Rigole?

Diskutiere Rigole? im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo zusammen, folgende Situation: wir haben ein Grundstück 26m breit und 24m tief. Das Grundstück steigt nach hinten leicht an - am Ende gibt...

  1. ultra79

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    Hallo zusammen,

    folgende Situation: wir haben ein Grundstück 26m breit und 24m tief. Das Grundstück steigt nach hinten leicht an - am Ende gibt es eine leichte Böschung deren Krone ca. 85cm über dem Niveau des vorderen Grundstückteils ist.

    Das Haus steht von der vorderen Kante 3m entfernt und von der linken Grenze 4m. Breite ca. 10m. Zwischen linker Grenze und Haus wird gepflastert. Rechts vom Haus kommt noch eine ca. 4m tiefe Terrasse. (Gesamtbreite also ca. 18m)

    Rest vom Grundstück soll komplett Rasen bzw. Hecke/Büsche werden. Der Boden des Grundstücks ist nicht sehr versickerungsfähig. Keller des Hauses ist als weiße Wanne ausgeführt wegen aufsteigendem Sickerwasser. Aber das ganze grundstück wird noch 20 bis 30 cm Mutterboden bekommen - der ja zumindest eine gewisse Menge Wasser halten wird.

    Der alte Ansprechpartner vom Galabauer mit dem ich die erste Planung machte ist weg - nun kommt sein Nachfolger und sagt das ich eine Rigole vorsehen sollte - 20m breit zwischen Haus und hinterer Grundstücksgrenze. 1m Tiefe und 1m breit. Macht also ca. 20 m³ Boden ausheben, abfahren, mit Vlies und Dränrohren auslegen, 20 m³ Kies drauf -> 2200 EUR netto.

    Nun frage ich mich ob das Ganze wirklich sein muss. Keiner meiner Nachbarn hat sowas - bei ähnlichen Grundstücksverhältnissen. Galabauer sagt er empfiehlt es - kann mich aber natürlich nicht zwingen.

    Was meint ihr? Ich bin geneigt das Ganze wegzulassen... alternativ könnte man ja auch 0.5m x 0.5m machen - dann spar ich schonmal 3/4 vom Kies (der mit 70 EUR pro m³ irgendwie auch heftig teuer wirkt...)

    Würde mich über Meinungen freuen...
     
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  3. bigdka

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    also bei uns ist die rigole mit muldenversickerung sogar vorgeschrieben...2200 find ich auf jeden fall nicht zu teuer......vor allem musst du so weniger gebühren an die stadt zahlen
     
  4. ultra79

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    Die Rigole soll an die Zisterne angeschlossen werden (die dann in den Regenwasserkanal in der Straße überläuft). Wie sich das auf meine Gebühren auswirken soll versteh ich grad nicht. Es geht ja um das Wasser was über den Rasen Richtung Haus läuft (und normalerweise dann ja irgendwo im Grundstück versickert - bzw. halt in meine "Kellergrube" läuft, die mit gut versickerungsfähigem Material verfüllt ist...
     
  5. bigdka

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    ganz einfach...du zahlst abwassergebühren für das wasser, welches von dir als eigentümer ins kanalnetz geleitet wird....wenn das regenwasser von deinem dach (was nicht unerheblich ist) in einer rigole versickert wird, muss es nicht in den kanal geleitet werden....das resultiert natürlich letztendlich daraus, dass die städte zu kleine kanäle bauen und die last auf den eigentümer abwälzen....am ende ist ne rigole mit zisterne ja auch gut...nur die mulde sieht sch.... aus...die haben wir aber erst gar nicht angelegt...wo kein dingens..da kein dingens....lach
     
  6. ultra79

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    Moment - es geht nicht um Regenwasser vom Dach. Selbiges läuft eh in die Zisterne und dann in den Regenwasserkanal. Die Rigole soll nur dazu dienen das Wasser was auf der Oberfläche von der Böschung Richtung Haus läuft versickern kann. Der Galabauer meint das der Boden evtl. nicht versickerungsfähig genug sei und mir dann das Wasser ans Haus drückt ...
     
  7. bigdka

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    ja ob dach oder garten ist egal....die gebühren werden danach berechnet...das muss doch auch schon im bauantrag stehen...insbesondere die kubikmeter vom dach...danach wird doch rigole etc berechnet...naja ich bin auch kein fachmann...vielleicht musst dann mal jemand anderes etwas dazu sagen
     
  8. ultra79

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    Also die Abwasserleute haben sich bei mir für die "betonierte Fläche" interessiert von der eingeleitet wird. Also Dach und Einfahrt im wesentlichen. Was da runterfällt wird eingeleitet - alles andere wird auf dem Grundstück versickert. Die Rigole die der Galabauer vorschlägt soll die Versickerungsfähigkeit des Grundstücks verbessern. Da das keiner meiner Nachbarn hat frage ich mich ob ich das wirklich brauche - da das Budget für den Garten schon am Ende ist würde ich gern verzichten.... ich denk mir halt das ich das Ganze im Zweifel auch in 3 oder 4 Jahren noch bauen kann wenn es notwendig sein sollte...
     
  9. bigdka

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    ja dann ist auch meine antwort einfach.....wenn es nicht vorgeschrieben ist..finger weg...es sei denn...die versickerungsfähigkeit des bodens wäre so schlecht, dass es in richtung haus läuft...aber das müsste ja aus dem bodengutachten hervorgehen...
     
  10. ultra79

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    Na wenn das mal so einfach wäre... unter der Kellersohle steht massiver Sandstein an. Darüber gibt es verwitterten Sandstein und eine Auffüllung aus "mäßig bis stark durchlässigen Materialien"...

    ...

    Ich hab keine Ahnung was ich damit anfangen soll...
     
  11. #10 wasweissich, 3. März 2014
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ich frage mich auch .

    und meine antwort für mich würde heissen : wahrscheinlich nicht .

    oder ist mit wasser von oberhalb der böschung zu rechnen ?

    habe ich es richtig verstanden , dass das grundstück gesammt ein leichtes gefälle hat ?

    das ist doch gut



    denke ich auch .
     
  12. ultra79

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    Ja - die hintere Grundstücksgrenze ist ca. 85cm über der vorderen Grenze. Dort folgt dann ein etwas steileres stück - ca. 30 - 35cm. Danach geht es relativ sanft und gleichmäßig über die 23m (Abstand vorn - hinten) um weitere 50cm nach unten.

    An der Böschung oben läuft ein Fußweg lang - und dahinter geht es dann relativ steil runter in eine ca. 1,5m tiefe Mulde die für die Aufnahme von Regenwasser gedacht ist.

    Ich hatte mir gedacht das ich die Böschung evtl. mit Material was beim begradigen des Grundstücks anfällt noch so weit anfüllen lasse das quasi ein kleiner Damm entsteht - dann kann zumindest von oben nicht mehr viel kommen. Doofe Idee?
     
  13. H.PF

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    Sowas nennst du Abschüssig? *hust* das sind bei uns topfebene Grundstücke ;)
     
  14. ultra79

    ultra79

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    Ich sagte doch "leicht", oder? ;-)
     
  15. #14 wasweissich, 3. März 2014
    wasweissich

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    tja holger im bergischen wohnen und sich über berge beschweren gilt nicht ( helge ich weiss :Das Bergische Land ist aus dem historischen Herzogtum Berg hervorgegangen. Den früheren Landesherren, den Grafen (und späteren Herzögen) von Berg, hat die Region auch ihren Namen zu verdanken. aus http://de.wikipedia.org/wiki/Bergisches_Land )
    ist trotzdem bergig ohne ende .:D

    also ich würde es drauf ankommen lassen. und 30 cm "mutterboden" halte ich für zu viel .
     
  16. mls

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    und es regnet dauernd .. also .. da wär ne rigole gut :D
     
  17. Gast vS

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    So richtig will sich mir der Sinn des "Rigolen-Vorschlages" (vor allem in dieser Dimension) nicht erschließen ... (vorbehaltlich meiner örtlichen Unkenntnis)

    Gut es mag sein, dass es bei einem "x"-jährigen Starkregenereigniss zu zwischenzeitlichen Vernässungen kommt .. aber, das ist m.E. als "normales Gartenrisiko" abzuhaken = wer hat das nicht ?? Wenn schon, dann könnte eine kleine "Wall-Mulden-Kombi" wohl den selben Effekt erzielen.

    Man könnte das natürlich rechnerisch nachweisen, man könnte aber auch genauso entspannt abwarten.

    Das wäre zumindest hier meine Wahl.
     
  18. #17 Manfred Abt, 4. März 2014
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    die Beiträge des zuerst Antwortenden hätte ich ja am liebsten einfach rausgelöscht

    Ansonsten ist die Tendenz wohl klar.
     
  19. #18 wasweissich, 4. März 2014
    wasweissich

    wasweissich Gast

    holger soll aber keine rigole kriegen , trotzdem dass es bei ihm viel regnet . die rigole wäre in Halle ;)

    (Saale oder Westf. ??)
     
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  21. H.PF

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    ICH brauch keine Rigole, bei mir läufts Wasser hinten im Keller rein und vorne einfach wieder raus bei Starkregen. Stört keinen...
     
  22. ultra79

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