Probleme mit dem Sockelputz

Diskutiere Probleme mit dem Sockelputz im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Guten Morgen liebe Bauexperten! Nach langer Zeit in der ein zweites Gutachten (über mein schon nach einem ersten Gutachten sanierten) WDVS...

  1. #1 schorsch1974, 29.11.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.11.2012
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    Guten Morgen liebe Bauexperten!

    Nach langer Zeit in der ein zweites Gutachten (über mein schon nach einem ersten Gutachten sanierten) WDVS (xxxxxxxxxxxxx) erstellt wurde, melde ich mich mit neuen Problemen zurück.
    Immerhin wurde gestern schon bei Anhörung des Sachverständigen geklärt, dass mein WDVS wieder nicht der abZ entspricht, wenn auch der LBIO NRW (Brandschutz).

    Strittig ist aber wieso es zum Schaden am Sockelputz (Fotos folgen noch) kommt.

    Der Aufbau ist wie folgt: Mauerwerk, Mauerwerksabdichtung (Bitumenklebefolie), Grundputz (2-lagig, Gewebe in der unteren Lage, Zementleichtputz mit Styroporkügelchen), Oberputz (Buntsteinputz, Wabiemur), keine weitere Abdichtung des Putzes, weder in der Laibung, noch vorne gegen das Pflaster der Einfahrt.

    Jetzt passiert in der Laibung vom Garagentor folgendes:
    Der Oberputz löst sich vom Unterputz ab, der Unterputz zerbröselt vollständig.

    Laut Gutachter ist die Ursache aber eine mangelhafte Abdichtung des Mauerwerks. Dadurch würde Feuchtigkeit in den Unterputz eindringen und der Oberputz löst sich, weil dieser dampfundurchlässig sei. Des weiteren bemängelt er, dass bis an den Sockelputz gepflastert ist und kein Kiesstreifen vorhanden ist. (Wie komm ich sonst in die Garage?) Und er bemängelt das Fehlen der Noppenbahn. Wenn man das Foto genau betrachtet, sieht man, dass ich die Bauwerksabdichtung mit Styrodur geschützt habe. Im unterkellerten Bereich liegt selbstverständlich Noppenfolie.

    Auf Nachfrage erklärt er, dass eine Abdichtung des Sockelputzes nicht notwendig sei, da der Buntsteinputz dampfdicht ist. Wenn dann müsse eine Abdichtung unter dem Sockelputz auf dem Grundputz erfolgen. Auf die Frage wie die Feuchtigkeit vom Mauerwerk durch die Bitumenbahn in den Putz kommt, verwies er wieder auf die mangelhafte Bauwerksabdichtung.
    Dabei zeigen sich die Auflösungserscheinungen nicht am oberen Ende der Bauwerksabdichtung, sondern genau auf der Abdichtung.

    Bessere Fotos reiche ich nach. Hab tausende Fotos, aber wenn man eins von der Garageneinfahrt sucht...

    Was meint Ihr dazu?
     

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  2. #2 schorsch1974, 29.11.2012
    schorsch1974

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    Auf dem zweiten Foto kann man die Schadstelle am unteren Rand erahnen.
    Die Putzablösung entstand offensichtlich doch durch einen Setzriss (4 Jahre nach Fertigstellung). Ich hatte den falschen Wandanschluss in Verdacht...

    Sorry bekomm die Bilder ned gedreht...
     

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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    der Putz geht Dir kaputt weil Wasser über die Betonmauer bzw. das Pflaster ungeschützt in
    den Putz eindringen kann.

    dieser EPS Leichtunterputz geht bis Boden ? ... auch das ist schon mal falsch und zusammen
    mit der fehlenden Sockelputzabdichtung ein Overkill (!)
     
  4. #4 schorsch1974, 30.11.2012
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    Danke Sepp,
    aber bitte versuch das jetzt mal so zu erklären, mit Verweis auf Vorschriften, dass ich den Gutachter und evtl. Richter überzeugen kann.
    Das ist alles ein wenig schwierig, zumal man auch dem Richter erstmal erklären musste, was eine abZ ist...
    Ich muss ja jetzt sozusagen Nachfragen zum Gutachten stellen. Und mein Verweis auf die "Sockelrichtlinie" von 2006 hat beiden nicht gereicht...

    Zum Diagonalriss hat der Gutachter ganz deutlich erklärt, dass er durch einen Setzriss entstanden ist (Riss ist auch im Mauerwerk zu sehen). Und weil der Riss eben zwei jahre nicht repariert wurde (Mängelrüge und Beweissicherungsverfahren) drang durch den Riss Wasser ein und löste den Oberputz (Silikonharz) vom Unterputz.
     
  5. #5 schorsch1974, 30.11.2012
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    So, hier noch ein paar genauere Fotos:
    Die Details vom Sockelputz sprechen für sich selbst. Die Aufnahme vom Riss an der Garagenaußenwand entstand kurz bevor der Gutachter auf Ursachenforschung ging. Der Oberputz lies sich sehr leicht vom Unterputz ablösen.
     

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  6. #6 Hundertwasser, 01.12.2012
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    Gibt esdennvon dem hersteller auch details zur Ausführung des Sockels? Wie Sepp bin ich übrigens der Meinung das es sich eher um einen Sekundärschaden handelt. Ist denn im Bereich der Mauerkrone eine Perimeterdämmung? Wurde dort vernünftig abgedichtet? Wenn es oberhalb deines Sockels schon reinregnet kann die Abdichtung unten sein wie sie will.
     
  7. #7 schorsch1974, 02.12.2012
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    Auf der Garagenvorderseite ist kein WDVS sondern "nur" normaler Putz. Auf der Mauerkrone liegt zum Mauerwerk zusätzlich eine Bitumenfolie zur Bauwerksabdichtung.
    Das Problem tritt aber auch auf der anderen Seite auf, wieder besondern in der Laibung der Garagenöffnung.
    Ich denke deshalb "Setzriss" und Sockelputz sind getrennt zu betrachten.

    Den Hersteller habe ich angeschrieben, er hat zwar klipp und klar gesagt, dass sein Buntsteinputz (WABIMUR) diffusionsoffen ist, aber keine Verarbeitungsrichtlinien, da die Anwednungsfälle zu vielfältig sind.
     
  8. #8 schorsch1974, 04.12.2012
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    Nur Josef und Hunderwasser? Wo ist denn der Rest von euch?
     
  9. Josef

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    - der Riss ist auch innen Sichtbar ?
    - aus welchen Material sind die Aussenwände ?
    - da ist ein Flachdach drauf ?
    - auf den 3 (?) Bild sieht man ja sogar noch die Feuchte im Unterputz (!)
     
  10. #10 schorsch1974, 05.12.2012
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    - der Riss ist auch innen Sichtbar ?

    Ja, sagt der Gutachter. Ich finde der Riss innen ist nicht parallel zu dem außen.

    - aus welchen Material sind die Aussenwände ?

    Ytong. Die Betonabstützung hat keine (kraftschlüssige) Verbindung zum Mauerwerk. Die linke Seitenwand der Garage besteht als Unterfangung ca. 1m hoch aus Beton, dann Ytong.

    - da ist ein Flachdach drauf ?

    Ja

    - auf den 3 (?) Bild sieht man ja sogar noch die Feuchte im Unterputz (!)

    Die ist aber laut Gutachter durch den Riss von außen eingedrungen. Meine Nachfrage zum Gutachten würde lauten, ob der Anschluss des Putzes zur Betonwand fachgerecht hergestellt wurde und ob die erkennbare Feuchtigkeit des Unterputzes allein durch eindringende Feuchtigkeit durch den Riss im Oberputz erklärbar ist.

    Aber wie schon beim Sockelputz wird er wenn ers nicht erklären kann einfach auf die mangelhafte Bauwerksabdichtung verweisen.
     
  11. #11 schorsch1974, 11.12.2012
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    Leute ich brauch eure Hilfe. Soll ich nun das Gutachten akzeptieren, in dem der SV von falschen Voraussetzungen ausgeht oder nachhaken und wenn ja welche Fragen stellen?
     
  12. #12 Markus Stolli, 14.12.2012
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    Das Problem ist auch das anliegende Pflaster ! Ich weiß dass es kaum andere Möglichkeiten gibt , aber dass gibt immer Schäden !
    An der Laibung seh ich keine Abdichtung des Putzes , das Problem hatte ich auch schon als Reklamation und durfte das neu Machen ;-)
    Die blaue Folie ist ist wie eine Schweißbahn ... nicht mehr Stand der Technik ! Flex-Dichtschlämmen müssen da heute eingesetzt werden
     
  13. #13 gunther1948, 14.12.2012
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    hallo
    flachdachgarage mit betondecke ????? lieg ich da richtig.
    wenn ja wurde unter der decke ein seperater ringanker angeordnet und da eine gleitfolie als trennung decke ringanker aufgebracht?
    wenn nein dann gehts weiter.

    gruss aus de pfalz
     
  14. #14 schorsch1974, 19.12.2012
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    Ich werd in der Statik nachsehen, ob da ein Ringanker vorgesehen ist.

    Aber zurück zur eigentlichen Frage:

    Wie müsste der Sockelputz richtig ausgeführt sein, damit sich der Unterputz nicht "auflöst" und welche Fragen kann ich an den Gutachter stellen?
     
  15. #15 schorsch1974, 21.12.2012
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    Ich zitiere jetzt das Gerichtsprotokoll:

    "Der hier verwendete Sockelputz (Buntsteinputz) ist grundsätzlich, so wie er angebracht worden ist, in Ordnung. Der Putz braucht keine Abdichtung gegen aufsteigendes Wasser. Wenn eine Abdichtung erforderlich wird, so [...] unter dem Putz."

    Abgesehen davon, dass der Putz nicht dampfdicht ist, wie der Sv in seinem Gutachten schreibt, habe ich in der Sockelrichtlinie keinen Anwendungsfall gefunden, bei dem die Sockel- (und nicht die Bauwerks-)abdichtung unter den Oberputz kommt. Das stimmt doch hinten und vorne nicht.
    Was meinen die Experten?
     
  16. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    der Buntsteinputz ist doch auf einen Unterputz aufgebracht worden = richtig ? ... und dieser Unterputz
    bedarf einer Sockelputzabdichtung ohne wenn- und aber ... bring in Erfahrung welcher Unterputz drauf ist
    und lass Dir das schriftlich vom Unterputzhersteller geben ... und da hauste dem Gutachter um die Ohren (!)

    Gruss


    Josef
     
  17. Epse

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    Hallo,

    ich möchte mich an den bestehenden Beitrag mal "anhängen".

    Kurz ein paar Worte zu meiner Situation.

    Im Zuge der Hausrenovierung wurde auch der Sockel erneuert. Es ist alles soweit fachgerecht erledigt worden, sprich Bauwerksabdichtung, Sockelputz usw. Das einzige ist der fehlende Feuchteschutz des Sockelputzes. Es wurde vergessen, vor dem Pflastern den Bereich bis OK Gelände bzw. etwas drüber mit diesem Feuchteschutz zu versehen.

    Jetzt sieht man feuchte Stellen im Sockelputz, aber noch keine Abplatzungen. Ich möchte den fehlenden Feuchteschutz jetzt anbringen lassen.

    Nun zu meiner Frage:

    Da der Sockel gefilzt und gestrichen wurde sollte natürlich der Feuchteschutz sich optisch nicht unterscheiden. Gibt es einen Feuchteschutz, welcher farblos ist oder sind alle nur grau? Oder gibt es einen Feuchteschutz, welcher gefilzt werden könnte und anschließend gestrichen. Optimal wäre ein farbloser, streichbarer Feuchteschutz. Josef hatte dazu mal was von der Fa. Hasit erwähnt, ich habe aber nichts gefunden.

    Wie machen denn das die hier anwesenden Fachleute bei Ihren Bauprojekten, wenn der Kunde einen gefilzten und später farblich gestalteten Sockelbereich wünscht? Der Bereich bis 5cm über GOK kann doch dann nicht anders sein (optisch gesehen) wie der Rest.

    Gruss

    Epse
     
Thema: Probleme mit dem Sockelputz
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