Regler nicht im Wohnraum installiert.

Diskutiere Regler nicht im Wohnraum installiert. im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Ich habe eine Flüssiggasbrennwerttherme von Vai... mit folgendem Regler multiMATIC 700. Die Therme mit Regler steht bei mir im...

  1. Lordzcyber

    Lordzcyber

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    Hallo
    Ich habe eine Flüssiggasbrennwerttherme von Vai... mit folgendem Regler multiMATIC 700.
    Die Therme mit Regler steht bei mir im Hauswirtschaftsraum. Der Regler besitzt einen Außenfühler.

    Nun habe ich mir mal die Bedienungsanleitung durchgelesen, da ich im Internet immer gesehen habe, dass dort eine Innenraumtemperatur zu sehen ist. Bei mir wird nur die Wunschtemperatur und die Außentemperatur angezeigt.
    Nach durchlesen der Anleitung habe ich etwas gefunden, dass man die Steuerung erst auf Raumluftabhängig umstellen muss. Dass habe ich getan, aber es wird trotzdem keine Raumtemperatur angezeigt.

    Nun habe ich gelesen (so habe ich es zumindestens verstanden), dass der Regler in einem Referenzraum (BSP. Wohnzimmer) eingebaut werden muss und nur dann die Raumtemperatur Steuerung geht. Aber die Raumtemperatur müsste er doch trotzdem anzeigen, egal ob der Regler direkt in der Therme oder im Wohnzimmer installiert ist.

    Kann denn eine vernünftige Reglung nur mit der Außentemperatur, ohne Raumtemperatur funktionieren? Der Regler weiß ja gar nicht wie war es ist, oder regelt er dann nur über die Vorlauf und Rücklauftemperatur?

    Die komplette Anlage wurde vor 3 Monaten installiert. Bevor ich nun meinen Heizungsbauer konfrontiere wollte ich erst nachfragen, ob jemand Erfahrungen damit hat?
    Wurde der Regler vom Heizungsbauer am falschen Ort Montiert?
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Man betreibt einen Wärmeerzeuger entweder raumluftabhängig, genauer gesagt raumtemperaturabhändig, ODER mit Heizkurve und außentemperaturabhängig. Die zweite Variante ist die übliche Variante und dafür benötigt man keinen Raumregler. Die Raumregelung erfolgt dann auf Seite der Heizflächen (Heizkörperthermostat oder Raumthermostat für FBH).
    Jede Variante hat Vor- und Nachteile, deswegen gibt es auch Regler die beide Verfahren kombinieren (in der Praxis eher selten zu finden). Da wird dann die echte Raumtemperatur genutzt um den durch die Heizkurve vorgegebenen Wert zu verändern, auch als Raumaufschlatung bezeichnet. (Wenn Raumthermostat eine Anforderung schickt, dann wird Heizkurve um x K erhöht um mehr Leistung in den Heizkreis zu liefern).

    Ein Nachteil der Regelung über einen Referenzraum ist, dass dieser auch wirklich repräsentativ für das ganze Haus sein müsste. Praktisch ist das kaum machbar.

    Arbeitet ein Regler "witterungsabhängig" dann ist die im Regler angezeigte Raumtemperatur nur ein Ideal(Soll)wert der nicht der echten Raumtemperatur entsprechen muss. Er dient dann der Parallelveschiebung der Heizkurve und lässt sich im Regler meist auch noch "justieren", sprich durch Vergleich mit einem echten Raumthermometer abgleichen.
     
  4. Lordzcyber

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    So richtig ist mir das Prinzip noch nicht klar.
    Das zusammenspiel von Außentemperatur und Heizkurve ist mir klar. Je kälter es ist umso größer wird Vorlauf anhand der Heizkurve. Aber muss die Raumtemperatur nicht immer eine Rolle Spiele. Angenommen ich stelle als Wunschtemperatur 22°C ein. Dann sagt der Regler es sind -2 °C, dann brauch ich einen Vorlauf von 35 °C (nur als Beispiel jetzt). Nun sind irgendwann im Haus meine 22°C, dann muss ja nicht mehr so stark geheizt werden. Aber ohne Raumtemperatur weiß der Regler ja gar nicht ob 22°C sind. Dann würde er immer den Vorlauf weiter so hoch fahren?
    Oder Regeln dann die Raumregler und Stellmotoren am Heizkreisverteiler alles?
    Die Raumregler sagen den Stellmotoren öffnen oder schließen, je nach Temperatur. Ist in allen Räumen die WUnschtemperatur erreicht, müssten ja alle Stellmotoren schließen. Dann sollte der Rücklauf fast dem Vorlauf entsprechen. Merkt dadurch dann vielleicht der Regler, dass er nicht weiter Heizen muss?
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Du hast es schon richtig erkannt. Hier arbeiten an sich 2 Regler parallel, einmal der Kesselregler der das Heizwasser anhand der Witterung bereitstellt, und einmal die Raumregler die auf die Heizflächen, sprich die Wärmeabgabe, wirken. Auch die Annahme mit der steigenden Rücklauftemperatur ist korrekt. Der Regler erkennt daran, dass den Räumen keine Energie mehr zugeführt werden muss, und wird den Wärmeerzeuger in der Leistung drosseln oder ganz abschalten.

    Bei dieser Art der Regelung muss/sollte man durch Abgleich (Heizkurve) sicherstellen, dass nicht mehr Energie erzeugt wird als für die gewünschte Raumtemperatur notwendig ist. Der Kesselregler sieht die Raumtemperatur nicht, die Tempratur in einem Referenzraum wäre auch nur bedingt hilfreich, also kann er nur über den Rücklauf "erkennen" wie sich der Heizkreis verhält. Er kann aber nicht sagen, ob es in den Räumen nun 20°C warm ist oder 24°C. Diesen Bezug stellt man durch den Abgleich her indem ich die Heizkurve bei deaktivierten Raumthermostaten so einstelle, dass nur die Energie geliefert wird die für die gewünschte Raumtemperatur notwendig ist. Eine weitere Anpassung erfolgt durch Einstellen des Volumenstroms in den einzelnen Räumen (hydraulischer Abgleich). Für alle Sonderfälle gibt es dann den Raum-/Heizkrperthermost der die Wärmeabgabe begrenzen kann.

    Der hydraulische Abgleich in Verbindung mit dem Einstellen der Heizkurve berücksichtigt quasi das Verhalten der Heizungsanlage und des Gebäudes. Deswegen muss man hier auch längere Zeit optimieren, denn man wird bei einem einmaligen Abgleich nicht alle möglichen Umstände erfassen können. Heute hat es 10°C draußen, Sonnenschein, in 8 Wochen sind es vielleicht -14°C und es ist den ganzen Tag über trüb. Das Haus wird sich in beiden Fällen völlig anders verhalten, also muss ich auch die Heizungsanlage anders verhalten.

    Hinzu kommt, dass ein linearer Bezug zwischen AT und RT nur in der Theorie existiert, in der Praxis haben wir es aber mit einem dynamischen Prozess zu tun. Laufen diese Prozesse in kurzen Zeiträumen ab, dann wirkt die Masse des Gebäudes den Veränderungen entgegen.

    Den idealen Heizungsregler gibt es nicht. Dieser müsste nämlich nicht nur AT und die RT der jeweiligen Räume, sondern noch viel mehr Daten erfassen und auswerten.

    Was Du also machen musst ist erst einmal ein Abgleich der Anlage. Die Heizungsbauer hinterlassen solche Anlagen meist mit irgendwelchen Grundeinstellungen, die natürlich nie auf das jeweilige Haus passen.
    d.h. Zuerst einmal Volumenströme der Heizflächen anhand der Heizlastermittlung und Heizflächendimensionierung einstellen, und Heizkurve entsprechend der AT und Anlagenplanung einstellen. Raumregler bleiben deaktiviert. Dann beobachten und abwarten, welche RT wird erreicht usw. usw. Die Raumthermostate werden erst nach erfolgtem Abgleich wieder aktiviert, sie dienen dann nur als "Notbremse".
     
  6. Lordzcyber

    Lordzcyber

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    "Zuerst einmal Volumenströme der Heizflächen anhand der Heizlastermittlung und Heizflächendimensionierung einstellen, und Heizkurve entsprechend der AT und Anlagenplanung einstellen"

    Das habe ich nicht verstanden? WIe muss ich da vorgehen? Wenn ich die Raumregler Deaktiviere, dann sind doch die Stellmotoren zu und es kommt gar keine Wärme in die Räume? Oder meinst du mit deaktivieren. Stellmotoren voll auffahren und dann Raumregler abklemmen?

    Wir wohnen noch nicht im haus. Deshalb habe ich erstmal nur eine Solltemperatur von 15°C eingestellt. Im Haus haben wir aber 19°C. Liegt das eventuell daran, dass meine Heizkurve völlig falsch ist oder doch eher an den noch milden Außentemperaturen.
     
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  8. Julius

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    Nicht abklemmen! Denn es sind in aller Regel keine Stellmotore, sondern thermische Antriebe. Diese gibt es in zwei Ausführungen: stromlos offen bzw. stromlos geschlossen.
    Für den Abgleich genügt es, alle durch Einstellung der Raumthermostate auf oberen Anschlag offfenzuhalten.

    Dann ist ein ordentlicher Abgleich noch nicht möglich.

    Evtl. Heizkurve unpassend, aber kann z.B,. auch an (wegen Nichtbewohnens) unüblich niedrigen Lüftungsverlusten liegen. Im Gegenzug fehlen aber auch die inneren Wärmegewinne.


    Die Lösung mit einem Führungsraum ist (für Wohnungen) ein überholter Krampf, den man bei modernen Anlagen tunlichst vermeidet. Auch hier gilt: Zuviel unkritische Internet-Lektüre schadet mehr als sie nutzt. Die Außentemperatur-Abhängigkeit hingegen ist sinnvoll und vorgeschrieben.
    Stelle den Anlagenregler stattdessen wieder so ein, wie er ursprünglich war!
    Dann einziehen. Und wenn sich Euer Familenleben im Haus normalisiert hat, in aller Ruhe den erst den hydraulischen Abgleich und dann den Regler-Feinabgleich vornehmen.
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Hatte ich etwas missverständlich geschrieben, deaktivieren beduetet hier "funktionslos" machen, im einfachsten Fall "Vollgas" (max. Temp. einstellen), so dass die Raumthermostate nicht eingreifen und alle FBH Kreise "offen" sind.

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass hier die Heizkurve noch nicht passt. Bei den aktuellen Außentemperaturen ist es auch schwierig auf so niedrige Raumtemperaturen zu heizen, da genügen ein paar Sonnenstunden und schon heizt sich das "leere" Haus rasant auf, selbst wenn die Heizflächen gar keine Energie abgeben.
     
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