Richtiges Dämmen und Aufdoppeln eines alten Dachstuhls

Diskutiere Richtiges Dämmen und Aufdoppeln eines alten Dachstuhls im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo Forumsmitglieder, ich muss das genannte Thema nochmals aufgreifen, da ich bis jetzt noch keine perfekte Lösung gefunden habe. Vorab...

  1. Fendt230

    Fendt230

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    Hallo Forumsmitglieder,

    ich muss das genannte Thema nochmals aufgreifen, da ich bis jetzt noch keine perfekte Lösung gefunden habe. Vorab einige Infos. Mein Haus ist von meine Vorfahren mehrfach um- und angebaut worden. Die Außenwände sind 1956 mit Schlackenbetonsteine (24cm) hochgezogen worden. Der Dachstuhl stammt auch von 1956 und die Sparren sind 12 x 10, zum Teil mehr rund als rechtwinklig. Eine umgehende Modernisierung fand in den Jahren 2000 bis 2002 statt. Damals sind neue Kunststofffenster mit 1,1er Wert eingebaut worden. Das Dach ist mit Rauhspundbrettern verschalt worden und außen eine diffusionsoffene Unterspannbahn angebracht worden. Es wurde auch eine Außenwanddämmung von 12cm aus Mineralfaser angebracht. Der Wärmedurchgangskoeffizient der Außenwand ist dadurch von 1,72 auf 0,28 gesunken (Werte stammen aus dem Angebot der Putzerfirma). Die oberste Geschossdecke ist eine Holzbalkendecke (22cm starke Balken), nach unten hin mit Brettern verschalt und verputzt. Das in den Balkenzwischenräumen befindliche Material (meist Bauschutt) wurde entfernt, eine Spezialfolie von einer Trockebaufirma eingebracht und komplett mit Zellulose ausgefüllt und anschließend 22mm starke OSB-Platten verschraubt. Der darüberbefindliche Dachboden ist leider sehr niedrig (Traufseite ca. 50cm im Giebel ca. 235cm) wurde bis jetzt nur als Abstellraum verwendet und ist unbeheizt, an jeder Giebelseite befindet sich ein kleines Fenster. Der Zugang erfolgt normal über eine Teppe. Für die Tür wurde eine speziell, teure Klimazonentür verwendet. Im Winter ist die Luftfeuchtigkeit im Wohnbereich immer zwischen 40 und 55 Prozent, obwohl wir mehrmals täglich die Fenster richtig aufreisen und lüften. Das führt aber dazu, dass Wasser an den Dichtungen der Klimazonentür auskondensiert und diese aufquellen läßt. Im Treppenhaus ist es ca. 18 Grad warm und hinter der Tür waren es in den letzten Tagen bis Minus 10 Grad. Da die Tür in jeden Winter sehr stark leiden tut und das Türblatt sich schon um knapp 1cm geworfen hat möchte ich nun den Dachboden dämmen, um so den Temperaturunterschied entgegen zu wirken, denn die Türe hält trotz mehrfachen Lüften und abwischen des Kondenzwassers nicht mehr ewig (Rißbildung).
    Da die Sparren nur 12/10cm sind müssen diese verstärkt werden um die Mehrbelastung durch Dämmung und Verschalung tragen zu können. Ich denke da an das einseitige anbringen von Bohlen 4/16cm, Sparrenzwischenräume mit Isover Klemmfilz 032 16cm stark ausfüllen, Dampfsperre, Untersparrendämmung von 3cm und zum Schluß 12,5mm Rigipsplatten.
    Jetzt zu meinen Fragen:

    1. Wie kann ich beim seitlichen anbringen der Sparrenverstärkung, an den nicht ganz rechtwinklichen Balken, Kältebrücken und Spalte vermeiden?

    2. Ist das von mir angedachte Material geeignet, oder eignet sich was anderes besser?

    3. Sollte man beim Anbringen der Sparrenverstärkung zwischen dem Sparren und der Verstärkung einen dünnen Streifen Dämmwolle legen, um so Hohlräume und Kältebrücken entgegen zu wirken?

    4. Im letzten Sparrenfeld vor dem Giebel ist kein Rauhspund, sondern die Sichtschalung, ist lackiert, zu sehen. Sollte man diese von innen anschleifen, damit Feuchtigkeit, die evtl. einmal in die späteren Dämmung gelangt, besser vom Holz aufgenommen werden und nach außen transportiert werden kann?

    5. Wie sollte man die genannte Konstuktion im Bereich des Kniestockes ausbilden? Bohlen für die Aufdoppelung einige Zentimeter kürzer als der Sparren lang, damit zwischen Kniestockmauerwerk und anzubringenden Bohlen gut gedämmt werden kann?

    6. Sollte man den Bohlen schrauben oder nageln? Wie oft, in welchen Abständen und mit welchen Material, blank, verzinkt oder Edelstahl?

    7. Sollte man den Bohlen doch lieber mit mehreren durchgehenden Bauschrauben befestigen und zwischen Sparren und Bohlen Bulldogs einlegen, wie sieht es dann mit Kältebrücken aus?

    8. Sollte beim anbringen der Verstärkung versucht werden, die etwas durchhängenden Sparren zu richten?

    9. Werden die durchhängenden Sparren nicht gerichtet, wird über dem anzubringenden Bohlen im oberen und unteren Bereich es Sparrens ein bis zu 2cm breiter Spalt bleiben. Wie sollte man den dann dämmen?

    10. Habe ich etwas vergessen, oder sollte ich etwas grundlegend anders machen? Bitte schreiben.
     
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  3. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Der Rauspund...

    ... liegt auf der Außenseite des Daches, hab ich das richtig verstanden?
     
  4. H.PF

    H.PF

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    Machst du das Dach direkt mit neu? Ohne sehe ich da wenig Luft das hinzubekommen. Wenn du alles neu machst geht das so ähnlich. Ist aber schon ein wenig trickig, das Dach dann grade und sauber auszurichten...

    Für Mich nicht so das Problem, ich habs halt oft genug schon gemacht. Für einen Anfänger eine schwierige Aufgabe...
     
  5. mls

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    ob und womit und wie verstärkt oder aufgedoppelt wird, müsste man gucken/denken/rechnen -
    das ist aber nicht das hauptthema:

    beim querflug scheint mir, vielleicht hätte mal jemand in die angepinnten themen in der
    rubrik dach lesen sollen .. stichwort kondensat oder luftdichtigkeit o.ä. ..
     
  6. #5 Rudolf Rakete, 18. Februar 2012
    Rudolf Rakete

    Rudolf Rakete

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  7. Fendt230

    Fendt230

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    Nun ein paar Antworten auf euere Fragen.

    1. Der Rauhspund liegt auf der Oberseite der Sparren, dann kommt die diffusionsoffene Folie, dann die Lattung, dann die Ziegel.

    2. Das Dach soll nicht neu gemacht werden, sonst könnte ich ja gleich einen stärkeren Dachstuhl nehmen und am besten eine Aufdachdämmung, Lösung ist zu teuer.

    3. Eine Klimazonentür ist eine Tür mit besseren Dämmwerten, sie besitzt nicht nur am Zargen, sondern an der Türfalz eine umlaufende Dichtung. An der Unterseite des Türblattes befindet sich auch eine Dichtung, die beim Schließen nach unten gedrückt wird. Kondenzwasser bildet sich immer dort, wo der Taupunkt unterschritten wird, zB. an der unteren Dichtung, da der Dichtungsgummi von vielleicht 1cm Breite, einen Temperaturunterschied von bis zu 30 Grad von einer zur anderen Seite hat.
     
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