Rohinstallation Sanitär - fachgerecht?

Diskutiere Rohinstallation Sanitär - fachgerecht? im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Wenn er nach der aktuellen Trinkwasserverordnung arbeiten muss, muss er sicherstellen das die Kaltwasserleitung sich niemals auf 25°C aufwärmt....

  1. #21 Luthus, 28. Oktober 2017
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2017
    Luthus

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    Wenn er nach der aktuellen Trinkwasserverordnung arbeiten muss, muss er sicherstellen das die Kaltwasserleitung sich niemals auf 25°C aufwärmt.
    Ein Beispiel:

    Unter Punkt 3.6 – Betriebstemperatur ist in der DIN 1988-200 Folgendes ausgeführt:

    „Die Temperatur des Trinkwassers kalt darf bei bestimmungsgemäßem Betrieb maximal 30 s nach dem vollen Öffnen einer Entnahmestelle 25 °C nicht überschreiten …“

    Damit wird darauf abgezielt, dass innerhalb möglichst kurzer Zeit nach dem Öffnen einer Entnahmestelle kaltes und hygienisch einwandfreies Wasser austritt.
    Man sollte meinen, dass die ultimative Voraussetzung dafür eine recht kurze Einzelzuleitung bzw. Stichleitung mit geringem Wasserinhalt ist.

    Doch wenn man sich mit dieser Thematik näher beschäftigt, kommen so gewisse Zweifel an der Sinnhaftigkeit der o. a. Vorgabe auf. – Also spielen wir das Ganze einfach einmal durch.

    An einer Mischbatterie für eine Brausewanne werden, sagen wir mal, 0,15 l Kalt- und 0,15 l Warmwasser pro Sekunde entnommen.
    Nach 30 Sekunden darf das an der Mischbatterie ankommende Kaltwasser eine Temperatur von maximal 25 ° C haben – vorher halt u. U. deutlich darüber.
    Wer jetzt 30 Sekunden außerhalb der Duschkabine ausharrt oder innerhalb stehend die Luft anhält, um keine humanpathogenen Keime einzuatmen, verplempert eben mal ganz locker jeweils 4,5 l Kalt- und Warmwasser. Unter der Annahme eines Leitungsquerschnittes von 15 mm (DN 15 – Leitungsinhalt rd. 0,18 l/m) bedeutet dies, dass der Inhalt von 25 m langen Leitungsabschnitten ausgetauscht wird.

    Und jetzt stellen Sie sich einmal vor, was in einem 25 m langen Kaltwasser-Leitungsabschnitt mit über 25 °C warmem Wasser abgeht. – Da leben die Legionellen in Saus und Braus, vermehren sich mit wachsender Begeisterung und begeben sich von dort aus lustig auf Wanderschaft ins übrige Leitungsnetz!

    Überhaupt darf hinter die 25 °C als Maximalwert für die Temperatur von Kaltwasser ein ganz fettes Fragezeichen gesetzt werden.
    So ist jedenfalls in Fachkreisen doch längst bekannt, dass die Vermehrung von Legionella pneumophila im Bereich zwischen 15 und 18 °C beginnt, zwischen 20 und 22 °C linear ansteigt und schließlich ab 25 bis etwa 45 °C exponentiell steigend verläuft.


    Dagegenwirken kann man in dem man die KWlaeitung hundert 100% Isoliert, Schleifwinkel benutzt, und die Kaltwasserleitung schleift.
    Soll nicht anderes heißen wie den letzten Verbraucher wieder in die Zuleitung einzubinden. Bedingt auch in den Schleifwinkel der Toilette da diese Leitung am meisten benutzt wird. Somit wird immer eine Durchspülung der KWleitung gewährleistet.
     
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    [​IMG]Solche Winkel kann man zum Schleifen der Verbraucher verwenden
     
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    kenne ich als doppelwandscheibe . heisst vielleicht regional unterschiedlich :)
     
  5. Luthus

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    Das stimmt wohl. Aber das einzigste was glaub jeder kennt ist das Schnüffelstück ;)
     
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    Das einzigste gibt es zwar nicht, aber diese Hahnanschlüsse sind "der letzte Schrei" um das Wasser nicht zu lange in der Leitung stehen zu lassen. Die Wasserzuleitung wird wie bisher auch, von Anschluß zu Anschluß geschleift, aber am Ende geht es wieder zurück. Damit soll erreicht werden, daß, gleichgültig welcher Hahn benutzt wird, das Wasser nicht in der Leitung verkeimen kann.
     
  7. #26 Fred Astair, 5. November 2017
    Zuletzt bearbeitet: 5. November 2017
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    Nicht ganz richtig. Zurück geht, außer bei zirkulierenden WW-Leitungen gar nichts.
    Mit dieser Anbindeart werden stagnierende Leitungsteile vermieden, wenn korrekterweise ans Ende eine Entnahmestelle gesetzt wird, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehrmals täglich benutzt wird. Nein, das ist erwiesenermaßen nicht das Handwaschbecken sondern die Toilettenspülung.
    Wer ganz sicher gehen will, baut in die Zuleitung einen Strömungsteiler ein und verlegt vom letzten Gegenstand eine Leitung wieder zurück zur Steigleitung. Auch da fließt nichts zurück sondern es wird bei jeder Entnahme, gleich an welchem Punkt, immer das gesamte System mit Teilströmen durchflossen und der Rohrdurchmesser kann verringert werden, weil zwei Leitungsstränge beteiligt sind.
     
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  8. simon84

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    Meiner Meinung nach ein super System in der zuletzt beschriebenen Ausführung.
     
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    Find ich auch gut - das wurde bei uns leider verpennt.
     
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  11. johnny80

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    es hat ein wenig länger mit den Themen gedauert. Der Heizungsbauer will aber die nötigen Korrekturen nun vornehmen.
    D.h. die Isolierungen tauschen (sind knapp 100m) und die Abstände zu der Wand herstellen.

    Ich werde an dem Tag dabei sein, damit ich schauen kann, wie die Arbeiten durchgeführt werden.

    Frage zu den Rohren. Rohre die schon eine Biegung erfahren haben dürfen wahrscheinlich nicht genutzt werden, um in die andere Richtung zurückgebogen zu werden, oder? Ich würde vermuten, dass das Material sonst geschwächt ist? Will die Diskussion dann auf der Baustelle vermeiden, falls er mit solchen Methoden anfängt, um Material einzusparen.
     
  12. Luthus

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    Solange er kein Knick in der Rohrleitung drin hat ist das nicht so dramatisch dafür gibt's ja Spezialwerkzeuge wie Biegefedern oder Biegemaschinen
     
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