Renovierung eines Hauses von 1965 - viele Unsicherheiten

Diskutiere Renovierung eines Hauses von 1965 - viele Unsicherheiten im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Ich habe gerade damit begonnen, ein Haus von 1965 zu renovieren. In diesem Haus sind unter den neueren Bodenbelägen alle alten Bodenbeläge, z.Teil...

  1. #1 Hausrenovieren2019, 17.07.2019
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    Ich habe gerade damit begonnen, ein Haus von 1965 zu renovieren. In diesem Haus sind unter den neueren Bodenbelägen alle alten Bodenbeläge, z.Teil flächig verklebt. Alte Fliesen und verschiedene Putzarten befinden sich an der Wand.

    Ich habe nun diverse Fragen und hoffe, jemand kann mir dabei helfen.Und ich sage vorweg, es besteht, kein begründeter Verdacht, ich habe nur zu viel im Internet gelesen und mache mir Gedanken.

    1. Hier in der Küche ist die Wand verschieden verputzt und der PVC in den 80ern an die Wand geklebt und die Fliesen wahrscheinlich von 1965. Wie hoch wird die Wahrscheinlichkeit eingeschätzt, dass sich in den Materialien (Putz, PVC-Kleber, PVC, Fliesenkleber) Asbest befindet?

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    2. In den Schlafräumen war ich schon fleißig und habe die Tapete abgekratzt, Dübel rausgeholt und neu verspachtelt. Es war vorher schon viel gespachtet. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass in so einem Raum jetzt Asbest freigesetzt ist? Ist das überhaupt wahrscheinlich?

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    3. In mehrern Räumen befindet sich unter dem PVC-Boden ein grauer Belag, meiner Meinung nach Linoleum. Dieser ist verklebt. Kann dieser einfach entfernt werden?

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    4. Dann gibt es ein Parkett, unter diesem sich schwarze Farbe befindet. Aus meiner Sicht gibt es eine schwarze Schicht, auf dieser befindet sich eine rotbraune gummiartige Schicht. Ich weiß schon, dass dieser evtl. asbesthaltig und Pak-haltig sein kann, aber nicht muss? Muss der Parkett raus und kann man den Parkett so versiegeln, dass keine Schadstoffe entweichen? Was kann man überhaupt bei diesen Abschlüssen zur Wand hin tun? Der Boden ist größtenteils fest, ich habe tatsächlich die schlimmsten Stellen rausgesucht.

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    Es gibt eine scharze feste Masse. Was ist das?

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    Der Kleber hinter dem PVC und zwischen PVC und Linoleum ist eher bräunlich. Da habe ich gerade kein Bild.

    Ich würde mich über ernst gemeinte Antworten von Experten, die meine Panik nicht übermäßig schüren.

    Danke schön!
     
  2. #2 toshi, 22.07.2019
    Zuletzt bearbeitet: 22.07.2019
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    Soweit mir bekannt, wurde in diesem Zeitraum Asbest in Fliessenklebern, Putzen und Spachtelmassen eingesetzt.
    Ich glaube mal von 30% aller Gebäude im Bestand vor Mitte 90er (?) gelesen zu haben.
    Schwarze Parkettkleber _können_ PAK-haltig sein, muß aber nicht.


    Wenn es meins wäre, würde ich ein paar hundert Euro in eine Analyse aufwenden oder die Renovierung so durchführen, als wenn es
    Asbest oder PAK belastet wäre.In diesem Zusammenhang würde ich auch die Behandlung des Dachstuhls mit analysieren lassen (Holzschutz).

    Ich hätte auch mal beinahe ein solches Haus gekauft und habe intensiv mit einem Baubiologen darüber gesprochen. Er kannte Fälle, daß nur Teile des Fliessenklebers eines Bades mit asbesthaltig war. Also müsste man an mehreren Stellen beproben (Boden, Wände....).

    Wenn Du nun einfach davon ausgehst, daß Schadstoffe vorhanden sind, würde ich konsequent mit Einwegschutzanzug Typ 5 und FPP3 Maske arbeiten, möglichst staubfrei, ohne Kinder auf der Baustelle, gut lüften, Bauschutt gleich verpacken und wegbringen, feucht/nass arbeiten, wenig schleifen, nicht trocken kehren, die Bereiche in denen gearbeitet wird, mit Schleusen (Folien) abschranken und einen Staubklasse H Sauger anschaffen, häufig naß wischen, gleich Duschen nach der Arbeit etc... gesunder Menschenverstand vor Hysterie :) Und Staubmaske tragen schadet auch ohne Asbest nicht.
     
  3. #3 Hausrenovieren2019, 23.07.2019
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    Danke für die ausführliche und kompetente Antwort.
    Danke schön.

    Ich hatte ein paar Proben eingeschickt und habe jetzt die Ergebnisse zurück. Der Putz, der Staub in einem Raum, der Parkettkleber und der Fliesenkleber waren negativ. Ich habe jetzt noch mal den grauen Belag testen lassen und den Stragula. Beide Ergebnisse stehen noch aus. Weiterhin steht die PAK-Analyse auch noch aus. Die Proben hatte ich mit FFP3-Masken entnommen.
     
  4. toshi

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    Das klingt doch gut!
     
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