Regenwasserrohr "verstecken" und Versickern lassen

Diskutiere Regenwasserrohr "verstecken" und Versickern lassen im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo! Auf einer Betonschräge liegt eine Verlängerung des Regenfallrohres (d=80cm) unserer Terrassenüberdachung (24qm). Nun suchen wir eine...

  1. Riki26

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    Hallo!
    Auf einer Betonschräge liegt eine Verlängerung des Regenfallrohres (d=80cm) unserer Terrassenüberdachung (24qm).
    Nun suchen wir eine geeignete Möglichkeit zur Versickerung sowie Verschönerung.

    Versickerung:
    Eine Möglichkeit wäre es das Rohr oberirdisch ca. 5m bis hinter drei große Bäume zu legen und dort einfach auslaufen zu lassen. Das stört wenig, da die Bäume direkt am Grundstückszaun zu den Nachbarn ist.

    Aufwändigere Varianten wären eine unterirdische Verlegung eines Drainagerohres ab der Stelle, wo das Rohr parallel zum Boden verläuft.
    Ich schätze mal, dass es dann nicht die 5m bis zu den Bäumen reichen muss sondern 2m "Sickerstrecke" reichen?
    Hierzu würde ich 30cm tief graben, 10cm Kies einstreuen und das 8cm Drainagerohr im Vlies drauflegen.

    Verschönerung:
    Auf der Betonschräge sieht das Regenrohr leider nicht attraktiv aus und gerne würde ich es verstecken. Die Verkleidung soll in die Steinrichtung gehen. Gerne Sandstein (wir haben rund um die Terrasse Sandstein liegen)
    Eine Idee war Sand-Bruchstein Mosaik platten zum Verkleiden zu verwenden. Hier bin ich mir aber nicht sicher, ob es langfristig hält, da diese für Innen (Badezimmer) konzipiert sind.

    Ansonsten eventuell mit kleinen Bruchsteinen (30-50) das Rohr "begraben", wobei ich glaube, dass diese "Trockenmauer" nicht stabil genug sein wird. Ein Ankleben mit Mörtel wird nicht so schön aussehen, da es schnell vermoost. Oder hat hier jemand Erfahrung?

    Wäre sonst eine Verkleidung mit flexiblen Sandsteinplatten (Sandsteintapete) denkbar?
     

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  2. BaUT

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    Aber dir ist schon klar, dass Regenwasser welches auf deinem Grundstück bzw. auf deinem Dach anfällt auch auf DEINEM Grundstück versickert werden soll und nicht ins Nachbargrundstück geleitet werden soll?!

    Deine Bastelllösungen lassen erkennen, dass du keine Ahnung hast wieviel Wasser tatsächlich anfällt und wieviel Einstauvolumen du für eine Rohrrigole tatsächlich brauchst.

    Wenn du deine Versickerungsanlage zu klein baust, dann lauft sie voll und das Regenwasser quillt dir dann aus den Stößen des Regenfallrohres heraus.

    Lies mal hier:
    Regenwasserbewirtschaftung
     
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  3. Riki26

    Riki26

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    Ich habe mich missverständlich ausgedrückt: Es verläuft natürlich auf meiner Seite des Doppelstabmattenzaunes, und immernoch 30cm Abstand zur Grundstücksgrenze.

    Und Ja, ich habe keine Ahnung, Danke für den Link!
     
  4. Mok

    Mok
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    Und das Wasser weiß Bescheid, dass es nicht weiter als 30 cm fließen darf?

    Hast du Infos zum Boden? Versickert da überhaupt nennenswert was? Wo steht das Grundwasser?
     
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  5. Riki26

    Riki26

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    Meine Infos zum Grundwasser vom geologischen Dienst:
    Grundwasser
    Die Locker- und Festgesteine in der Umgebung von xx sind nur gering bis mäßig grundwasserführend. Die Ablagerungen des Eiszeitalters enthalten wenig Grundwasser. Die oberflächennah anstehenden Festgesteine der Oberkreide-Zeit führen kaum Grundwasser. Nur in der oberen Auflockerungszone und in stärker klüftigen Bereichen kann vereinzelt Grundwasser angetroffen werden.
     
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  6. #6 Diamand, 25.02.2021
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    Überschüssiges Regenwasser (aus einer Zisterne) Versickert bei uns auch Oberirdisch. Dazu habe ich im Abstand von mehr als einem Meter zur Grenze 75er HT Rohre liegen.

    Diese habe ich mit einer Säge Quer geschlitzt und dann lose zusammengesteckt. Man kann sie somit leicht drehen und dadurch eine mehr oder minder gleichmäßige Verteilung des Wassers über die gesamte Rohrlänge erreichen.
     
  7. seaway

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    Dann kuck mal bitte zu, dass du die Mindestabstände zu der Bebauung deines Nachbarn einhälst. Beschwert der sich über den neuerdings nassen Keller kenn ich jemanden der die Sanierung (bei Unterschreitung) bezahlt.

    Die Infos vom geologischen Dienst taugen in dem oberflächlichen Bereichen nicht. Die Aufnahmefähigkeit des Bodens wird mittels kf-Wert beschrieben. Den gibts vom Bodengutachter (Versickerung in z.B. Aufgefüllten Bereichen ist eh unzulässig). Unsere Behörde hat noch eine "DIY privatpersonen Feldversuchsanleitung" veröffentlichet um es abschätzen zu können. Dabei wirde ein im Garten gegrabenenes Loch, definierter Größe, mit Wasser gefüllt und die Zeit gemessen die es braucht bis X cm versickert sind. Erst dann kannste abschätzen wie groß deine Versickerung werden müsste. Einfach so was machen ist entweder zu klein oder krass überdimentioniert. ;-)

    Der Link von @BaUT nach Bottrop ist Gold wert. Selten gesehen, dass eine Stadt / Gemeinde so geile Exceltabellen raus haut. Ich nutze zwar andere, (will die Formel sehen können) aber die sind durchaus sehr brauchbar. Wenn auch für Laien mit Arbeit verbunden sich darin einzuarbeiten.
     
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  8. #8 driver55, 25.02.2021
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    Das soll was sein und kommt woher? Zeig mal Bilder von der Gesamtsituation.
     
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  9. #9 1958kos, 25.02.2021
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    24 qm? was wird da vierl kommen?
     
  10. seaway

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    Bemessungsregen wenn man kein Kostra zum genau berechnen hat 300 l/s*ha --> somit mind. 0,72 l/s macht bei 5 Minuten Regen = 216 Liter oder fast 22 volle Eimer.
    Kleinkram? Kommt drauf an.
     
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  11. #11 driver55, 25.02.2021
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    10% von einem Hausdach mit 240 qm.:biggthumpup:
     
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  12. Riki26

    Riki26

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    Hallo! Danke für die Ratschläge.
    In der Zwischenzeit kam mir eine neue Idee, wobei ich nicht weiß, ob das realistisch umsetzbar ist. Ob die Tonne sich ausreichend zur Bewässerung des Gewächshauses füllt:
    Bewässerung.jpg
    Wäre das machbar, oder wird das Wasser kaum in der Tonne ankommen?

    Wäre eine Alternative die Tonne nach 8m aufzustellen und von da aus ein dünnes Rohr bis zum Gewächshaus zu legen? So wie hier:
    Variante 2.jpg
     
  13. seaway

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    Uhiuhiuhi.

    Kurzfassung: Das klappt nicht.

    Erklärung:
    Höhenangaben wären hier unendlich wichtig. Wenn das Rohr dicht ist kommt auch hinten raus, was vorne rein geht.
    Wenn alles horizintal, also ohne Gefälle, und Rohr tatsächlich unten an der Tonne angeschlossen ist, ists egal wo die Tonne steht. Wasserspiegel in der Tonne = WSP im Rohr.
    Ob Rohr = 80mm oder 20mm es braucht immer Gefälle (oder Pumpe). Hinweis: Grundleitungen Mindestnennweite DN100. Frostfrei ab 80-100 cm Tiefe.
    Grundsätzlich zum 80er tendieren. Besser zu reinigen. Ein Blatt im 20er und der Spaß geht los. Bis die Gießkanne bei ner 20er voll ist dauerts auch. Frage der Höhe...

    Einlauf in die Tonne oben vorsehen, sonst steht immer Wasser rückwärts im Rohr (Frost und so).
    Die Tonne braucht nen Überlauf wenn sie voll ist und es nicht aufhört zu regenen. Winterbetrieb beachten.
    Volle oberirdische Tonne im Winter platzt gerne mal wegen Eis.
    Wohin mit dem Überlauf? Biste wieder bei versickern....

    upload_2021-3-8_12-3-17.png

    Evtl. als Idee:
    upload_2021-3-8_12-6-52.png
     

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  14. Riki26

    Riki26

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    So, aktuell ist meine Lösung folgende:
    kurz vor der Tanne befindet sich ein Kiesbett (20mm Zierkies) mit 3x 0,5m. Derzeit läuft das Wasser einfach dort hinein und das Wasser versickert selbst bei Starkregen dort zügig.
    Die "Schönheit" dieser Lösung liegt in dem 3m langen 80er Messingrohr vom Metalldealer meines Vertrauens, welches jetzt dort liegt und stilvoll vor sich hin patiniert ;-)

    Ggf. setze ich das Rohr auf kleine Stelzen, Bohre viele Löcher hinein und befestige oben drauf ein Holzbrett, sodass die Kinder es als Sitzbank nutzen können...
     
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Regenwasserrohr "verstecken" und Versickern lassen

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