Riss in Betonkeller Bj. 58

Diskutiere Riss in Betonkeller Bj. 58 im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich bin neu hier und fange aufgrund eines Erbfalls gerade an mich mit dem Thema Bausanierung zu beschäftigen. Bei dem Objekt...

  1. #1 AltbauFiffi, 31.01.2021
    Zuletzt bearbeitet: 31.01.2021
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    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und fange aufgrund eines Erbfalls gerade an mich mit dem Thema Bausanierung zu beschäftigen.
    Bei dem Objekt handelt es sich um das Haus meiner Großeltern und Ur-Großeletern, ein EFH aus dem Bj. 1958 mit Kubusanbau aus den 70er Jahren.
    Seit Kindertagen kann ich mich an einen Riss in der Putzfassade erinnern (ich weiß nicht ob er auch im Mauerwerk vorhanden ist), der gefühlt in den letzten 20 Jahren nicht gewachsen ist. Zur Größe kann ich derzeit nichts sagen, ich würde sagen nicht größer als 3 mm, eher 2 mm. Kann ich die Tage aber gerne nachreichen.
    Der Keller war von innen großflächig mit Holz verkleidet, daher war nie bekannt wie der Zustand ist, abgesehen davon, dass der Keller immer feucht war.
    Wir haben jetzt als erstes an der Treppe im Keller die Verkleidung entfernt und gesehen, dass die Kellerwand gerissen ist. Das ist auch dort wo an der Fassade der Riss ist.
    Ein Fleck innerhalb des Risses ist durchnässt und es lässt sich feuchter Sand abschlagen.
    Ich bin mir sicher, dass ich nicht umherkommen werde einen Statiker einzubeziehen und zu klären ob sich eine Sanierung überhaupt nocht lohnt, obwohl der Rest vom Gebäude zumindest aus Sicht der Bausubstanz recht gut wirkt. Die Frage ist eher was ich an Vorarbeiten leisten kann, damit der Statiker eine fundierte Aussage treffen kann.
    - Keller von außen freilegen?
    - Fundament bis Unterkante freilegen?
    - Erstmal so schauen lassen?
    Gibt es generell eine Einschätzung was passiert sein könnte und was die richtige Maßnahme wäre? Setzungsriss? Fundament gebrochen? Inhomogene Betonmischung (Die massive Anhäufung von Sand in der Wand kann ich mir fast nicht anders erklären)
    Ein paar Informationen zum Haus (laut Baubeschreibung):
    - Bj. 58
    - Streifenfundament aus Kieszementbeton 1:10 (das klingt schonmal nicht so gut?) Stärke leider nicht bekannt
    - Kellerwände aus Kieszementbeton in 30 cm Stärke Mischung 1:8
    - Außenwände ab EG mit Bimsstein gemauert
    - Innenwände in 11,5 cm aus guten Ziegelsteinen
    - Keller- und Geschossdecke aus Stahlbeton 1:5
    - Kellerboden Beton 12 cm inkl. Feinzementschicht

    Ich habe gestern mal Gipsmarken gesetzt um zu sehen ob sich noch irgendetwas tut. Gefühlt, wie gesagt, die letzten 20 Jahre nicht, aber wer weiß.
    Anbei zwei Bilder. Obwohl eure geschulten Augen den Riss sicherlich auch so erkennen, habe ich ihn in einem 2. Bild markiert. Ebenso wie die Sandanhäufung. Dass wir eine Vertikalsperre errichten müssen, haben wir uns schon fast gedacht, da das damals nicht gemacht wurde. Die Fundamente werden wohl für immer feucht bleiben. Ist das generell ein Problem?

    Fragen über Fragen...

    Gruß und einen schönen Sonntag noch.
     

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  2. #2 simon84, 31.01.2021
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    Wie soll denn dieser Raum in Zukunft genutzt werden?

    wie du schon sagst, das ist zwar ganz klar ein Mangel und eine Schwachstelle, aber ob man hier überhaupt akut etwas macht hängt davon ab was man vorhat.

    auf die restliche „Substanz“ des Hauses hat es Augenscheinlich noch keine Auswirkungen.

    Ist der Rest des Hauses denn auch Bj 58 ? Also Elektrik, sämtliche Rohre etc. ?
     
  3. #3 AltbauFiffi, 31.01.2021
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    Hallo, danke für die schnelle Antwort.
    Der gesamte Keller soll weiterhin als Lagerraum genutzt werden. Wenn man Textilien lagern könnte wären wir schon sehr zufrieden. Schimmeln tut es tatsächlich selbst auf der Tapete hinter der Holzverkleidung nicht, deswegen bin ich eigentlich guter Dinge. Hauptsächlich geht es mir darum das Haus so fit zu machen, dass es nochmal ~50-60 Jahre für uns auf einem angemessen aktuellen Stand bewohnbar ist. Dafür ist es eben nötig genau dieses "noch" in deinem Satz mit den richtigen Maßnahmen zu streichen.
    Heizung wurde Mitte der 90er auf eine Gastherme umgestellt, die wir weiter betreiben.
    Die Elektrik muss definitiv komplett neu gemacht werden, Wasserinstallation müsste man sich anschauen. Da wir Küche und Badezimmer aber ohnehin verlegen und ändern möchten, bleibt eine Erneuerung teilweise gar nicht aus.
    Die Fenster sind bunt gemischt von doppelt verglast aus Den 90ern über Alufenster aus den 70ern bis Holzbalkontür aus Erstausstattung. Wir möchten alle Fenster tauschen und damit einhergehend ein wdvs anbringen und den Balkon als Wärmebrücke abbrechen, dafür evtl eine Dachterrasse auf dem Flachdach des Anbaus bauen.
    Das Dach soll zumindest mit Zwischensparrendämmug ausgestattet werden (sind leider nur 120 mm Sparren), ggf. In ein paar Jahren neu eingedeckt werden.
    Wir planen insgesamt mit ca. 250.000
     
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