Pumpensumpf zur Entwässerung Kellertreppe

Diskutiere Pumpensumpf zur Entwässerung Kellertreppe im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, ich habe folgendes Problem: Wenn bei Starkregen die Rückstauklappe zumacht, läuft das Wasser meiner Kellertreppe nicht mehr ab...

  1. Kallomatik

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    Hallo zusammen,

    ich habe folgendes Problem:

    Wenn bei Starkregen die Rückstauklappe zumacht, läuft das Wasser meiner Kellertreppe nicht mehr ab und wenn der Wind richtig steht, läuft zusätzlich das Wasser aus dem Garten über die Mauer (siehe Fotos) mit dem Ergebnis, dass mir der Keller voll läuft, wenn man nicht Eimer und Tauchpumpe parat hat. Das passiert zwar gefühlt nur alle 5 Jahre, aber ich hätte gerne eine Lösung dafür, zu der ich gerne Eure Meinung hätte, um auszuschließen, dass ich was übersehe oder es eventuell noch eleganter geht.

    Mein aktueller Plan sieht vor, links neben dem vorhandenen Abfluss einen Pumpensumpf zu bauen (siehe Fotos), in den dann eine Tauchpumpe mit Schwimmer kommt und ein Deckel obendrauf. Den Abwasserschlauch würde ich unauffällig zur Straße führen.
    Der Untergrund ist eher felsig, so dass ich einfach mit der Flex die Platten sauber ausschneiden und anschließend mit dem Bohrhammer die Bodenplatte und den Fels entfernen würde, bis ausreichend Platz für die Pumpe ist. Ein zusätzliches Gefäß sollte ja nicht erforderlich sein bei dem Untergrund.
    Damit die Pumpe nicht den Abfluss ersetzt, würde ich oben noch einen Rahmen bauen, dass das Wasser erst ab einem bestimmten Pegel in den Sumpf läuft.

    Soviel zu meinem Vorhaben. Gibt es spontan Bedenken / Verbesserungsvorschläge oder Alternativen?

    Es gibt nicht zufälligerweise eine Möglichkeit, den vorhandenen Abfluss (siehe Foto) als Pumpensumpf zu missbrauchen?

    Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe!

    Viele Grüße
    Johannes
     

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  2. #2 seaway, 14.08.2019 um 08:04 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 14.08.2019 um 11:37 Uhr
    seaway

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    Hallo,
    erste Gedanken die ich dazu hätte in Stichpunkten:
    • Ich verstehe es so, dass die Pumpe permanent im Pumpensumpf sein soll. Pumpe im Pumpensumpf läuft laut deiner Aussage alle 5 Jahre wenn es so gebaut werden würde. Genug Zeit um Kaputt zu gehen. Frost, Sommer / Winter, Dreck im Pumpensumpf etc. machen auch eine Pumpe die nicht läuft kaputt. Daher würde ich davon ausgehen, dass wenn es mal soweit wäre und man sie braucht, sie nicht funktioniert. Denn mal ehrlich wer prüft sowas alle 6 Monate? Hier wäre u.U. auch eine Begleitheizung nötig wobei Starkregen eher im Sommer stattfindet. Viel Aufwand für eine trügerische Sicherheit.
    • Ich würde eine Lösungen ohne Pumpe bzw. elektrische Anlagen suchen.
    • Deine Fließpfeile sind klassiker an der Stelle. Eine einmalige Erhöhung der Wand die links überspült wird wäre hier effektiver und nicht viel Aufwendiger als einen Pumpensumpf dort hin zu picken.
    • Der Fließweg Treppe könnte u. U. mit einer "Schwelle" / Erhöhung im Eingangsbereich abgetrennt werden. Da reichen oft schon 5 cm. Zugegeben das ist nicht die barrierefreie Lösung. Besser wäre hier wenn mans richtig macht eine Gefälleänderung des Weges. Also mit ca. 2% vom Gebäude weg. Oder eine wasserdichte Tür...
    • Das ist i.d.R. nur schwer umsetzbar ohne viel Aufwand. Daher kucken wo das Wasser auf dem Grundstück her kommt und an anderer Stelle verhindern, dass das Niederschagswasser den Weg in Richtung Treppe nimmt. Dafür muss man aber das ganze Grundstück kennen.
    • Ggf. über eine Überdachung des Eingangsbereiches nachdenken.
    Gruß
     
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  3. Kallomatik

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    Hallo,
    vielen Dank erstmal für deine Infos!
    • Die Pumpe soll den Sommer über drin bleiben, weil da die Gefahr von Starkregen am größten ist. Im Winter würde ich sie ausbauen. Dass sie nicht kaputt geht, könnte man ja alle paar Wochen mal mit dem Gartenschlauch den Sumpf fluten und sie bisschen laufen lassen. Das Abdeckrost würde ich so bemessen, dass nichts rein kann, was größer als der Korndurchmesser der Pumpe ist. Ja, 100 % sicher ist es nicht, aber 95 % würden mir auch schonmal reichen.
    • Zur Lösung ohne Pumpe muss ich ergänzen, dass beim letzten mal, als das Wasser im Flur stand (nur pfützenmäßig, nicht cm.hoch) auch im Nebenraum durch die Außen- oder Innenwände (genau weiß ich es leider nicht) Wasser eindrang. Da eine große Außenwandsanierung keine Option ist, will ich vermeiden, dass bei der Kellertreppe das Wasser überhaupt höher als der Türabsatz steigen kann. Bei einer wasserdichten Tür hätte ich Bedenken, dass das Wasser sich seinen Weg durch undichte Fugen der Treppe ins Erdreich und durch die Außenwand sucht. Wenn ich die Mauer erhöhe, hätte ich ebenfalls bedenken, dass sich dann ein See bildet und das Wasser unter der Mauer und Treppe durch zur Außenwand gelangt.
    • Die ganze Kellertreppe ist definitiv ein Konstruktionsfehler. Und mit deinen Aussagen würde ich zusammenfassen, dass irgendwann mal die finale Lösung eine Kombination aus Mauer erhöhen, Gefälle des angrenzenden Gartens umkehren (weg von der Mauer), Gefälle der Kellertreppe Richtung Straße ändern und ggf. Schwelle einbauen. Dann am besten noch Kellerwand freibuddeln und neu abdichten, was aber bedeuten würde, dass man auch die gesamte Treppe abreisen müsste.
    • Überdacht ist das ganze indirekt durch einen großen Balkon, der wiederum großzügig überdacht ist. Vermutlich ist es echt nur durch die Kombination aus ungünstigen Gefällen und Windrichtung bei Regen bedingt. Wenn all diese Maßnahmen getroffen wären, ist denn dann das, was bei 15 min geschlossener Rückstauklappe noch ins Rohr passt, erfahrungsgemäß ausreichend, dass das Wasser nicht zentimeterhoch vor der Kellertür steht?
    In Anbetracht der Gesamtsituation ist dann der Pumpensumpf wohl kurz- bist mittelfristig die beste Lösung?!

    Gruß
    Johannes
     
  4. seaway

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    Die Pumpenlösung würde ich im Bereich von etwa 50/50 Lösung sehen. Zumindest weit weg von 95%. Solltest du dir bewust sein.
    Auch Sand und Staub sind für Pumpen auf Dauer nicht das Beste. Ich glaube nicht, dass du mit der Pumpe eindringendes Wasser im Bereich der Außen- Innenwände trocken hälst. Da versickert bereits genug im Garten und sucht sich seinen Weg halt nen halben Meter weiter links ins Erdreich.
    Hier die Frage: sind die Fugen auf dem ersten Bild links immer feucht und sickert evtl. Wasser durch? Wenn nein stelle ich mal die Idee der undichten Fugen der Treppen in Frage.
    Da würde ich ggf. nach alternativen Wegen des Wassers suchen als durch undichte Fugen.

    Die sicherste Lösung ob kurz-, mittel- oder langfristig ist noch immer die Fließwege zu kennen und zu verändern vom Gebäude weg.
     
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  5. Kallomatik

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    Ok, der begrenzten Zuverlässigkeit der Pumpenlösung bin ich mir bewusst und werde regelmäßige Kontrolle / Testläufe durchführen.
    Ob die Fugen feucht sind, weiß ich gar nicht. Ist ein guter Punkt und werde ich morgen mal prüfen.
    Die Fließwege werde ich ebenfalls mal checken. Das war mir gar nicht so bewusst und werde ich definitiv nochmal kritisch begutachten. Hier kann man vermutlich durch kleine Maßnahmen großes bewirken.
    Danke nochmal!
     
  6. simon84

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    wenn die pumpe klein genug ist, dann passt sie auch da in den ablauf rein....
     
  7. seaway

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    Genau am besten so klein, dass die Pumpenleistung auch möglichst klein ist. :-)
    Über die Frage wie viel eine Pumpe an einer solchen Stelle denn leisten müsste kann man sich auch außerordentlich gut die Zeit vertreiben oder ne Doktorarbeit schreiben.
    Am besten gar nicht mit anfangen und im Baumarkt eher zu dem Modell eine Nr. größer greifen. Wobei, bei einem richtigen Starkregenereignis ohnehin eines feststehen wird. DIe Pumpe wird nicht reichen.
    Leider erlebe ich in letzter Zeit zu viele, die sich mit der neu gekauften Pumpe im Keller (mal vorsorglich für den nächsten Starkregen gekauft) in einer falschen SIcherheit gut gerüsetet fühlen. Denn wenn man mal auf die Einheiten kuckt relativiert sich das schnell. Da wird plötzlich die "starke" Pumpe mit 17.000 l/h (ca.4,7 l/s und dann auch nur ohne große Höhendifferenz) ganz klein wenn man von nur 10 l/s (einen Eimer Wasser pro Sekunde) Starkregenzufluss sprechen muss.

    Am Ende gehts primär nur um Fließwege.
     
  8. simon84

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    @seaway danke dass du den gedanken zu ende geführt hast :winken

    ich wollte es nicht direkt so brutal schreiben.

    kollege sagt immer:
    wasser ist schlimmer als feuer. denn feuer kannst du mit wasser löschen
     
  9. seaway

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    @simon84 ja so brutal find ich das gar nicht. Es macht nur keinen Sinn einen möglicherweise falschen Eindruck zu erzeugen.
    Wasser ist und bleibt immer nur begrenzt beherrschbar.
     
  10. Kallomatik

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    Meine Frage nach der Nutzung des vorhandenen Ablaufs als Sumpf war etwas weiter gedacht. Mein Hintergedanke war, dass es für die bestehende Problematik vielleicht schon spezielle Lösungen gibt, beispielsweise an Stelle einer Tauchpumpe eine selbstansaugende mit kurzem Saugschlauch und externem Schwimmer, die man auf / neben dem Abfluss platzieren kann. Zwar nicht schön, aber würde seinen Zweck erfüllen.

    Zur Pumpenleistung: Aktuell habe ich eine kleine Tauchpumpe, mir der sich während des Starkregens der Wasserstand konstant halten lässt. Wenn ich die Pumpe und den fest installierten Schlauch etwas größer bemesse, wird die Leistung ausreichend sein.

    Nochmals Danke an seaway für die konstruktiven Beiträge!
     
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  11. simon84

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    Ja das stimmt es gibt diese kombinations „Becken“ mit tieferliegendem Sumpf oder mit Anschluss

    Glaube aber das passt bei der Dimension nicht einfach so rein, dh du musst sowieso aufmachen
     
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