Rieselschutz: Diffusionsoffen oder Plastikfolie?

Diskutiere Rieselschutz: Diffusionsoffen oder Plastikfolie? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich habe eine Wohnung gekauft, Baujahr 1937, der Boden ist ein Balkenboden (Fehlboden) mit einer Kiesschüttung zwischen den Balken,...

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Rieselschutz: Diffusionsoffen oder ist eine (wasserdichte) Plastikfolie auch okay?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 14. Januar 2009
  1. Diffusionsoffen ist ein Muß!

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  2. Plastikfolie ist kein Problem.

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  1. Baufrank

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    Hallo,
    ich habe eine Wohnung gekauft, Baujahr 1937, der Boden ist ein Balkenboden (Fehlboden) mit einer Kiesschüttung zwischen den Balken, Balkenabstand ca. 90 cm. Schüttung etwa 10 cm hoch, darunter als Rieselschutz Dachpappe. Soweit also ganz klassisch. Der Bodenaufbau wird nun komplett saniert, Ziel ist, statt der derzeit auf die tragenden Balken einfach genagelten Fichtendielen erst 8 mm Trittschallschutz (Holzfasermatten), darauf 2 x 15 mm miteinander verschrankte OSB-Platten und darauf 14 mm starke Hartholzdielen (Sucupira, geölt) zu verkleben.
    Mein Bodenleger hat nun festgestellt das der Rieselschutz an sehr vielen Stellen gerissen ist und mir für einen geringen Aufpreis empfohlen, die Schüttung zu entfernen und den Rieselschutz zu erneuern. Die gleiche Schüttung wird dann wiederverwendet und auf den neuen Rieselschutz wieder aufgebracht. Am Ende will er auf die Kiesschüttung noch 2-3 cm Sand aufbringen, um den schön abziehen zu können für die Verlegung des Trittschallschutzes und der OSB-Platten. Als wir das theoretisch durchsprachen sprach er von neuer 400er Dachpappe, die er als Rieselschutz verwenden wollte.
    Ich war damit einverstanden und er fing an. Als ich am nächsten Morgen auf der Baustelle war stellte ich fest, daß er statt Dachpappe eine kräftige Plastikplane als Rieselschutz eingebaut hatte. Auf meine Rückfrage meinte er, er hätte auf die Schnelle nichts anderes zu einem akzeptablen Preis bekommen und letztlich wäre es egal, was man da verwendet. Die Kiesschüttung wäre ja auch sehr schwer und ich hätte ja gesehen, wie zerrissen die Dachpappe war, die vorher eingebaut war, das könne mir mit der Folie so nicht mehr passieren.
    Auf meinen Einwand, meines theoretischen Wissens solle so ein Rieselschutz diffusionsoffen sein, winkte er ab, der Bau wäre ja trocken.
    Ich muß dazu sagen, das die Wohnung im ersten Stock ist, die Wohnung über und unter mir ist bewohnt und beheizt und der Bau ist tatsächlich trocken. Allerdings bringen wir ja auch noch 2-3 cm Sand ein, der ist nicht staubtrocken, ist normaler Bausand, weiß noch nicht, wieviel Feuchtigkeit damit eingebraucht wird und ob das durch die Trittschalldämmung, die insgesamt 30 mm OSB (die mittels Einkomponentenkleber miteinander verbunden sind, der möglicherweise ja auch feuchtigkeitsisolierend wirkt) und die 14 mm Hartholzdiele ausreichend wegschlagen kann.
    Probleme sehe ich spätestens bei einem Wasserschaden. Wenn mir mal ein Spüleimer umkippt oder so etwas und das Wasser versickert gilt wohl: Wenn die Diele mit dem Komponentenkleber aufgeklebt ist kommt man da nie mehr ran und die Suppe schwimmt auf der Plastikfolie und dann faulen mir die Tragebalken durch und alles schimmelt. Ist der Rieselschutz diffusionsoffen hat zwar mein Nachbar untendrunter einen Wasserschaden, aber das kommt mich wohl trotzdem billiger und ich merke zumindest sofort: Da ist was passiert. Vor allem bei schleichenden Wasserschäden wichtig.
    Beim googeln fand ich fast nur diffusionsoffene Rieselschutzfolien bzw. -matten, allerdings auch einige wenige Plastikfolien als Rieselschutz.

    Wie ist eure Meinung bzw. Erfahrung?

    Danke,

    Gruß
    Baufrank
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 5. Dezember 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Was ist das denn für ein Lötzinn???
    Kies hat Hohlräume, in denen der Sand im Laufe der Zeit verschwindet.
    Mal hier lesen
    Gabs gestern auch mit dem Mann mit dem unschreibbaren Namen (Ranga Yogeschwa????) innen Feansän.

    MfG
     
  4. Baufrank

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    ich hab ihn gefragt, ob er nicht lieber eine Perliteschüttung aufbringen will, die ist zwar teurer, aber erstens wären das nicht 3 Tonnen in Eimern hochzutragen, sondern nur ca. 600 kg in bequemen Säcken und zweitens wäre das trocken. Aber er meinte, das wäre nicht so schön kompakt und belastbar: Er besteht auf Sand. Dann soll er schleppen.
    Zu dem Versickerungseffekt hat er nichts gesagt, aber er würde immer so arbeiten und hätte schon hunderte solcher Böden saniert....
     
  5. #4 buddelchen333, 5. Dezember 2008
    Zuletzt bearbeitet: 5. Dezember 2008
    buddelchen333

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    naja...das problem mit dem sand sehe ich auch...

    hast Du / Ihr auch schon die Trockenestrichelemente von Knauf mit aufkaschierter Trittschalldämmung in Betracht gezogen?

    warum nicht? zu große aufbauhöhe?

    in dem system wird in der regel mit einer perliteschüttung gearbeitet.

    Nur mal so als Gedankenanstoß, den derzeitigen aufbau zu überdenken.
     
  6. Baufrank

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    Ich sollte vielleicht erwähnen, das die Schüttung keine reine Kiesschüttung ist, sondern typischer "Münchner Boden", also eine Sand-Kies-Mischung, wovon der Kies eine Mischung aus allen denkbaren Größen ist. Das verringert die Versickerungsgefahr letztlich doch schon ordentlich.
     
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  8. Baufrank

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    Schade übrigens, das meine eigentliche Fragestellung bisher von niemandem aufgegriffen wurde...hat denn dazu niemand etwas beizutragen?
     
  9. mls

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    die foliennummer und diese art von "ausbau" wird so nicht praktiziert - ausser von deinem bodenleger ;)
    daher auch die geringe resonanz.
    den grund dafür hast du mit deiner frage nach der statik doch eh schon erkannt!?
    der fehlboden "schafft" vielleicht grad eben noch das gewicht der vorhandenen schüttung -
    zusätzliche lasten (aus dem weiteren ausbau, aber auch der sauschwere eichenschrank ;) )
    .. no go!
     
Thema: Rieselschutz: Diffusionsoffen oder Plastikfolie?
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