Putzabschluss mit Übergang Dampfbremse

Diskutiere Putzabschluss mit Übergang Dampfbremse im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich möchte die GK Decke in Eigenleistung ausführen und überlege gerade wie ich am besten den Übergang Mauerwerk/Putz - Dampfbremse...

  1. #1 Gast56382, 05.11.2020
    Gast56382

    Gast56382 Gast

    Hallo,

    ich möchte die GK Decke in Eigenleistung ausführen und überlege gerade wie ich am besten den Übergang Mauerwerk/Putz - Dampfbremse gestalte.
    Das Regelwerk gibt mehrer Varianten vor.
    Dampfbremse auf Fertigputz verkleben
    Dampfbremse unter Fertigputz auf Rohmauerwerk verkleben

    Ich favorisieren letztere Variante, weil gefällt mir persönlich besser. Da die Dampfbremse mit eingeptutz wird, muss ein ordentlicher Abschluss ran. Auch damit die Putzerjungs mit dem Glattstrich nicht die Folie verletzen.

    Ich habe Abschlüsse gesehen, wo UD Profile genommen worden sind, um da anzuputzen. Da ich die GKD etwas abhängen will, wäre dies nicht meine 1. Wahl. Es gibt Putzabschlussprofile. Da kommt der lfdm 3.70€, ganz schön teuer. Dann gibt es noch Abschlussprofile Alu für 1,2€/ lfdm die favorisiere ich. Hat ca. 15mm Überstand (Putzdicke) und schafft nach oben zur Dampfbremse einen sauberen Abschluss. Das sind jetzt meine Gedanken dazu.

    Wie handhabt ihr das im Gewerk?

    Gruß
    Sciro
     
  2. #2 Ungeduld, 05.11.2020
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    Hallo Sciro,
    wie es gefällt. Zumindest mit dem Abschluss-/Anputzleisten.
    Halte ich aber persönlich für die schlechteste Lösung.
    Außer jemand möchte das aus optischen Gründen.

    Dann aber nicht die Dichtung unter der Folie und "hinter" der Befestigung der Anputzleisten auf der Wand vergessen ;)
    Und damit dir bei festmachen der Leisten, die Folie nicht wieder u.U. komplett weg reist
    => den Trick mit dem anschneiden / anritzen der Luftdichtheitsfolie bevor du die Befestigungen (Dübel?) für die Abschlussleisten setzt, kennst Du?

    Überputzen (mit Gewebe) ist die in meinen Augen die technisch weitaus bessere Lösung. Da weitaus weniger fehleranfälliig von der Konstrukion her. Und i.d.R. nicht so aufwendig.
    Du musst i.d.R. so oder so spannungsfrei mit Schlaufe als Zugentlastung die Folie verarbeiten.

    Angst vor Beschädigungen beim drüber putzen? :)
    Ja, da solltest Du aufpassen wie Luchs! Genau so wie wenn danach elektrische Leitungen verlegt werden.

    Aber eigentlich doch kein Problem.
    => Prinzip abgeschaut aus meinem Lieblingsarbeitsfeld Abdichtungen
    => Schütz doch den auf die entsprechend vorbehandelte Wand aufgeklebten / mit Dichtungsband angeschlossenen
    Anschlußstreifen deiner Luftdichtheitsfolie, in den entsprechenden vom "bösen Verputzer" bedrohten Bereichen, nochmal mit entsprechenden Luftdichtungsband von oben.

    Das sollte aber dann einen Papier- und keinen Kunststoffträger haben, damit die Verputzter da mit entsprechender Grundierung auch direkt drüber mit armierten Verputz gehen können.
    Für mich habe ich das über die Jahre zumindest mit den Herstellern dörken, würth, siga und isover für diesen Einsatzbereich abgeklärt. Weis nicht ob die das so nun zwischenzeitlich auch in ihre Verlegeanleitungen genommen haben.

    Darauf kann man dann noch spezielle Halter (Pfennigskram) für das Armierungsgewebe kleben. Falls der Putzer das Gewebe nicht 5-6cm in der Höhe ohne Befestigung haben möchte.

    Du weist aber das Rohrmauerwerk in der Regel nicht luftdicht ist und das insbesondere auch deswegen kein Untergrund (auch nicht mit normaler xy Grundierung) für eine dauerhafte Verklebung mit den üblichen Luftdichtheitsbändern ist?

    Viel Erfolg und Grüße
    HAL
     
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  3. #3 Gast56382, 05.11.2020
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    Gast56382 Gast

    Hi,

    dank dir. Ja, kenne ich. Wollte auch im Isover System bleiben. Ich möchte lieber aufs Mauerwerk kleben und anrollen, statt mit einem Dichtband zu arbeiten. Von isover gibt es jetzt auch ein dafür entwickelte Bannd damit der Putz hält.

    Das ist mir alles bewusst, dann denke ich wieder. Wenn du da nicht neben stehst, dann fuchteln dir die Putzer alles kurz und klein. Aussage, machste mit Tape wieder dicht, ja klar.

    Daher dachte ich an die Abschlussschiene. Aber das mit dem doppelten Dichtungsband ist mir neu und habe ich auch in der Lektüre nicht gefunden. Hast mal ein Bild?
     
  4. #4 Ungeduld, 05.11.2020
    Zuletzt bearbeitet: 05.11.2020
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    Abschluss-/Anpress-/Anputzleiste ... wie man mag. Nur entsprechendlich ordentlich verarbeitet.
    Bild
    Nee, zwar auch schon oft so ausgeführt, ist aber logisch.
    Weis nicht ob die Beschreibung bzw. der Anhang der DIN das in Bildern heutzutage her gibt.

    Du dübelst oder schraubst (nageln wohl eher weniger) die Folie hinter dem "luftdichten" Übergang zum Mauerwerk um die Leisten fest zu machen.
    Da die meisten Profile auch nicht flächig auf voller Materialbreite anpressen ist dieses Detail in Bezug auf Luftdichtkeit nicht so ganz unproblematisch. Nicht vergleichbar mit Tackernadeln.

    Und versuch mal an einem Stück, mit der Leiste an der Wand durch die Folie zu bohren / schrauben ... und die Folie sauber in Lage und verklebt zu halten!
    Selbst mit konsequentem Anscheiden der Löcher vor bohren/schrauben ist das nicht ganz so leicht. Sofern du da den Anspruch hast ordentlich zu arbeiten. Finde ich jedenfalls.

    Oh isover hat nun so ein Band. Wahrscheinlich oben mit was gewebe-/vliesartigem?
    Das der Putz drauf hält wäre damit geklärt.
    Zum Schutz gegen die pfeiffenden und wild fuchtelnden Kollegen. Manche arbeiten ja über schlafende Katzen hinweg.
    Es geht ja nur um den unteren Bereich, die "Zugentlastung / Schlaufe" des Anschluss ist oben (mindestens 5-6 cm) in der Decken-Konstruktion!??

    Wieder Versuch:
    Sicher zusätzlich mal einen Streifen Folie beidsseitig mit Band (Papierträger), spann eine Seite in den Schraubstock ein und zieh das straff. Dann mach mal eine Durchstech/-stossprobe mit einer "scharfen" Verputzerschaufel. Handschuhe tragen!
    Falls du dann immer noch Angst hast, dass dir deine Verputzer die so bis zur Schlaufe geschützten Folie im Bereich des Anschluss kaputt machen, weil die so wild (bei so einem Anschluss) arbeiten, würde ich mir eher Gedanken über deine Verputzer machen.

    Viel Erfolg und Grüße
    HAL

    Edit - ich habe auch Anputzleisten gesehen, die werden zuerst auf das i.d.R. vorbehandelte(!) Rohmauerwerk aufgebracht und daran dann auf dem Flansch angeklebt werden.
    Da dann nur auf ausdrücklichen bauseitigen Wunsch sowas gebaut und nie von mir aus so geplant, kann ich dir dazu aber keine Bezugsquellen nennen.
     
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  5. #5 Gast56382, 05.11.2020
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    Gast56382 Gast

    Ja, überzeugt.

    Mit der Schlaufe oben an der Decke, etc. weiß ich alles... Danke noch einmal für den Hinweis. Darauf achte ich sehr. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass es ein Bungalow ist mit Kaltdach, falls man bspw. an einen 1,5 Geschosser im Kopf hat. Da ist der Sachverhalt ein wenig anders.

    Dann kann ich ja beruhigt Isovover KM Duplex UV kaufen, auf Mauerwerk rollen, und mit Isover Vario Bond die letzten150mm vom Mauerwerk überkleben. Das ist das einputzbare Band. Spare ich mir die Leisten.

    By the Way, das mit dem Arbeiten über schlafende Katzen war super.
     
  6. #6 Ungeduld, 05.11.2020
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    Flachdach wäre auch meine Vermutung gewesen ;)

    Kaltdach => Umkehrdämmung oder belüftete Dämmung
    Funktioniert die Lüftung?

    Dann hast Du aber die Decke doch offen?
    Lass den letzten Streifen Deckenbeplankung doch einfach zur Kontrolle vorerst offen.

    Unter Umständen (Verarbeitung) macht es Sinn die 1 Meter breite Rolle von dem Material zu bestellen.
    Ist zwar immer Sonderbestellung, lohnt sich aber oft.

    Bei so viel Mühe frag/lies mal bei Isover nach, wie die zu einer Verklebung auf dein (nicht luftdichtes) Rohmauerwerk stehen!

    Viel Erfolg und Grüße
    Lutz
     
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  7. #7 Gast56382, 05.11.2020
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    Okay, mache ich.

    Ich weiß nicht, ob wor evtl. aneinander vorbei Reden.

    Bungalow, 25° Dachneigung,

    17,5er PP4-500 Hintermauerwerk (Vorsatz Klinker), Dachstuhl Nagelbrettbinder mit ca. 40mm Aufleger auf Ringbalken.

    Zwischensparrendämmung 220mm und zzstzl. Aufsparrendämmung140mm. Belüftet.

    Im Regelwerk steht, um luftdichten Abschluss zu gewährleisten. Dampfbremse auf Rohmauerk und überputzen, oder nach dem Putzen Aufputz verkleben.
    Das Hintermauerwerk wird erst mit dem Putz lichtdicht... Aber ich frage mal Isover, wat den besser schmeckt.
     
  8. #8 Ungeduld, 05.11.2020
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    Nein, dann doch etwas aneinander vorbei.
    Aber wir reden hier über einen Anschluss an eine waagerechte (Zwischen-) Decke oder an die Dachschräge?
    Bekleidung GKP!?

    Welches Regelwerk?
    Isover Verarbeitungsanleitung oder DIN oder?
     
  9. #9 Gast56382, 05.11.2020
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    Regelwerk DIN

    Wand zur Decke, also waagereicht. Keine Zwischendecke.
     
  10. #10 Ungeduld, 05.11.2020
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    Habe die Aktuelle DIN nicht vorliegen ;)
    Früher war es da nach Teil 1 nicht erlaubt.
    Mindestens einmal mit einem Quast und gut Zementschlämme o.ä. drüber. Fugen und Poren schließen.
     
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  11. #11 Hercule, 05.11.2020
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    Das Band ist super. Aber wichtig: vorher mit Brennspiritus die Fläche staubfrei machen. Und mit einem Roller anrollen.
    Du kannst es auch mit der Isover Dichtmasse kombinieren. Also erst mit dem Band fixieren, etwas Folie überstehen lassen, und dann nochmal mit Dichtmasse dichten. Das hällt dann wie Hölle.
    Bevor du dich ranmachst teste das Zeug auch mal auf der Oberfläche damit du ein Gefühl dafür bekommst.
     
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  12. #12 Ungeduld, 05.11.2020
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    Das hört sich doch gut an
    :bef1003:
     
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  13. #13 Gast56382, 05.11.2020
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    Besten Dank,

    es gibt da die SG_ISOVER_Profiratgeber_Vario_Komplettsystem. Mein Anwendungsfall ist das überhaupt nicht aufgenommen. Schade, auch gibt keine Mail oder Chatmöglichkeit. Nur ne 0900er Nummer... :_( um mal nachzufragen.

    Vom BdG (Bundesverband der Gipser) gibt es einen Verarbeitungshinweis., die Knauf Verarbeitungshinweise nehmen darauf Bezug.

    Fall 30:
    Fall30_BdG.jpg

    Fall 32:

    Fall32_BdG.jpg

    wobei ich Fall 32 bevorzuge. Der Putzträger wäre in meinen Fall das Isover Vario Band. Mir ging es ja eigentlich nur oben um den Putzabschluss, dann müssen die Putzer mit Kellenstrich arbeiten... Wenn da nix mehr gegenkommt.

    Komisch, dass das so noch niemand gefragt hat. Na ja, bei den Baublogs sieht man es ja... solalla
     
  14. #14 Ungeduld, 05.11.2020
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    Immer gerne.
    Isover hat nicht mehr kostenfreie Hotline für privat :) Nun gut, ist inzwischen ja schon lange SG, die ticken anders.
    ...
    Isover hat diese Art des Anschluss (Fall 32 oder Anpreßschiene?) nicht drin?

    Anpreß-/Anputzschiene ist mir wie geschrieben eher selten vorgekommen.
    Du siehst in deiner Abbildung 30 das die Anpreßleiste (U-Profil) mit einem Dichtungsband unterlegt ist.
    Stell dir das mal in 1:1 vor und überlege mal wie lage- und ein-/abrißsicher die Folie bei Befestigungs-Montage ist. Falten sind ja nicht erlaubt/gewünscht dort. Auf den paar mm.
    Gleichzeitig oben die "Schlaufe / Entlastung" gleichmäßig lassen
    ...
    Du hast aber Platz in die verdeckte Konstruktion!
    Auch wenn ich ansonsten auf Metall mit GKP beplankt habe, habe ich in dem Bereich immer eine 30x50mm bzw. 60x40mm hochkant genommen.
    Ggf. in Höhe noch mal gekürzt und in Flucht der späteren GKP auf einem entsprechend breiten Streifen Dichtungsband (ab 30mm) gesetzt. Das kostet minimal vom Material her mehr, geht aber in Bezug auf einwandfreie Verarbeitung, insbesondere wenn jemand alleine arbeitet, schon was leichter von der Hand.
    Und wenn du auf die Latte im unteren Bereich noch einen z.B. 20x30mm Alu/Zink/ oder sonst was Metallwinkel drauf setzt, hast du eine einwandreie Anputzkante.
    Vom technischen Gesichtspunkt, ist das abgesehen von eventuell notwendigen Anforderungen vom Brandschutz (alles aus Metall) bestimmt nicht schlechter als deine Verarbeitungshinweise vor.

    Ich sehe Verarbeitungshinweise auch der großen Hersteller (die ja eigentlich die Mindestanforderungen der DIN erfüllen sollten!) eigentlich immer als "Mindestvorschläge"!
    Denn letztendlich ist der Verarbeiter vor Ort für eine funktionierende Luftdichtheitsschicht verantwortlich!
    Und besser geht immer.

    Ob du da als gewerblicher oder auch privater im System bleibst hat damit nicht wirklich was zu tun!
    Isover hat aber durchweg hohe Qualität. So zumindest mein Sicht.

    Denn den Materialhersteller (egal welcher) bei der Thematik und beim Versagen an die Hose zu bekommen ist erfahrungsgemäß nur sehr schwer möglich.
    Dafür muss schon z.B. die Folie Löcher haben oder die Klebebänder "verdampfen".
    Ist echt schwer und dann meist ein langer Weg.
    Klappt aber mit dem richtigen Ansatz ;)
    Manchmal zumindest.
    ...

    ??
    Ohne jemanden / was anzupupsen ...
    War ja nun Heute nach 5 Jahren für meine 12 Post mal wieder hier im Forum und habe für mich privat gute Infos gefunden,
    aber was meinst Du damit?

    Obiges ist dummes (im Sinn von teuer bei Fehlern) Thema, klar.
    Aber das weis man seit mehr als 40 Jahren.
    Und da werden aus Dummheit und / oder Gier auch Heute noch viel Mist gebaut. Besonders in der Sanierung.
    Und das was wir heute abgeklärt haben ist seit mindestens Anfang der 1980´ger technisches/handwerkliches "Kleines 1x1"

    Hoffe Dir bei deinem "Problem" geholfen zu haben.

    VIel Erfolg und Grüße
    HAL
     
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  15. Alex88

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    ich bin kein Freund von eingeputzten Folien, lieber erst verputzen, dann die Folie mit Pro Tape von Isover
    verkleben und eine Anpresslatte oder ein UD Profil mechanisch befestigen,
    ist m. M. wesentlich entspannter zu verarbeiten und sicher
     
  16. #16 Gast56382, 06.11.2020
    Gast56382

    Gast56382 Gast

    Okay, obwohl die aRdT Fall32 als 1. Wahl deklarieren?
     
  17. #17 Hercule, 06.11.2020
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    Was wäre eigentlich bezüglich Flankendiffussion besser ?
    Auf Putz oder Mauerwerk ?
     
  18. Alex88

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    ja, weil ich schon zu viele beschädigte Folien gesehen habe, aber das sind, glaube ich, Erfahrungswerte

    m. M. nach auf Putz, die Industrie gibt zwar die Klebepampe inzwischen auch auf unverputztem MW frei,
    da dieses aber nicht luftdicht ist, habe ich meine Bedenken.
    Wir verarbeiten das Band seit den neunzigern, hatten nie Probleme oder Beanstandungen
     
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  19. #19 Ungeduld, 06.11.2020
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    Die meisten / Sehr viele lesen wohl nicht das Kleingedruckte bei den Klebepampen oder sind einfach zu blöd um die richtige Ausführung hin zu bekommen.
    Ironie an - Will ja keinem was anderes unterstellen. - Ironie aus
    Ja, und genau wie Du hier nochmal schreibst, annähernd luftdicht (wie Folie) ist das ganze Spiel dann eben doch nicht!

    ...
    Oh, gab es da eine Änderung ??
    Wo / Wer / Wie / Welche a.R.d.T. "bewerten" den die Ausführungsvarianten? Die DIN 4108 (Teil1 und 2)?
    Haben die ihr Bewertungsverbot (sinnvoll!) denn nun aufgegeben?
    Wie gesagt habe die aktuelle nicht vorliegen. In meiner alten war das ausdrücklich nicht!

    Sicher ist eine korrekt (!) einmal eingeputzte, und dann unbeschädigt gebliebene und richtig(!) eingebaute Luftdichtheitsfolie sehr gut!
    Bei jeder Anwendung / jedem Detail? Von den Materialkosten die Beste? Schnellste zum Verarbeiten?
    Betonung vor, auch auf korrekt, unbeschädigt gebliebene und richtig (was ja im Detail auch so ein Thema ist ;)) eingebaut, damit es dauerhaft so bleibt! Viel Betonung!

    Auf der anderen Seite, die Qualität ist ja nach oben hin auch noch locker zu toppen!
    --- auf Grundierung vliesarmierte Flüssigkunststoffabdichtung mit direkt eingebundenen Haltern für das "Rabbitz-Putzgewebe" sowie mit eingestreutem feuergetrocknetem "scharfen Maurersand" als Grundierung
    Wenn Du diese dann nach oben bis etwas über den vom Putzer mit der Kelle erreichbaren Knick führst, dass ist schon was besser.
    Auch das ist anerkannte Regeln der Technik!
    Eine DIN stellt i.d.R. nur regelkonforme Ausführungen dar, die a. einen bewährten Mindeststandard (nicht unbedingt für jede individuelle Gegebenheit!) festlegen der i.d.R. nicht unterschritten werden sollte! Aber durchaus, mit vernünftiger Einzelfallbegründung unterschritten werden kann!
    Es betrifft ja nun nicht Statik oder Brandschutz wo ein solches abweichen ein unbedingtes NOGO (bis hin zum Knast) ist!!
    Und b. die sich schon jahrelang praktisch bewährt haben!
    Da steht sicher nicht alles und schon gar nicht immer aktuell sowie nach Jahren seit Veröffentlichung auch noch immer absolut richtig drin.
    Das ist immer "im Fluss"!

    Was spricht bei dem, im regelmäßig teueren Schadensfall und der angestrebten Haltbarkeit (im Zweifel solange wie die i.d.R. neue Dacheindeckung ... wenn Du heute baust ... >> 60 Jahre) dagegen?
    Im Zweifel werden da oft, zum negativen gesehen, mit den "neuen" Materialien / Ausführungstechniken 0-Tolleranzkonstruktionen (bezüglich Kondensat) gebaut.
    Das ist ja in der Regel der Sinn von solchen (eierlegende Milchkuhsau) Neuheiten.
    => Weniger Zeit wird benötigt, dafür höhere Materialkosten. Das dafür aber in der Regel auch die handwerklichen Fertigkeiten des Ausführenden (Lehrling, Helfer, normale Gesellen) höher abverlangt werden, ist eine andere Geschichte - Überforderung, bis hin zum systematischen handwerklichen Versagen oder eben auch Spezialisierungen sind da meiner Beobachtung nach nur eine Folge.

    Im Bereich des Tape ist die i.d.R. größer aus als alles unter Putz. Und das ist dann eigentlich auch heutzutage wünschenswert! Siehe nachfolgende Anmerkung.
    Wenn da was wegen der Flankendiffusion im Bereich des Folienanschlusses geschicht, ist entweder diese falsch eingebaut oder da ist noch ein anderer Fehler in deiner gebauten Konstruktion.

    Aber da hier über "rohes, unbehandeltes Mauerwerk" bis in die Giebelspitze gesprochen wird, was zum Beispiel im nachher nicht mehr sichtbaren Gefachbereich Bereichen des Giebels, entlang dem Stichsparren (der ja i.d.R. 2 bis 6 cm von einer Giebelwand platziert ist) wo ja immer :mega_lol:lückenfrei gedämmt ist, vorhanden ist.
    Finde ich eher die Betrachtung dieser "Flankendiffusion" (passt nicht ganz, weis ich) in diesem Bereich und Zusammenhang interessant?
    Hier im Forum noch nie über Schäden (z.B. über Jahre weggefaulte Stichsparren) geweint worden?
    Besonders nicht bei den gleichzeitig heutzutage verwendeten nur noch teilweise < 5mm dicken Außenputzen, wo ja salopp gesagt / behauptet wird, dass die so gut wie früher ein zweilagiger 20-25mm seien und dann ohne relevante Risse auch mindestens 30-40 Jahre halten?

    Deswegen, wenn ich das beeinflussen kann, im Rohbauzustand einmal kurz und dünn (kein Schönheitspreis) innen drüber.
    Zumindest im nachher nicht mehr sichtbaren, gedämmten Sparrengefachbereich.
    Ansonsten bin ich da sehr pisselig mit der Auswahl des von mir auszuführenden / zu planendem Anschluss der Luftdichtheitsschicht an solch eine Wand!
    ...
    2 Giebel 1,5 Geschoss von innen Stehleiter ... incl. anmischen vor Ort in der Bütt, Zigaretten- und noch eine Pinkelpause ...gemütlich keine Stunde. Als alter Mann.
    Besser ist das in meinen Augen.

    Ich weis, ein Muss (unbedingtes Gebot) nach den a.R.d.T. ist das (noch) nicht.

    Wohl noch nicht genügend Schäden deswegen dokumentiert, bzw. noch nicht genügend optimierte, neue Materialien in Kombination eingesetzt.
    Bin da zuversichtlich, die werden schon kommen ... mit üblicher zeitlicher Verzögerung.

    Viel Erfolg und Grüße

    HAL
     
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