 x 16 A und der (meistens unnötige) Not-Heizstab ist mit 3 x 20A abgesichert.
    Wäre es besser, wenn der SLS 63 A vor beiden Stromzählern sitzt? Oder benötigt jeder Stromzähler-Kreis eine eigene Vorsicherung?
    Wie wird ein solcher Fall im Neubau abgesichert? 2 stromzähler (Doppeltarif + normal)
     
  9. karo1170

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    Nein.

    Ja, ist in der TAB Niederspannung deines VNB sicher beschrieben.

    So, wie es die TAB Niederspannung des jeweiligen VNB fuer den Zaehlerbereich fordert und wie es die jeweils angeschlossenen WP / Heizung lt. Herstellerangabe erfordert.
    Evtl. kann der SLS kleiner dimensioniert werden, z.B. 35A oder 50A. Ob man eine Waermepumpe ueber einen FI betreiben moechte, ist eine andere Fragestellung...
     
  10. #9 Altbau1928, 22. Juli 2014
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    Ok, dann sieht alles richtig aus, nur der SLS ist etwas groß mit 63 A. Vor der WP hängt alles:
    1. ABB-Schütz
    2. LS 3 x 16 A
    3. FI-Schutzschalter
    4. Doppeltarif-Stromzähler
    5. SLS
    6. Sicherung im Hausanschlußkasten
    Du meinst der FI ist evtl. überflüssig?
     
  11. #10 Nordpassat, 22. Juli 2014
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    Ein FI ist eigentlich nie überflüssig!
    Bei uns dürfen die Schütze vor der WP weggelassen werden, da die WP selbst über den EVU-Kontakt wegschalten kann, hat aber auch lange gedauert, bis die EWE das eingesehen hat.
    Der SLS ist mit 63A definitiv zu groß, 35 oder 40A sind da völlig ausreichend.
     
  12. karo1170

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    Bei Wärmepumpen und anderen Geräten, die mittels Frequenzumrichter mit GZK betrieben werden ist der Einsatz eines FI keine so gute Idee. Zum einen können Ableitströme des FU (Netzfilter) den FI zum ansprechen bringen, zum anderen ist der Einsatz eines allstromsensitiven FI auch eine Kostenfrage.
     
  13. #12 Nordpassat, 22. Juli 2014
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    Wenn der FI ständig auslöst, ist das kleinere Übel. Eine "Sättigung" wäre schlimmer, dann löst er nämlich garnicht mehr aus.
    Gut bei FU's sehe ich es ein, oder zumindest den Einsatz eines Allstromsensitiven FI. Ist natürlich Schweine-teuer, ich kenn's aber hauptsächlich aus dem Landw. Bereich, da werden Ställe für 2-3 Mill.€ gebaut, aber der Elektriker wird 3 mal gefragt, ob der teure FI Typ B wirklich sein muss :-(
     
  14. #13 Altbau1928, 22. Juli 2014
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    Nee, der FI vor der WP hat bisher noch nie ausgelöst. Der WP ist in der Tat eine Inverter-WP, die stufenlos die Last regelt (Frequenzumrichter?).
    Danke wegen dem Hinweis wegen der ABB-Schütze. Ob die WP zwei Signaleingänge hat bezweifle ich. Es gibt 2 Schütze, damit Kompressor und Heizstab einzeln abgeschaltet werden können. Der Energieversorger schaltet derzeit nur den Heizstab ab, der Kompressor darf beliebig laufen.
    Wie sollte mit dem Hausstromkreis verfahren werden? Sollte vor dem Zähler auch ein SLS eingebaut werden, damit es zum WP-Stromkreis symmetrisch ist?
    Kann es sein, dass eine Neozed-Vorsicherung unter der Abdeckung ist? Aber die Bautiefe ist dahinter eig. nicht gegeben. An der Stelle wo ein SLS hinkommen würde, sind noch die verschlossen PVC-Streifen.
     
  15. nolu13

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  16. karo1170

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    Ist der Heizstab denn ebenfalls am Wärmepumpenzähler angeschlossen? Lt. deiner Auflistung #9 wohl nicht...

    Symmetrisch? Du meinst, das der Schaltschrank einen symmetrischen Anblick bietet?
    Für den Lastfluss der einzelnen Zählerbereiche hat der SLS keine Auswirkung, hier wäre eher die Frage nach Selektivität HA-Sicherung - Hauptsicherung (SLS) - Anlage und nach einer kundenseitigen Freischalteinrichtung ein Grund, für einen SLS.
     
  17. #16 Altbau1928, 24. Juli 2014
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    Am WP-Zähler hat der Elektriker alle drei Stromkreise der WP-Einheit angeschlossen:
    a) Steuereinheit 5 x 1,5 wovon L1,N,PE und 1 Steuerleitung für die EVU-Sperre
    b) Kompressor 5 x 2,5
    c) Heizstab 5 x 2,5

    Symmetrisch meine ich im Sinne von funktional. Wenn der SLS vor der WP anspringt, dann sehe ich das.
    Wenn die Vorsicherungen vom Hausstromkreis (sofern vorhanden) anspringen, sehe ich das nicht weil sie hinter der Abedeckungen liegen.
    Oder es springen die Sicherungen im Hausanschlußkasten an, dann ist aber auch die WP aus.
    Der Elektriker hätte auf diesen Umstand hinweisen müssen.
     
  18. #17 Nordpassat, 24. Juli 2014
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    Hinter der Abdeckung werden wohl keine Sicherungen liegen(wenn ja, solltest du deinen Elektriker wechseln)!
    Wenn ich das richtig verstanden habe, war es eine Bestandsanlage, die um den Anschluss der Wärmepumpe erweitert wurde? Richtig?
    Stell doch einfach mal ein Foto deiner Zähleranlage ein!
    Der Anschluß der WP hört sich so erstmal vernünftig an.
     
  19. Julius

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    Ich hingegen halte es für eine ganz schlechte Idee, so etwas hier pauschal zu behaupten!
    Denn es gibt genug Fälle, wo der Einsatz von FI einfach erforderlich ist, um die Abschaltbedingungen einzuhalten oder wo die örtlichen TAB ihn zwingend vorschreiben.

    Bedenke, daß den meisten Lesern nicht klar sein dürfte, daß die öffentliche Stromversorgung in Deutschland technisch NICHT EINHEITLICH erfolgt. Es hängt also vor allem vom speisenden Netz ab.
    Davon ganz abgesehen halte ich den Einsatz von FI in nahezu ALLEN Fällen für eine sehr gute Idee!
    Auch bei WP.

    Mit Sicherheit nicht, wenn es sich um WP in haushaltsüblicher Größe handelt und diese intakt sind.

    Aha! Guter Schutz gegen Personen- und Brandschäden ist also eine Kostenfrage?
    Dann muß man das bei der Entscheidung für eine WP eben von Anfang an mit einkalkulieren.
     
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  21. Julius

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    Was denkst Du denn, wann so eine Zählervorsicherung überhaupt auslöst?

    Aber Du siehst, daß es dann dunkel in der Bude ist...

    Das kann sein, in älteren (nicht nur Einzähler-)Anlagen dient oft die Hausanschlußsicherung gleichzeitig als Zählervorsicherung.
    Und das muß kein ganz schlechtes Konzept sein.

    Müssen ganz bestimmt nicht!
    Allerdings hat er sicherlich nichts dagegen, von Dir eine Erweiterung des Auftrags auf Nachrüstung von SLS auch für den Haushaltszählerplatz zu bekommen.
     
  22. #20 Altbau1928, 25. Juli 2014
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    Wenn der Elektriker den Hausstromkreis (Bestand) angeht, dann kann er da auch einen SLS einbauen. Ich denke, es gibt nur die Vorsicherung im Hausanschlusskasten. Deren Ansprechen (auch wenn dies wohl nie vorkommen wird) würde die WP abklemmen, was im Winter sicher nicht sinnvoll wäre ...
    Noch eine Frage: EG und OG sind je durch einen FI abgesichert, der FI vom OG ist erneuert worden (30 mA), der vom EG ist noch von ca. 1980/90 und hat 500 mA. Warum wurden damals so hohe Fehlerströme zugelassen? In meiner alten Wohnung hatten die FI sogar 1 A.
     
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Problem Überstrom bei FI-Schutzschalter

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