Rostige Stahlträger einer Kappendecke

Diskutiere Rostige Stahlträger einer Kappendecke im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich mein erworbenen Altbau wurde eine Kappendecke verbaut. Dessen Stahlträger haben inwzischen eine dicke Rostschicht, die ich gerne...

  1. #1 socketspce, 24.04.2019
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    Hallo, ich mein erworbenen Altbau wurde eine Kappendecke verbaut. Dessen Stahlträger haben inwzischen eine dicke Rostschicht, die ich gerne beseitigen würde. Gibt es Empfehlungen, wie ich die blanke Fläche anschließend behandeln soll? Schleifen, grundieren und dann lackieren?
    Wie komme ich am Besten an die seitlichen Stellen zwischen Beton und Träger?

    Nach ein paar mm Rost kommt harte Stahl zum Vorschein. An den Wandauflageflächen ist ein wenig mehr Rost, dennoch sind auch dort ca. 95% des Trägers erhalten....

    Danke im Voraus für Rückmeldungen.
     

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  2. #2 simon84, 24.04.2019
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    Sämtliche Schleifwerkzeuge, Drahtbürste, Ggf. Sandstrahlen sind geeignet.

    Warum musst du an der Seitenflank überhaupt rankommen ? Oben kommst du ja auch nicht ran und da sieht der Träger doch bestimmt ähnlich aus ;)
     
  3. #3 socketspce, 24.04.2019
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    Vielen Dank für die Antwort, ich würde jetzt mal davon ausgehen, dass an den Stellen an denen kein Sauerstoff rankomme weniger Rost ist.
    Womit lackiere ist das Zeug anschließend am Besten? Normaler Hammer Lack?
     
  4. #4 simon84, 24.04.2019
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    Kannst du auf jeden Fall machen, Mittel deiner Wahl. Hammerit geht, oder Epoxy basierte Grundierungen. Kommt auch drauf an was du erreichen willst (Optik?)
     
  5. #5 socketspce, 24.04.2019
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    Optik ist 2. rangig - Es geht mir primär darum die Träger möglichst lang zu erhalten und den Rost zu stoppen
     
  6. #6 chillig80, 24.04.2019
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    Wenn es wirklich nur um Korrosionsschutz geht, dann streich lieber 2-3x mit handelsüblichen Rostschutz und lass den Decklack erstmal weg. Dann kannst Du den Rost besser im Auge behalten und sollte doch nochmal bisschen was nachkommen ist es einfacher nochmal nachzuarbeiten als mit der „Trennschicht“ aus Decklack drauf.

    Die Kombilacke (Rostschutz+Decklack) die es gibt sind zwar oft nicht schlecht, aber wenn es nur auf den Rostschutz ankommt ist ein reiner Rostschutz meisst doch überlegen (sauerstoffdicht).
     
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  7. #7 Manufact, 25.04.2019
    Zuletzt bearbeitet: 25.04.2019
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    Grundsätzlich sehe ich keinen von aussen zugänglichen "Blattrost" an den Trägern, vielleicht an den Seiten.
    Der Rostschutz an den zugänglichen Stellen ist kein grosses Problem.

    Bitte noch eine Detailaufnahme der Auflagestellen, dort ist im Regelfall das eigentliche potentielle statische Problem.

    Seitlich an den Träger zu kommen bedeutet den Putz abzuschlagen.
    Das würde ich nur in kleinem Masse an den Auflagestellen des Trägers probehalber vornehmen.
    Im Regelfall ist durch die hohe Alkalität des Putzes der Träger einigermassen vor Rost geschützt.

    Rostbehandlung der sichtbaren / zugänglichen Stellen
    1. Grobes Abschleifen mit Flex und K24,dann kurzes Glätten der Riefen mit K80, dann Restrost aus den Poren mit "Negerkeks" entfernen.
    Keine Drahtbürste verwenden, diese schmiert den Rost lediglich zu
    2. Normale Rostschutz_Grundierungen sind in keinster Weise diffusionsdicht, sondern benötigen eine Decklackierung.
    ( Ausnahme "Brantho-Korrux 3 in 1")
    3. Die Korrosionsneigung ist im Keller nicht übermässig (da Kein NaCl).
    Deswegen 2 x dicker Anstrich mit dem überall für Laien erhältlichen "Hammerite"

    Wichtigst ist die sorgfältige Untergrundvorbereitung und die möglichst gründliche Entfernung des Rostes in den Poren.
     
  8. #8 Donpepe, 25.04.2019
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    Hallo,

    Anstelle den blank zuschleifen könnte man nach dem Entfernen des groben Rostes mit Rostumwandler oder Rostentferner (enthält Phosphorsäure - also mit angrenzendem Pütz aufpassen...) weiter arbeiten. Damit vermeidet man unnötigen Materialabtrag und bekommt den Rost „porentief“ entfernt.

    Im Anschluss wie beschrieben versiegeln.

    Grüße
     
  9. #9 Manufact, 25.04.2019
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    Rostumwandler hilft nur, wenn der Porenrost soweit als möglich entfernt ist.
    Der Rost wird nicht entfernt sondern - wenn man Glück hat 0,1 mm tief umgewandelt.
    Dazu muss mann aber ordentlich Säure applizieren....
    Ausserdem muss dann der Säureüberschuss aufwendig mit viel Wasser abgewaschen werden.
     
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  10. #10 simon84, 25.04.2019
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    Phosphorsäure kann unter Umständen sinnvoll sein, aber nicht an einem Stahlträger über Kopf .

    Erstmal mechanisch reinigen und dann schauen, das sieht auf den Fotos jetzt wirklich noch nicht wild aus, ich persönlich hätte da vermutlich gar nix gemacht, wenn das die letzten 70 Jahre so gehalten hat...
     
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  11. #11 Donpepe, 25.04.2019
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    Moin,

    Bei meinen Oldtimern hat es bis jetzt auch bei starkem Rost sehr gut funktioniert. Wobei das entfernen (mit Phosphorsäure) besser als umwandeln geht.

    Bei richtiger Anwendung gibt es kaum bis gar keinen Säureüberschuss... erstmal die chemischen Vorgänge verstehen...

    Es gibt auch entsprechend gelartig eingedickte Mittel, welche Phosphorsäure enthalten. Einfach googeln.

    Gruesse
     
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