Risse in der Wand - bedenklich?

Diskutiere Risse in der Wand - bedenklich? im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo, auch ich habe Risse festgestellt. Das Haus wurde 2006 gebaut. Im Kinderzimmer habe ich nach dem Abbau der Möbel einen langen...

  1. Tidl

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    Hallo,
    auch ich habe Risse festgestellt.
    Das Haus wurde 2006 gebaut. Im Kinderzimmer habe ich nach dem Abbau der Möbel einen langen treppenstufigen Riss in der Tapete gesehen. Nach dem Abtapezieren mache ich mir nun echt Gedanken (Bilder siehe unten).
    Auf dem Bild 234 habe ich den Riss aufgeklopft.
    Sind das "normale Setzungsrisse oder mehr? Dier Wand ist mit KSV gebaut.

    Falls es Setzungsrisse sein sollten, würde ich den Riss etwas freilegen und mit normalem Putz zu spachteln. Ist das ok?

    Vielen Dank für Ihre Einschätzung
     

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  2. #2 simon84, 25.05.2020
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    Was ist ein “normaler” Setzungsriss ?

    zu einem Riss im Mauerwerk kommt es erst dann wenn das Fundament bzw. der Boden unter dem Fundament mehr als berücksichtigt / berechnet nachgibt .

    also „normal“ ist so ein Riss nie.

    Ein Schwundriss im Putz sieht jedenfalls anders aus, bei dem Riss kann man schon davon ausgehen dass es sich um ungewünschte Setzung handelt.

    gegen ein auskratzen und neuverputzen spricht nie etwas . Das schlimmste was passieren kann ist dass es eben wieder reißt .

    Von der Dimension / Rissbreite ist es auf jeden Fall zu viel für „zu wenig“ aber auch bei weitem noch nichts in Richtung „Einsturz“ .

    Nur zuputzen kann man probieren schlimmstes machst du es dann eben noch mal . Oder gleich mit entsprechender Riss Behandlung arbeiten
     
  3. Tidl

    Tidl

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    Hallo und vielen Dank für die Antwort.

    Ich habe eine Frage zu:
    Zitat:
    Oder gleich mit entsprechender Riss Behandlung arbeiten

    Was wäre das? Haben Sie einen Tipp?

    Viele Grüße
    Tidl
     
  4. SIL

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    Quark - ihr immer mit eurer Setzung :mauer
    Da hat sich nichts gesenkt oder gesetzt.
    @Tidl Grundriss und Schnitte bitte einstellen und Foto mit Abstand dazu.
    Natürlich ist das kein Riss aus Schwinden des Putzes:hammer:
     
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  5. Tidl

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    Hallo,
    anbei noch ein paar Bilder.
    Zum Haus selbst: Es ist eine Doppelhaushälfte. Mein Hälfte ist jedoch vorne und hinten je 1 Meter länger als das Nachbarhaus. Die Wand an der die Risse sind, ist die Nachbarhaushälfte. Die Wand liegt jedoch, wie oben beschrieben auf dem ersten Meter nicht am Nachbarhaus an.
    Die Seitenwand ist aus KSV, die Stirnwand (siehe Foto ist aus Poroton).

    Beim weiteren Abtapezieren habe ich weitere Risse festgestellt (siehe Bild Seitenwand).Hier sind 2 "Treppenrisse" zu sehen. Auch auf der Stirnwand ist ein waagrechter Riss zu erkennen.

    Die Risse an der Seitenwand haben auch teilweise einen "Höhenunterschied". Ist auf Bild Riss dargestellt.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

    MfG
    Tidl
     

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  6. BaUT

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    Wenn man jetzt noch wüsste welches Rissbild an welcher Stelle welcher Wand aufgetreten ist, dann könnte @SIL bestimmt eine Ferndiagnose abgeben, die entweder auf Bewegungen aus der Decke oder auf Schwindrisse im KS-Mauerwerk schließen wird. Man müste sich das Gesamttragwerk Dach-Decke-Wände anschauen und die Lage der Risse den bauteilen und dem Kraftfluss im Baukörper zuordnen. Aus der Ferne ist sowas schwer. Sorry - für sowas brauch ich einen Ortstermin.

    Unregelmäßige Setzungen von einzelnen Hausteilen würde ich mal ausschließen wollen.
     
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  7. SIL

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    Folgendes spricht gegen eine Setzung bzw Senkung BP oder Sohle:
    1. Übergang von KS auf Porenbeton
    2.geometrisch ausladend gegenüber des anschließenden Gebäudes - Thermospannung
    3.typisches Rissbild bei Schwinden von KS
    4.definitv keine Stützen in den Gebäudeecken aus Stahlbeton
    5.horizontaler Riss an der UK Decke
    6.im EG und DG keine Rissbildung
    7.die Ausbildung, d.h.der Verband von KS auf Porenbeton ist immer etwas 'tricki'
    8.die Risse sind in ihrer Breite nicht so extrem
    8.in der Fassade aussen sind keine Risse zu sehen
    Etc

    Es können natürlich auch Risse begünstigt werden aus fehlerhafter Verarbeitung, zu nass.. zu trocken.... Etc

    Insofern-die Risse weiten/öffnen einen Gewebespachtel auftragen und bei der Tapete eine mit Gewebe wählen, welche hohe Dehnfähigkeit hat.

    Sollten sich die Risse in den Gibelseiten auf der Fassade zeigen, was bei Porenbeton ja durchaus passiert, vernageln/Spiral Anker.

    So Simon und BaUT nun gerne eine Begründung warum das aus Setzung resultieren sollte :winken
     
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  8. #8 simon84, 27.05.2020
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    Na mein lieber @SIL dann werde ich in Zukunft nicht mehr das Wort "Setzung" verwenden :)
    Du hast es ja schon sehr gut analysiert. Auf jeden Fall keine "Putzrisse" oder "Normale Setzung" was sowieso ein Ausdruck ist den ich sowas von unpassend halte.
     
  9. BaUT

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    Neenee - bin voll bei Dir. Schwindrisse aus feuchtem bzw. jungem KS oder Schwinden von Stahlbetondecken bzw. Ringbalken waren meine ersten Gedanken dazu.
     
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  10. SIL

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    Von 2006 wenn verdeckt ja, aber hier tendiere ich eher auf die unterschiedlichen Materialien die AW in 36er Porenbeton und die in Gebäudetrennwand übergehende in KS, zumindest die eine Treppenwand dito in KS oder Beton... das zieht schon
    @Tidl mess die Rissbreiten mal und wenn du dort den Putz entfernst wie tief die Trennung geht, sollte sich dort, was ich aufgrund der Fotos nicht annehme eine Keilförmige bzw klaffende Fuge ergeben-empfiehlt sich eine kraftschlüssige Verpressung bei KS 'Zementleim Emulsion' oder Epoxy.
    Simon es geht darum, nicht immer bei jeden Riss nach Setzung schreien, wie unsere Archs das gerne tun ;)das verunsichert die Leute völlig und ist unnötig, unbestritten gibt es Risse auch aus Setzung :winken
     
  11. #11 simon84, 27.05.2020
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    Ja du hast Recht ich hätte vielleicht eher sagen sollen die genaue Ursache gehört ergründet.
    Putzschwundrisse jedenfalls nicht, das ist klar und "Normale Setzung" finde ich einfach eine blödsinnige Aussage.
    Auch Setzungsrisse sind nicht normal genauso wie solcher Mauerwerkschwund oder sonstige andere Ursachen, wenn durch Umbau etwas geschoben hat.

    PS. Zumindest nicht im Neubau, wenn das Gebäude jetzt 50 Jahre alt wäre, dann ist das was anderes mit normalen Setzungen.

    Aber ist hier ja sowieso nicht der Fall
     
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Risse in der Wand - bedenklich?

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