Rückstauklappe Altbau

Diskutiere Rückstauklappe Altbau im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Experten, ich hab nen Altbau Bj. 1963 ohne Rückstausicherung. Im Keller, der zu 1/3 aus dem Boden ragt, also 2/3 unterhalb der Straße...

  1. #1 ciclosport, 2. August 2011
    ciclosport

    ciclosport

    Dabei seit:
    27. April 2010
    Beiträge:
    169
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Industriekaufmann
    Ort:
    Frankfurt
    Hallo Experten,

    ich hab nen Altbau Bj. 1963 ohne Rückstausicherung. Im Keller, der zu 1/3 aus dem Boden ragt, also 2/3 unterhalb der Straße befinden sich ein WC, eine Duschwanne, ein Waschtisch und ein Abflußstutzen für die Waschmaschine.

    Vor ein paar Tagen gab es einen Rückstau durch Starkregen. Natürlich waren wir nicht zuhause. Allerding sind nur ca. 20 Liter auf dem Boden gelandet, anscheinend war der Rückstau nur sehr kurz. An den Schmutzspuren konnte man erkennen, wie hoch das Wasser in der Wanne/WC gestiegen ist.

    Nun will ich in dieser Richtung etwas unternehmen. Ich hab mich schon ein wenig eingelesen und meine erste Idee von manuellen Klappen direkt hinter dem WC und Lösungen mit Ball für die Installationen Waschtisch und Duschwanne scheinen keine wirkliche Lösung zu sein. Ich muß dazu sagen, dass alles nur sehr selten, wenn Gäste bei uns übernachten genutzt wird, könnte also alles dauerhaft gesperrt sein und nur im Falle des Falles würden wir manuell öffnen.

    Eine weitere Lösung wäre eine elektronische Rückstauklappe, allerdings soll bei dieser Lösung das Abwasser aus den oberen Etagen getrennt und ohne Klappe an die Kanalisation angeschlossen sein. Das ist bei uns natürlich nicht der Fall. Alles geht in ein Rohr.

    Meine alternative Idee wäre also, eine automatische Klappe außerhalb des Hauses (Vorgarten) zu installieren, die eine entsprechenden Alarm enthält, so dass wir wissen, dass abgesperrt ist und wir wissen, dass das WC usw. in den oberen Etagen ebenfalls nicht genutzt werden kann.

    Allerdings haben wir anscheinen keinen Revisionsschacht, auf den plänen ist zwar ein Kasten im Vorgarten eingezeichnet, aber erste Grabungen haben nichts zu Tage gebracht. Es müsste wegen Wartung dann wohl auch ein Revisionsschacht hergestellt werden oder?

    Was meint ihr? Taugen die Einzellösungen z.B. von Dallmer oder eher die große Lösung??

    Vielen Dank im voraus

    PS: Wer macht sowas? Heizung/Sanitär-Firmen? Oder Kanalbaufirma?
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 gunther1948, 2. August 2011
    gunther1948

    gunther1948

    Dabei seit:
    5. November 2006
    Beiträge:
    6.917
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    architekt/statiker
    Ort:
    67685 weilerbach
  4. #3 ciclosport, 4. August 2011
    ciclosport

    ciclosport

    Dabei seit:
    27. April 2010
    Beiträge:
    169
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Industriekaufmann
    Ort:
    Frankfurt
  5. sepp

    sepp

    Dabei seit:
    12. November 2004
    Beiträge:
    4.217
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    architekt
    Ort:
    Saarland
    WC = Hebeanlage für fäkalienhaltige abwässer (druckrohr über rückstauebene = i.d.r. strassengulli)
    nix rückstauklappe!
    die andern kannste an solche dinger dranhängen (immer freier zugang vorrausgesetzt)
    druck = Wassersäule bis Rückstauebene
     
  6. #5 Manfred Abt, 4. August 2011
    Manfred Abt

    Manfred Abt

    Dabei seit:
    18. August 2005
    Beiträge:
    3.848
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauingenieur
    Passt für mich nicht ganz zusammen.

    Ansonsten zum Einlesen auch mein Rückstauhandbuch, aber mehr zum Hintergrund als für deine konkrete Frage.
     
  7. #6 ciclosport, 4. August 2011
    ciclosport

    ciclosport

    Dabei seit:
    27. April 2010
    Beiträge:
    169
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Industriekaufmann
    Ort:
    Frankfurt
    Hallo Manfred,

    Du hast Recht, die Waschmaschine wird natürlich häufiger genutzt. Könnte dann natürlich passieren, dass man gerade wäscht, also Ventil offen, wenn der Rückstau kommt. Zudem hab ich im Heizungskeller noch so einen Überlauf für den Heizkreislauf entdeckt...

    Das Handbuch hab ich schon gelesen, allerdings ist bei uns die Trennung der oberen Geschosse nicht vorhanden, deshalb wollt ich wissen, ob eine elektronische Rückstauklappe für den gesamten Kanal außerhalb des Hauses (mit Revisionsschacht wegen Wartung 2x jährlich) generell nicht erlaubt ist, oder ob man das Risiko, dass man während die Klappe zu ist auf den Eimer muß...

    Gruß
    Ciclo
     
  8. #7 gunther1948, 4. August 2011
    gunther1948

    gunther1948

    Dabei seit:
    5. November 2006
    Beiträge:
    6.917
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    architekt/statiker
    Ort:
    67685 weilerbach
    hallo
    also nix mit klo sondern fäkalienfreies wasser. richtig lesen hilft manchmal weiter. da gibts einen ganz entscheidenten unterschied für die anwendung.

    gruss aus de pfalz
     
  9. #8 Manfred Abt, 5. August 2011
    Manfred Abt

    Manfred Abt

    Dabei seit:
    18. August 2005
    Beiträge:
    3.848
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauingenieur
    Es gibt keinen, der dir hier in deinem eigenen Innenverhältnis was erlaubt oder verbietet. Sofern es um ein EFH geht schädigtst du dich ja maximal selbst.

    Kleine Ausnahme weil du es angesprochen hast: Besucher -> Restrisiko der Fremdschädigung wenn Besucher im Keller schläft und bei Rückstau gefährdet würde. Gut, dass musst du selbst bewerten.

    Die Normen stellen klar, wie eine fachgerechte Installation aussieht und wie man Sie bei Erwerb/Neubau erwarten kann.

    Im EFH-Bereich kann man es anders machen - und damit bewusst gegen die Regeln der Technik verstoßen - sofern einem klar ist, dass man die Konsequenzen selbst tragen muss.

    Ein Versicherungsschutz wäre bei nicht regelgerechten Lösungen z.B. rausgeschmissen Geld, die würden im Fall des Falles keinen Cent bezahlen.

    In deinem Fall würde ich deine "große Lösung", d.h. elektrischen, fäkaliengeeigneten RSV in Schacht außerhalb des Hauses mit Alarmanlage bevorzugen. Dachwasser sollte dann aber auf keinen Fall hausseitig des RSV angeschlossen sein, sonst ersäufst du im eigenen Wasser.

    Die Dallmer-Dinger gefallen mir nicht, da im Normalbetrieb (also ohne RS) Zeugs drin hängen bleiben kann was dann die Funktion im Ernstfall verhindert.

    Sepp und Gunther1948 haben dich m.E. nicht in allen Punkten richtig verstanden.
     
  10. #9 ciclosport, 5. August 2011
    ciclosport

    ciclosport

    Dabei seit:
    27. April 2010
    Beiträge:
    169
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Industriekaufmann
    Ort:
    Frankfurt
    danke

    Danke,

    unser Regenwasser geht komplett in eine Zisterne, insofern hab ich das Thema nicht mehr auf dem Plan.

    Ja richtig, das Dallmer Teil meinte ich für Dusche, Waschbecken usw.... Fürs WC gibt ja auch so ein Zeugs, Rattenklappen, die gleichzeitig dicht schließen sollen...aber ich denke ich werde mal die Außenlösung in Betracht ziehen, auch wenn die Sache sackteuer wird denke ich. Alleine die automatischen Klappen bewegen sich ja im Bereich 1500-2000€.

    Für die Versicherung ist wahrscheinlich kein Rückstauschutz noch besser als nicht fachgerechtes Gebastel denk ich mal...
     
  11. #10 Achim Kaiser, 5. August 2011
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

    Dabei seit:
    29. Oktober 2005
    Beiträge:
    7.472
    Zustimmungen:
    0
    Denkfehler ... denen ist es egal.
    Die Zücken die *Nicht den anerkannten Regeln der Technik* entsprechende Karte mit dem braunen Ring (zu deutsch : die Ar***karte)*, schütteln mit dem Kopf und zahlen nix. So schnell sind die da fertig.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  12. sepp

    sepp

    Dabei seit:
    12. November 2004
    Beiträge:
    4.217
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    architekt
    Ort:
    Saarland
    ähm... das sehen manche abwassersatzungen anders.
    beispiel göppingen
     
  13. #12 Manfred Abt, 5. August 2011
    Manfred Abt

    Manfred Abt

    Dabei seit:
    18. August 2005
    Beiträge:
    3.848
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauingenieur
    @sepp:
    dass sich der AN gegen Rückstau zu sichern hat/sichern muss (die Ziffer 1 deines Zitats) und das dies in nahezu allen Satzungen so ähnlich drin steht ist unbestritten.

    Nur was passiert wenn er es nicht tut? Dann haftet er halt für den entstehenden Schaden und gut ist. Mir ist kein Fall bekannt, wo er deshalb vom öffentlichen Kanal abgeklemmt würde oder mit einem Bußgeld/Strafe belegt würde.

    Das einem Entwässerungsgesuch ohne fehlende Rückstausicherung nicht stattgegeben wird (werden sollte) ist ebenfalls unstrittig.

    und zu Ziffer 2: na ja, es mag Einzelfälle geben, wo dieses "Recht auf Verlangen" ausgeübt wird. Und darunter dann auch wieder Einzelfälle, wo es überwacht wird. Solange der Kanalnetzbetreiber nicht in das Risiko einer Haftung läuft ist es ihm doch in der Regel egal, ob sich seine AN durch eigenes Verschulden unter Wasser setzen.
     
  14. sepp

    sepp

    Dabei seit:
    12. November 2004
    Beiträge:
    4.217
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    architekt
    Ort:
    Saarland
    wie und ob das geprüft wird, sollte ja nicht das thema sein.
    nur sollte man dem BH nicht das (falsche) gefühl geben "ich kann machen was ich will".
    seine Versicherung wirds ihm danken.
    deshalb mein einwand..
     
  15. #14 Manfred Abt, 5. August 2011
    Manfred Abt

    Manfred Abt

    Dabei seit:
    18. August 2005
    Beiträge:
    3.848
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauingenieur
    Ich glaub das war eindeutig.
     
  16. #15 ciclosport, 8. August 2011
    ciclosport

    ciclosport

    Dabei seit:
    27. April 2010
    Beiträge:
    169
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Industriekaufmann
    Ort:
    Frankfurt
    Hallo,

    so, der Sani war da und er tendiert kostenmässig und auch der einfachheit halber zu eine kleinen Hebeanlage. Die Verrohrung im Keller ist nahezu komplett auf Putz, insofern ist da wohl zügig ein Kasten montiert und die Zuleitungen dahinverlegt.

    er sprach von Sanibroy und ca.1.000 € Material und ca. 400-500 Montage.

    Hört sich für mich ok an. Was meint Ihr? ISt das der "übliche" Rahmen?

    Bei dem Wetter heutzutage will ich das Ding so schnell wie möglich haben...

    Gruß
    Ciclo
     
  17. #16 Manfred Abt, 8. August 2011
    Manfred Abt

    Manfred Abt

    Dabei seit:
    18. August 2005
    Beiträge:
    3.848
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauingenieur
    Gut, bisheriger Beiträge hatte ich so verstanden, dass Hebeanlage nicht bzw. nur schwer umsetzbar, da Wasser aus oberen Etagen und Wasser aus Keller in gemeinsame Grundleitung unter der Bodenplatte geht.

    Prinzip der Hebeanlage ist, dass das Wasser der oberen Etagen (bzw. oberhalb der RSE) unter der Kellerdecke gesammelt wird und dann direkt dem Kanal zuläuft, also ohne RSV oder Hebeanlage.

    Und dass das Wasser aus dem Keller (bzw. dem rückstaugefährdeten Bereich) in separatem Leitungsnetz gesammelt wird, in Hebeanlage läuft und mit Hebeanlage über die RSE gehoben wird.
     
  18. #17 ciclosport, 8. August 2011
    ciclosport

    ciclosport

    Dabei seit:
    27. April 2010
    Beiträge:
    169
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Industriekaufmann
    Ort:
    Frankfurt
    Hallo nochmal Manfred,

    also alle Leitungen von oben münden in ein Rohr, dass im Keller "aus der Decke kommt", also auf Putz.

    dieses Rohr geht dann in in die Bodenplatte. Die Anschlüsse Dusche im Keller, Waschbecken sind unter Putz auch an dieses Rohr angeschlossen und das WC ist auf Putz angeschlosse, steht also quasi daneben.

    Ich wußte nicht, dass eine Hebeanlage so einfach aufgebaut ist...

    Der Sani meinte eine Klappe wäre einiges teurer und zudem müßte ja noch ein Revisionsschacht her...

    Nachteil ist halt die neue Verrohrung und der Kasten, aber Optik spielt dort im Keller eh keine Rolle
     
  19. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  20. #18 Manfred Abt, 8. August 2011
    Manfred Abt

    Manfred Abt

    Dabei seit:
    18. August 2005
    Beiträge:
    3.848
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauingenieur
    Soweit ich das beurteilen kann sieht es doch ganz gut aus.
     
  21. #19 ciclosport, 8. August 2011
    ciclosport

    ciclosport

    Dabei seit:
    27. April 2010
    Beiträge:
    169
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Industriekaufmann
    Ort:
    Frankfurt
    ja, hat mich ziemlich beruhigt, ich dachte mindestens 5.000€ und mehr kommen auf mich zu, aber für ca. 1.500 brauch ich nicht lange nachzudenken. Witzig ist, dass seit dem er da war mindenstens 10 übelste Regenschauer meine Nerven strapaziert haben. Nen Rückstau gab es dabei gottseidank nicht...

    Es handelt sich um eine Doppelhaushälfte... muß mal den NAchbarn ansprechen was der gemacht hat oder auch nicht. Nicht dass er die Überschwemmung hat und wir bekommen sein Wasser...
     
Thema:

Rückstauklappe Altbau

Die Seite wird geladen...

Rückstauklappe Altbau - Ähnliche Themen

  1. Fußbodenaufbau Bad in Altbau (XPS Bauplatten oder zementgebundener Trockenestrich)

    Fußbodenaufbau Bad in Altbau (XPS Bauplatten oder zementgebundener Trockenestrich): Hallo, bin neu hier und hoffe, ihr könnt mir (auf die Sprünge) helfen. In unserem alten Haus (1847) müssen wir das Bad im 1. Stock...
  2. Dämmung Altbau entfernen oder nicht?

    Dämmung Altbau entfernen oder nicht?: Hallo, ich bin neu hier und habe eine Frage bezüglich unserer bestehenden Wärmedämmung. Zuvor muss ich jedoch zum Haus einige Details sagen, damit...
  3. Sockeldämmung angefressen / beschädigt

    Sockeldämmung angefressen / beschädigt: [ATTACH] Guten Tag, Unser Haus liegt am Hang, also ist das EG auf der anderen Seite komplett im Boden. An dieser Steigung wollte ich nun eine...
  4. Fensterlaibung und -fuge im sanierten Altbau

    Fensterlaibung und -fuge im sanierten Altbau: Hallo zusammen, folgende Situation: Wohnung im Altbau (1895), 2002 saniert, ca. 50 cm breite Außenwand, Holzfenster (bei Sanierung eingebaut),...
  5. Abgesackte Betonsohle sanieren

    Abgesackte Betonsohle sanieren: Moin zusammen, ich habe ein Haus aus dem Jahr 1968 erworben, das ich komplett sanieren will.:hammer: Erstmal alles kein Problem. Nur eines...