Richtig Heizen/Temperieren Grundsatzdebatte

Diskutiere Richtig Heizen/Temperieren Grundsatzdebatte im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; In meinem Ersten Forumbeitrag dreht es sich um die Grundsatzfrage wie ein Gebäude richtig Temperiert werden soll. Ich bin Verfechter der...

  1. #1 Sergius, 21.11.2021
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    In meinem Ersten Forumbeitrag dreht es sich um die Grundsatzfrage wie ein Gebäude richtig Temperiert werden soll.

    Ich bin Verfechter der Strahlungsheizung, bzw der Hüllflächentemperierung und stelle fest dass das Grundverständniss eines gut Temperierten Raumes sehr weit auseinanderliegen. Ich beschäftige mich schon eine weile mit der Thematik und bitte euch sich das folgende Video von und mit Henning Großenschmidt anzusehen um überhaupt zu verstehen worum es mir geht.



    Es werden die Nachteile von Konvektionsheizsystemen erläutert (Heizkörper, Fußbodenheizung, Konvektoren)
    und natürlich die Vorteile von Strahlungsheizungen beschrieben.

    Der Hauptaugenmerk richtet sich auf Wohngesundheit.

    Mich würde eure Meinung zur Großenschmidt's System interessieren und falls es hier jemanden gibt würde ich gern dessen Wirtschaftlichkeit prüfen.

    Wenn jemand Bücher zu diesem Thema hat, bitte PN an mich.
     
  2. #2 BaUT, 21.11.2021
    Zuletzt bearbeitet: 21.11.2021
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    In diesem Satz steckt leider ein Fehler! Fußbodenheizungen sind keine Konvektionsheizungen, sondern quasi eine Strahlungsheizung/Bauteiltemperierung am Boden.

    Also 55 min Gelaber, von einem der sich gern reden hört ist mir echt zu viel...

    Schon in den ersten 3 min, wenn der Mann behauptet, dass sein Heizungssystem auch für die Sanierung des Plattenbaus gegangen wäre, erscheint mir sehr weltfremd. Der Mann ist definitiv kein Mietshausbesitzer/Vermieter, sonst wäre ihm klar wie dumm manche Leute sein können und überall Löcher bohren, also insbesondere in Wand und Decke...

    Das ganze Geschwätz hätte man ohne selbstherrlichen Geschichtsexkurs sicher auch auf 10 Seiten als kurzes Themenpapier zusammenfassen können, dann hätt ich es gerne mal durchgeblättert.

    Ich bin raus.
     
  3. #3 klappradl, 21.11.2021
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    Ich habe nur 5 minuten geschafft. Da gucke ich lieber Katzenvideos.
     
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    Ganz angesehen, viele nicht dem Mainstream entsprechende Ansichten... lohnt sich das ganz anzusehen...
    Tipp: Video bei You Tub schneller laufen lassen damit es nicht so lange dauert...:biggthumpup:
    Es gib Sachen die sinn machen, aber ist schon sehr polemisch...
    Besonders Interessant ist die Körpersprache der Zuhörer ,die nichts dazu sagen... und der Kommentar von Konrad Fischer :think unter dem Video.
     
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  5. #5 Sergius, 21.11.2021
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    Ich war lange überzeugt von Fußbodenheizungen, gerade eben wegen der Temperieren des Estrichs. Zwischenzeitlich wurde die Wohngesundheit in den Mittelpunkt gerückt und da haben Fußbodenheizungen Nachteile wie:
    - Raumhohe Verglasungen die im Winter unangenehm kalt werden. Sprich der gesamte Raum muss höher beheizt werden um es sich vor dem Fenster gemütlich machen zu können. Wie wird in der Praxis damit umgegangen. Ich weiß von verlege-arten die Überstellte Flächen nicht beheizen. z.B. Küche oder Kleiderschränke.
    - Das system führt ne menge Wasser (ist für mich ein Nachteil der durch größere Ausdehnungsgefäße ausgeglichen wird)
    - Das Konzept bleibt trotzdem Konvektion. Klar ist es auch eine Bauteilerwärmung und ein gewisser Teil ist Strahlungswärme. Dennoch wenn man die Temperaturen misst sind die Bauteile unterschiedlich warm. Vor allem ist die warme Luft im oberen Raumbreich kritisch die auf kältere Wände trifft.
    Von allen Konvektionsheizsystemen ist die Fußbodenheizung wohl die optimale. Aber der Thread soll ja Konzeptübergreifend gelten.

    Für mich erscheint es sinniger die Decke zu Temperieren als den Fußboden.
     
  6. #6 Sergius, 21.11.2021
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    Der Kommentar ist mir garnicht aufgefallen und für mich noch zu Komplex. Ist etwas daran Falsch was er Schreibt?
     
  7. #7 Sergius, 21.11.2021
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    Letztlich suche ich jemanden der sich traut auf diese weise sein Gebäude zu Temperieren. Ich würde sogar die Projektleitung übernehmen und die Wirtschaftlichkeit dokumentieren.
     
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    Nachtrag: Das Gebäude ist BJ. 64 ungedämmt 7 Wohneinheiten. Bewohntes DG Dach mit 2cm Sauerkrautplatten und 2cm Kalkputz "Gedämmt", Balkone auskragend und Thermisch nicht getrennt. Fenster 2 Fach verglast Bj.2009 Wohnfläche 320m² + beheizte Nebenräume. Ölverbrauch 3500l in der letzten Heizperiode. Heizung ist noch nicht Optimiert, Potenzial vorhanden.

    Das wäre doch das ideale Objekt....
     
  9. #9 Donpepe, 21.11.2021
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    Moin,

    Wir sollten erstmal klären, mit welchen Wassertemperaturen den geheizt werden soll… bei heizwassertemperturen bis 35C (mein Erachtens schon zu viel), haben wir bei FBH kaum Konvektion. Das sieht man auch sehr schön an den Heizkörperexponenten, der bei einer FBH fast 1 ist, bei HZK 1,3.

    Bei den Fenster wären gute Fenster zielführender, ab einem UWert von 0,7 merkst du das Fenster nicht mehr. (Eigene Erfahrung).

    Irgendwelches Auslassen von Flächen halte ich auch für nicht sinnvoll, da jede Fläche Heizleistung bringt, auch wenn ein Schrank draufsteht. Hier ist eher eine sinnvolle Anordnung von VL/RL wichtig.

    Ansonsten kann ich dir im Bezug auf Strahlungswärme zustimmen: Habe teilweise FBH, viel Außen- und Innenwandheizungen und viel Deckenheizungen. Es ist gleichmäßig angenehm warm, der VL liegt (aktuell noch) bei max 31C bei NAT.

    Niedrige Systemtemperaturen bei geringem Druckverlust zeichnen zukunftssichere Heizflächen aus. Davon profitieren nicht nur WP, sondern auch GBWT und STA mit HU…

    Grüße
     
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  10. #10 Fabian Weber, 21.11.2021
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    Ich fand nur den Kuchen interessant...
     
  11. #11 simon84, 21.11.2021
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    Je geringer die Heizlast des Gebäudes desto mehr Möglichkeiten stehen dir offen.

    Ich wüsste auch nicht was außer Design und Optik gegen 33er HK (außer vielleicht im Bad) in einem gut gedämmten Neubau mit WP spricht ….

    kann man genauso regeln und auch Smart Home geht

    Dämmung ist im Neubau das wichtigste

    im Altbau ist es ne komplett andere Geschichte. Da sind Kosten / nutzen Rechnungen ganz anders anzusetzen und es macht auch zB überhaupt keinen Sinn eine gut laufende Öl Heizung sofort rauszuwerfen etc.

    PS ob große Glas Flächen und Bodentiefe Fenster überall sinnvoll sind ist auch ein Diskussionspunkt
     
  12. #12 Sergius, 21.11.2021
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    Das Rohrsystem von Henning fährt mit 50-70 grad
    ein vergleichbares System von Sancal kommt mit Niedertemperaturen aus.

    Beide beheizen die Wand, welche letztlich als Strahlfläche genutzt wird nur dass Henning's system auch als technische Trocknung eingesetzt werden kann und Abdichtungsmßnahmen überflüssig macht. Ne Kombi wäre auch denkbar. Sobald es aber um Trocknen und Heizen geht werden 2 Heizkreise nötig. Der Troknungskreislauf mit Niedertemperatur ganzjährig betrieben und zum Heizen werden die Außenwände Temperiert, nach bedarf.

    Ich denke auch dass eine Raumthermostatsteuerung überdacht werden muss und die "Haustemperatur" mit der Vorlauftemperatur geregelt werden sollte. Da ist Sancal auf einem guten weg mit Ihren automatischen Hydraulischen Abgleich.
     
  13. #13 Sergius, 21.11.2021
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    Klar sind Kombinationen und alles mö
    Und da bin ich dran, glaub mir.
     
  14. #14 Sergius, 21.11.2021
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    Und genau dass ist die Grundsatzdebatte. Ich denke über eine Gegenüberstellung von Dämmen (und Dichten) VS. Temperieren.

    Dass es im Neubau geht zeigen uns die Ausländer, in Ulm gibt es auch ein Architektenhaus aus Blähtohn Wände und Dach komplett auf Speichermasse optimiert (hab ihn aufm Vortrag reden hören und bin Beeindruckt vom Konzept)

    Ich will mich nicht mit Luftheizkonzepten auseinandersetzen und suche Menschen die es mir gleich tun. bzw. mir helfen das Projekt voranzubringen.
     
  15. #15 simon84, 21.11.2021
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    das ist meiner Meinung nach eine Milchmädchen Rechnung. Ich kann doch nicht auf eine DIN gerechte Bauwerksabdichtung verzichten nur weil meine Wandheizung es mir trocknen (kann).
    Die Heizung lässt man im Hochsommer doch bei Starkregen nicht laufen oder ?

    dann kann ich im Keller auch gleich auf alle Abdichtungen verzichten und mir ne Sumpf Pumpe reinstellen.

    also bitte nicht falsch verstehen, ich finde wandheizung echt toll, aber diese neben Funktion sollte man nicht einplanen um vorsätzlich andere Fehler zu machen und normwidrige baumängel bewusst einzubauen
     
  16. #16 Sergius, 21.11.2021
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    Und genau darum geht es. Ich behaupte dass ich auf Abdichtungsmaßnahmen verzichten kann indem ich eine Kellerwand Technisch trockne. Wissenschaftlich funktioniert das auch nur wie Wirtschaftlich ist es?
     
  17. #17 simon84, 21.11.2021
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    Beim heizen kann man viel einsparen. VL runter und nur so viel heizen wie nötig damit die RT erreicht wird.
    Alleine da scheitert es schon an den üblichen Thermostaten die oft defekt sind , RL der nicht eingestellt ist (hydraulischer Abgleich etc.) oder falschem Nutzer verhalten (Fenster auf und Heizung auf „5“)

    aber wenn das Gebäude ausreichend gedämmt ist brauchst du einfach weniger Energie um die RT auf Ziel zu bekommen.

    da braucht es keine Grundsatzdebatte sondern das ist einfach Physik
     
  18. #18 simon84, 21.11.2021
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    Es macht aber keinen Sinn eine Wand nass werden zu lassen nur weil man sie danach trocknen kann!

    Wie schon gesagt, Wasser Belastung tritt nicht nur in der heizperiode auf !
     
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  19. #19 Sergius, 21.11.2021
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  20. #20 simon84, 21.11.2021
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    Ein sinnvolles Beispiel für den speziellen Sanierungsfall Altbau mit bruchsteinwand .

    was ist mit Neubau oder anderen Üblichen Aufbauten wie Beton ?
     
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