Regenwasserversickerung mit Drainagerohr - so sinnvoll ?

Diskutiere Regenwasserversickerung mit Drainagerohr - so sinnvoll ? im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo liebe Gemeinde, demnächst stehen bei mir Tiefbauarbeiten für einen Flächenkollektor an. In diesem Atemzug wollte ich mich auch mal um...

  1. MegaData

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    Hallo liebe Gemeinde,

    demnächst stehen bei mir Tiefbauarbeiten für einen Flächenkollektor an. In diesem Atemzug wollte ich mich auch mal um die Entwässerung von meinem Grundstück kümmern. Bodengutachten liegt vor: sandiger Boden mit guter bis sehr guter Versickerungsfähigkeit. Das Flachdach ist rund 75qm groß.
    Was ich mir bisher dachte:

    5000L Zisterne mit einem Filter an meine zukünftigen Regenrohre anschließen und den Notüberlauf im Graben meines Flächenkollektors gleich mit versickern lassen. Als Aufbau:

    Flächenkollektor liegt in rund 1,8m Tiefe.
    50cm aufschütten und verdichten.
    Auf rund 1,3m Tiefe ein Drainagerohr mit Löchern in ein 30-50cm hohes Kiesbett 16/32 einbetten. Empfohlen wurde ein 10m langes DN100 Rohr mit Filterschlauch als Überzieher. Auf den Kies dann noch ein Geotextilfließ ? Danach auffüllen und verdichten. Bei 10m Länge, 2m Breite und rund 45cm Höhe gehe ich von rund 9 Kubikmeter Kies aus den ich bestellen muss ? Am Ende setze ich noch einen Revisionsschacht ? Ist noch etwas zu beachten ?

    Vielen Dank für eure Tipps :)
     
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  3. Taipan

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    Du musst berechnen lassen, ob die Versickerung und das restliche Rückhaltevermögen einen n20-Niederschlag aushält.
     
  4. Gast vS

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    ah ja .... was immer das sein mag.

    In der Regel wird ein Nachweis DWA-A 138 zu erbringen sein, wo dann ein 5jähriges Regenereignis zu Grunde gelegt wird.
     
  5. MegaData

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    Ja genau, dafür gibt es ja entsprechende Formeln zu finden. Ansonsten male ich das der Stadtentwässerung schön per Hand auf und das reicht ?
     
  6. Gast vS

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    Ich habe defintiv keine Ahnung, wie das in der Region Dresden geregelt wird.

    Bei den Genehmigungsbehörden, mit denen ich bisher zu tun hatte, könnte man sich aber entsprechende "Laien-Anträge" sparen.

    Bearbeitet werden dann nur Anträge, die auf einer hydrogeologischen Bearbeitung beruhen = Kf-Wert-Bestimmung, maßgeblicher Grundwasserstand, Nachweisberechnung, Ausführungsdetails wie Speicherkoeffizient, Entleerungszeit etc.

    Und die Formeln im Netz (sofern überhaupt genug Sachverstand vorhanden ist, diese auch anzuwenden), scheitern schon am Anfang bei der anzusetzenden Regenspende / anzusetzendem Regenereignis (das 15minütige alle fünf Jahre zu erwartende Regenereignis, Reinoldsche Regenreihe etc. ... sind seit einer "Ewigkeit" Geschichte).

    Aber, das sind NRW-Erfahrungen, muss also nicht zutreffen.
     
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  8. Taipan

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    Bei uns darfste mittlerweile das 20-jährige Regenereignis zu Grunde legen, wenn du solche Spielereien vor hast.
     
  9. Gast vS

    Gast vS

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    Sie dürfen auch ein hundertjähriges Regenereignis ansetzen, kein Problem, man wird sich wundern, aber zulässig.

    Nur als hier anwesender Bauexperte sollte man vielleicht doch mal prüfen was mein schreibt - Laien könnten es glauben.

    Und als Anmerkung, weil da jemand wohl spielen will (brauche ich aber hier nicht wirklich): wenn Sie n20 mit einem 20jährigen Regenereignis gleichsetzen wollen, haben Sie das noch nicht richtig verstanden ... (also, als Tip: fünfjährig = 0,2, zehnjährig = 0,01 ....)

    Also, entspannen und Ball flach halten, ansonsten s.u.

    Mit freundlichen Grüßen
     
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