Rückstau im Gebäude durch eigene Rückstauklappe verursacht?

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  1. cya2012

    cya2012

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    Hallo zusammen,

    der gestrige Tag war eigentlich völlig ok, auch wettermäßig (mittlere Temperaturen, Sonne, KEIN REGEN), bis am frühen Nachmittag der Anruf meiner Frau kam: "Unser Keller steht unter Wasser". Genau das, was man sich insbesondere an einem Freitag schon immer gewünscht hat!

    Nach den Berichten hat es in der Küche mit einem 5-6 maligen "Blubbern" in der Spüle begonnen und danach war wieder Ruhe. Meine Familie dann dann wohl 2-3 Minuten Wasser nachlaufen lassen und das wars zunächst. 15 Minuten später ging dann meine Frau in den Keller und sah die Bescherung! Ganz offensichtlich war eine mittlere Menge Wassers (der Boden in der Waschküche stand ca. 3-4 cm unter Wasser) aus dem Waschküchenablauf ausgetreten und hat dann auch den Weg in andere Räume gefunden. Grössere Schäden sind aber nicht entstanden. Die Rohrreinigungsfirma kam dann auch ziemlich schnell und meinte, dass die Rückstauklappe im Kontrollschacht außerhalb des Hauses geschlossen war und damit nachlaufendes Abwasser aus unserem Leitungssystem nicht mehr ablaufen und über den Bodenabfluß in der Waschküche austrat. Das klingt ja recht logisch (oder?) und wird mE noch dadurch unterstützt, dass das Schaltgerät Staufix FKA das Verschliessen der Rückstauklappe signalisierte und auch anzeigte. Das Schaltgerät hängt im Technikraum, wo alle Installationen, Heizung, Elektrik usw. gebündelt sind.Leider scheint das Signal nicht so laut zu sein, dass es im EG hörbar ist!
    Wir haben in unserem Gebäude (Bj. 2006/07) wohl ein Trennsystem in der Entwässerungsanlage und für den Schmutzwasserteil den Rückstauautomaten Staufix FKA der Fa. Kessel eingebaut. Dieser ist an das Schaltgerät gekoppelt. Verwendet wird offensichtlich eine optische Sonde, die dafür gesorgt hat, dass die Klappe verschlossen wurde.

    Meine Fragen:

    1. Was kann der Auslöser für diese Fehlfunktion gewesen sein? Kann das durch Toilettenpapier ausgelöst oder oder durch feste Fäkalien? Über diese Leitung geht auch das Wasser der Waschmaschine und das sonstige Schmutzwasser.
    2. Was muß ich tun damit das nicht nochmals passiert?
    Kessel bietet auf deren homepage verschiedene System an, die für einen solchen Fall trotzdem dafür sorgen, dass Abwasser abgepumpt wird (pumpfix F und ecolift). Macht das Sinn und hilft das wirklich (mal abgesehen davon dass ich derzeit nicht weiß welche Kosten entstehen würden).
    3. Gibt es andere Möglichkeiten einer Optimierung unserer Anlage?

    Vielen Dank und viele Grüsse
     
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  3. ThomasMD

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  4. coroner

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    Du hast die Wartungshinweise sicherlich gelesen, verstanden und eingehalten... :D
    Willkommen im Club - auch ich wusste von diesen "Anforderungen an den Betreiber"
    erst nix... hätte ich das vorher gewusst...
    Und ja - dieser Piep-Piep-Ton ist in der Tat viel zu leise. Wir hören ihn auch im EG nicht mehr.
     
  5. Julius

    Julius

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    Was mich irritiert:
    Sind denn wirklich die Entwässerungsgegenstände im EG (und ggf. in noch höheren Etagen) auch über die Rückstauklappe geführt?
    Das wäre sehr wahrscheinlich ein gerundlegender Fehler im Konzept des Leitungssystems (abhängig von der Lage der Rückstauebene).

    Daher: Entwässerungsplan beschaffen und auf Korrektheit sowie Übereinstimmung mit dem Bestand prüfen!
     
  6. ThomasMD

    ThomasMD

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    Der Beschreibung nach deutet alles darauf hin, dass hier mit Trennsystem die herkömmliche Trennung von Schmutz- und Regenwasser gemeint ist.
    Scheinbar gehen alle häuslichen Schmutzwässer über die Rückstauklappe und führen folgerichtig zum Absaufen des Kellers im Auslösefall.

    Der TE kann das herausfinden, wenn er den Schachtdeckel öffnet und im EG Wasser ablaufen lässt. Kommt das, wie vermutet, aus dem gleichen Stutzen an dem auch die Klappe verbaut ist, hat er ein Problem, zumal die Gewährleistung abgelaufen sein dürfte.
    Zur Kontrolle kann er dann noch Wasser aus dem Keller laufen lassen und den Schacht beobachten.

    Die Grundleitungen werden ja i.d.R. vom Rohbauer verbaut und, wenn überhaupt, vom Architekten geplant. Bei diesen beiden Berufsgruppen existiert erfahrungsgemäß keine allzugroße Rückstausensibilität (Anwesende wie immer ausgeschlossen).

    Ich habe ständig mit solchen Konstellationen zu tun, die oftmals jahrelang keine Probleme machen, weil es zu keinem Rückstau kommt.

    Wenn dann der Keller abgesoffen ist, bleibt nur der Verschluss der Bodeneinläufe, der Einbau von Sperrfix in Ausguss-Abflüsse und das höherlegen von WM-Entwässerungen.
     
  7. planfix

    planfix Gast

    über eine rückstausicherung sollen nur anschlüsse unterhalb der rückstauebene gesichert werden.
    alles was darüber liegt darf das nicht, weil sonst genau so ein schaden wie bei dir eintreten kann.
     
  8. BJ67

    BJ67

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    Und was den Piepton angeht, hier aus der pdf S. 23 :

    Damit kann man dann seine Hupe im Wohnzimmer realisieren ...
     
  9. cya2012

    cya2012

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    Danke für Eure Hinweise schone mal.

    @ ThomasMD :
    Das Rückstauhandbuch hatte ich schon gesehen und zumindest schon gelesen. Sehr verständlich für einen Laien geschrieben - Glückwunsch und Dank an Manfred Abt. :respekt Ob ich alles aber schon verstanden habe weiss ich nicht wirklich ;-)

    @ coroner : die Wartungshinweise .... Natürlich habe ich die nicht eingehalten ich kannte die Notwendigkeit überhaupt nicht. Ich habe in meinen Unterlagen zu den einzelnen Gewerken jetzt mal gewälzt - zur Entwässerung war nichts dabei. Und wenn man das alles macht (Inspektion 1x monatlich) und auch die anderen Wartungshinweise von Maschinen usw beachtet, dann ist man doch ganz schön beschäftigt. Die Hersteller wissen dies vermutlich ganz genau und moogeln sich so um Gewährleistungsthemen (wobei ich hier nicht andeuten will, dass die Rückstauklappe einen Mangel hat; sie hat ja ihren job gemacht). Jetzt werde ich wohl einen Wartungsvertrag abschliessen es sei denn dass die Eigenwartung easy ist.

    @ Julius, Thomas und planfix: Entwässerungsplan habe ich bereits angefordert. Ob alles (auch EG und OG) über die Rückstauklappe geführt wird, weiß ich derzeit nicht sicher. Beim EG bin ich mir aber zu 99% sicher, weil das EG Niveau leicht unter der Strassenhöhe liegt.

    Im Kontrollschacht gibt es 3 Abläufe und aus den Unterlagen die jetzt gesichtet habe sehe ich folgendes:

    Abfluss 1: Automatische Rückstauklappe Schmutzwasser
    Abfluss 2: Regenwasser Grundleitung
    Abfluss 3: Drainage Grundleitung mit Rückstauklappe verbunden mit einem außenliegenden Bodenablauf aus einem Kellerabgang

    Wenn das richtig wäre, schliesse ich daraus, dass das OG auf jeden Fall über die Rückstauklappe entsorgt wird, da es nur einen Schmutzwasserabfluss gibt.

    Frage: M.E. hätte es ja auch nichts genützt, wenn in der Waschküche um Bodenablauf eine Rückstausicherung gewesen wäre, weil dann das ganze Wasser vermutlich über das Waschbecken oder die Dusche im UG herausgekommen wäre. Richtig?

    Euch allen einen grossen Dank schon mal. Das sind unglaublich kurze Reaktionszeiten.Ich werde weiter berichten.

    Grüsse und einen schönen Sonntag
     
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  11. susannede

    susannede

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    welche stränge auf die klappe laufen, kannst du prüfen - wasser nur dort aufdrehen, gucken, ob es durch klappe läuft - siehe thomas.
    die meisten probleme, die ich bisher in bvh hatte, entstanden durch fehlauslösung (ratte, verstopfungen, damenbinden usw. - opt. sensor) und nicht-hören des warn-piepsers.
    wie es auzusehen hat, siehe coroners link seite 7.

    drainage auf fka ist falsch.

    andere sw-leitung (og) ggf. kontrollschacht andere grundstücksseite. prüfen.
     
  12. Manfred Abt

    Manfred Abt

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    Na ja, am WE hat der Manfred in der Regel WE. Diesmal war es besonders schön. Kleine Konzertempfehlung gefällig? www.losrockos.de Geniale Musik, Kinder bevölkern die Bühne und die Oma rockt zu AC-DC aber sowas von ab.
    Danke.

    zum Thema: das Entscheidende ist geschrieben:
    1. Fehlauslösung und Alarm nicht zu hören.
    2. Externer Alarm im Wohnbereich ist möglich und macht Sinn
    3. Ablaufstellen oberhalb der RSE fälschlicherweise in Fließrichtung vor dem Rückstauventil angeschlossen

    jetzt abzuklären:
    Abklären: nicht die Fußbodenhöhe ist entscheidend, sondern die Höhe der niedrigsten Ablaufstelle (Dusche? sonst wahrscheinlich WC)
    Das wäre dann ja definitiv falsch.
     
Thema:

Rückstau im Gebäude durch eigene Rückstauklappe verursacht?

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