Regenwasserversickerung

Diskutiere Regenwasserversickerung im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, ein paar grundlegende Fragen zur Regenwasserversickerung. Das Niederschlagswasser eines Neubaus muss versickert werden, eine...

  1. Alwe

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    Hallo,
    ein paar grundlegende Fragen zur Regenwasserversickerung.
    Das Niederschlagswasser eines Neubaus muss versickert werden, eine Muldenversickerung ist angedacht.
    Aufgrund des Geländeschnitts soll das Wasser in einer zentralen Mulde auf einer Längsseite des Hauses versickert werden. Das Wasser der entfernt liegenden Hausseite muss also dorthin geleitet werden.

    Die erste Überlegung ist, das Wasser über KG-Rohre zur Mulde zu leiten. Frostfrei verlegt und mit einem Gefälle von 1 % ergibt sich eine Muldentiefe von 1,20 m. Dieses Loch ist aber unpraktikabel (und widerspricht den Vorgaben im Baugebiet, die Mulde soll nicht tiefer als 35 cm sein).

    Im Versickerungshandbuch steht, dass das Wasser oberflächlich zur Mulde geleitet werden soll - können alternativ auch Rohre ohne Gefälle und flach verlegt werden? Wie wird sonst eine Tiefe von nur 30 cm erreicht?

    Um vom kostbaren Baugrund möglichst wenig zu vergeuden, suche ich alternativ eine (günstige) Möglichkeit, das Wasser unterirdisch zu versickern? Eine Schachtversickerung ist nicht zulässig. Was bietet sich sonst an?

    Grüße Alex
     
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  3. susannede

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    Schon mal über eine offene Rinne ab Fallrohr zur Mulde hin nachgedacht ?
    Kann man sehr ansprechend, z.B. gepflastert, zur Gartengestaltung heranziehen.
     
  4. Alwe

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    Hi,
    würde auf der einen Längsseite funktionieren, das Wasser der gegenüberliegenden Seite soll jedoch auch dorthin geleitet werden (Grundstücksbreite auf der gegenüberliegenden Seite 3 m, dort sind Lichtschächte und Kellerfenster, also schlechte Voraussetzung für eine Mulde).

    Auf der einen Giebelseite ist die Einfahrt, auf der anderen die Terasse - beide ungeeignet für eine querende Pflasterrinne.
    Grüße Alex
     
  5. susannede

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    Da soll ja auch keine Mulde sein, sondern nur ein sammelndes Gerinne, ob nun als offene Oberflächen-Rinne oder als klassisch mit Rost abgedeckte Rinne "unterirdisch", also unter Geländeoberfläche...der "Witz" ist ja schlicht, dass ein offenes Gerinne nicht wie eine frostfrei verlegte Leitung sich 80 cm unter der Oberfläche tummeln muss.

    Damit bekommst Du auch die Entwässerung in die nur geringtiefe Mulde hin.

    Link ist nicht schön, aber so ab Mitte in etwa ideengebend.

    http://www.mall.info/fileadmin/Gewe...anuar2010/Oberflaechenentwaesserung-Birco.pdf
     
  6. #5 meisterLars, 5. September 2011
    meisterLars

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    Wie wäre es statt einer Mulde mit einer Rigole als Versickerungssystem? Eine Mulde kann man ja, wenn gewünscht, auf der Rigole profilieren.
     
  7. alex2008

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    und das Wasser kannst auch in nem nicht frostfrei verlegten Kunststoffrohr ums Haus herum bringen.
     
  8. Alwe

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    Hi,
    gefordert ist die Versickerung durch eine belebte Bodenzone, eine Rigole scheidet dadruch theoretisch aus. Theoretisch, da diese Woche beim Nachbarn eine Versickerung im Drainschlauch im Kiesgraben vor Ort genehmigt wurde... ich werden wohl auf diesen Zug aufspringen.
    Grüße Alex
     
  9. gast3

    gast3 Gast

    ansonsten gäbe es auch Mulden-Rigolen-Elemente, aber davon abgesehen .. dimensionierst du die Anlage selber ?


    Bei uns zumindest müsste sie außerdem genehmigt werden ... mit allem Zipp und Zapp
     
  10. Alwe

    Alwe

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    Hi,
    im genehmigten Entwässerungsantrag ist eine Mulde dimensioniert, wie auch beim Nachbarn, dem nun die Rigole abgenommen wurde. Das Genehmigungsverfahren mit anschließender abweichender Abnahme scheint kein Problem zu sein.
    Die Umrechnung der Mulde auf eine Rigole sollte aber kein Problem sein.
    Grüße Alex
     
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  12. gast3

    gast3 Gast


    bei euch gehen die Uhren auf jeden Fall anders als bei uns ...

    aber das rechnest jetzt nicht du um - oder ?

    ich frag ja schon gar nicht, wer und wie den Kf-Wert bestimmt hat ...:shades
     
  13. Alwe

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    Hi,

    kf-Wert kommt aus dem Bodengutachten, und die Rigolenlänge rechne ich um - Formel steht im Schneider. Hab immerhin auch mal Bauing studiert, wenngleich ich inzwischen in anderen Bereichen tätig bin und mich deshalb bei der Entwässerung im Detail nicht zu tief auskenne. Deshalb auch grundsätzliche Fragen nach den Möglichkeiten der Entwässerung.
    Inzwischen bin ich auch auf die Mall Terra-Zisterne aufmerksam geworden, eine Zisterne mit "eingearbeiteter" belebeter Bodenzone im Einlaufbereich. Eine gute Idee, aber relativ teuer.
    Gruß Alex
     
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